Der letzte Neuzugang des ausklingenden Serienjahres war bei mir „Happy Endings – Season 1“. Die halbstündige Comedy erinnert inhaltlich an „Friends“ oder „How I Met Your Mother“, besitzt allerdings keinen Laugh Track und ist als Single Camera Show konzipiert. Kann die Serie trotz fehlender Innovationen überzeugen?

Auch wenn man letztendlich – wie bereits dutzende Male gesehen – nur wieder am Leben einer Gruppe von Endzwanzigern teilnimmt, so strahlt die Serie doch einen gewisse Frische aus. Besonders das Aufbrechen des klassischen Sitcom-Settings und die dadurch lebendigere Kamera erweisen sich als große Pluspunkte. Inhaltlich dagegen bleibt alles beim Alten: Diverse Liebeswirren, das Feiern der Freundschaft und berufliche Herausforderungen stehen auch hier im Mittelpunkt der Serie.
Was macht die Serie nun sehenswert und setzt sie gegenüber eher redundanten Genrevertretern wie „Mad Love“ ab? Wie so oft in diesem Genre sind es vor allem die Charaktere und deren Darsteller (u.a. Elisha Cuthbert, „24“ oder Zachary Knighton, „FlashForward“), welche den Charme der Serie ausmachen. Auch wenn der Pilot mit einer ungewöhnlichen Ausgangssituation beginnt, so sind die erzählten Geschichten doch eher bekannt. Auch hier lebt die Serie mehr von ihrer Situationskomik und popkulturellen Anspielungen, als von einer voranschreitenden Handlung.
Ingsesamt ist „Happy Endings“ durchaus ein kleiner Gewinn für die Comedy-Welt. Auch wenn ich viele Episoden der ersten Staffel nur durchschnittlich fand, haben einige jedoch das große Potential der Serie bewiesen. Ich denke mit etwas mehr Fokus auf die Charaktere und deren Eigenheiten könnte mich die Serie durchaus noch einige Staffeln unterhalten. Macht Spaß: 7/10 (7.4) Punkte.








