Southland Tales: The Prequel Saga (Richard Kelly)

Das war also Richard Kellys „Southland Tales: The Prequel Saga“ – und eigentlich müsste ich die ca. 300 Seiten noch einmal lesen. Vielleicht würde ich dann mehr verstehen. Vielleicht geht es auch gar nicht um Verständnis. Vermutlich nicht. Das Comic-Prequel zum Kinofilm „Southland Tales“ strotzt nur so vor Ideen. Vor verrückten Ideen – und wenn ich verrückt schreibe, dann meine ich das auch so. Man wird beim Lesen förmlich von Kellys Ideenreichtum überrollt. Unglaublich.

Wenn ich davon ausgehe, dass ich auch nur die Hälfte des Inhalts richtig interpretiert habe – dann ist das ein guter Schnitt. Wenn ich mir dann vorstelle, dass diese Informationen für den Film auch nur ansatzweise wichtig sind, dann kann ich verstehen, warum der Film in Cannes beim Publikum durchgefallen ist. Auf Basis meiner bisherigen Kenntnisse kann ich sagen, dass „Donnie Darko“ im Vergleich zu „Southland Tales“ wie simples Popcornkino erscheint. Ein endgültiges Urteil kann und will ich mir allerdings erst nach Sichtung des Films erlauben.

Worum geht es also? Einen Filmstar mit Gedächtnisverlust. Eine telepathisch begabte Pornoqueen. Eine mysteriöse Energiequelle mit der wohlklingenden Bezeichnung Fluid Karma. Den verrückten Baron Von Westphalen. Einen furzenden Messias. Ein mysteriöses Drehbuch namens „The Power“. Die Serpentine Dream Theory. Achja, und den Weltuntergang nicht zu vergessen.

Für jeden, der sich mit Richard Kellys jüngstem Werk beschäftigt, ist „Southland Tales: The Prequel Saga“ Pflichtlektüre. Für alle anderen macht das abgedrehte Comic wohl nicht viel Sinn. Eines ist sicher: Es ist verdammt unterhaltsam und kratzt ein paar interessante Themen an. Im Zusammenspiel mit „Southland Tales“ kann daraus eine wirklich große Saga werden: 8/10 Punkte.

6 Gedanken zu “Southland Tales: The Prequel Saga (Richard Kelly)

  1. Pingback: Southland Tales « Tonight is gonna be a large one.

  2. Stimmt. Die Offenbarung sollte man in Bezug auf den Film auch lesen. Da ist mir bestimmt noch einiges entgangen, aber das ist das ja das schöne an Richard Kellys Universen: Man kann sich wochenlang damit beschäftigen.

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  3. Habs nun auch gelesen und war nicht arg verwirrt – das liegt aber sicher daran, dass ich den Film bereits zweimal gesehen hab. Eines muss ich Kelly lassen, „The Power“ ist eines der miesesten Drehbücher, das mir je untergekommen ist 😀

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  4. Ich denke auch, dass es hilft den Film schon zu kennen – ebenso andersrum. Beim nächsten Durchgang wird dann einiges bestimmt noch klarer. „The Power“ fand ich so schlecht, dass es schon fast wieder gut war. Trash mit Stil – doch was will man von Krysta Now auch sonst erwarten… 😉

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