Mando Diao – Never Seen the Light of Day

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Ungefähr ein Jahr ist seit dem Vorgänger ODE TO ORCHASY vergangen – und wie es der Zufall will, war ich heute vor genau einem Jahr in München und habe MANDO DIAO live gesehen. Folglich ein guter Zeitpunkt um etwas über das neueste Werk der fleißigen Schweden zu schreiben.

Nach dem ersten Durchgang war ich beinahe entsetzt. Mit NEVER SEEN THE LIGHT OF DAY haben MANDO DIAO einen ganz anderen Weg eingeschlagen, wie bisher. Es fehlen die rotzigen Reißer der vorherigen Platten. Auch wenn die großen Melodien immer noch vorherrschen, so ist das Album doch sperriger geworden. Wahrlich ein ungewöhnlicher Langspieler.

Nach ein paar Durchgängen, haben sich viele Songs allerdings schon in meinem Kopf festgesetzt. NEVER SEEN THE LIGHT OF DAY klingt wie ein Italowestern. Ennio Morricone hätte seine Freude an der Scheibe gehabt. Man sollte sich hier nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen – oder diesem zumindest offen gegenüber stehen.

Einige Songs erinnern mich übrigens sehr an BELLE AND SEBASTIAN. Ich denke hier besonders an GOLD oder DALARNA. Bin ich der Einzige, dem es so geht? ONE BLOOD weckt dagegen Erinnerungen an NADA SURFs POPULAR.

Neue Stilelemente werden mit dem altbekannten Gespür für große Melodien kombiniert. Heraus kommt eine außergewöhnliche und – für MANDO DIAO – doch typische Mischung. Zwar kein neuer Überflieger wie BRING ‚EM IN oder HURRICANE BAR, doch besser als der erste Eindruck vermuten lässt.

6 Gedanken zu “Mando Diao – Never Seen the Light of Day

  1. Habe heute morgen (naja, nachmittag) lustigerweise noch selbst darüber nachgedacht, einen Text zum neuen Mando Diao-Album zu schreiben, da mir die Single seit zwei Tagen nicht mehr aus dem Kopf geht.

    Jedenfalls triffst du ziemlich genau meine Einschätzung des Albums. Erstmal ein wenig Befremden, aber doch mit zunehmender Hördauer irgendwie sehr cool. Werde aber noch ein, zwei Durchgänge brauchen, um mich richtig einzuören. Was ich definitiv auch so sehe und mir auch schon in den Sinn kam, war die Referenz „Western“. Gerade hinten raus driftet das Album sehr in die Western-Ecke ab, was das Album wohl definitiv dazu qualifiziert bei meiner nächsten USA-Reise zum Soundtrack zu gehören. =)

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  2. Ich glaube eine endgültige Einordnung gibt es für das Album nicht. Eines ist zumindest sicher: Man braucht Zeit, um es zu mögen.

    Als Soundtrack für eine USA-Reise kann ich mir die Scheibe gut vorstellen. Warum sollten gute Western nicht auch einmal aus Schweden kommen? Die Italiener haben es schließlich auch geschafft… 😉

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  3. Also bei dem Album bin ich immer noch extrem skeptisch, ob ichs mir besorge… Fand schon das erste auf Myspace aufgetauchte Lied nicht so schön, und wenn du sagst dass die sich noch weiter von ihren alten Alben entfernt haben, dann wirds wohl nichts mit Never Seen the Light of Day und mir.

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  4. Ist sicher in vielen Teilen ganz anders, als die „alten“ Sachen. In vielen Teilen aber auch nicht. Ich hatte anfangs auch so meine Probleme, finde es inzwischen aber doch wirklich gelungen. Muss ja nicht immer nur ein Abklatsch vom Vorgänger sein. Geduldig sein zahlt sich bei NEVER SEEN THE LIGHT OF DAY wahrlich aus.

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  5. Ging mir ähnlich. Ein Freund von mir ist ein großer Mando Diao-Fan, also sollte ich ihm berichten, wie mir das Album denn gefällt. Anfangs war ich -wie das hier schon geschrieben wurde- nicht wirklich davon angetan, es war okay so zum nebenbei hören, aber nichts besonderes.
    Inzwischen nach mehrmaligen durchhören gefallen mir viele Lieder ziemlich gut, nennenswert sind hier „one blood“ (okay, den Song mochte ich von Anfang an, genauso wie) „If I don’t life today…“, dann wären da noch „Gold“ und „Misty mountains“.
    Ich muss dazu aber sagen, dass ich die ersten zwei Alben nie wirklich intensiv gehört habe, nur bei Treffen beim besagten Fan, die Lieder nebenbei liefen, von daher fehlt mir evtl, da der Vergleich. „Ode to Ochrasy“ zum Anderen ist mir schon bekannt und ich mag es, wobei ich wiederum gehört habe, dass eingefleischte Fans das Album eher enttäuschender fanden.

    Ich als querbeet-Hörer kann sagen, dass wenn man sich mit dem Album beschäftigt und sich damit ‚anfreunden‘ will, dass einem das sicher gelingen wird!

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  6. Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich als eingefleischten Fan bezeichnen würde, aber ich fand ODE TO ORCHASY sehr gelungen. War auch noch viel näher dran an den „alten“ Sachen von MANDO DIAO.

    Generell finde ich es aber auf jeden Fall begrüßenswert, dass eine so junge und von sich überzeugte Band auch einmal etwas Neues ausprobiert.

    Deine Lieblingssongs von NEVER SEEN THE LIGHT OF DAY decken sich zudem mit meinen Favoriten. Habe mich insofern auch schon damit angefreundet…

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