Your Highness – Extended Edition (2011)

Als ich das erste Mal von David Gordon Greens „Your Highness“ hörte, war ich neugierig. Eine R-Rated-Komödie mit Fantasysetting? Das hörte sich zumindest nach Spaß an. Die Kritiken waren jedoch größtenteils vernichtend, weshalb ich von einer Sichtung zunächst absah. Nachdem der Film in Christians Foyer und dem Medienjournal jedoch ziemlich gelobt wurde und unzählige Trailer-Sichtungen später, führte kein Weg mehr daran vorbei mich selbst auf dieses äußerst ungewöhnliche Quest zu begeben…

Am erstaunlichsten an „Your Highness“ ist wohl, dass der Film überhaupt in dieser Form produziert wurde – und dass die Macher tatsächlich Schauspieler, wie Natalie Portman, James Franco oder Zooey Deschanel für das Projekt gewinnen konnten. Doch worum geht es in dem Film überhaupt? Dies zu beantworten ist gar nicht so einfach. Im Grunde erleben unsere Helden ein klassisches Sword & Sorcery-Abenteuer, das auch etliche Aspekte dieses Subgenres aufgreift: ein Quest muss bestritten und ein verrückter Magier besiegt werden. Hinzu kommen schleimige Monster, nackte Tatsachen und einige Hektoliter Blut und Gekröse. So weit, so 80er Jahre Fantasyfilm. Doch dies macht nur den einen Teil des Films aus.

Um den Rest zu begreifen, sollte man sich eine zotige Slacker-Komödie im Judd Apatow-Stil vorstellen mit folgender Handlung vorstellen: Unser Held Thadeous (herrlich: Danny McBride) muss sich auf seinem ersten Quest beweisen und hilft seinem Bruder Fabious (James Franco) dessen Angebetete (Zooey Deschanel) aus den Klauen des bösen Zaubereres Leezar (Justin Theroux) zu befreien und das Fuckening – ja, richtig gelesen – zu verhindern. Der Humor schwankt dabei zwischen dämlich und unfassbar dämlich, doch hat dies für mich erstaunlich gut funktioniert. Man darf an dieser Stelle allerdings nicht den Fehler machen einen guten Film zu erwarten, doch wer schon immer mal eine High Budget-Produktion sehen wollte, in der Natalie Portman das Gemächt eines Minotaurus als Trophäe überreicht werden soll, der darf ruhig einen Blick riskieren.

Ich hatte wirklich enorm viel Spaß mit „Your Highness“, auch wenn mindestens 50% der Witze einfach zu platt für meinen Geschmack waren. In erster Linie haben mir die Fantasyaspekte gefallen, die erstaunlicherweise wirklich gut funktionieren. Auch die Charaktere harmonieren sehr gut miteinander und sind auf ihre ganz besondere Art und Weise sympathisch. Die Bewertung des Films fällt mir nun nicht leicht, denn ich könnte genauso gut Argumente für eine 4 Punkte-, wie für eine 8 Punkte-Wertung finden. Somit bleibe ich bei der goldenen Mitte und der Gewissheit, dass ich die nächste Sichtung nicht mehr nüchtern und mit größerem Publikum angehen werde: 6/10 Punkte.

Die Monster AG – OT: Monsters, Inc. (2001)

Gestern Abend stand ich einmal wieder vor dem DVD-Regal und konnte mich partout nicht für einen Film entscheiden. Er sollte aufgrund der vorhergehenden recht kurzen Nacht nicht zu lang sein und zudem den Zuspruch von Frau bullion finden. Da sprang mir die Blu-ray von „Die Monster AG“ ins Auge und in diesem Moment war die Entscheidung schon gefallen. Obwohl ich den Film liebe liegt die letzte Sichtung inzwischen schon mindestens 6 Jahre zurück. Somit war es höchste Zeit für eine Auffrischung…

Bereits bei der Kinosichtung, die inzwischen bereits unglaubliche 11 Jahre zurückliegt, war ich hin und weg. Es folgten Sichtungen auf VHS, DVD und sogar eine Analyse des Films während des Studiums. Langweilig wurde er nie. Mit „Monsters, Inc.“ hat Pixar seinen bis heute kreativsten Film abgeliefert: Während die Geschichten aller anderen Filme irgendwie in unserer Welt – sei es aus der Perspektive von Spielzeugen, Nagetieren oder Robotern der Zukunft – spielen, so wurde hier eine komplette neue Welt geschaffen. Eine Welt mit eigenen Bewohnern, eigenen Regeln und einem komplett neuen Industriezweig: der Schrei-Energie-Gewinnung. Wenn man sich den Film ansieht, wirken all diese Elemente, als würden sie wie selbstverständlich zusammenpassen. Als gäbe es gar keine Alternative – und genau hier liegt die Kunstfertigkeit Pixars: im Welten bauen und Geschichten erzählen.

