I Am Legend (2007)

Nachdem es letzte Woche nicht geklappt hat, bin ich gestern nach einem arbeitsreichen Tag noch spontan in die Richard Matheson-Verfilmung „I Am Legend“ gegangen. Die Vorlage kenne ich nicht, auch nicht die erste Verfilmung „The Last Man on Earth“ bei der Matheson selbst das Drehbuch geschrieben hatte. „Der Omega Mann“ mit der 70er Jahre Sci-Fi-Ikone Charlton Heston („Planet der Affen“) ist mir dagegen – zumindest teilweise – ein Begriff. So erinnere ich mich noch dunkel an einige Szenen. Da ich postapokalyptische Stoffe von jeher reizvoll finde, war ich umso gespannter auf die Neuinterpretation von Regisseur Francis Lawrence („Constantine“).

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Erwartet hatte ich schlimmstenfalls ein typisches Will Smith-Vehikel. Glattgebügelte Witze und ausufernde Actionszenen. Probleme, die besonders der Isaac Asimov-Verfilmung „I, Robot“ zu schaffen machten. Teilweise ist „I Am Legend“ auch der typische Blockbuster, den der Hauptdarsteller vermuten lässt: Die eröffnende Jagdszene ist nicht zwangsweise nötig und wirkt viel zu ausgewalzt. Schön anzusehen, aber eigentlich nur reines eye candy. Es gibt einige dieser Szenen – besonders mit den Infizierten – jedoch nehmen sie glücklicherweise nicht überhand.

Positiv muss ich auf jeden Fall Will Smith hervorheben. Besonders nach seinem Zusammenbruch wirkt er teils sehr verletzlich, verstört und einfach nur müde. Für mich sehr nachvollziehbar und gut gespielt. Ich fand auch Schäferhund Sam eine sehr gelungene Ergänzung und kann die häufige Kritik an ihm nicht verstehen. Die Rolle des tierischen Kumpanen erinnerte mich etwas an Wilson aus „Cast Away“ und funktionierte für mich ähnlich gut. Ein nachvollziehbarer emotionaler Anker in der Geschichte.

Die Infizierten selbst fand ich auch nicht so schlecht dargestellt, wie es nahezu überall kritisiert wird. Sicherlich sind manche Sprünge und Bewegungen als typische CGIs auszumachen, doch das Design selbst weiß durchaus zu überzeugen. Auch Masken und Make-up in den ruhigeren Einstellungen können sich sehen lassen. Ich dagegen fand die kontextbezogene Darstellung fragwürdiger: Einerseits wurden die Infizierten als reine Tiere gezeigt, die nur ihren Instikten folgen – andererseits gab es einen Anführer, der zudem noch relativ intelligent gezeichnet wurde. Das war für meinen Geschmack zu wenig durchdacht.

Das Ende des Films scheint zwar – oberflächlich betrachtet – schockierend, doch meiner Meinung nach sind die Handlungen hier deutlich zu plakativ. Ebenso wie die vorhergehenden Referenzen auf göttliche Vorhersehung und Ground Zero. Aber nun gut, schließlich ist „I am Legend“ ja auch US-Blockbuster-Kino.

Für Freunde des Genres ist „I Am Legend“ auf jeden Fall eine Sichtung wert. Das leere New York wurde selten so überzeugend dargestellt und die Zeit vergeht wie im Flug. Man sollte sich nur nicht die neue Genre-Offenbarung erwarten: 7/10 Punkte.

Before Sunrise (1995)

Warum wagt man sich oft nur zögerlich an die wirklich guten Filme heran? Richard Linklaters ungewöhnliche Liebesgeschichte „Before Sunrise“ sah ich das erste Mal irgendwann im Nachtprogramm der Dritten. Ich war begeistert. Weitere TV-Sichtung folgten – trotz festem Plan – jedoch nicht. Nachdem die DVD auf den Markt kam, bin ich auch Jahre lang an ihr vorbei gelaufen. Selbst nach dem Kauf stand der Film nun beinahe ein halbes Jahr ungesehen im Regal.

