Running Wilde – Season 1

Was hatte ich mich auf diese Serie gefreut! Endlich neues Futter von den Machern einer der besten Comedy-Serien der letzten Jahre. Als jemand, der den Verlust von „Arrested Development“ immer noch nicht so ganz überwunden hat, habe ich meine ganze Hoffnung auf „Running Wilde – Season 1“ projiziert und somit einen zweiten Geniestreich erwartet – zumal mit Will Arnett und David Cross zwei Mitglieder des begnadeten „Arrested Development“-Casts mit am Start waren.

Die Comedy rund um den exzentrischen Milliardärssohn Steven Wilde und die Umweltaktivistin Emmy Kadubic erinnert oft an das große Serienvorbild „Arrested Development“, ohne jedoch dessen Klasse zu erreichen. Besonders die ersten Episoden haben bei mir noch die Hoffnung geweckt ein ähnliches Serienjuwel vor mir zu haben, doch leider stellte sich schon bald Ernüchterung ein. Die Figurenkonstellation ist zu begrenzt, das Voice-over durch Puddle Kadubic ist größtenteils leider ziemlich nichtssagend und die erzählten Geschichten könnten definitiv lustiger sein.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die frühe Absetzung von „Running Wilde“ nicht sonderlich verwundet. Dennoch handelt es sich keinesfalls um eine schlechte Serie. In jeder Episode gab es ein paar herrliche Lacher und absurde Situationen zu bestaunen. Zudem sehe ich Will Arnett, David Cross und auch Keri Russell (Felicity Porter, „Felicity“) einfach sehr gerne. Wenn ich dagegen aber an „Arrested Development“ denke, dann ist Mitchell Hurwitz‘ jüngste Serie leider eine mittelgroße Enttäuschung.

Als kurzer Snack zwischendurch ist die Serie fast schon zu anstrengend und als Fan der Vorgängerserie wird man zwangsläufig enttäuscht. Wem ist die Show also zu empfehlen? Wenn man seine Erwartungen niedrig hält und nicht den ständigen Vergleich sucht, dann macht „Running Wilde“ durchaus Spaß. Tolle Schauspieler und absurde Situationskomik in einem etwas missglücktem Szenario – kann man sehen, muss man aber nicht: 6/10 (6.4) Punkte.

2 Gedanken zu “Running Wilde – Season 1

  1. Ging mir da genauso wie dir, die erste Folge hatte ich wirklich Hoffnung, dass es in eine gute Show mündet. Mit fortschreitender Dauer wurde es aber immer dröger. Immerhin gab es zum Abschluss ja noch die Familienzusammenführung mit Jeffrey Tambor.

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  2. Ja, Jeffrey Tambors Gastauftritt samt zugehörigem Werbespot gehört ganz klar noch zu den Highlights. Davon abgesehen fand ich das Finale aber erschreckend platt und gefühlsduselig. Wirklich schade, dass man aus den tollen Darstellern nicht mehr rausgeholt hat. Die sollen sich mal lieber um den „Arrested Development“-Film kümmern!

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