Natürlich sind auch die grafische Gestaltung und die Animation der Charaktere wieder über jeden Zweifel erhaben. Besonders auf Blu-ray ist es eine Freude die detailreichen Sets und Figuren zu bewundern. Jedes einzelne Element passt perfekt in diese Welt und auch wenn die Technik in den letzten 10 Jahren große Sprünge gemacht hat, was die Darstellungsqualität von Texturen, Haaren usw. angeht, wirkt „Die Monster AG“ zu keinem Zeitpunkt altmodisch oder angestaubt. Ruhige Szenen voller Charaktertiefe wechseln sich dabei mit äußerst rasanten Actionszenen ab. Besonders das Finale im Türenlager ist mit seinen im Sekundentakt wechselnden Locations eine wahre Freude!

Als Vater eines Mädchens, das sich im ungefähr gleichen Alter wie Boo befindet, war ich mehr als überrascht, wie exakt es dem Animationsteam von Pixar gelungen ist die Eigenheiten in den Bewegungsabläufen und dem Verhalten eines Kindes abzubilden. Einfach nur großartig! Auch Sully (John Goodman) und Mike (Billy Chrystal) sind fantastische Charaktere, die mehr Leben besitzen als so manche reale Filmfigur. Die unzähligen Nebencharaktere, die Monstropolis bevölkern, sind zudem bis ins letzte Detail liebevoll gestaltet und man kann in wahrlich jeder einzelnen Szene unzählige kleine Gags und Anspielungen entdecken.

Wie man bis hier wahrscheinlich herauslesen konnte, bin ich von „Monsters, Inc.“ immer noch absolut begeistert. Für mich ist es sogar der bis dato gelungenste Pixar-Film – und das mag bei der beständig hohen Qualität etwas heißen! 2013 soll es eine Fortsetzung bzw. ein Prequel geben und wenn diese nur annähernd so hochwertig werden sollte, wie der 2010 erschienene „Toy Story 3“, dann sollte sich jeder Animationsfreund den Kinostart ganz dick im Kalender markieren. Ich für meinen Teil freue mich so oder so auf ein Wiedersehen mit Mike, Sully und Co. Die perfekte Kinounterhaltung: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Midnight in Paris (2011)

Woody Allen hatte ich nie bewusst auf meinem filmischen Radar. Die meisten seiner Klassiker kenne ich noch von diversen TV-Ausstrahlungen, doch aktiv beschäftigt habe ich mich nie mit dem misanthropischen Stadtneurotiker. Durch seinen jüngsten Film „Midnight in Paris“ ist er jedoch wieder in mein persönliches Rampenlicht gerückt. Es mag an Paris liegen, der phantastisch angehauchten Prämisse oder auch Owen Wilson, den ich für ziemlich unterschätzt halte. Es sollte eine magische Reise werden…

Ich war 17 als ich mit Freunden zum ersten Mal alleine und unbeaufsichtigt in einer großen Stadt Urlaub machte. Eine abgehalftere Jugendherberge in Paris, rudimentärste Sprachkenntnisse und ein Gefühl von Abenteuer. Die Erinnerung daran kommt mir vor wie aus einem anderen Leben. Dennoch habe ich dieses magische Gefühl, das Paris bei diesem kurzen Trip vor gut 14 Jahren bei ausgelöst hat, nicht vergessen. Und genau solch ein magisches Gefühl gelingt es Woody Allen in „Midnight in Paris“ heraufzubeschwören. Es ist weniger die Handlung des Films, die über weite Strecken vorhersehbar bleibt, oder die oft nur angerissenen Charaktere – nein, es ist die beinahe schon magische Atmosphäre, die den Film so sehenswert macht.

Gil Penders nächtliche Streifzüge, die letztendlich – wie sollte es auch anders sein – in einer für den Zuschauer nur konsequenten Selbsterkenntis gipfeln, hat Allen so herrlich unspektakulär in die Handlung eingewoben, dass es eine wahre Freude ist. Es gibt keine forcierten Erklärungsversuche und kein aufgesetztes Hinterfragen. Unser verhinderter Autor nimmt die Situation wie sie ist und stürzt sich kopfüber in die Roaring Twenties. Die dort stattfindenden Begegnungen mit nahezu jeder Künstlergröße dieser Epoche sind wunderbar unterhaltsam inszeniert und mit pointierten Dialogen durchsetzt. Ich muss jedoch zugeben, dass wohl nur jede dritte Anspielung zu mir durchgedrungen ist. Zwar konnte ich nahezu jeden Namen einordnen, habe gewisse Werke gelesen oder gesehen, doch um wirklich alles verstehen zu können, müsste man sich wohl ausführlicher mit Literatur und bildender Kunst der damaligen Zeit auseinandersetzen.

