Ratatouille (2007)

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten habe ich gestern nun endlich das neueste Werk von Disney/Pixar gesehen: Brad Birds „Ratatouille“. Nachdem mich der famose Kurzfilm „Lifted“ bereits in die richtige Stimmung versetzt hatte, ging es dann auch schon los. Bereits nach den ersten paar Szenen war mir auch schon klar, dass die überaus positiven Kritiken mehr als gerechtfertigt sind.

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Bevor ich anfange die Geschichte und die Charaktere in den höchsten Tönen zu loben, will ich kurz auf die technische Seite eingehen: Wow! Unglaublich was hier abgefeuert wird. Alleine das Fell. Trocken. Nass. Flauschig. Verdreckt. Glänzend. Es sieht einfach verdammt real aus. Hinzu kommen die unglaublich detailgetreuen Aufnahmen von allen möglichen Lebensmitteln. Da möchte man einfach zubeißen. Der Film bewegt sich teils schon verdächtig nahe am Fotorealismus. Dennoch wirkt es nie störend, da immer noch der Cartoontouch vorhanden ist. Die Charaktere gehören in diese Welt. In ein Paris, das in den wärmsten Farbtönen erstrahlt. In eine Welt des Essens. Des Genusses. Der Küche. Der Köche. Der Ratten.

Die Charaktere und deren Geschichte ist letztendlich das, was den Film so typisch für Pixar macht. Man befindet sich sofort in dieser Welt. Man zweifelt nicht an ihren Regeln. Man geht mit den Figuren mit. Leidet mit ihnen. Lacht mit ihnen. Sicherlich gibt es auch hier eine Botschaft. Die Geschichte ist nicht zu komplex. Und doch lässt sie die von Animationsfilmen wie „Ice Age“ oder „Madagascar“ meilenweit hinter sich. Geschichten erzählen. Das ist es, worin Pixar wahrlich meisterhaft sind.

„Ratatouille“ ist außerdem wirklich lustig. Ich habe mehr als einmal laut lachen müssen. Dies zudem meist an Stellen, an denen das restliche Publikum komplett still war: Als Colette bei Linguinis – bzw. Remys – ersten Annäherungsversuch das Pfefferspray hinter ihrem Rücken bereit hielt oder bei der Sargform von Anton Egos Arbeitszimmer. Solche eher subtilen Details erfreuen mein kleines Filmherz ungemein – und ich bin mir sicher, dass es bei weiteren Sichtungen noch einiges zu entdecken gibt.

Für mich ist „Ratatouille“ das bisherige Highlight in diesem Kinojahr. Die perfekte Unterhaltung für groß und klein. Nach „Toy Story“, dessen Nachfolger und „Monster AG“ wohl mein neuer Liebling im Pixaruniversum: 10/10 Punkte.

27 Gedanken zu “Ratatouille (2007)

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  2. Da hatten wir wohl dieses Wochenende das gleiche Kinoprogramm, nur das mich der Film eher zufriedengestellt als begeistert hat. Klar, alles hervorragend umgesetzt, aber irgendwie war’s mir dann sozusagen zu perfekt.

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  3. Ein Film, den man wohl wirklich am besten nochmal zu Hause auf DVD guckt, um alle Details mitzubekommen. Von der Optik her einfach nur „wow“, die Geschichte war für meinen Geschmack ein wenig zu vorhersehbar und der Humor zu wenig abgedreht.

    Aber die DVD ist schon gekauft (vielleicht lohnt sich da wirklich schon HD?) und die Schmach mit „Cars“ einigermaßen vergessen.

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  4. @ Miss Sophie: Das hatte ich ja bereits vermutet… 😉

    @ Thomas: Ich könnte jetzt nicht sagen, dass der Film zu perfekt bzw. steril war. Aber das ist vermutlich einfach eine Sache davon, wie man Animationsfilme generell auffasst. Ich behaupte: Wer Animation mag, wird „Ratatouille“ lieben.

    @ Inishmore: Die Vorhersehbarkeit der Geschichte wäre auch mein einziger klitzekleiner Kritikpunkt. Da war z.B. „Monster AG“ einfach kreativer. Allerdings lag das auch bereits in der abgedrehten Welt, wogegen uns „Ratatouille“ doch einen realen Ort mit – relativ – realen Begebenheiten präsentiert.

    Die DVD wird auf jeden Fall gekauft! „Cars“ habe ich dagegen immer noch nicht gesehen…

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  5. Für mich wird er schon alleine deswegen in Erinnerung bleiben, weil es der erste Film ist, den ich hier in Weimar im Kino gesehen habe. Noch dazu allein. 😉

    Aber mal abgesehen davon ist er wirklich großartig. Mal ganz zu schweigen von „Lifted“! Einer der besten Pixar-Kurzfilme überhaupt. Wie niedlich ist denn bitte dieses Alien mit seinem viel zu großen Helm, wie der da auf seinem Kopf rumkugelt? 😀 Suuuper!

    Und das mit den einsamen Lachern kenn ich, ging mir genauso! Das Arbeitszimmer? Der Hammer. Ach, der Film hat wirklich viele tolle Szenen.

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  6. Na da hast du für deinen ersten Kinoabend in der neuen Stadt ja die richtige Wahl getroffen. Der perfekte Eskapsismus.

    Ich freue mich nun auch schon auf den nächsten Pixarfilm. Bis dahin gibt es aber bestimmt noch die eine oder andere Sichtung von „Ratatouille“.

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