Run, Fatboy, Run (114)

Jetzt ist es amtlich. Der Winter ist da. War das kalt! Heute musste ich auch zum ersten Mal meine LED-Leuchte auspacken, damit ich a) auf dem Weg bleibe und mich b) etwaige Radfahrer und/oder Autofahrer auch wahrnehmen. Soweit ist es also schon gekommen.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:34:45
kCal: 516
min/km: 5:43

Mit der Zeit bin ich zufrieden, doch bei den Temperaturen kann man auch nicht recht viel langsamer laufen. Ich könnte jetzt noch über das Bitzeln der kalten Luft in der Nase, den schneidenden Wind oder Ähnliches schreiben – doch will ich meine gesamte Munition ja nicht schon zu Beginn der kalten Jahreszeit verfeuern… 😉

Vergebung – OT: Luftslottet som sprängdes

Nachdem ich mich nun schon seit einem dreiviertel Jahr immer wieder mit Stieg Larssons „Millennium“-Triliogie beschäftige, habe ich diese mit der Sichtung von „Vergebung“ nun auch filmisch erst einmal abgeschlossen. Es war ein rundum lohnenswerter Ausflug in die düstere Schattenwelt Schwedens, der mir wohl noch länger im Gedächtnis bleiben wird.

Die Verfilmung des finalen Teils erinnert in seiner Inszenierung stark an den Vorgänger „Verdammnis“, was auch kein Wunder ist, wurden beide Teile doch vom selben Regisseur ursprünglich für das Fernsehen umgesetzt. Insofern leidet auch der Abschluss der Trilogie unter dem TV-Look, der bereits den Vorgänger visuell bestimmte. Dies ist wirklich schade, denn die Geschichte hätte durchaus das Potential für größere Bilder.

Inhaltlich konzentriert sich der Film auf die wesentlichen Elemente der Romanvorlage. Natürlich gibt es Kürzungen, welchen ich in diesem Fall auch nicht abgeneigt war. So wurde der gesamte Nebenhandlungsstrang um Erika Bergers Weggang von Millennium gestrichen und auch die Verschwörung wurde auf ein Minimum reduziert. Da mir diese Elemente bereits im Buch zu ausschweifend waren, empfand ich die inhaltlichen Anpassungen hier als weniger schwerwiegend, als in den Vorgängern.

Nach dem Ende dieses Films komme ich nicht umhin zu glauben, dass eine stringter erzählte Version der Geschichte dem Filmerlebnis gut getan hätte. Diese hätte selbstverständlich aufwendiger inszeniert werden müssen, was mit dem Budget aber wohl nicht möglich gewesen ist. Insofern habe ich durchaus große Hoffnungen für David Finchers Remake.  Andererseits bietet der Stoff auch genug Material für eine ausschweifendere, gemächlichere Erzählweise in Form einer TV-Serie. In Schweden hat man dies durch die jeweils 90-minütige, sechsteilige TV-Fassung der Kinofilme auch umgesetzt, was für die Geschichte wiederum nur gut sein kann.

Wenn man sich die geplanten bzw. bereits produzierten Umsetzungen des Stoffs ansieht, kommt man nicht umhin den Hype hinter der Trilogie zu sehen. Lässt man diesen außen vor, bleibt eine äußerst spannend erzählte Geschichte, die in ihrer ursprünglichen Form auf jeden Fall lesenswert ist und auch auf der Leinwand zu überzeugen weiß. Das Finale bekommt von mir 7/10 Punkte und ich bin tatsächlich gespannt, wie sich die anderen Auswertungen der Geschichte im Vergleich schlagen werden.

Run, Fatboy, Run (113)

Verdammt ist das kalt! Somit bin ich heute zum ersten Mal mit Mütze und drei Schichten Klamotten gelaufen. Noch während meines Laufes wurde es auch schon finster. Jetzt beginnt sie wirklich, die dunkle Jahreszeit.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:35:00
kCal: 516
min/km: 5:45

Die Zeit ist völlig in Ordnung, wenngleich ich auch nur die mittlere Strecke angegangen bin. Mit den kalten Temperaturen ist auch wieder das Kribbeln in den Beinen da, wenn man ins Warme kommt. Mal sehen, wie eisern ich meine winterlichen Laufversuche dieses Jahr durchhalte.

Run, Fatboy, Run (112)

Nach einem faulen Wochenende – zumindest was den Sport angeht – bin ich heute wieder einmal eine Runde gelaufen. Das wunderbare Herbstwetter hat mich zudem dazu ermutigt die lange Strecke in Angriff zu nehmen, wenngleich auch meine Beine am liebsten schon bei der erstbesten Möglichkeit auf die kurze Strecke ausgewichen wären.