Große Kritikpunkte kann ich an „Midnight in Paris“ nicht finden. Von mir aus hätte der Film ruhig noch etwas länger laufen können, doch dies ist eigentlich nur ein weiteres Kompliment. Man verabschiedet sich – wie im atmosphärisch ähnlich gelagerten „Before Sunrise“ – eben nur sehr ungern vom nächtlichen Paris, den inspirierenden Begegnungen und auch der Hauptfigur. Das Ende hat mir zwar gut gefallen, doch war es viel zu vorhersehbar, wie leider große Teile der Handlung des Films. Formal hätte ich auf den exzessiv eingesetzten Gelbstich der Farbkorrektur verzichten können. Natürlich wollte Allen eine Postkartenidylle schaffen. Ein verklärtes Parisbild nicht ohne Ironie. Einen Künstlertraum. Doch weniger wäre hier in meinen Augen mehr gewesen.

Insgesamt ist Woody Allens jüngster Film unglaublich entspannte Unterhaltung. Ein Wohlfühlfilm, wie er im Buche steht. Owen Wilsons Gil Pender ist dabei kein schlecht gelaunter Misanthrop, sondern ein nostalgischer Träumer – und gerade dies macht den Film in meinen Augen so sympathisch. Ich bin mir fast sicher, dass ich bei einer garantiert folgenden nächsten Sichtung des Films besser über seine Schwächen hinwegsehen kann. Es ist noch Potential vorhanden. Dennoch möchte ich schon jetzt eine dringende Empfehlung aussprechen. Nicht nur für alle Träumer da draußen. Starke 8/10 Punkte.

Going Postal: Ab die Post (2010)

Gestern Abend stand endlich ein weiterer Besuch der Scheibenwelt auf dem Plan. Mit „Going Postal“ hatte man dieses Mal sogar wieder einen Roman verfilmt, dessen Vorlage mir bekannt ist. Bereits damals fragte ich mich, wie man die komplexe und technisch teils äußerst aufwendige Geschichte jemals verfilmen könnte. Umso überraschter war ich insofern, dass man sich gerade dieses Buch ausgesucht hatte – andererseits: Welches Terry Pratchett-Werk wäre aufgrund seiner überbordenden Fantasie nicht schwierig zu verfilmen?

Wie bereits zuvor „Hogfather“ und „The Color of Magic“ wurde auch diese dritte Scheibenwelt-Verfilmung vom britischen TV-Sender Sky One produziert. Demzufolge handelt es sich bei „Going Postal“ auch um einen TV- und keinen Kinofilm. Dies hat Vor- und Nachteile, doch meiner Meinung nach kann man als Zuschauer und Terry Pratchett-Fan wirklich froh sein, dass man sich bei der Adaption für dieses Format entschieden hat. So gibt es zwar deutliche Einschränkungen was das Budget angeht, doch kann man sich aufgrund der Laufzeit von gut drei Stunden wunderbar auf die Geschichte und die Charaktere konzentrieren. Und mal ehrlich: Würden sich Hochglanz-Effekte tatsächlich gut bei der Visualisierung von Ankh-Morpork machen?

Als Adaption funktioniert „Going Postal“ wirklich tadellos. Ich war wirklich überrascht, wie gut es gelungen ist das Gefühl, die Figuren und die Struktur der Vorlage abzubilden. Eine Verfilmung, die „Ab die Post“ – so der deutsche Titel der Vorlage – absolut gerecht wird. Natürlich gibt es Abweichungen und manche Charaktere sind nicht so gut ausgearbeitet, wie ich mir das gewünscht hätte. Insgesamt jedoch kann man sich auch als Freund und Kenner der Vorlage absolut nicht beschweren und auch wenn „Ab die Post“ nicht zu meinen Lieblingsbüchern der Scheibenwelt-Reihe zählt, so funktioniert der Film als Adaption doch noch einmal deutlich besser, als dies bei „The Color of Magic“ der Fall war. Bitte mehr davon, Sky One!

