Rage Against the Machine

Nachdem nun all meine Bestellungen endlich angekommen sind, habe ich mich heute gegen ca. 14:30 Uhr an den Ausstausch meines Motherboards gewagt. Man hat ja schon viele Horrorgeschichten darüber gelesen, doch zunächst hat sich die Bastelei als relativ problemlos erwiesen. Natürlich habe ich alle Steckverbindungen löblich abfotografiert, um später nicht in Panik verfallen zu müssen:

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Im weiteren Verlauf hat sich allein das Umsetzen des Prozessors als Herausforderung erwiesen, da ich zunächst die alte Wärmeleitpaste wegschleifen musste. Nachdem nun alle Teile umgesetzt waren, habe ich die Kiste angeschlossen und gestartet. Passiert ist – wait for it! – nichts. Welch Überraschung.

Gestreikt hat dieses Mal Windows – und das obwohl ich extra ein identisches Motherboard besorgt hatte. Nach unzähligen gescheiterten Versuchen die Windowsinstallation zu reparieren – so gegen 19:00 Uhr – habe ich beschlossen, dass diese Vorgehensweise wohl zu keinem Erfolg führen wird. Also altes Motherboard wieder bestückt. Eine spannende Arbeit, zweimal so kurz aufeinander.

Beim Einbau des alten Motherboards habe ich es dann gewagt, doch noch einmal den zweite RAM-Slot zu benutzen – und siehe da: Der Speicher wurde erkannt! Wieso auch immer. Ich hatte den Slot ja nur schon ein gutes dutzend Mal getestet. Nach einer Neuinstallation diverser Treiber läuft nun auch mein System wieder. Yeah! Allein die Temperatur macht mir etwas Sorgen. Ich hoffe das Wärmeleitpad hält, was es verspricht.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Es war lediglich die Grafikkarte defekt, gekauft und ausgetauscht hatte ich jedoch zudem Netzteil und Motherboard. Der Spaß hat mich ca. 3 Tage Arbeit und – trotz Rücksendung nicht genutzter Teile – ca. 80 € gekostet.

Tage wie diese… bringen mich noch an den Rande des Wahnsinns.

Studio 60 on the Sunset Strip – Season 1

Als das Fall Lineup für die TV Season 06/07 bekannt gegeben wurde, stach besonders eine Serie hervor: „Studio 60 on the Sunset Strip“. Überall wurde sie mit Vorschusslorbeeren überschüttet und als neuer Hit des Ausnahmeautoren Aaron Sorkin („The West Wing“) gefeiert. Mit Matthew Perry, Amanda Peet und Bradley Whitford waren zudem ausreichend bekannte und beliebte Schauspieler an Bord, um einen Erfolg beinahe schon zu garantieren. Was sollte da noch schief gehen?

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Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht. Nachdem das Kritikerlob über die ersten Folgen noch anhielt, sanken schon recht bald die Quoten und auch das Lob blieb aus. Als Konsequenz nahm NBC die Serie kurzfristig aus dem Programm, um Wochen später doch noch den zweiten Teil der Staffel nachzuschieben. Die Zuschauer blieben aus und die Serie konnte ihre Versprechen nie einlösen. Was also war passiert?

Ist die Serie schlechter geworden? Ich finde nicht. Sicher gab es im Mittelteil ein paar Längen, die vor allem der schwierigen Beziehung von Matt Albie (Matthew Perry) und Harriet Hayes (Sarah Paulson) zuzuschreiben sind. Ich kann verstehen, dass dieser Teil der Geschichte einige Zuschauer nicht angesprochen hat. Allerdings waren die restlichen Erzählstränge stets interessant und haben zum Weiterschauen eingeladen. Ich jedenfalls konnte keinen wirklichen Qualitätseinbruch feststellen.

Richtig grandios sind die Schauwerte von „Studio 60 on the Sunset Strip“. Das Set ist eines der besten, die ich je in einer Serie gesehen habe. Zum verlieben. Man kann sich wirklich vorstellen, wie stressig es teils hinter den Kulissen solch einer TV-Show sein muss. Dabei bleibt der Humor nicht auf der Strecke, wenngleich man die Serie nicht in der Comedy-Ecke – dort haben wir „30 Rock“ – sehen darf. „Studio 60 on the Sunset Strip“ ist eine glasklare Dramaserie und als diese funktioniert sie – meiner Meinung nach – grandios. Die fantastische Atmosphäre und die perfekt besetzten Schauspieler tragen ihren Teil dazu bei. Zudem gibt es allerlei Gastauftritte zu bewundern: Lauren Graham (Lorelay Gilmore, „Gilmore Girls“) und Masi Oka (Hiro Nakamura, „Heroes“) sind hier nur zwei Beispiele.

