Veronica Mars – Season 2

Nach Sichtung der ersten Staffel habe ich nun einen knappen Monat für „Veronica Mars – Season 2“ gebraucht. Wenn die äußeren Umstände nicht so ungünstig gewesen wären, hätte die Staffel vermutlich nicht einmal die Hälfte der Zeit überdauert. Die Serie macht wirklich süchtig.

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Die zweite Staffel scheint anfangs andere Grundregeln aufzustellen, wie die erste: Veronica Mars ist nicht mehr die große Außenseiterin, sie gehört wieder mehr dazu. Damit konnte ich mich nicht so wirklich anfreunden, doch glücklicherweise entwickelt die wortgewandte Privatdetektivin schnell wieder Eigenständigkeit – und gewinnt damit neue/alte Feinde. Die erste Episode, die das Beziehungsgeflecht um Logan und Duncan aufdröselt empfand ich als einen wunderbaren Einstieg in die zweite Season: Man wurde mit den Veränderungen in Neptune bekannt gemacht und musste letztendlich doch nicht lange auf die Hauptplots der zweiten Staffel warten.

Im Gegensatz zur ersten Season wirkt der Handlungsbogen dieses Mal viel komplexer und undurchschaubarer. Es gibt zwei Hauptfälle, die eventuell zusammenhängen, dutzende Verdächte und allerlei episodenübergreifende Nebenplots. Dieser Umstand gefällt mir an sich recht gut, da die Einzelepisoden stark reduziert wurden und die Geschichte beständig vorangetrieben wird. Leider verzetteln sich die Autoren in den letzten Episoden etwas und es kommt zu Twists, die meiner Meinung nach etwas weit hergeholt sind und denen es an einer glaubwürdigen Motivation der Figuren mangelt. Hier hatte ich eine schlüssigere Auflösung erwartet.

In der Inszenierung und den grandiosen Dialogen – man muss die Schlagfertigkeit der Familie Mars einfach lieben – bleibt alles beim Alten. So soll es auch sein. Bei den Gastauftritten zeigt sich zudem der Beliebtheitsgrad der Serie: So darf man u.a. Kevin Smith und Joss Whedon bewundern. Auch der restliche Cast kann wieder durch die Bank überzeugen.

„Veronica Mars“ ist nach wie vor eine fantastische Serie. Im Vergleich zur ersten Staffel wurden Stärken ausgebaut, doch leider auch Schwachpunkte eingebaut. Man hat teils das Gefühl, dass die Autoren selbst etwas den Überblick verloren haben. Dieser Umstand mindert den Unterhaltungswert der Show keineswegs und ich weiß jetzt schon, dass ich nach der dritten Staffel bestimmt unter Entzugserscheinungen leiden werde: 9/10 Punkte.

10 Gedanken zu “Veronica Mars – Season 2

  1. Ich würde sie ja gerne auch mal gucken nach all den Lobeshymnen hier, aber der Ausstrahlungstermin ist ja extrem gelungen. Zudem ist mein SAT-Receiver mit 6 Folgen Prison Break und mein DVD-Player mit der 5. Staffel von Seinfeld komplett ausgelastet.

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  2. Die nächste Serienflaute kommt bestimmt… da schadet es nie, noch ein Ass in der Hinterhand zu haben – und als solches wage ich „Veronica Mars“ einfach einmal ganz dreist zu bezeichnen.

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  3. Pingback: Veronica Mars - Season 3 « Tonight is gonna be a large one.

  4. Pingback: Filmriss: Veronica Mars (Season Two)

  5. Pingback: A long time ago we used to be friends… | Tonight is gonna be a large one.

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