Neben der natürlich exzellent ausgearbeiteten Geschichte, die eine Satire auf das Unternehmertum, die moderne Telekommunikation und noch unzählige andere Elemente des modernen Leben ist, überzeugen vor allem die allesamt exzellent gewählten Schauspieler: So wird die Hauptfigur Feucht von Lipwig von Richard Coyle (Jeff, „Coupling“) gespielt, Charles Dance (Tywin Lannister, „Game of Thrones“) gibt einen herrlich undurchschaubaren Lord Vetinari und Tamsin Greig (Beverly Lincoln, „Episodes“) ist in einer Nebenrolle als Reporterin zu sehen. Auch die restlichen Darsteller passen erstaunlich gut ins Scheibenwelt-Setting und vermitteln das richtige Gefühl für diese herrlich absurde Welt.

Glaubt man den Gerüchten, so soll die nächste Scheibenwelt-Verfilmung bereits in den Startlöchern stehen. Sky One hat sich anscheinend „Unseen Academicals“ (deutscher Titel: „Der Club der unsichtbaren Gelehrten“) ausgesucht, das bereits in Buchform allerdings erstaunlich schlechte Kritiken bekommen hat. Ich bin dennoch gespannt und kann die Bemühungen des Senders weitere Verfilmungen zu produzieren nur unterstützen. Sie haben das Unmögliche möglich gemacht und Terry Pratchetts wunderbare Welt glaubhaft auf den Bildschirm gezaubert. Für Fans und solche, die es werden wollen eine großartige Erfahrung: 9/10 Punkte.

Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte – OT: The Chronicles of Narnia: The Voyage of the Dawn Treader (2010)

Aktualisierung: Ich habe „Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte“ am 21. Januar 2023 zum zweiten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Gestern Abend habe ich mir mit „Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte“ gleich das erste meiner filmischen Weinachtsgeschenke zu Gemüte geführt. Besonders da ich dieses Jahr nicht dazu gekommen bin auch nur einen meiner persönlichen Weihnachtsfilmklassiker zu sehen, habe ich mich sehr auf den Film gefreut – zumal ich auch mit dieser Filmreihe die eher stillen Tage des Jahres verbinde. Ist es dem „The Voyage of the Dawn Treader“ gelungen an seine Vorgänger anzuknüpfen?

Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte (2010) | © Walt Disney

Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte (2010) | © Walt Disney

Zunächst einmal muss ich auf die unverschämte Veröffentlichungstaktik von 20th Century Fox eingehen: Bis vor ein paar Wochen war der Film in Deutschland nur gekürzt erhältlich, da man wohl auf eine größere Zielgruppe geschielt hat. Diese Kürzungen betreffen sowohl die ursprüngliche Kinofassung, die DVD- und die Blu-ray-Veröffentlichung des Films. Einzig die 3D-Blu-ray ist ungekürzt erschienen und wird unverschämt teuer vertrieben. Wenn man einmal davon absieht, dass die Kürzungen so oder so keinen Sinn machen, da sich der Film auch um ein paar Minuten erleichtert keineswegs für 6-jährige Kinder eignet, ist diese Veröffentlichungspolitik ein Schlag ins Gesicht aller Filmfreunde. Interessenten sei deshalb lieber gleich zur UK-Fassung geraten.

Nun jedoch zum Inhalt des Films: Im Gegensatz zu „Der König von Narnia“ und „Prinz Kaspian von Narnia“ lässt der dritte Teil der Reihe die epische Breite vermissen, die seinen noch Vorgängern innewohnte. „Die Reise auf der Morgenröte“ erzählt eine eher kleine Geschichte mit einer überschaubaren Anzahl an Charakteren sowie teils sehr persönlichen Momenten. Für mich wäre dies eigentlich kein Kritikpunkt, hätte man sich wirklich auf diese Aspekte konzentriert und nicht versucht möglichst jeden Zuschauertyp zu bedienen. Die Handlung wird holprig erzählt, doch gibt es viele kleine Abenteuer zu erleben, die sowohl Schauwerte bieten als auch Unterhaltungswert besitzen. An die Vorgänger gelingt es der Geschichte jedoch nicht anzuknüpfen.

Am meisten hat mich jedoch wohl die technische Umsetzung gestört. Zum einen hat 20th Century Fox das Format bei der Heimkinoauswertung von Cinemascope auf 16:9 geöffnet, was die Bildkomposition oft leider komplett zerstört. Hinzu kommt eine bzw. fehlt eine entsprechende Farbkorrektur, was den Film unglaublich flach und glattgebügelt erscheinen lässt. Selbst wenn der Film auf Video gedreht wurde, hätte man ihn mehr nach Kino aussehen lassen müssen. All diese Aspekte lassen „Die Reise auf der Morgenröte“ über weite Strecken wie einen Fernsehfilm aussehen, dessen Regisseur nur ein erstaunlich hohes Budget zur Verfügung hatte.

