Franz Ferdinand – Tonight: Franz Ferdinand

FRANZ FERDINAND ist eine dieser Bands, die ich zwar schon immer sehr gerne gehört habe, wobei der Funke aber nie so richtig überspringen wollte. Umso gespannter war ich nun, ob sich das mit TONIGHT: FRANZ FERDINAND ändern würde.

Im Vergleich zu den Vorgängeralben FRANZ FERDINAND und YOU COULD HAVE IT SO MUCH BETTER sind die Jungs aus Glasgow auf der aktuellen Scheibe deutlich experimentierfreudiger. Der Trend geht eindeutig in Richtung Elektronik und damit steht die Band – man denke nur an DAY & AGE von THE KILLERS – wahrlich nicht alleine da. Doch ich muss sagen, dass mir die verstärkten New Wave/Disco-Einflüsse auf TONIGHT: FRANZ FERDINAND wirklich ausgezeichnet gefallen. Das Album wirkt frisch und dynamisch – und geht dabei verdammt gut ins Ohr!

Besonders gut gefallen bir bis jetzt die Single ULYSSES, das herrlich groovige NO YOU GIRLS und das an die Vorgängeralben erinnernde WHAT SHE CAME FOR. Gewöhnungsbedürftig ist noch etwas die zweite Hälfte des Achtminüters LUCID DREAMS, bei der die elektronische Komponente komplett überhand gewinnt. Aber selbst dieser Ausflug in Richtung Acid House hat etwas und gefällt mir in dieser Kombination erstaunlich gut. DREAM AGAIN erinnert mich dann eher etwas an THE SHINS und mit KATHRINE KISS ME gibt es letztendlich einen relativ unspektakulären, aber schönen Ausklang.

Ich bin fast geneigt TONIGHT: FRANZ FERDINAND als bisher bestes Album der Band zu betrachten. Aber nur fast. Auf jeden Fall freue ich mich nun umso mehr auf das Konzert und werde auch die Vorgängeralben öfter einmal wieder einlegen.

The Killers – Day & Age

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Um gleich zum Punkt zu kommen: DAY & AGE ist für mich definitiv das schlechteste Album der Vorzeigeband aus Las Vegas. Doch was hat das schon zu bedeuten? Die Messlatte hatten sich THE KILLERS mit drei herausragenden Vorgängern schließlich selbst extrem hoch gesteckt.

Betrachtet man die bisherigen Alben, dann stellt man schnell fest, dass sich THE KILLERS in keine Schublade stecken lassen. Es ist stets eine Weiterentwicklung zu hören. War HOT FUSS voller 80er Jahre New Wave-Anleihen, hat man sich in SAM’S TOWN eher auf klassischen Stadionrock konzentriert. Zwei musikalische Genres, denen ich durchaus nicht abgeneigt bin und denen THE KILLERS ihren unverwechselbaren Stempel aufgedrückt haben. Mit SAWDUST kam schließlich ein konzeptuell weniger stark ausgeprägtes Album auf den Markt, welches – dank Ansammlung von B-Sides und Coverversionen – vor allem von wilder Experimentierfreudigkeit zeugte.

Welches Genre haben sich THE KILLERS nun mit DAY & AGE vorgenommen? Pop. Populärer 90er Jahre Pop. In Reinstform. Wie bereits in HOT FUSS oder auch SAM’S TOWN sind die Basispfeiler des Genres unverwechselbar in die Musik eingeflochten. Dennoch hört sich die Platte unzweifelhaft nach THE KILLERS an. Warum ich das Album dennoch nicht so gelungen finde? Wohl einfach deshalb, weil ich mit 90er Jahre Pop – im Gegensatz zu New Wave oder Stadionrock – nicht sonderlich viel anfangen kann.

Mein Favorit des Albums ist im Moment – nach vielleicht fünf kompletten Durchgängen – A DUSTLAND FAIRYTALE. Noch nicht wirklich anfreunden kann ich mich dagegen mit THIS IS YOUR LIFE. Aber welches Potential die einzelnen Songs wirklich besitzen, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.