Länge: 6,70
Laufzeit: 00:38:50
kCal: 570
min/km: 5:47

Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden. Bisher wohl meine beste auf der langen Strecke. Gegen Ende habe ich mich aber auch ziemlich beeilt, da es fast schon dunkel war. Bald wird es wieder Zeit für (noch) dickere Klamotten und die LED-Leuchte auf der Stirn. Wie ich mich freue…

Indian Summer

Aufgrund des famosen Wetters hat unsere kleine Familie heute einen Ausflug in den goldenen Herbst gemacht. So könnte es von mir aus die nächsten 6 Monate aussehen, um dann ganz einfach übergangslos erneut in den Sommer zu wechseln. Wie bereits vor über drei Jahren wecken diese letzten schönen Tage stets eine gewisse Wehmut in mir. Wenn er es richtig macht, ist der Herbst aber auch eine der schönsten Jahreszeiten. Indian Summer eben – und das mitten in Deutschland.

Übrigens waren wir dieses Mal direkt gegenüber – und somit auf der für Kinderwagen deutlich zugänglicheren Seite – unserer 2009er Osterwanderung unterwegs. Man kann auf dem obersten Bild sogar die Felsen erkennen, auf denen wir damals saßen und herab fotografierten. Ihr merkt schon, dieser Eintrag dient wieder einmal einzig und allein dazu, mir später eine Gedächtnisstütze zu sein…

(500) Days of Summer (2009)

Es gibt diese Filme. Filme, die sich einem sofort ins Herz spielen. Als wären sie schon immer Teil des persönlichen, filmischen Mikrokosmos gewesen. Marc Webbs „(500) Days of Summer“ gehört ohne Zweifel zu diesen Filmen. Gerade erst gesehen und schon das Gefühl einen neuen Freund gewonnen zu haben. Was den Film so besonders macht? Findet es heraus…

Zunächst einmal muss ich die formalen Aspekte loben: Der Aufbau des Films ist zwar nicht unbedingt brandneu, aber im Rahmen doch Genres doch wunderbar erfrischend. Aufgrund der mäandernden Darstellung der Beziehung bekommt man als Zuschauer all die widersprüchlichen Gefühle präsentiert, die eine Beziehung eben so mit sich bringt. Wunderbar. Des Weiteren ist der Film wunderschön photographiert und besitzt den besten Soundtrack seit „Garden State“ – was ich als absolutes Kompliment verstanden haben will.

Auch inhaltlich ist der Film ganz groß. Selten habe ich solch eine natürliche Chemie zwischen zwei Schauspielern erlebt. Großartige Leistungen von Joseph Gorden-Levitt („Brick“, „Inception“) und Zooey Deschanel. Auch die Drehbuchautoren haben ihren Teil zum Gelingen der Geschichte beigetragen, wirken die Dialoge doch wunderbar aus dem Leben gegriffen. Gewürzt mit unzähligen popkulturellen Referenzen und der stilsicheren Inszenierung ergibt sich ein ganz besonderer, kleiner Film. Ein Film der es leicht unter meine Lieblingsfilme schaffen könnte.

Müsste ich einen Kritikpunkt nennen, dann eventuell die Erzählstimme, die doch ab und zu an „Die fabelhafte Welt der Amélie“ oder auch die TV-Serie „Pushing Daisies“ erinnert. Glücklicherweise wird sie in „(500) Days of Summer“ nur sehr gezielt eingesetzt und auch die anderen inszenatorischen Kniffe wirken nicht aufgesetzt, sondern fügen sich relativ nahtlos in die Geschichte ein.

Marc Webbs „(500) Days of Summer“ hat etwas in mir berührt, wohin es nur wenigen Filmen gelingt vorzudringen. Bereits nach ein paar Minuten fühlten sich die Charaktere wie alte Bekannte an. Vermutlich ist der Film aber nicht für jeden Zuschauertyp geeignet. Man muss wohl – zumindest zu geringen Teilen – ein Träumer oder zumindest mit britischer Popmusik aufgewachsen sein. Fantastisch: 9/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (111)

Da bekanntlich alle guten Dinge drei sind, habe ich mich heute zum dritten Mal die Woche aufgemacht um zu laufen. Warum? Aufgrund des fantastischen Sonnenscheins, der mich zumindest zu Beginn meiner Runde noch begleitet hat. Inzwischen ist es finster, was mich nur in meiner Meinung bestätigt, dass man freitags nicht länger als 17 Uhr arbeiten sollte.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:34:45
kCal: 516
min/km: 5:43

Obwohl ich mich heute körperlich alles andere als fit gefühlt habe, ist meine Zeit doch erstaunlich gut. Allerdings bin ich auch nur die mittlere Strecke gelaufen, was die ganze Sache wieder etwas relativiert. So oder so freue ich mich über meine drei Läufe und werde das Wochenende nun wohl für andere Dinge nutzen.