Fazit

Auch wenn sich meine Kritik nun sehr negativ liest, so wurde ich über die knapp zwei Stunden Laufzeit ziemlich gut unterhalten. Inhaltliche Schwächen verzeihe ich dem Film dabei eher, als inszenatorische. Technisch ist Heimkinoauswertung – wenn man wirklich einen Film sehen möchte – eine kleine Katastrophe, doch ich bewerte hier schließlich nicht die Blu-ray, sondern den Film an sich – und der ist mit 6/10 Punkten noch gut bedient.

Fluch der Karibik 4: Fremde Gezeiten – OT: Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides (2011)

Aktualisierung: Ich habe „Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten“ am 17. September 2022 zum dritten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Dank rapide fallender Blu-ray Preise bin ich früher als gedacht in den Genuss des von mir im Kino verpassten „Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten“ gekommen. Die allgemeinen Kritiken waren ja durchaus gemischt: So gab es einerseits Stimmen, die vom besten Teil seit dem Ursprung der Reihe redeten, andererseits wurde der Film als unnötiges Produkt eines geldgeilen Studios gesehen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen…

Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten (2011) | © Walt Disney

Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten (2011) | © Walt Disney

Tatsächlich erinnert das vierte Abenteuer um Captain Jack Sparrow wieder eher an den famosen ersten Teil, als an den überladenen Abschluss der ursprünglichen Trilogie. Back to the roots sozusagen. Allerdings merkt man deutlich, dass Regisseur Rob Marshall die Popcornkino-Erfahrung eines Gore Verbinski fehlt. Die Inszenierung wirkt demnach weniger spritzig und um einiges angestaubter, als dies bei den Bombastwerken Verbinskis der Fall war. Hinzu kommt, dass das Drehbuch erzählerische Tiefe vermissen lässt und die Dialoge teils zu sehr nach einstudiertem Text klingen.

Ist „Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides“ dennoch eine würdige Fortsetzung der Piratenfilmreihe? Jein. Der Film wirkt weniger wie eine Fortsetzung, als wie ein Spin-off. Obwohl Johnny Depps Figur bereits die vorhergehenden Filme getragen hat, so fehlt doch die übergreifende Handlung, die stets mit imposanten Bösewichten und einer beinahe schon epischen Hintergrundgeschichte aufwarten konnte. Die in diesem Film thematisierte Suche nach der Quelle der ewigen Jugend wirkt wie eine beliebige Nebenhandlung, die genauso gut als Prequel funktioniert hätte.

Auch wenn dieser Teil der Reihe nicht wirklich zwingend nötig gewesen wäre, so macht es jedoch wieder enorm viel Spaß Captain Jack Sparrow bei seinen Abenteuern zu begleiten. Leider jedoch bleibt Blackbeard als Bösewicht erschreckend blass und kann weder Barbossa, geschweife denn Davy Jones das Wasser reichen. Penélope Cruz als Blackbeards Tochter ist dagegen wieder stets nett anzusehen und liefert sich unterhaltsame Plänkeleien mit unserem stets angetrunkenen Captain.

Erstaunlicherweise hat mir besonders der Beginn des Films in London recht gut gefallen, obwohl dieser Schauplatz etwas aus der Reihe fällt. Die Kutschenverfolgungsjagd wies zudem etliche Parallelen zu Renny Harlins „Cutthroat Island“ auf, ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen. Was bleibt also am Ende? Unterhaltsame zwei Stunden, die ein weiteres Jack Sparrow-Abenteuer zeigen, über das man sich als Fan der Reihe durchaus freuen darf – alle anderen verpassen aber auch nichts, wenn sie es bei der usprünglichen Trilogie belassen. Knappe 7/10 Punkte.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2 – OT: Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2 (2011)

Aktualisierung: Ich habe „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2″ am 1. Januar 2026 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Das war es dann also. Die wohl langlebigste High-Budget-Filmreihe hat mit „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2“ nach 10 Jahren ihr Ende gefunden. J. K. Rowlings Zauberschüler wurde von vielen belächelt und von noch mehr geliebt. Unbestreitbar ist jedoch, dass er auch im Kino einen Eindruck hinterlassen hat. Zusammen mit der „Der Herr der Ringe“-Trilogie sorgte er für einen Aufschwung im Fantasy-Genre und ist somit aus der Geschichte des populären Kinos nicht mehr wegzudenken.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2 (2011) | © Warner Home Video

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 2 (2011) | © Warner Home Video

Wie bereits beim ersten Teil des Finales habe ich es dieses Mal nicht geschafft, mir im Vorfeld die Vorgänger zur Auffrischung der Geschehnisse anzusehen. Somit wurde ich recht unvorbereitet in die Geschichte hineingeworfen, denn auch die Romanvorlage war mir nur noch sehr dunkel in Erinnerung. Da auch die Handlung direkt an den vorangegangenen Film ansetzt, gibt es keine Verschnaufpause und ehe man sich versieht, befindet man sich zusammen mit Harry, Hermine und Ron im Endkampf. Der großen Schlacht um Hogwarts. Harry Potter gegen Voldemort. Dann ist es tatsächlich vorbei. Ich konnte es wirklich kaum glauben bis hier einen gut zweistündigen Film gesehen zu haben.