Mich hat „Studio 60 on the Sunset Strip“ – trotz kleinerer Schwächen – stets vorzüglich unterhalten und ich denke, dass die Serie auf DVD und über die Zeit noch wächst. Sowohl in der Gunst der Kritiker, als auch beim Publikum. Ich werde den bunten Haufen um Matt Albie und Danny Tripp auf jeden Fall vermissen: 9/10 Punkte.

Kleider machen Leute

Ebenso machen DVD-Cover Filme. Zumindest bis zu einem gewissen Maße. Dies im Hinterkopf habe ich mich an die Arbeit gemacht, um ein Cover für meinen Film zu gestalten. Nicht so einfach wie man immer denkt. Eigentlich habe ich auch schon vor einigen Stunden Feierabend gemacht, doch wie das so ist mit eigenen Projekten, zieht es einen doch immer wieder an den Rechner.

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Lange Rede, kurzer Sinn: Hier seht ihr die erste Version des Covers. Noch nicht fertig, aber man bekommt vielleicht schon einmal eine Vorstellung davon. Morgen wird weiter daran gearbeitet. Nun werde ich mir noch ein wohlverdientes Bierchen gönnen und dann in die Falle gehen. Morgen früh steht der DPD-Mann mit meinem neuen Motherboard vor der Tür. So ist zumindest der Plan. Falls nun erst einmal Funkstille herrscht, wisst ihr warum.

Edit: Motherboard ist da, aber das Wärmeleitpad ziert sich noch… 😕

Vergessene Welt: Jurassic Park – OT: The Lost World: Jurassic Park (1997)

Aktualisierung: Ich habe „Vergessene Welt: Jurassic Park“ am 29. November 2024 zum ersten Mal mit meinen Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Im Gegensatz zu „Jurassic Park“ nimmt „Vergessene Welt: Jurassic Park“ in meiner persönlichen Filmwelt keinen besonders hohen Stellenwert ein. Dennoch bedeutet mir der Film etwas. Zumindest auf gewisse Art und Weise. Jedes Mal nach Sichtung des ultimtiven ersten Teils habe ich große Lust auf die Fortsetzung – und das obwohl ich genau weiß, dass diese es nicht auch nur annähernd mit ihrem Vorgänger aufnehmen kann. So werde ich schließlich jedes Mal aufs Neue enttäuscht.

Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) | © Universal Pictures Germany GmbH

Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) | © Universal Pictures Germany GmbH

Genau wie die Buchvorlage beginnt der Film vielversprechend. Die Rahmenbedingungen stimmen zu Beginn noch, doch schon bald vermehren sich die Faktoren, die den Qualitätsmangel offensichtlich machen: Die Charaktere sind teilweise schwach gezeichnet, statt Qualität gibt es Quantität, Actionszenen werden in die Länge gezogen und die Handlungen der Figuren sind teils nicht nachvollziehbar. Trotz dieser offensichtlichen Mängel macht der Film Spaß. Dies ist vor allem der grandiosen Atmosphäre der Insel, sowie deren Bewohner zuzuschreiben.

Auch wenn der Film – im Gegensatz zum ersten Teil – keine monumentalen Szenen für die Filmgeschichte bereithält, so gibt es doch genug zu bestaunen: Die Truckszene ist – zumindest in der ersten Hälfte – verdammt spannend, die Raptorenjagd im hohen Gras ist grandios inszeniert und der Angriff in der Versorgungsstation ist schweißtreibendes Kino – sieht man einmal von den Turnübungen des Mädchens ab. Dazwischen finden sich leider zu viele belanglose, sowie ungewollt komische Szenen. Zwar nicht dramatisch schlecht, aber doch unbefriedigend, wenn man bedenkt hier den Nachfolger des grandiosen Erstlings zu sehen. Der Schluss wirkt zudem leider recht aufgesetzt. Als hätte sich Spielberg einfach einmal austoben wollen. Der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen. Das Ganze ist zwar nett anzusehen und durchaus unterhaltsam, aber wirkt in Bezug auf „Jurassic Park“ eher fehl am Platz.

