Eine der mit am meisten Spannung erwarteten Serien des vergangenen Jahres dürfte wohl „Terra Nova – Season 1“ gewesen sein. Die – wie bereits „Falling Skies“ – von Steven Spielberg produzierte Serie versprache kinoreife Unterhaltung und fantastische Spezialeffekte. Doch bereits für die Pilotfolge hagelte es größtenteils schlechte Kritiken und mit zunehmender Laufzeit kristallisierte sich heraus, dass der Serie wohl nicht der erhoffte Erfolg beschieden werden sollte. Wie ist Spielbergs Sci-Fi-Saga jedoch bei mir angekommen?

Ich habe jede Minute genossen. Als Kind hätte ich die Serie sogar geliebt. Dinosaurier, Zeitreisen, Science-Fiction und Mystery. Erwähnte ich schon Dinosaurier? Der Stoff aus dem meine Träume gemacht waren. Auch heute noch verfalle ich diesen Elementen erstaunlich leicht. Hinzu kommt eine Bilderbuchfamilie à la Spielberg, was bei mir stets funktioniert. Man sieht: Auch wenn die Serie alles andere als perfekt ist, so drückt sie bei mir doch nahezu alle Knöpfe, um als nahezu perfekte Unterhalung wahrgenommen zu werden – es ist schon beinahe unheimlich.
Inhaltlich wandelt die Serie auf bekannten Pfaden. Handlungselemente und Anmutung erinnern an „Avatar“ (inklusive dem großartigen Stephen Lang als Commander Taylor), die Dinos sind „Jurassic Park“ entsprungen, mysteriöse Ereignisse und geheimnisvolle Andere hat man aus „Lost“ entliehen, und der Look der Zukunft ist eine Nachahmung des „Blade Runner“-Produktionsdesigns. Nicht innovativ, aber es funktioniert. Zumindest für mich. Die Charaktere wachsen einem zudem recht schnell ans Herz, die Handlung ist seicht aber lädt zum Dranbleiben an – und auch wenn die Effekte mehr nach TV, denn Kino aussehen, so gefiel mir der exotische Look doch ausgesprochen gut.
Ich kann durchaus verstehen, wenn man so sein Problem mit der Serie hat. Wie bereits „Falling Skies“ erinnert auch die Handlungsstruktur von „Terra Nova“ eher an 90er Jahre TV-Serien, als an komplexe Geschichten, wie man sie heute in Serien findet. Dennoch funktioniert die Serie für mich noch um einiges besser, als die ähnlich gelagerte Alienhatz. Es ist wie eine Rückkehr in die Sonntagnachmittage der eigenen Kindheit. Dinos, Sci-Fi, Mystery und dennoch eine heile Welt. Spätestens seit der Absetzung der Serie weiß ich, dass ich mit dieser Meinung ziemlich alleine dastehe – doch ich fand die nostalgische Zeitreise ziemlich gut: 8/10 (7.7) Punkte.