Auch wenn ich die Aufsplittung des finalen Romans in zwei Filme nur befürworten kann, so leidet die Erzählstruktur doch ziemlich und besonders dieser letzte Teil mag für sich alleine genommen seine gewünschte Wirkung nicht so recht entfalten. Für mich hat es zu lange gedauert wieder in dieser magischen Welt anzukommen. Bevor ich mich eingefunden hatte, ging die Schlacht auch schon los. Vermutlich hätte ich tatsächlich „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1“ direkt im Vorfeld noch einmal sichten müssen, um das volle Erlebnis zu erfahren. So gab es zwar mitreißende Kämpfe und auch einige wirklich emotionale Szenen zu bewundern, die mich allerdings nicht so sehr mitgerissen haben, wie ich es mir erhofft hatte.

Mit David Yates Inszenierung bin ich erneut recht zufrieden. Im Gegensatz zum Vorgänger erlaubt er sich keine Experimente und setzt deutlich mehr auf Action, doch was will man bei einem zweistündigen Showdown auch erwarten? Sehr gelungen fand ich die ruhigeren Szenen, wie z.B. Harrys Zusammentreffen mit seinen Eltern, Sirius und Remus im Wald. Hier wurde die Vorlage tatsächlich lebendig. Leider gab es zu wenige dieser Verschnaufpausen, was natürlich auch der Struktur des Films geschuldet ist. Insgesamt ein gelungener Film, der in meinen Augen dennoch zu den schwächsten Verfilmungen zählt. Eine qualitative Gesamteinordnung werde ich mir allerdings erst nach der Wiederholungssichtung der kompletten Reihe erlauben.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zur gesehenen 3D-Fassung: Ich bin ja kein großer Fan des aktuellen Trends. Einige Einstellungen haben von dem Effekt profitiert, in anderen war er kaum wahrnehmbar und in manchen Szenen hat er gestört. Um 3D richtig zu erleben, müsste man eben auch für 3D drehen. Dann jedoch hätten wir ein Filmerlebnis, das in 2D aufgrund der fehlenden Tiefenschärfebetonung nicht mehr funktionieren würde. Man dürfte nicht zu schnell schneiden etc. Ich glaube man verpasst nicht viel, wenn man den Film nur in der normalen Fassung sieht und ich freue mich bereits auf die Heimkinoauswertung, mit der ich den Film ohne quatschende Teenager und einer zweiten Brille auf der Nase genießen kann.

Fazit

Alle Freunde der Reihe werden den Film vermutlich sowieso schon gesehen haben. Ich bin nun gespannt, wie sich die Saga für die kommenden Generationen präsentieren wird. Auf jeden Fall beneide ich jetzt schon meine Tochter, dass sie alle sieben Romane in einem Rutsch durchlesen kann. Was aus den Filmen wird? Für mich werden sie immer ein wichtiger Teil meines persönlichen Filmuniversums sein, haben sie mich doch über 10 sehr prägende Jahre meines Lebens begleitet. Auch das Finale ist gelungen und ich bin gespannt, ob es in Zukunft noch in meinem Ansehen wächst: 7/10 Punkte.

Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt – OT: Pirates of the Caribbean: At World’s End (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt“ am 9. September 2022 zum dritten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Heute Abend gab es mit „Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt“ bereits zum zweiten Mal das Finale der erfolgreichen Piratentrilogie. Nach der Sichtung bin ich – ebenso zum wiederholten Male – etwas ernüchtert, denn der Film konnte sich zum damaligen Kinobesuch leider nicht steigern. Etwas hat sich aber verändert: Die Hoffnung auf einen gelungenen vierten Teil ist deutlich gestiegen.

Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt (2007) | © Walt Disney

Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt (2007) | © Walt Disney

Hat der erste Teil der Trilogie noch eine relativ abgeschlossene Geschichte erzählt, wurde im zweiten das Tor zu einem fantastischen Paralleluniversum aufgestoßen: Piraten, Kraken und düstere Versprechen. All dies wurde vor sonnendurchfluteter Kulisse mit viel Humor erzählt. Was hatte der Mittelteil der Trilogie jedoch nicht zu bieten? Einen Showdown – und diesen gibt es nun endlich in „At World’s End“ zu bestaunen. Ein beinahe dreistündiger Showdown, so man denn den zähen Spannungsaufbau dazuzählen mag.