Bei den Schauspielern hat es mich gefreut Jeff Goldblum wieder an Bord zu haben und auch die kurzen Auftritte von Sir Richard Attenborough, sowie der beiden Kinder aus dem ersten Teil wissen zu gefallen. Julianne Moore und Vince Vaughn sind eine nette Ergänzung, wenngleich letzterer für mich auch nie so richtig ins „Jurassic Park“-Universum passen will.

Fazit

Letztendlich steht „The Lost World“ klar im Schatten seines Vorgängers. Es ist beileibe kein schlechter Film, doch fühle ich mich danach stets etwas unbefriedigt. Ich glaube, besser kann ich es nicht beschreiben. Unbefriedigt. Dennoch habe ich mich inzwischen daran gewöhnt und ich weiß schon jetzt, dass ich mich spätestens nach der nächsten Sichtung des ersten Teils auf das Sequel freuen werde – genauso, wie ich mich im Moment auf den dritten Teil freue: 7/10 Punkte.

Veronica Mars – Season 2

Nach Sichtung der ersten Staffel habe ich nun einen knappen Monat für „Veronica Mars – Season 2“ gebraucht. Wenn die äußeren Umstände nicht so ungünstig gewesen wären, hätte die Staffel vermutlich nicht einmal die Hälfte der Zeit überdauert. Die Serie macht wirklich süchtig.

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Die zweite Staffel scheint anfangs andere Grundregeln aufzustellen, wie die erste: Veronica Mars ist nicht mehr die große Außenseiterin, sie gehört wieder mehr dazu. Damit konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden, doch glücklicherweise entwickelt die wortgewandte Privatdetektivin schnell wieder Eigenständigkeit – und gewinnt damit neue/alte Feinde. Die erste Episode, die das Beziehungsgeflecht um Logan und Duncan aufdröselt empfand ich als einen wunderbaren Einstieg in die zweite Season: Man wurde mit den Veränderungen in Neptune bekannt gemacht und musste letztendlich doch nicht lange auf die Hauptplots der zweiten Staffel warten.

Im Gegensatz zur ersten Season wirkt der Handlungsbogen dieses Mal viel komplexer und undurchschaubarer. Es gibt zwei Hauptfälle, die eventuell zusammenhängen, dutzende Verdächte und allerlei episodenübergreifende Nebenplots. Dieser Umstand gefällt mir an sich recht gut, da die Einzelepisoden stark reduziert wurden und die Geschichte beständig vorangetrieben wird. Leider verzetteln sich die Autoren in den letzten Episoden etwas und es kommt zu Twists, die meiner Meinung nach etwas weit hergeholt sind und denen es an einer glaubwürdigen Motivation der Figuren mangelt. Hier hatte ich eine schlüssigere Auflösung erwartet.

In der Inszenierung und den grandiosen Dialogen – man muss die Schlagfertigkeit der Familie Mars einfach lieben – bleibt alles beim Alten. So soll es auch sein. Bei den Gastauftritten zeigt sich zudem der Beliebtheitsgrad der Serie: So darf man u.a. Kevin Smith und Joss Whedon bewundern. Auch der restliche Cast kann wieder durch die Bank überzeugen.

„Veronica Mars“ ist nach wie vor eine fantastische Serie. Im Vergleich zur ersten Staffel wurden Stärken ausgebaut, doch leider auch Schwachpunkte eingebaut. Man hat teils das Gefühl, dass die Autoren selbst etwas den Überblick verloren haben. Dieser Umstand mindert den Unterhaltungswert der Show keineswegs und ich weiß jetzt schon, dass ich nach der dritten Staffel bestimmt unter Entzugserscheinungen leiden werde: 9/10 Punkte.

Tage wie diese…

Da mein Rechner schon seit Längerem seltsame Geräusche von sich gibt, dachte ich es wäre an der Zeit der Sache auf den Grund zu gehen. Da ich stets den Gehäuselüfter im Netzteil im Verdacht hatte, habe ich mir also ein neues Netzteil bestellt. Dieses ist schnell eingebaut. Voll freudiger Erwartung starte ich den Rechner: Nichts. Ich überprüfe alle Kabel, starte wieder: Nichts. Nach endlosem Hin- und Herstecken habe ich mich dazu durchgerungen aufzugeben und das alte Netzteil wieder einzubauen: Nichts.

Nun macht sich Panik in mir breit. Nach erneutem Checken aller möglichen Kabelverbindungen mache ich mich notgedrungen an die Fehlersuche (dabei war ich viel weniger gelassen, als ich jemals zugeben würde). Da ich irgendwie die Grafikkarte im Verdacht habe, tausche ich diese aus: Nichts. Die Panik steigt an. Irgendwann komme ich auf die Idee die Speicherriegel zu checken und siehe da: Der Rechner will wieder.

