Ch-Ch-Changes

Wie ihr vielleicht durch ein paar dezente Andeutungen mitbekommen habt, stand ich vor wenigen Wochen ziemlich unter Spannung. Eine Veränderung hat sich angebahnt, die einen nicht unwesentlichen Teil meines Lebens betrifft: ein neuer Job. Weg von der Agentur, hin zum Unternehmen. Weniger Multimedia, mehr Technik. Weniger Werbung, mehr Wissen. Eine Entscheidung, die mir nicht leicht gefallen ist, aber letztendlich der konsequente nächste Schritt war.

Eine Firma nach 6 Jahren zu verlassen ist nicht einfach. Ich hatte tolle Zeiten und stressige Zeiten. Herausfordernde Aufgaben und klasse Kollegen. Es war eine wichtige Zeit, während der ich viel gelernt habe. Besonders mein Team zurückzulassen fällt mir schwer, doch immerhin habe ich einen Nachfolger gefunden und konnte laufende Projekte zu einem sauberen Abschluss führen. Die Zeit mich beruflich – wenn auch nur am Rande – mit dem Medium Film zu beschäftigen, ist auf jeden Fall vorerst vorbei. Doch wozu habe ich dieses Blog?

Für mich heißt es nun: nach vorne blicken – und ja, ich freue mich auf die neue Aufgabe. Für euch bedeuted das: Es kann sein, dass es ab Dezember hier vorerst ein wenig ruhiger werden wird. Noch ruhiger. Doch da ich mir von meinem neuen Job auch eine ausgewogene Work-Life-Balance erwarte, bleibe ich euch natürlich erhalten. Nun aber erst einmal Resturlaub. Kopf frei machen. Energie sammeln. Familie. Neustart. Bämm.

The Mentalist – Season 3

Es gibt einige Serien, die schleppt man so mit sich rum. Weil man Gutes darüber gehört hat. Weil man sie eben irgendwann einmal angefangen hat. Weil es sie günstig zu erwerben gab. Auch „The Mentalist – Season 3“ gehört zu diesen Serien und somit habe ich mich über ein dreiviertel Jahr durch die Staffel gekämpft. Wobei gekämpft vermutlich der falsche Ausdruck ist, denn alle paar Wochen habe ich Patrick Jane ganz gerne beim Ermitteln zugesehen…

the_mentalist_s3

Eigentlich kann ich nicht viel mehr zur Serie sagen, als ich es bereits bei der ersten und zweiten Staffel getan habe. Simon Baker als titelgebender Mentalist macht immer noch Spaß, das restliche Team bleibt blass und die einzelnen Fälle weisen teils große qualitative Unterschiede auf. Sehr gut fand ich stets die fortlaufende Handlung rund um Red John, welche jedoch nur mittels einer Handvoll Episoden erzählt wird. Die Einzelfälle dümpeln dagegen eher vor sich hin und sind oft weder sonderlich spannend oder unterhaltsam geschrieben, noch aufregend inszeniert.

Auch wenn die vierte Staffel inzwischen in recht attraktive Preisregionen gerutscht ist, so werde ich es bei drei Staffeln „The Mentalist“ belassen. Ich hatte durchaus Spaß mit den Ermittlungen, doch sind mir die Charaktere weder sonderlich ans Herz gewachsen, noch wollte der Funke letztendlich überspringen – und für eine nur ganz nette Krimiserie ist die Zeit dann doch zu kostbar und sind die Alternativen zu herausragend: 7/10 (6.6) Punkte.

Abenteuer Kind #14: Das zweite erste Jahr

Nachdem unser Zappelinchen vor ein paar Monaten bereits ihren dritten Geburtstag feierte, war es nun auch bei unserer Nummer zwei soweit: der erste Geburtstag stand an. Für uns als Eltern bedeutet dies auch einen großen Schritt, haben wir nun doch schon zum zweiten Mal ein erstes Jahr erlebt. Ein Jahr voller Wunder, Freude und Ängste. Magische Momente und nervenzerrende Momente. Ganz ähnlich und doch komplett anders als das erste erste Jahr.