Wenn auch die unnötig kompliziert erzählte Geschichte nicht wirklich viel hergibt, so muss man doch neidlos zugeben, dass das was auf der Leindwand bzw. dem Bildschirm zu sehen ist, auf jeden Fall zu beeindrucken vermag. Die See wirbelt herum, Fischmonster und Piraten sind in einen nicht enden wollenden Kampf verwickelt und die Kamera fliegt über tosende Strudel und klirrende Säbel, als wäre sie selbst Teil der Elemente. Visuell unglaublich beeindruckend, doch leider ebenso ermüdend.

Vor dem Showdown gibt es einige nette Szenen mit Capatain Jack Sparrow, denen jedoch die Leichtigkeit der vorhergehenden Späße abgeht. Überhaupt ist der gesamte Film sehr düster gehalten, was ungewohnt ist und doch eine ganz besondere Stimmung heraufbeschwört. Zu der bisherigen Filmreihe passt diese Weltuntergangsstimmung in meinen Augen jedoch nur bedingt und somit war ich richtig froh, als sich im Epilog wieder auf die wahren Stärken zurückbesinnt wurde: Lockere Späße mit unserem Lieblingscaptain. Ergo die Hoffnung auf „Fluch der Karibik 4: Fremde Gezeiten“.

Der Abschluss von Gore Verbinskis bombastischer Filmtrilogie ist leider deutlich schwächer, als seine beiden Vorgänger. Oft lässt der Film den Eindruck entstehen, als wäre das Drehbuch mit der heißen Nadel gestrickt worden und die Effekte seien nur Mittel zum Zweck. Dennoch weiß der Film zu gefallen und für Freunde düsterer Unterhaltung, gibt es zumindest ein für solch einen Blockbuster ungewohnt bittersüßes Ende zu bestaunen. Sehenswert, aber oft leider zu gewollt: 7/10 Punkte.

Fluch der Karibik 2 – OT: Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest (2006) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2“ am 31. August 2022 zum dritten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nun bin ich doch schneller als gedacht dazu gekommen mir „Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest“ erneut anzusehen. Auf dieses Erlebnis war ich ziemlich gespannt, hatte ich den Film nach der damaligen Kinosichtung doch überraschend gut bewertet. Oft ist es ja so, dass man sich von der spontanen Euphorie übermannen lässt und der Film bei genauerer Betrachtung den positiven Erinnerungen nicht stand hält. Doch trifft dies auch auf die Fortsetzung der Piratensaga zu?

Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2 (2006) | © Walt Disney

Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2 (2006) | © Walt Disney

Um es kurz und knapp zu machen: Ich hatte heute wieder genauso viel Spaß, wie vor fünf Jahren – unglaublich, oder? – im Kino. Der Film ist komischer als der erste Teil, um einiges düsterer und er hat mehr Schauwerte zu bieten. Die Figuren scheinen sich noch mehr gefunden zu haben und es gibt einen famosen Bösewicht. Einzig und allein die Geschichte bleibt etwas auf der Strecke bzw. man bekommt nur eine unnötig aufgeblasene Version der Handlung des Vorgängers präsentiert. Normalerweise müsste ich den Film nun abstrafen, doch feuert Gore Verbinski hier ein Feuerwerk an Actionszenen ab, dass es eine wahre Freude ist. Unterhaltungskino in Perfektion.

Schon alleine die Kannibaleninsel ist an Actionslapstick kaum zu überbieten. Herrlich überdreht und völlig absurd choreographiert bleibt hier kein Auge trocken. Überboten wird das Spektakel nur noch durch den Mühlenrad-Kampf, der ein grandioses comic timing besitzt und zu den unterhaltsamsten Filmszenen überhaupt zählt. Neben diesen lockerleichten Actioneinlagen stimmt der Film bereits ziemlich düstere Töne an, welche sich in „Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt“ letztendlich komplett durchsetzen werden. In diesem Teil stimmt die Mischung jedoch noch und macht das beste aus beiden Welten.

Beeindruckend fand ich auch bei der heutigen Sichtung die Effekte. Nicht so sehr den Kraken, als viel mehr Davy Jones und seine Crew. Selbst in strahlendstem Sonnenschein kann man hier keine CGIs ausmachen. Oberflächenbeschaffenheit, Licht und Animation – alles ist perfekt getroffen. Hinzu kommt, dass man den Schauspieler Bill Nighy tatsächlich hinter den Effekten erkennt. Ein lebendiger, atmender Charakter. Für mich eine der ganz großen Leistungen der VFX-Kunst.