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Warum habe ich dem Wien von Jesse (Ethan Hawke) und Celine (Julie Delpy) nicht schon früher einen erneuten Besuch abgestattet? Ich kann es nicht sagen – und ehrlich gesagt kann ich es kaum glauben, wie lange ich auf dieses reduzierte Meisterwerk von Richard Linklater („A Scanner Darkly“) verzichtet hatte. Wenn ich auch viele Filme wirklich gut finde und Inszenierung, Drehbuch usw. als besonders gelungen herausstelle, so gibt es doch wenige Filme, die mich emotional so mitreißen, wie das „Before Sunrise“ gelingt.

Die Geschichte um zwei Fremde (einen Amerikaner und eine Französin), die sich zufällig im Zug nach Wien begegnen und dort spontan eine gemeinsame Nacht verbringen, ist so lockerleicht erzählt – und wiegt doch so schwer. Die Dialoge sind spritzig und so natürlich gespielt, dass man innerhalb von Minuten vergisst nur ein Zuschauer zu sein. Wirklich Hut ab vor Ethan Hawke und Julie Delpy – und von Linklaters zurückgenommener Regie.

Diese zauberhafte und beinahe schon surreale Reise durch das nächtliche Wien wirkt unglaublich spontan. Die Figuren treiben dahin – und wir Zuschauer mit ihnen. Für diese Nacht gibt es keinen Plan – und doch wiegt die Realität letztendlich schwerer. Der melancholische Abschied fällt nach dieser gemeinsamen Zeit nicht nur den beiden Liebenden schwer.

„Before Sunrise“ ist ein unglaublich schöner Film. Es steckt sehr viel in diesen anscheinend so spontanen Dialogen. Zudem ist die Atmosphäre des nächtlichen Wiens wahrlich bezaubernd. Eine Sichtung im O-Ton wird übrigens dringend empfohlen! Einer der schönsten, außergewöhnlichsten und interessantesten Liebesfilme: 10/10 Punkte.

Prädikat: Lieblingsfilm

Die große Welt der Filmmusik (2008)

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Gestern Abend sind meine Frau und ich in DIE GROSSE WELT DER FILMMUSIK eingetaucht. Das Konzert der KLASSIK RADIO POPS war ein Weihnachtsgeschenk, auf das ich mich unglaublich gefreut hatte – und nun war es endlich soweit! Unter der Leitung von Nic Raine erlebten wir knapp drei Stunden voller Magie. Man kann es wirklich nicht anders sagen. Bereits bei der 20th Century Fox Fanfare zu Beginn hatte ich eine Gänsehaut, die erst weit nach Konzertende abklingen sollte.

Die Setlist war ausgewogen und reichte von kraftvoll (z.B. „Fluch der Karibik 3“) über verspielt (z.B. „Gremlins“) bis zart (z.B. „Il Postino“). Ich war wirklich sehr zufrieden, auch weil mir klar war, dass man in einem dreistündigen Konzert nicht alle Facetten der klassischen Filmmusik zeigen kann. Hier die vollständige Setlist:

    1. 20th Century Fox Fanfare (Alfred Newman)
    2. Die glorreichen Sieben (Elmer Bernstein)
    3. Harry Potter Themes (John Williams)
    4. Laurence von Arabien (Maurice Jarre)
    5. Indiana Jones (John Williams)
    6. Oscar Wilde (Debbie Wiseman)
    7. Winnetou (Martin Böttcher)
    8. Fluch der Karibik 3 (Hans Zimmer)
    9. Born Free (John Barry)
    10. Gremlins (Jerry Goldsmith)

Konzertpause

    1. Gladiator (Hans Zimmer)
    2. Cinema Paradiso (Ennio Morricone)
    3. Out of Africa (John Barry)
    4. Il Postino (Luis Bacalov)
    5. Doktor Schiwago (Maurice Jarre)
    6. Der Herr der Ringe – The Breaking of the Fellowship (Howard Shore)
    7. Miss Daisy und ihr Chauffeur (Hans Zimmer)
    8. Caravans – Suite (Mike Batt)

Zugaben

  1. Star Wars – The Imperial March (John Williams)
  2. Blues Brothers – Peter Gunn Theme (Henry Mancini)

Die Moderation durch Holger Wemhoff war übrigens sehr angenehm und man hat einiges Wissenswerte über das jeweilige Stück, den Film und den Komponisten erfahren. Nic Raine konnte zudem ein paar Anekdoten preisgeben, die er mit Hollywoodgrößen wie Johny Barry erlebt hat. All das wirkte nicht störend, sondern war absolut im Rahmen und der Atmosphäre zuträglich.