zweites_erstes_jahr

War beim ersten Geburtstag unseres Zappelinchens nur eine Cousine anwesend, ist die Anzahl an Cousins bzw. Cousinen inzwischen auf sechs Kinder angewachsen – Geburtenrückgang? Nicht in unserer Familie. Entsprechend turbulent war auch die Feier, besonders da die ersten Gäste bereits am frühen Nachmittag kamen und die Feier erst gegen 21 Uhr ein Ende fand. Nachdem zwei Stunden später das gröbste Chaos beseitigt war, freuten auch wir Eltern uns auf unser Bett. Endlich Ruhe?

kruemelmonster_kuchen_4

Weit gefehlt. Als ich zwischen 1 und 3 Uhr versuchte das Geburtstagskind zum Schlafen zu bewegen, ließ ich das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. Es ist unglaublich viel passiert seit der erfolgreichen Verdopplung. Es ist spannender geworden, aber auch anstrengender. Immer öfter denken wir uns, wie sehr sich unser Leben doch von dem kinderloser Freunde unterscheidet: Es gibt Kollegen, die schaffen es kaum durch den Tag, wenn sie einmal weniger als 8 Stunden Schlaf abbekommen. Für uns unvorstellbar. Vom Freizeitverhalten oder finanziellen Aspekten einmal ganz zu schweigen. Welten prallen aufeinander. Tagtäglich.

amerikaner_smarties_1

Als ich also um 2 Uhr auf dem Sofa lag und mein gerade ein Jahr alt gewordener Sohn abwechselnd an meinen Ohren und meiner Nase zog, war ich unglaublich erschöpft, aber seltsamerweise auch glücklich. Ich wusste es würden diese Nacht wieder nur drei bis vier Stunden Schlaf werden, doch auf irrationale Art und Weise ist man gerne bereit dies auf sich zu nehmen. Dieses Chaos, diesen Wahnsinn, dieses wunderbare, pure Leben…

Also liebe Leser, wie lautet die Moral der Geschichte?

Das zweite erste Jahr ist, wie jedes Jahr mit Kindern, unvergleichlich.

Mehr aus der “Abenteuer Kind”-Reihe…

Media Monday #124

Je später der Abend, desto spannender die Fragen – könnte man beim aktuellen Media Monday zumindest meinen. Da der morgige bzw. heutige Tag bereits komplett verplant ist, beantworte ich die Fragen des Medienjournals einmal wieder zu unchristlicher Stunde. Somit kann ich schon einmal nicht von euch beeinflusst werden – ob sich das in der Qualität meiner Antworten niederschlägt, müsst ihr selbst entscheiden… 😉

media_monday_124

  1. Das Filmplakat zu „Fight Club“ hängt bei mir in der Wohnung – und hätte ich mehr Platz an den Wänden, würden sich noch etliche weitere Filmplakate dazu gesellen.
  2. Kaum ein(e) bekannte(r) Schauspieler(in) hat sein/ihr Potential in irgendeinem Film völlig verschenkt, weil es selbst für die schwächsten Auftritte meist noch zuviel Gage gibt.
  3. Wenn man schon alte, erfolgreiche Serien wiederbelebt und mit neuer Besetzung von vorn startet, dann möge man bitte auch „Wing Commander“ ein Reboot gönnen, denn der 1999er Film war zwar bereits ein Reboot zur Spieleserie, das jedoch ungleich schlechter war – warum nicht einmal im „Battlestar: Galactica“-Stil?
  4. Gerne würde ich einmal eine Motto-Party mit dem Thema ‚Wir reden den ganzen Abend nur über Filme und TV-Serien‘ besuchen/ausrichten, weil es dann endlich einmal andere Gesprächsthemen als Arbeit, Fußball oder Klatsch und Tratsch geben würde.
  5. Paul Verhoevens „Starship Troopers“ kann man kaum eine Komödie nennen, denn viele Zuschauer(gruppen) sehen den Film viel zu ernst – dabei ist er teils auf erschreckend boshafte Weise zum Brüllen komisch.
  6. Hätte ich eine ganze Woche Zeit, mich Filmen/Büchern/Serien/was-auch-immer zu widmen und müsste nichts anderes tun, dann wäre das eine wahrlich grandiose Woche – und ist in den nächsten 18 Jahren wohl völlig unrealistisch.
  7. Mein zuletzt gesehener Film war „Brautalarm“ und der war teils ganz nett, teils aber auch ziemlich platt und nervig, weil er zwar tolle Schauspielerinnen zu bieten hatte, aber nicht sonderlich gut geschrieben war.