Mit DAY & AGE haben THE KILLERS wohl mein Lieblingspopalbum geschaffen. Ein Album, das man nicht aus dem Player verdammen muss wenn die Schwiegereltern zu Besuch kommen. Ein Album, auf das man sogar Samba tanzen könnte. Nicht wirklich mein Genre, dafür aber erstaunlich gut gelungen – meint übrigens auch Kollege Inishmore. Das nächste Mal dann aber gerne wieder kantiger und rockbar.

The Killers – Sam’s Town

Nachdem das grandiose Debütalbum HOT FUSS bereits zu einer festen Größe in meinem CD-Player geworden ist, bin ich vor ein paar Tagen über den Nachfolger SAM’S TOWN gestolpert. Bereits jetzt bin ich begeistert, was THE KILLERS hier auf die Beine gestellt haben. Ganz anders als der Vorgänger und doch eine eindeutige Fortführung des mit typischen 80er Synthiesounds durchsetzten Schrammelrocks. Einfach wunderbar.

Die Tracks ENTERLUDE und EXITLUDE lassen sofort an ein Konzeptalbum denken, doch THE KILLERS laden einfach zu einem Besuch in ihrer Stadt ein. Ihrer Gedankenwelt. Favoriten kann ich noch kaum welche benennen, dafür sind die Eindrücke noch zu frisch. Als Anspieltipp empfehle ich jedoch den Opener SAM’S TOWN und UNCLE JOHNNY.

Mit SAM’S TOWN haben THE KILLERS bei mir noch mehr Sympathien gewonnen, als sie sich bereits mit HOT FUSS erarbeitet hatten. Beide Alben ergänzen sich wunderbar, ohne sich zu wiederholen. Das schaffen nur wenige Bands. Meine dickste Empfehlung, wenngleich ich als Einstieg zu HOT FUSS raten würde.

Death Cab for Cutie – Narrow Stairs

Nachdem neue Musik bei mir in letzter Zeit etwas kurz gekommen ist, habe ich mir endlich einmal wieder ein Album zugelegt – und mit NARROW STAIRS von DEATH CAB FOR CUTIE war das eine ziemlich sichere Sache.

Mit den ersten beiden Tracks BIXBY CANYON BRIDGE und I WILL POSSESS YOUR HEART spielen sich Ben Gibbard und Co. direkt ins Ohr des geneigten Zuhörers. Wirklich wunderschöne Stücke, die sich vor allem durch einen großen Anteil an rein instrumentalen Passagen auszeichnen und dadurch beinahe schon eine epische Wirkung erzielen.

Mit NO SUNLIGHT folgt ein recht poppiger Song, der sofort zum Mitsummen einlädt. Im Mittelteil des Albums bleibt vor allem noch YOU CAN DO BETTER THAN ME und LONG DIVISION im Gedächtnis. Doch auch die anderen Songs haben durchaus Potential sich in den kommenden Durchgängen zu kleinen Favoriten zu entwickeln.

Schließlich beenden DEATH CAB FOR CUTIE ihren neuen Longplayer auf wunderschöne Art und Weise mit einem Track, der frappierend an THE WEAKERTHANS erinnert, was in jeder Hinsicht als Kompliment zu verstehen ist.

Auch wenn einige Kritiker anderer Meinung sind: Mit NARROW STAIRS ist den Indie-Ikonen ein ganz großes Werk gelungen. Absolut hörenswert!

Die Ärzte – Jazzfäst Tour 2008 – Arena Nürnberg

Gestern Abend war es endlich soweit und ich habe das letzte meiner 2007er Weihnachtsgeschenke eingelöst: Eine Karte für DIE ÄRZTE und ihre JAZZFÄST TOUR 2008. Für das Konzert war ich zum ersten Mal in der Nürnberger Arena und hatte das erste Mal einen Sitzplatz. Eine komplett neue Erfahrung also, mit einer völlig neuen Perspektive auf das Geschehen.