Spätestens nachdem mein Lieblingsstück aus „Der Herr der Ringe“ gespielt wurde und in der Zugabe „Star Wars – The Imperial March“ erklang, war ich auf der cineastischen Wolke sieben. Am eindruckvollsten fand ich jedoch Elmore Bernsteins „Die glorreichen Sieben“, Debbie Wisemans „Oscar Wilde“, Jerry Goldsmiths „Gremlins“ und Hans Zimmers „Miss Daisy und ihr Chauffeur“. Besonders das letztgenannte Stück  hat gezeigt, dass Hans Zimmer mehr zu bieten hat als nur pathetischen Bombastscore – „Fluch der Karibik 3“ und „Gladiator“ hatten sich im direkten Vergleich nahezu identisch angehört.

Jedem Freund von Filmmusik kann ich die KLASSIK RADIO POPS mit DIE GROSSE WELT DER FILMMUSIK nur weiterempfehlen: Ihr werdet einen magischen Abend erleben!

Impressionen aus Wald und Flur

Unseren heutigen Spaziergang habe ich – sehr zur Freude meiner Frau – genutzt, um mich etwas mit meiner neuen Kamera vertraut zu machen. Es sind ein gutes dutzend Bilder entstanden, von denen leider nur ein paar technisch einwandfrei sind.

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Es hat sich auf jeden Fall deutlich gezeigt, dass sich die Panasonic FZ18 weniger für Schnappschüsse eignet – zumindest wenn man auf qualitativ hochwertige Aufnahmen aus ist. Das Spiel mit Blende und Belichtungszeit bedarf demnach noch etwas Übung, sind – trotz optischem Bildstabilisator – Wackler auf dem kleinen Display doch eher schlecht auszumachen.

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So werde ich mich langsam weiter in die Kunst der Fotografie einarbeiten. Besonders in die Geschwindigkeit und Perfektion, hat man doch nicht bei jedem Motiv die Möglichkeit der endlosen Wiederholung.

Das Mädchen aus dem Wasser – OT: Lady in the Water (2006)

Für seinen letzten Film musste M. Night Shyamalan viel Schelte einstecken. Lange hat es auch gedauert, bis ich mich an „Lady in the Water“ herangewagt habe – und das obwohl ich bisher jedem Film des Regisseurs etwas abgewinnen konnte. Mit „The Sixth Sense“ hat mir Shyamalan sogar einen der erinnerungswürdigsten Kinobesuche meines bisherigen Lebens beschert. Sollte sein aktueller Film wirklich so schlecht sein?

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Um die Frage gleich einmal zu beantworten: Nein, er ist nur anders. Aber das war auch schon „The Village“ – ein Film, der ebenfalls unter falschen Erwartungen gelitten hat. „Lady in the Water“ ist genauso wenig ein Grusel- oder Horrorfilm, wie „The Village“ es ist. Dieses Mal hat sich Shyamalan zudem vom Drama entfernt und ist in Richtung Fantasy gegangen. Humorvolle Fantasy. Skurrile Fantasy. Er erzählt eine Gutenachtgeschichte.

Zwei große Teile dominieren den Film: Auf der einen Seite sind da die Einwohner der Apartmentanlage. Hier gibt es dutzende verschrobene Figuren zu bewundern. Jede einzelne wird ausführlich vorgestellt, während wir mit Cleveland Heep – dem Hausmeister – seine Runde drehen. Diese Szenen sind wahrlich untypisch für Shyamalan und scheinen eher einer bittersüßen Komödie entsprungen. Auf der anderen Seite wird eine Fantasygeschichte erzählt. Hier entsteht eine komplette Welt mit eigenen Regeln und uns unbekannten Wesen. Diese beiden Welten werden stetig miteinander verwoben, was den Märchenaspekt deutlich unterstreicht. Hier erinnert mich der Film von der Struktur deutlich an „Donnie Darko“ – auch dort werden in der Realität verankerten Personen besondere Fähigkeiten zugesprochen, die für den weiteren Verlauf der fantastischen Handlung von äußerster Bedeutung sind.

