Es gibt nur wenige Schauspieler, die mich dazu bewegen, einen Film zu sehen. Nathan Fillion gehört – seitdem ich ihn in Joss Whedons Kultserie „Firefly“ gesehen habe – eindeutig dazu. Da mir „Slither“ zudem noch aufgrund seines Genres vielversprechend erschien, habe ich mich wirklich auf die Sichtung gefreut. Eine berechtigte Vorfreude.

Ich liebe Monsterhorrorfilme. Besonders solche, die leicht selbstironisch inszeniert sind und sich nicht all zu ernst nehmen. Der beste Film dieser Art ist wohl nach wie vor „Tremors“ (deutsche Titel: „Im Land der Raketenwürmer“). Da in diesem Genre gute Filme wirklich Mangelware sind, kam „Slither“ gerade zur rechten Zeit. James Gunn versucht in seinem Film nie seine Vorbilder zu toppen. Er nimmt sie nie bewusst auf die Schippe. Er nimmt sie ernst – und deshalb funktioniert der Film. „Slither“ ist keine Parodie und doch kein ernsthafter Horrorfilm. Er bewegt sich irgendwo dazwischen. Das hat er mit „Tremors“ gemein, auch wenn er nie an diesen Klassiker heranreicht.
Die Geschichte ist in großen Teilen vorhersehbar. Sie ist nicht sonderlich originell. Die Dramaturgie ist teils etwas holprig und man hat stets das Gefühl, alles schon einmal in ähnlicher Form gesehen zu haben. Doch „Slither“ macht Spaß, hat tolle Figuren und ist einfach sympathisch. Mehr braucht es für diese Art von Film gar nicht.
Die Effekte sind – so man Blut, Schleim und Gekröse abkann – grandios, die Inszenierung ist flott und die Schauspieler verleihen ihren Figuren genau das richtige Maß an Authentizität, um in dieser Welt des selbstironischen Horrorfilms zu funktionieren. Allen voran natürlich Nathan Fillion, der – wie immer – das gewisse Etwas zu seiner Rolle beiträgt.
Zwar kein neuer Genreklassiker, aber immerhin ein großer, schleimiger Spaß: 7/10 Punkte.