Nun ist allerdings nicht nur einfach ein Speicherriegel kaputt (das wäre ja auch zu einfach) – es ist einer der beiden Slots auf dem Mainboard, der nicht mehr will. Schön, dass ich mir erst zwei 1 GB-Riegel gekauft hatte und dass meine Programme schon mit diesen nach mehr Speicher lechzen. Notgedrungen habe ich nun 1 GB entfernt. Meine Programme freuen sich.

Nun das Ironische an der ganzen Geschichte: Das Netzteil war gar nicht für die seltsamen Geräusche verantwortlich. Es war die Grafikkarte. Nun habe ich ein Netzteil hier rumliegen, das ich nicht wirklich brauche. Allerdings überlege ich mir, es evtl. für den nächsten Supergau zu behalten. Doch das Geld – immerhin knapp 50 € – schmerzt. Was meint ihr? Braucht man so ein Ersatznetzteil? Auf jeden Fall habe ich nun das Netz nach einem neuen Mainboard – ich hätte gern das gleiche, das aktuell verbaut ist – abgesucht. Fündig wurde ich dann nur bei eBay. Super. Nochmal 40 €. Von der neuen Grafikkarte einmal gar nicht zu reden.

Das ganze Abenteuer hat sich über 5 Stunden hingezogen. Nicht nur, dass ich nun einen Haufen Geld los bin und mein Rechner extrem schwächelt – nein, auch bin ich mit der Arbeit nicht weitergekommen, was heißt dass ich das Altstadtfest morgen Abend knicken kann.

Tage wie diese… man muss sie einfach lieben.

My Desktop is my Castle

Von Paul kommt einmal wieder ein Stöckchen geflogen. Dieses Mal geht es um den Desktop. Paul findet seinen zu voll. Dieses Problem habe ich nicht:

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Irgendwann während Windows 95 habe ich gelesen, dass Verknüpfungen auf dem Desktop den Bootvorgang verzögern. War damals auch so. Auf jeden Fall habe ich mir damals angewöhnt meinen Schreibtisch sauber zu halten – zumindest den virtuellen. 😉

Im Hintergrund befindet sich bereits seit einigen Jahren ein Urlaubsbild vom Gardasee. Damit nicht alles am Rechner nach Arbeit aussieht. Die Zeiten, als ich meine Desktophintergründe mindestens wöchentlich gewechselt habe, sind auch schon lange vorbei.

Jurassic Park (1993)

Aktualisierung: Ich habe „Jurassic Park“ am 16. November 2024 zum ersten Mal mit meinen Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Es kann auch Vorteile haben, wenn der Compuer den ganzen Abend mit Renderarbeiten beschäftigt ist. Man kommt einmal wieder dazu einen Film zu sehen. Da meine Zeit für solcherlei Späße im Moment sehr begrenzt ist, habe ich zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme gegriffen: Steven Spielbergs „Jurassic Park“. Kaum ein anderes popkulturelles Werk hat mich jemals wieder so beeindruckt.

Jurassic Park (1993) | © Universal Pictures Germany GmbH

Jurassic Park (1993) | © Universal Pictures Germany GmbH

Im Alter von 10 oder 11 Jahren blätterte ich eines Nachmittags den STERN meiner Eltern durch. Dort erblickte ich die Besprechung eines Romans, der ein Dinosaurierskelett auf dem Cover hatte: „Dino Park“. Nach dem Überfliegen der Rezension gab es dann kein Halten mehr: Das Buch musste ich haben! Die Geschichte schien der wahrgewordene Traum eines jeden dinosaurierverrückten Jungen zu sein – und sie war es auch. Ich habe die Seiten förmlich verschlungen. Da waren all meine Freunde – vom Tyrannosaurus rex über den Brachiosaurus bis hin zum Triceratops – versammelt. In der spannendsten Geschichte, die ich bis dahin gelesen/gesehen/gehört hatte. Bis heute ist „Jurassic Park“ – bzw. damals eben „Dino Park“ – eines der wenigen Bücher, die ich schon mehrfach gelesen habe – und es ist immer noch verdammt gut!