Insgesamt halte ich den Film für wirklich gelungen. Allein in der Dramaturgie kommen ein paar Schwachstellen zu Tage. Hier wirkt der Film oft nicht wirklich rund und es wäre bestimmt mehr drin gewesen. Wenn man sich jedoch klar macht, dass Shyamalan hier eine Gutenachtgeschichte verfilmt hat, die er am Bett seiner Kinder erfunden hatte – und den Film auch als solche wahrnimmt – dann kann man mit „Lady in the Water“ durchaus ein paar magische Kinomomente erleben: 7/10 Punkte.

Tripods – Die dreibeinigen Monster (John Christopher) / Hörbuch

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Innerhalb des letzten halben Jahres habe ich John Christophers berühmte Trilogie „Tripods – Die dreibeinigen Monster“ in der Hörbuchfassung gehört. Nicht immer lange an einem Stück (meist beim Frühstücken, Bügeln etc.) und leider auch nicht regelmäßig. Die letzten freien Tage habe ich nun dazu genutzt, meinen Aufenthalt in der fantastischen Welt der dreibeinigen Herrscher zu beenden. Die hohe Qualität des Hörbuchs führt nun auch zur Aufnahme des Mediums in meine Kategorieliste.

In „Dreibeinige Monster auf Erdenkurs“ werden wir in die Welt der Tripods eingeführt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Hauptfigur, was mich als Zuhörer die Distanz völlig vergessen ließ. Die ersten Schritte in dieser Welt, die von Dreibeinern beherrscht wird und in der die Menschen Kappen tragen, fühlen sich bereits vertraut an. Vermutlich habe ich damals die TV-Serie gesehen oder die Geschichte anderswo gehört. Zudem erinnern die Dreibeiner sehr an „Krieg der Welten“.

Weiter geht es mit „Das Geheimnis der dreibeinigen Monster“. Hier erfahren wir mehr über die Herrscher und erleben großartige Abenteuer in der Stadt der Tripods. Durch die tolle Erzählstimme von Thorsten Michaelis werden die verschiedenen Personen perfekt dargestellt und man wird als Zuhörer regelrecht in die Geschichte hinein gesogen.

„Der Untergang der dreibeinigen Monster“ beschreibt letztendlich – wie der Titel bereits andeutet – das finale Kapitel im Aufstand gegen die Herrscher. Hier merkt man besonders deutlich, wie sich die Charaktere weiterentwickelt haben und welch enorme Reise man als Zuhörer mit ihnen unternommen hat. Ich hatte hier öfter das epische Gefühl, welches mir zuletzt bei „Der Herr der Ringe“ begegnet ist. Der Abschied ist dementsprechend schwer gefallen.

Ich habe bisher einige Hörbücher gehört. Meist irgendwelche Dan Brown-Geschichten zur Berieselung bei stupiden Haushaltstätigkeiten. Auch wollte ich nie ein Buch hören, welches ich unbedingt lesen wollte, da die Aufmerksamkeit (bei mir) beim Zuhören nicht so hoch ist, wie beim aktiven Lesen. „Tripods – Die dreibeinigen Monster“ habe ich jedoch aktiv gehört und es hat sich jede Sekunde gelohnt: 10/10 Punkte.

Sie ist da!

Nach dem Drama der letzen Wochen, halte ich nun endlich meine neue Kamera in den Händen. Inklusive deutschsprachiger Anleitung, dem korrekten Netzstecker und CE-Siegel. Warum nicht gleich so? Auch wenn der Internetauftritt vielleicht nicht sonderlich vertrauenserweckend wirkt, so kann ich M&M Discount nur weiterempfehlen. Schnell und problemlos. Super!

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Zur Kamera – der Panasonic Lumix DMC-FZ18 – selbst kann ich noch nicht allzu viel sagen. Auf jeden Fall ärgere ich mich schwarz, dass ich sie nicht bereits in Stuttgart dabei hatte. Der 18fach Zoom macht richtig Freude (28 mm Weitwinkel bis 504 mm Tele) und wäre für so manche Aufnahme wünschenswert gewesen. Allein das Rauschen macht bei den hohen ISO-Zahlen (eigentlich schon ab ISO200) Probleme, aber damit kämpfen nahezu alle kompakten Kameras. Wer – so wie ich – nicht das Geld bzw. den Platz für eine DSLR samt entsprechenden Objektiven hat, der findet in der FZ18 eine tolle Kamera mit grandiosem Objektiv und unendlichen Einstellmöglichkeiten. Ich freue mich auf viele weitere Fotos mit ihr!