Californication – Season 5

Aktualisierung: Ich habe „Californication“ erneut gesehen und am 28. Januar 2025 komplett besprochen (hier geht es zur aktuellen Besprechung). Die meisten Serien werden über die Dauer ihrer Laufzeit leider nicht besser. Umso erfreulicher also, wenn man ab und zu doch einmal positiv überrascht wird. Im aktuellen Fall ist dies „Californication – Season 5“ gelungen. Nach zwei starken ersten Staffeln, ging es im dritten Jahr leider ziemlich bergab und auch die vierte Staffel konnte nicht an die alten Stärken anknüpfen. Umso erfreulicher also, dass es wieder aufwärts geht mit Hank Moody und seiner ewig währenden Sinnkrise…
Californication | © Showtime

Californication | © Showtime

Zunächst einmal war ich ja eher skeptisch, was die Fortführung der Serie angeht. Aufgrund der letzten beiden Staffeln waren meine Erwartungen gedämpft und auch der Zeitsprung zu Beginn der ersten Episode ließ zunächst Böses erahnen. Letztendlich war es jedoch eine gute Entscheidung der Autoren einen Schlussstrich unter die Ereignisse der letzten Jahre zu ziehen und den Figuren eine gewisse Weiterentwicklung angedeihen zu lassen: Hank tritt tatsächlich verantwortungsbewusster auf, Karen ist mit Bates verheiratet, Becca hat sich eine junge Version ihres Vaters angelacht und Charlie Runkle? Nun ja, dieser mäandert weiterhin zwischen übersteigerter Libido, beruflichem Wahnsinn und neuerdings seiner Rolle als Vater. Vom Aufbau her erinnert die Handlung wohl am meisten an die zweite Staffel, da mit Samurai Apocalypse (gespielt von Rapper RZA) eine Person in Hanks Leben tritt, die – zumindest was die Verquickung von beruflicher und privater Beziehung angeht – an Lew Ashby erinnert. Auch wenn es wieder viel Unfug und teils unnötige Szenen gibt, so hatte ich in diesem Jahr von „Californication“ doch bedeutend mehr Spaß, als mit den beiden vorangegangenen Staffeln.

Fazit

Da sich die Sichtung über einen relativ langen Zeitraum hingezogen hat (besonders das Finale war zeitlich weit abgeschlagen), fällt es mir etwas schwer die Staffel in ihrer Gesamtheit zu bewerten. „Californication“ hat seine Hochzeiten definitiv hinter sich, dennoch hat der Zeitsprung der Serie meiner Meinung nach gut getan. Leider verfallen die Autoren dennoch weiterhin in alte Muster, was den Spaß an Hanks Sprüchen und den teils äußerst absurden Situationen jedoch kaum mindert: 8/10 (7.8) Punkte.

Run, Fatboy, Run (271)

So langsam scheint es mir, als würde sich mein Laufrhythmus tatsächlich auf einmal pro Woche einpendeln. Einmal pro Wochenende genauer gesagt. Dafür dass ich im vergangenen November (aufgrund eines gewissen Ereignisses) nur einmal Laufen gewesen bin, kann ich damit eigentlich recht zufrieden sein. Heute war es sonnig, aber erstmals wirklich kalt. Winterkalt.

Distance: 7.63 km
Duration: 00:44:40
Avg Speed: 10.26 km/h
Avg Pace: 5:51 min/km
Energy: 607 kcal

Mit der Zeit bin ich ganz zufrieden, auch wenn ich heute die anfänglichen Steigungen nicht so gut verkraftet habe. Dafür ging es gegen Ende recht locker dahin. Da es aber schon dunkel wurde, habe ich es dabei belassen. Vielleicht gehe ich die kommenden Tage noch einmal einen 10 km-Lauf an. Versprechen möchte ich an dieser Stelle aber lieber nichts…

Im Ohr: Nerdtalk Episode 320

Brautalarm – OT: Bridesmaids (2011)

Der Start in ein langes  Wochenende wird natürlich mit einem Film begangen. Mit „Brautalarm“ gab es einmal wieder eine klassische Komödie, die im Idealfall erfrischende Unterhaltung bieten würde. Teils überschlugen sich 2011 die Kritiker mit Lob, doch es waren auch vermehrt negative Stimmen zu hören. Wie der Film auf unserem Sofa ankam, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

brautalarm

Wenn ein Film mit ‚Wahnsinnig witzig: Ein weibliches Hangover‘ beworben wird, dann schürt das natürlich gewisse Erwartungen. Und tatsächlich scheinen so manche Szenen und Charaktere der 2009er Erfolgskomödie entliehen worden zu sein: Melissa McCarthys Megan erinnert nicht von ungefähr an Zach Galifianakis‘ schrulligen Alan, ohne jedoch dessen Witz zu besitzen. Der restliche Cast bleibt neben der grandiosen Kristen Wiig sowie Maya Rudolph und Rose Byrne (Ellen Parsons, „Damages“) jedoch erstaunlich blass.

