Man Up! – Season 1

Auch im vergangenen Jahr sind wieder etliche neue Serien gestartet, die es nicht in die zweite Runde geschafft haben. Zu diesen gehört auch „Man Up! – Season 1“, deren Ende leider ziemlich schnell besiegelt war. Auch wenn die meisten Serienfreunde nicht gerade zimperlich mit ihrer Kritik waren, so hatte ich für meinen Teil jedoch ziemlich viel Spaß mit der Comedy rund um das Kind im Manne. Dementsprechend schade finde ich die vorzeitige Absetzung.

Die Idee ist wahrlich nicht neu und wird auf die eine oder andere Art und Weise in jeder aktuellen Sitcom zelebriert: Männer wollen als Männer wahrgenommen werden, benehmen sich dabei jedoch wie Kinder. Was unterscheidet „Man Up!“ nun von anderen Comedys, wie der parallel angelaufenen Tim Allan-Show „Last Man Standing“? Der ungleich höhere Nerd-Faktor und eine extrem hohe Dichte an popkulturellen Anspielungen. Hinzu kommen schrullige Charaktere, denen von äußerst sympathischen Schauspielern (z.B. Dan Fogler, „Fanboys“) Leben eingehaucht wird.

Die Handlung der einzelnen Episoden beschränkt sich meist auf irgendeine Dummheit, die von einer unserer drei Hauptfiguren begangen wird. Aufgrund der Konstellation (ein Familienvater, zwei Singles) gibt es stets unterschiedliche Lösungsansätze zu sehen, die nicht selten von den Frauen der Serie (u.a. Teri Polo, „The West Wing“) vereitelt werden. Wirklich innovativ ist diese Struktur nicht, doch wird sie hier äußerst sympathisch und unterhaltsam präsentiert.

Ich für meinen Teil habe mich über die kurze Laufzeit der Serie wirklich mit „Man Up!“ angefreundet. In meinen Augen läuft sie den meisten anderen 2011 angelaufenen Comedys sogar den Rang ab. Schade, dass die meisten Zuschauer und das Network dies anders gesehen haben. Wer jedoch auf der Suche nach einem kurzweiligen Sitcom-Snack ist und popkulturell geprägtem Humor mag, der sollte ruhig den einen oder anderen Blick riskieren: 8/10 (7.8) Punkte.

15 Gedanken zu “Man Up! – Season 1

  1. Ich kenne die Serie zwar nicht, aber als ich das Bild gesehen habe, war im Grunde schon klar, worum es geht. Irgendwie wirkt das schon zu offensichtlich popkulturell anbiedernd. Und so wie es aussieht: Der lustige Dicke, der Quotenschwarze und der Durchschnittstyp erleben lustige Abenteuer. Kann mich aber auch täuschen, wie gesagt, kenne die Serie nicht.

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  2. Auf dem Bild fehlt noch die eigentliche dritte Hauptfigur. Sicherlich gibt es Klischees und so manch popkulturelle Referenz kommt auch mit dem Holzhammer, doch insgesamt fand ich die Serie ziemlich charmant und gut gespielt. Davon abgesehen leben andere, viel erfolgreicher laufende Sitcoms weit mehr von Stereotypen. So platt wie dein erster Eindruck ist die Serie glücklicherweise nicht gewesen.

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    • Nicht immer, aber immer öfter. Was hälst du Massenkonsument denn von „Alcatraz“? Hast es doch mit Abrams, wie kamen denn die ersten Folgen bei dir an?

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      • Die Serie habe ich auf jeden Fall auf dem Radar, allerdings bin ich noch nicht dazu gekommen mir den Piloten anzusehen. Abrams, Mystery, Sam Neill und Jorge Garcia klingt für mich aber schon einmal gut. Hast du schon einen Blick reingeworfen?

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      • So, also das war der schlechteste Pilot den ich seit „Clone Wars“ gesehen hab. Vielleicht aber auch nur, weil ich mit all diesem unsinnigen Pseudo-Mysterie-Quatsch nichts (mehr) anfangen kann. Auf jeden Fall wirkt das auf mich noch uninteressanter als „The Event“ und „FlashForward“, die thematisch in derselben Liga spielen. Aber vielleicht sagt die Serie dir etwas mehr zu.

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      • Ich habe gestern auch die Pilot-Folge gesehen und war doch recht begeistert. Schönes Setting, sympathische Charaktere und genau die richtige Menge an ‚Pseudo-Mysterie-Quatsch‘ für meinen Geschmack. Aber natürlich ist es nach einer Episode noch zu früh ein Fazit zu ziehen und es bleibt abzuwarten, ob es nur stumpf die Formel Prisoner-of-the-Week abgehandelt wird, oder ob größere Zusammenhänge erzählt werden. Stilistisch ist es natürlich typisch Abrams und erinnert in jeder zweiten Einstellung an „Lost“ oder „Fringe“.

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  3. Ha, bei dem Bild werden wohlige Erinnerungen wach an Star Wars auf Betamax und kritische Fragen zu R2D2/Roomba, Untertitel für Tatooinisch und den Mann von Ally McBeal. Ich verdrücke ein kleines Tränchen, dass es Man Up! nicht geschafft hat.

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  4. Ja, ich finde es auch wirklich schade und hätte mir zumindest vorstellen können, dass es die Serie bei einer gewissen Zielgruppe – zu der wir beide anscheinend auch gehören – durchaus noch schafft. Aber nun gut. Ist ja nichts Neues, dass es die Guten oft nicht schaffen…

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  5. Pingback: Take Me Home Tonight (2011) | Tonight is gonna be a large one.

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