Wonderful Wicked Wilhelma

Die letzten zwei Tage habe ich mit meiner Frau in Stuttgart verbracht, wo wir uns das Musical WICKED – DIE HEXEN VON OZ angesehen haben. Am zweiten Tagen waren wir dann endlich in der Wilhelma, wo uns unzählige Tiere erwartet haben.

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Zunächst ein paar Worte zu WICKED: Für jeden Freund von „Der Zauberer von Oz“ ist das Musical ein echtes Erlebnis. Es wird die Vorgeschichte zum Film erzählt, welche in vielerlei Hinsicht auch diesen komplett auf den Kopf stellt. Man trifft auf altbekannte – aber auch neue – Figuren und findet sich in liebgewonnenen Locations wieder. Alles in allem ist die Geschichte für ein Musical recht innovativ, was sie allerdings manchmal auch recht konstruiert wirken lässt. Die Inszenierung ist bombastisch und alles wurde mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Einzig die Musik hat mich nicht vom Hocker gerissen. Auch ist mir unverständlich, warum kein einziges Stück aus dem Film verwendet wurde. Vermutlich rechtliche Probleme. Dennoch für Freunde des zauberhaften Lands sicherlich einen Besuch wert.

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Am nächsten Tag ging es dann in den schön angelegten Stuttgarter Zoo. Aufgrund der Außentemperaturen war ich jedes Mal wieder froh, wenn wir in einem der Tropenhäuser Unterschlupf gefunden haben.

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Mein persönliche Favorit waren übrigens die jungen Gorillas. Leider konnte ich von diesen keine brauchbaren Bilder machen. Wen es allerdings einmal in die Wilhelma verschlägt: Die Kinderstation ist Pflicht! Wie die halbstarken Gorillas dort abhausen, ist wirklich fantastisch anzusehen.

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Wenn der Kurztrip nicht von einer Kurzkrankheit begleitet worden wäre, dann hätte ich ihn noch besser in Erinnerung. Doch auch so hat sich der Ausflug nach Stuttgart auf jeden Fall gelohnt und wird mir als gelungener Abschluss meines ersten richtigen Urlaubs noch lange in Erinnerung bleiben.

Die Simpsons: Der Film – OT: The Simpsons Movie (2007)

Lange hat es gedauert, doch dank vorbildlicher Geschenkauswahl bin ich heute endlich in den Genuss von „Die Simpsons: Der Film“ gekommen. Im Folgenden werde ich nun nicht ausschließlich über den Film schreiben, sondern auch über „Die Simpsons“ an sich. Wer weiß, ob ich im Laufe meines Bloggerdaseins sonst noch einmal dazu komme?

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Die gelbe Familie begleitet mich nun schon eine halbe Ewigkeit: Angefangen hat es irgendwann in der Schulzeit, dann erinnere ich mich gut an Sichtungen am Feierabend nach den ersten Ferienjobs, auch während meiner Zivizeit habe ich öfter Abstecher nach Springfield unternommen und selbst im Studium sind mir Homer und Co. öfter einmal über den Weg gelaufen. Allein die letzten paar Jahre habe ich die neuesten Abenteuer nicht mehr wirklich verfolgt. Teils aufgrund mangelnder Zeit während der Ausstrahlungstermine und teils wegen der abnehmenden Qualität der Serie.

Als jedoch die ersten Trailer zum Film auftauchten, war ich wieder Feuer und Flamme. Bereits dort wurde wieder altbekannter Simpsons-Humor versprochen und spätestens seit Spiderpig konnte ich eine Sichtung – trotz großer Meinungsverschiedenheiten unter den Kritikern – kaum abwarten. Was bietet der Leinwandauftritt der Fernsehfamilie nun wirklich? So ziemlich genau das was man als Fan erwarten kann: Eine überlange Episode von „Die Simpsons“ mit jeder Menge an Gastauftritten und einer etwas ausführlicheren Handlung.