BLOWFLY sollte wohl ein Witz sein

BLOWFLY sollte wohl ein Witz sein

Als Vorband wollte die beste Band der Welt dieses Mal anscheinend die schlechteste Band der Welt präsentieren und das ist den Herren aus Berlin leider auch gelungen. BLOWFLY waren peinlich, sexistisch und oft eine Beleidigung für Augen und Ohren. Ihr wollt euch selbst ein Bild machen? Dann wagt einen Blick auf den Webauftritt der Band – aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Rod darf auch mal ans Mikro

Rod darf auch mal ans Mikro

Gegen 21 Uhr haben endlich DIE ÄRZTE die Bühne betreten und sie waren sichtlich gut aufgelegt. Es ist schon immer wieder erstaunlich, wieviel Energie die – inzwischen ja auch schon etwas älteren – Herren aus Berlin an den Tag bzw. die Nacht legen.

JAG AELSKAR SVERIGE bzw. SCHWEEEDEN

JAG AELSKAR SVERIGE bzw. SCHWEEEDEN

Gespielt wurde ein bunter Mix aus Klassikern und neuen Songs, wobei Stücke ab der Ära GERÄUSCH doch deutlich stärker vertreten waren, als Stücke aus früheren Schaffensperioden. Das fand ich etwas schade, doch mit Titeln wie WESTERLAND, DAS IST ROCK’N’ROLL, ANGEBER etc. wurde ich schnell wieder versöhnt. ZU SPÄT war dann der obligatorische Beinaherauswurf.

DIE ÄRZTE in Bestform

DIE ÄRZTE in Bestform

Dieses Jahr ist es exakt 10 Jahre her, dass ich zum ersten Mal auf einem Konzert von DIE ÄRZTE war. Damals war 13 das aktuelle Album und ich kann kaum glauben, wie viel Zeit seitdem vergangen ist. Das letzte Mal habe ich sie 2004 zu GERÄUSCH live gesehen, was auch schon wieder unglaublich lange her scheint. Inzwischen sind auch Bela, Farin und Rod älter geworden und mag auch etwas viel Routine in ihre Performance eingekehrt sein, so bin ich doch immer wieder freudig überrascht, wie die Jungs noch rocken und mit wieviel Humor sie durch den Abend poltern. Ich wette auf die nächste Platte kommt ein Song namens MISTER LADY. Doch das ist eine andere Geschichte.

Jimmy Eat World – Chase This Light Tour 2008 – Löwensaal Nürnberg

Ich glaube noch nie zuvor hatte ich mich so darauf gefreut eine Band live zu sehen, wie JIMMY EAT WORLD. Da ich ihr letztes Konzert in der Region verpasst hatte, war ich umso erfreuter als ich endlich die Karten in meiner Hand hielt. Hinzu kommt, dass ich mich in der Zwischenzeit – und nach einigen Anlaufschwierigkeiten – auch mit ihrem aktuellen Album CHASE THIS LIGHT angefreundet hatte. Einem gelungenen Konzertabend sollte folglich nichts mehr im Wege stehen.

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SPARKADIA

Die Vorband SPARKADIA – eine australische Pop-Rock-Combo – verbreitete mit ihren eingängigen Melodien schnell gute Laune. Zwar hatte ich teils den Eindruck, dass man es am Mischpult mit dem Hall-Effekt etwas übertrieben hat, doch tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Die ca. dreißigminütige Show verging wie im Flug und ich werde die Band sicher im Auge behalten.

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Der Opener: BIG MACHINE

Nach einer kurzen Umbaupause betraten unter tosendem Beifall endlich JIMMY EAT WORLD die Bühne und starteten mit BIG MACHINE und SWEETNESS gleich richtig durch. Die Stimmung war grandios und ich wusste, dass das Konzert ein echtes Erlebnis werden würde.

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Grandiose Stimmung…

Neben einigen Songs des aktuellen Albums, sollten auch Klassiker aus CLARITY, BLEED AMERICAN und FUTURES nicht zu kurz kommen. Von STATIC PREVAILS war – falls ich mich nicht täusche – nichts dabei. Hier hätte ich auf ROCKSTAR gehofft. Insgesamt eine gelungene Mischung, wenngleich ich auch viele Songs vermisst habe. Aber man kann bei einer Band, bei der beinahe jeder Song fantastisch ist, schließlich nicht erwarten, dass sie jedes Album komplett spielen.