Run, Fatboy, Run (110)

Bei meinem zweiten Lauf diese Woche war ich so demotiviert, wie schon lange nicht mehr. Im Moment schiebe ich das noch auf die Umstellung, die der Wechsel zur dunkleren Jahreshälfte mit sich bringt. Es ist aber auch wirklich deprimierend bereits in der Dämmerung loszulaufen. Ich will wieder Sonne!

Länge: 4,20
Laufzeit: 00:24:15
kCal: 357
min/km: 5:46

Da meine Strecke ja modular aufgebaut ist, konnte ich den Lauf einfach abkürzen. Gerne hätte ich die ausschweifendere Schleife angehängt, doch es ging einfach nichts mehr. Die Beine waren schwer und die Motivation im Keller. Die Durchschnittszeit ist entsprechend gut, doch ich war ja auch nicht lange unterwegs. Das ist die traurige Wahrheit.

Run, Fatboy, Run (109)

Nach meiner urlaubsbedingten – und zugegebenermaßen äußerst faulen – Laufpause, habe ich mich heute einmal wieder auf die Strecke gewagt. Und es wart hart, so richtig hart. Kaum ist man einmal knapp zwei Wochen nicht unterwegs, geht es schon wieder bergab mit der hart erarbeiteten Fitness.

Länge: 6,08
Laufzeit: 00:35:45
kCal: 516
min/km: 5:53

Eigentlich ist die Zeit gar nicht so schlecht, doch habe ich einfach schon nach ein paar hundert Metern gemerkt, wie schwer meine Beine doch sind. Letztendlich bin ich auch nur eine kürzere Strecke gelaufen, da ich es für den Anfang nicht übertreiben wollte. Mal sehen, ob und wann ich diese Woche zum zweiten Lauf komme – und ob es dann wirklich schon komplett dunkel draußen ist…

Life Unexpected – Season 1

Mit der relativ unaufregenden Familienserie „Life Unexpected – Season 1“ habe ich eine weitere Show der vergangenen TV-Saison nachgeholt. Wie in meiner letzten Neuentdeckung „Parenthood“ wird auch hier das Thema Elternschaft in der heutigen Gesellschaft behandelt – doch das war es dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Im Gegensatz zu „Parenthood“ stützt sich „Life Unexpected“ viel mehr auf eine bestimmte Prämisse und versucht daraus ihr Drama zu entwicklen: Zwei selbst noch sehr unreife Personen werden plötzlich mit ihrer 16-jährigen Tochter konfrontiert, woraufhin sich die drei sehr individuellen Charaktere miteinander arrangieren müssen. Nahezu jede einzelne Episode nimmt wieder Bezug auf diese Ausgangslage, wobei meist die noch recht brüchige Familiengemeinschaft auf eine harte Probe gestellt wird.

In „Life Unexpected“ gibt es viel Drama, viel Humor und viel Romantik. Die Charaktere sind nett geschrieben und die Chemie stimmt. Leider jedoch ist die Handlung unglaublich vorhersehbar, was die Serie in meinen Augen deutlich abwertet. Da wird oft eimerweise in die die Klischeekiste gegriffen, weshalb die Serie anderen Vertretern ihres Genres – wie z.B. den atmosphärisch recht ähnlichen „Gilmore Girls“ – leider nicht das Wasser reichen kann. Dennoch macht die Serie viel richtig, was mich stets die nächste Episode anschauen ließ.

Zunächst einmal sind die Dialoge ziemlich schmissig. Zwar noch nicht mit den Wortschlachten aus Stars Hollow zu vergleichen, doch muss man teils schon zweimal hinhören, um jede Anspielung zu erfassen. Weiterhin sind die Charakte und ihre Schauspieler (u.a. Kerr Smith aus „Dawson’s Creek“) ziemlich liebenswert. Da macht es einem die Serie aber auch nicht leicht abzuschalten – trotz der oft redundanten Handlung.

Wenn man nicht immer Action, Thrill oder durchdachtes Drama braucht, dann bietet „Life Unexpected“ seichte, aber stets sehenswerte Unterhaltung. Ich habe immer gerne reingeschaut und werde das wohl auch in Zukunft so beibehalten: 7/10 Punkte. Definately a show that grows on you…