Ein Grund zur Enttäuschung? Nicht wirklich. Ein besonderer Grund zur Freude? Auch nicht. Ich denke man nimmt den Film je nach Erwartungshaltung anders wahr. Sicherlich hätte ich auch mir eine etwas epischere Geschichte gewünscht. Besonders schmerzen die zu kurzen Auftritte so mancher Figuren. Hier merkt man dem Film die Serienherkunft deutlich an. Doch warum auch nicht? Man kann nicht alle Elemente, die die Serie so groß gemacht haben, in einen Film packen. So bleibt am Ende doch nur eine Serienepisode. Dafür aber eine visuell herausragende mit vielen guten Gags.

Ich bin nicht enttäuscht worden. „Die Simpsons“ funktionieren auch auf der großen Leinwand. Um die wahre Größe der Serie zu erkennen, muss man allerdings etwas tiefer graben. Dann gibt es aber wahre Schätze zu entdecken. So oder so: „Die Simpsons“ sind ein popkulturelles Phänomen und der Film ist nur ein weiteres Beispiel für ihre außergewöhnliche Ausdauer in dieser kurzlebigen Zeit. Unwahrscheinlich unterhaltsam: 8/10 Punkte.

Troja – OT: Troy – Director’s Cut (2004)

Gestern Abend gab es einmal wieder die verlängerte Version eines großen Filmerfolgs. Seit den Extended Editions von Peter Jacksons Mammutwerk schossen – besonders im Historienfilm – neue Schnittversionen aus allen Löchern (u.a. „Gladiator“). Nur selten konnte man sich als Zuschauer jedoch auf richtige Director’s Cuts (z.B. „Königreich der Himmel“) freuen. Meist wollten die Produzenten noch einmal das schnelle Geld machen. Nach der Ankündigung des Director’s Cut von Wolfgang Petersons „Troja“ hatte ich demnach erst einmal gemischte Gefühle – zumal ich die Kinoversion zwar nett fand, aber weit von der Spitze der Historienfilme entfernt.

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Bei „Troja“ hat sich letztendlich herausgestellt, dass die vorliegende neue Schnittfassung den Film tatsächlich aufwertet. Den Charakteren wird deutlich mehr Tiefe verliehen, die Schlachtszenen sind expliziter und es wird sich mehr Zeit für Details genommen. Bei der Kinofassung hatte ich den Eindruck, dass alles unglaublich gehetzt wirkt. Hier vergeht nun tatsächlich etwas Zeit, bevor die Spartaner in Troja aufschlagen. Es gibt Vorbereitungen und Entscheidungen werden nachvollziehbarer. Bei den folgenden Schlachtszenen wird nun auch nicht mehr an Blut und Gekröse gespart. Darüber mag man geteilter Meinung sein, für mich macht es jedoch Sinn, da die Schlachten so authentischer wirken und der Zuschauer nicht mehr eine nur verharmlosende Version zu sehen bekommt.

Wer allerdings erwartet mit dem Director’s Cut einen komplett neuen Film zu sehen, den muss ich enttäuschen. „Troja“ bleibt „Troja“. Mit Brad Pitt als Achilles und Orlando Bloom als Paris. Achilles wird immer noch als selbstverliebter Egomane charakterisiert und seine Wandlung zum wahren Helden wirkt immer noch etwas plötzlich – wenngleich auch nicht mehr ganz so abrupt wie in der Kinofassung. Die Figur des Achilles wirkt auf mich immer noch zu modern und zu clean. Brad Pitt kann ich mir in der Rolle ja durchaus vorstellen, aber warum muss er stets herumlaufen wie frisch aus dem Ei gepellt? Meine Probleme mit Achilles kann leider auch der Director’s Cut nicht beseitigen.

Insgesamt stellt dieser neue Cut von „Troja“ eine deutliche Verbesserung zur Kinofassung dar, wenngleich niemand einen gänzlich anderen Film erwarten sollte. Wenn ihr „Troja“ im Kino mochtet, dann werdet ihr den Film nun wohl noch besser finden. Wenn ihr nichts mit ihm anfangen konntet, dann vergesst auch den Director’s Cut. Für mich ist „Troja“ immer noch ein gut inszenierter Historienfilm mit großartiger Kulisse und tollen Bildern. Äußerst unterhaltsam, aber zu schwach für die Spitzenplätze des Genres: 8/10 Punkte.