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…im Löwensaal

Nach ca. 90 Minuten war der Auftritt dann auch vorbei. Ich hätte Jim Adkins und Co. wahrlich noch länger zuhören können – auch wenn es am Ende doch recht eng wurde und der ungeliebte Kontakt zu schweißnassen Körpern etwas zu viel des Guten wurde. Nach weiteren ca. 40 Minuten waren wir dann wieder im Freien, was deutlich für den Löwensaal als Konzertlocation spricht. Ich erinnere mich noch mit Grausen an das MANDO DIAO-Konzert im Zenith in München.

Bei einem Absacker haben wir das gerade erlebte noch einmal sacken lassen und ich hatte mindestens 10 Ohrwürmer gleichzeitig. Ein absolut gelungenes Konzerterlebnis, das mit Sicherheit wiederholt wird!

Die große Welt der Filmmusik (2008)

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Gestern Abend sind meine Frau und ich in DIE GROSSE WELT DER FILMMUSIK eingetaucht. Das Konzert der KLASSIK RADIO POPS war ein Weihnachtsgeschenk, auf das ich mich unglaublich gefreut hatte – und nun war es endlich soweit! Unter der Leitung von Nic Raine erlebten wir knapp drei Stunden voller Magie. Man kann es wirklich nicht anders sagen. Bereits bei der 20th Century Fox Fanfare zu Beginn hatte ich eine Gänsehaut, die erst weit nach Konzertende abklingen sollte.

Die Setlist war ausgewogen und reichte von kraftvoll (z.B. „Fluch der Karibik 3“) über verspielt (z.B. „Gremlins“) bis zart (z.B. „Il Postino“). Ich war wirklich sehr zufrieden, auch weil mir klar war, dass man in einem dreistündigen Konzert nicht alle Facetten der klassischen Filmmusik zeigen kann. Hier die vollständige Setlist:

    1. 20th Century Fox Fanfare (Alfred Newman)
    2. Die glorreichen Sieben (Elmer Bernstein)
    3. Harry Potter Themes (John Williams)
    4. Laurence von Arabien (Maurice Jarre)
    5. Indiana Jones (John Williams)
    6. Oscar Wilde (Debbie Wiseman)
    7. Winnetou (Martin Böttcher)
    8. Fluch der Karibik 3 (Hans Zimmer)
    9. Born Free (John Barry)
    10. Gremlins (Jerry Goldsmith)

Konzertpause

    1. Gladiator (Hans Zimmer)
    2. Cinema Paradiso (Ennio Morricone)
    3. Out of Africa (John Barry)
    4. Il Postino (Luis Bacalov)
    5. Doktor Schiwago (Maurice Jarre)
    6. Der Herr der Ringe – The Breaking of the Fellowship (Howard Shore)
    7. Miss Daisy und ihr Chauffeur (Hans Zimmer)
    8. Caravans – Suite (Mike Batt)

Zugaben

  1. Star Wars – The Imperial March (John Williams)
  2. Blues Brothers – Peter Gunn Theme (Henry Mancini)

Die Moderation durch Holger Wemhoff war übrigens sehr angenehm und man hat einiges Wissenswerte über das jeweilige Stück, den Film und den Komponisten erfahren. Nic Raine konnte zudem ein paar Anekdoten preisgeben, die er mit Hollywoodgrößen wie Johny Barry erlebt hat. All das wirkte nicht störend, sondern war absolut im Rahmen und der Atmosphäre zuträglich.

Spätestens nachdem mein Lieblingsstück aus „Der Herr der Ringe“ gespielt wurde und in der Zugabe „Star Wars – The Imperial March“ erklang, war ich auf der cineastischen Wolke sieben. Am eindruckvollsten fand ich jedoch Elmore Bernsteins „Die glorreichen Sieben“, Debbie Wisemans „Oscar Wilde“, Jerry Goldsmiths „Gremlins“ und Hans Zimmers „Miss Daisy und ihr Chauffeur“. Besonders das letztgenannte Stück  hat gezeigt, dass Hans Zimmer mehr zu bieten hat als nur pathetischen Bombastscore – „Fluch der Karibik 3“ und „Gladiator“ hatten sich im direkten Vergleich nahezu identisch angehört.