Nun stellt sich mir natürlich die Frage, welchen Teil der Reihe ich bisher am besten finde. Der erste ist insgesamt wohl runder und erzählt die schlüssigere Geschichte. Der zweite dagegen quillt schon fast über vor fantastischen Szenen, die oft wohl auch außerhalb ihres Kontexts funktionieren würden. Unterhalten haben mich beide Filme ausgezeichnet und dabei möchte ich es auch belassen: 9/10 Punkte.

Fluch der Karibik – OT: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003)

Aktualisierung: Ich habe „Fluch der Karibik“ am 27. August 2022 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Der aktuellste Teil der Filmreihe dürfte wohl der in den letzten Wochen am häufigsten rezensierte Film der Blogosphäre sein. Der ideale Zeitpunkt also für mich mit „Fluch der Karibik“ noch einmal den Ursprung des bombastischen Franchise unter die Lupe zu nehmen. Ich war ja schon immer ein Freund der filmischen Freibeuter und so hatte ich mich damals enorm über die Ankündigung zu Gore Verbinskis Piratenabenteuer gefreut.

Fluch der Karibik (2003) | © Walt Disney

Fluch der Karibik (2003) | © Walt Disney

Nachem Renny Harlins „Die Piratenbraut“ im Jahr 1995 so gnadenlos gefloppt ist, darf man es schon beinahe als Wunder betrachten, dass Disney das Multi-Millionen-Dollar-Projekt überhaupt in Auftrag gegeben hat. Dazu noch eine Idee, die auf einer Freizeitparkattraktion beruht. Insofern also nicht sonderlich erstaunlich, dass „Fluch der Karibik“ darauf getrimmt wurde für nahezu jede Zielgruppe als perfekter Unterhaltungsfilm zu funktionieren – und noch erstaunlicher: Es ist ihm tatsächlich gelungen. Abenteuer, Humor, Action, Romantik, angenehmer Grusel und eine neue Kultfigur. Ein Traum made in Hollywood – und das sowohl für die Produzenten als auch die Zuschauer.

Auch bei meiner inzwischen dritten (vielleicht auch vierten) Sichtung hatte ich wieder enorm viel Spaß mit Captain Jack Sparrow und Co. Dieses Mal ist mir besonders aufgefallen, wie zielstrebig der Film darauf abziehlt möglichst viele Knöpfe bei seinem Publikum zu drücken. Keine Szene wirkt nebenbei erzählt oder überflüssig. Das Timing stimmt, die Charaktere sind ausformuliert, als hätte man sie bereits auf dutzenden von Abenteuern begleitet und die Handlung ist kompakt und mitreißend zugleich. Hinzu kommt Klaus Badelts unverkennbar aus der Schmiede Hans Zimmers stammender Score, der wohl die meistverwendeten Musikstücke der jüngeren Zeit geliefert haben dürfte.

Kritikpunkte gibt es zwar ein paar, doch insgesamt schmälern sie den ungemeinen Unterhaltungswert des Films kaum. So sind mir die Kampfszenen etwas zu dominant in die Handlung eingebaut. Da wäre weniger sicher mehr gewesen. Weiterhin hätte man dem Film ruhig ein wenig mehr Ecken und Kanten geben können, doch dann wäre vielleicht nicht genau diese Art Film dabei herausgekommen, was auch irgendwie schade gewesen wäre.

Was bleibt sonst noch zu erwähnen? Natürlich „Monkey Island“ – ein paar Szenen scheinen wie aus dem Spiel übernommen (das sich wiederum ebenso bei Disneys Freizeitparkattraktion bedient hat), doch letztendlich ist ein Will Turner eben kein Guybrush Threepwood und Captain Jack Sparrow steht sowieso auf einem anderen Blatt. Insofern wäre ich einer Verfilmung der originalen Computerspielreihe immer noch nicht abgeneigt (dann aber bitte mit dem originalen LucasArts-Score).

Wie bereits geschrieben, dürfte nahezu jeder Zuschauer gefallen an Gore Verbinskis Auftakt zu seiner Piratensaga finden. Nicht umsonst begann damit eine der größten Erfolgsgeschichten des vergangenen Kinojahrzehnts. Ich für meinen Teil freue mich nun auf die Wiederholungssichtungen des ersten und zweiten Sequels und hoffe, dass ich damit durch bin, bis der vierte Teil die Heimkinos erreicht. Nach wie vor ein bunter, lauter und vor allem sehenswerter Piratenspaß: 9/10 Punkte.