Dabei fängt alles so gut an: Man nimmt den Hauptcharakteren tatsächlich ab, dass sie seit Jahren befreundet sind. Sie wirken sympathisch und echt. Männergeschichten scheinen zudem mit einer gewissen Ironie betrachtet zu werden. Dann kommt jedoch die anstehende Hochzeit ins Spiel und plötzlich wird nahezu jedes RomCom-Klischee erfüllt – und das leider ohne jegliche ironische Distanz. In Kombination mit größtenteils unnötigem Fäkalhumor wirkt das alles ein wenig unausgegoren. Ehrlich gesagt kann ich es auch nicht als Befreiungsschlag des weiblichen Humors sehen, wenn sich dieser auf das Niveau dutzender 08/15-Komödien herablässt. Sorry.

Doch genug kritisiert, denn der Film hat auch seine guten Seiten: Das Ensemble ist wahrlich famos und es macht Spaß Kristen Wiig und Co. bei ihren Katastrophen zuzusehen. Besonders ihre Szenen mit Chris O’Dowd (Roy, „The IT Crowd“) fand ich herrlich. Toll gespielt und einfach sympathisch. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Auch der restliche Film birgt einige Lacher, was über die viel zu lange Laufzeit von 125 Minuten jedoch zu wenig ist. Man merkt einigen Szenen auch an, dass sie improvisiert sind – und so nett diese für sich genommen auch sein mögen, im Kontext des Films sind sie einfach nur irritierend lang. Eine Kürzung auf 90 Minuten hätte dem Film gut getan.

Letztendlich hatte ich eine vergnügliche Zeit mit den Brautjungfern. Ich mochte Kristen Wiigs Charakter und ihre Ausbrüche. Auch Chris O’Dowd war wie immer eine Freude und selbst Melissa McCarthy hatte ihre Momente. Das formelhafte Drehbuch und der unfokussierte Schnitt haben dem Film jedoch einiges von seinem Potential genommen. Mehr als nett ist leider nicht drin: 6/10 Punkte.

Media Monday #123

Nachdem es vergangene Woche noch ein paar goldene Oktobertage gab, startet der November wie man es von ihm erwartet: kalt, grau und nass. Glücklicherweise bringen die aktuellen Fragen des Medienjournals ein wenig Licht ins Dunkel. Packt also lieber die Koffer und lasst euch von meinen Antworten auf eine Reise in die farbenfrohe Welt des Films entführen…

media_monday_123

  1. Halloween ist vorbei. Als nächstes freue ich mich auf Filme zum Thema Weihnachten, weil thematisch zugehörige Filme, wie „Schöne Bescherung“ oder „Kevin: Allein zu Haus“, für mich jedes Jahr die besinnliche Zeit einläuten.
  2. Ich wollte auf meinem Blog ja auch schon immer einmal täglich einen Film besprechen, aber das Leben, das Universum und der ganze Rest machen mir da seit jeher einen Strich durch die Rechnung.
  3. Am vergangenen Wochenende habe ich es tatsächlich einmal wieder geschafft zwei Filme zu schauen: „The Frighteners“ im Director’s Cut und „Premium Rush“ (siehe Frage 7).
  4. Woody Allen ist ein Regisseur, mit dem ich mich – ein paar unbewusste TV-Sichtungen und „Midnight in Paris“ einmal ausgenommen – bisher noch kaum befasst habe.
  5. Am Wochenende lange ausschlafen fand ich früher richtig gut, aber jetzt nicht mehr, weil ich nach 4 Stunden Schlaf lieber über die wichtigen Dinge des Lebens diskutiere: ‚Warum gehst du heute nicht arbeiten?‘ oder ‚Ich mag aber kein Frühstück. Wann ist Abend? Gibt es dann Abendbrot?‘ usw.
  6. Es gibt viel zu viele Serien, denn zum Beispiel „Frasier“ hätte ich gerne schon immer mal sehen wollen, aber dann müsste ich zuvor auch „Cheers“ noch komplett schauen und wenn man schon bei Sitcom-Klassikern ist, müsste man noch… (ihr seht, was mich bisher davon abgehalten hat).
  7. Mein zuletzt gesehener Film war „Premium Rush“ und der war wirklich unterhaltsam, weil er einen Actionfilm in einem ungewohnten Setting erzählt.