Jedem Freund von Filmmusik kann ich die KLASSIK RADIO POPS mit DIE GROSSE WELT DER FILMMUSIK nur weiterempfehlen: Ihr werdet einen magischen Abend erleben!

The Weakerthans – Reunion Tour

reunion_tour.jpgVier Jahre nach RECONSTRUCTION SITE und 10 Jahre nach dem Debüt FALLOW steht mit REUNION TOUR endlich wieder ein Album von THE WEAKERTHANS in den Plattenläden. Bereits nach den ersten Klängen hatte ich wieder ein Lächeln auf den Lippen. Unverkennbar. Einfach. Schön.

Da ich die drei Vorgänger – mehr oder weniger falsch – im Schlaf mitsingen könnte, hat REUNION TOUR natürlich einen etwas schweren Stand. Ähnlich wie CHASE THIS LIGHT von JIMMY EAT WORLD (das mir inzwischen übrigens richtig gut gefällt). Dennoch fällt mir der Zugang hier etwas leichter. Vielleicht auch, weil mich die Veröffentlichung von REUNION TOUR etwas überrumpelt hat. Die wochenlange Vorfreude ist ausgeblieben.

Um jetzt schon Lieblingssongs zu benennen ist es noch zu früh. Wirkliche Ausfälle sind nach den ersten Durchgängen nicht dabei. Aber das hatte ich auch nicht erwartet. Der Stil von THE WEAKERTHANS hat sich nicht groß verändert. Es gibt ein paar Experimente. Vielleicht etwas mehr Pop. Ansonsten ist alles beim alten.

Melancholisches Herbst- bzw. Winterwetter und THE WEAKTERTHANS. Das funktioniert heute noch so gut, wie vor 10 Jahren.

Mando Diao – Never Seen the Light of Day

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Ungefähr ein Jahr ist seit dem Vorgänger ODE TO ORCHASY vergangen – und wie es der Zufall will, war ich heute vor genau einem Jahr in München und habe MANDO DIAO live gesehen. Folglich ein guter Zeitpunkt um etwas über das neueste Werk der fleißigen Schweden zu schreiben.

Nach dem ersten Durchgang war ich beinahe entsetzt. Mit NEVER SEEN THE LIGHT OF DAY haben MANDO DIAO einen ganz anderen Weg eingeschlagen, wie bisher. Es fehlen die rotzigen Reißer der vorherigen Platten. Auch wenn die großen Melodien immer noch vorherrschen, so ist das Album doch sperriger geworden. Wahrlich ein ungewöhnlicher Langspieler.

Nach ein paar Durchgängen, haben sich viele Songs allerdings schon in meinem Kopf festgesetzt. NEVER SEEN THE LIGHT OF DAY klingt wie ein Italowestern. Ennio Morricone hätte seine Freude an der Scheibe gehabt. Man sollte sich hier nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen – oder diesem zumindest offen gegenüber stehen.

Einige Songs erinnern mich übrigens sehr an BELLE AND SEBASTIAN. Ich denke hier besonders an GOLD oder DALARNA. Bin ich der Einzige, dem es so geht? ONE BLOOD weckt dagegen Erinnerungen an NADA SURFs POPULAR.

Neue Stilelemente werden mit dem altbekannten Gespür für große Melodien kombiniert. Heraus kommt eine außergewöhnliche und – für MANDO DIAO – doch typische Mischung. Zwar kein neuer Überflieger wie BRING ‚EM IN oder HURRICANE BAR, doch besser als der erste Eindruck vermuten lässt.

We’re gonna chase this light!

Wenn man nach einem 12-Stunden-Tag mit viel Arbeit, miesem Wetter und nervtötendem Straßenverkehr nach Hause kommt, dann ist es schön etwas vorzufinden, über das man sich freuen kann. Wie das hier zum Beispiel:

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Nach dem letzten verpassten Konzert (ich glaube noch zu Zeiten von BLEED AMERICAN) kommen JIMMY EAT WORLD endlich wieder nach Bayern – und dieses Mal bin ich dabei!