Kurze Zeit nach dem Roman erfuhr ich von der Verfilmung. Ich kaufte mir nun jede Filmzeitschrift, sammelte jedes Fitzelchen Information und steigerte meine Erwartungen somit ins Unermessliche. Im Jahre 1993 – ich war bereits 12 – war es dann endlich soweit. Ich fuhr mit meiner Mutter nach Nürnberg ins Kino. Noch nie war ich in so einem großen Kino, wie dem Atlantik, das es inzwischen schon lange nicht mehr gibt. Die Reihen füllten sich. Eltern wurden des Kinos verwiesen, da ihre Kinder noch keine 12 waren. Ich jedoch war es. Der Raum wurde dunkel. „Jurassic Park“ erschien auf der Leinwand. Ich hatte zuvor noch nie so eine Gänsehaut, wie bei der Anflugsszene auf die Insel. Nachdem das Licht wieder anging hatte ich für alle Ewigkeiten einen neuen Freund gewonnen: Steven Spielbergs „Jurassic Park“.

Nach unzähligen Sichtungen hat sich gestern wieder die gleiche Magie eingestellt. Ich kann die Dialoge inzwischen mitsprechen, doch sie haben sich noch nicht abgenutzt. Der Spannungsaufbau sucht immer noch seinesgleichen. Der Score ist für mich immer noch einer der besten, die je geschrieben wurden. Gänsehaut. Wirklich. Und das schöne: Man kann ihn auch losgelöst vom Film wunderbar hören. Wie so viele Scores von John Williams. Dann natürlich die Dinosauerier. Für mich die beste Nutzung von Effekten, die ich jemals in einem Film gesehen habe. Durch die Kombination von CGI und Animatronics wird ein Realitätsgrad erreicht, den man vorher noch nicht kannte und der auch danach nur selten erreicht wurde. Einfach perfekt.

Auch als Romanumsetzung funktioniert der Film tadellos: Sicher wurde viel weggelassen, aber der Geist der Geschichte wurde eingefangen. Die Charaktere sind auf der Leinwand lebendig geworden und die Spannung ist ebenso nervenzerfetzend, wie in der Vorlage.

Fazit

„Jurassic Park“ ist für mich der perfekte Unterhaltungsfilm. Steven Spielbergs Meisterstück. Für mich stimmt hier einfach alles. Sicherlich kann ich den Film nicht objektiv betrachten, aber das will ich auch gar nicht. Er ist – und das mag sich nun komisch anhören – wie ein guter, alter Freund: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Eureka – Season 1

Das Sommerloch der Midseason ist stets ein guter Zeitpunkt, verpasste Serien nachzuholen. So geschehen mit „Eureka – Season 1“. Im Vorfeld wusste ich nur wenig über die Show und konnte mich demnach überraschen lassen.

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Eureka ist eine Stadt in den USA, in der die genialsten Wissenschaftler der Welt wohnen. Genau genommen wohnen dort nur hochintelligente Leute. Ausgenommen Sheriff Carter und Tochter Zoe. Im Grunde genommen ist „Eureka“ eine Serie nach dem Strickmuster Case of the Week. Das allein wäre wohl recht langweilig, doch in dieser Stadt gibt es keine gewöhnlichen Fälle. Dank der hohen Geek-Dichte – und das ist in keinster Weise abfällig gemeint – sind Probleme à la misslungene Zeitreisen und Dimensionssprünge, ausgebüchste Nanoroboter, verrücktgewordene KIs etc. an der Tagesordnung.

Durch die normale – sprich nicht hyperintelligente – Herangehensweise von Sheriff Carter ergeben sich zudem immer wieder interessante Spannungen mit der Denkerelite. Die Stimmung der Serie ist dabei eher komödiantisch ausgerichtet. In Eureka herrscht eine heimelige Kleinstadtatmosphäre – nur eben mit dem gewissen Etwas.

„Eureka“ macht Spaß. Keine Frage. Dennoch ist es keine Serie, bei der man am liebsten sofort die nächste Folge sehen würde. Es fehlt der übergeordnete Handlungsbogen. Zwar gibt es einen solchen, doch fällt dieser eher aus dem Rahmen und wirkt etwas aufgesetzt. Die einzelnen Fälle sind dagegen sehr unterhaltsam, wenngleich sie sich in ihrer Struktur auch zu sehr ähneln.

Schauspielerisch und Inszenatorisch ist alles im grünen Bereich. Insgesamt ist „Eureka“ eine durchaus unterhaltsame Serie, die sich zwar nie zu sonderlichen Höhenflügen aufschwingt, aber auf ihre schrullige Art zu Punkten weiß: 7/10 Punkte.