Premium Rush (2012)

Heute Abend fiel die Wahl auf einen Film, dessen Setting allein interessant genug klang, um mich zum Reinschauen zu bewegen. David Koepps „Premium Rush“ spielt im Milieu von New Yorker Fahrradkurieren – und das dürfte bisher wohl einzigartig sein. Leider kann man dies heute nur noch selten behaupten und so war ich gespannt, was der Film neben seinem außergewöhnlichen Setting sonst noch zu bieten hat…

premium_rush

Zunächst einmal hat mich der gesamte Film seltsamerweise an eine Luc Besson-Produktion erinnert. Die Art die Geschichte zu erzählen, die kompakte Handlung, die teils überzeichneten Bösewichte, die CGI-Effekte – all dies erinnert an die neueren Actionfilme des Franzosen. Doch es steckt nicht Luc Besson hinter „Premium Rush“, sondern David Koepp, der sich seinerseits – zumindest gefühlt – für alle Drehbücher der erfolgreichsten Blockbuster der letzten 20 Jahre verantwortlich zeichnet: „Jurassic Park“, „Mission: Impossible“, „Spider-Man“, „Illuminati“ usw.

Der Film ist von der ersten Sekunde an mitreißend und auf Action ausgelegt. Fahrradkurier Wilee (toll gespielt von Joseph Gordon-Levitt) muss einen kritischen Brief von A nach B bringen und wird dabei von einem zwielichtigen Polizisten (Michael Shannon) verfolgt. Viel mehr gibt es zur Handlung eigentlich nicht zu sagen, auch wenn diese ideenreich in verschiedenen Zeitebenen erzählt wird. Alles dazwischen ist eine einzige Verfolgungsjagd, die – ein paar zu offensichtliche CGI-Seqzenzen einmal ausgenommen – wirklich atemberaubend inszeniert ist.

Leider jedoch gibt in der Geschichte selbst zu viele Ungereimtheiten, die verhindern, dass „Premium Rush“ für mehr als einfache Unterhaltung wahrgenommen werden könnte. Auch die Atmosphäre des Films schwankt ein wenig unentschlossen zwischen Actionkomödie (z.B. alle Szenen mit dem Fahrradpolizisten) und fast schon verstörendem Gangsterfilm (z.B. diverse Szenen mit Michael Shannon). Auch der eigentliche Auslöser für die Kurierfahrt schien mir ein wenig weit hergeholt.

Die 90 Minuten des Films verfliegen nur so und für eine einmalige Sichtung kann ich den Film nur jedem ans Herz legen. Zudem ist es wirklich erfrischend, Verfolgungsjagden mit Fahrrädern und nicht mit hochgezüchteten Autos zu sehen. Ein perfekter Feierabendfilm, auch am Wochenende: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (270)

Ein langes Wochenende – und dennoch war es gar nicht so einfach einen Lauftermin zu finden. Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt, als die Kinder kurzfristig beschäftigt waren, und bin bei gefühlten 99,98% Luftfeuchtigkeit zu einer längeren Laufrunde aufgebrochen.

Distance: 10.35 km
Duration: 01:02:13
Avg Speed: 9.98 km/h
Avg Pace: 6:00 min/km
Energy: 829 kcal

Heute empfand ich das Laufen wieder einmal als extrem anstrengend. Zum einen hatte die Strecke viele unschöne Steigungen, zum anderen machen sich so langsam die kurzen Nächte bemerkbar. Unser Zappelinchen hat nämlich das Konzept der Zeitumstellung irgendwie noch nicht so ganz verstanden und erklärt jeden Morgen die Nacht um 5:00 Uhr für beendet. Wir arbeiten daran…

Im ersten Ohr: Der Game One-Plauschangriff: Riddick
Im zweiten Ohr: Nerdtalk Episode 319