Wildpark Schloss Tambach: Greifvögel

In der Woche nach Ostern haben wir meinen Urlaub genutzt, um mit der ganzen Familie ein paar Ausflüge zu machen. Unter anderem ging es in den Wildpark Schloss Tambach, wo es auch eine Greifvogel-Flugshow gab. Aufgrund des Wunsches eines gewissen Herren Wortman gibt es somit einmal wieder einen Eintrag in der verwaisten Fotografie-Kategorie… 🙂

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Der Tierpark ist sehr schön angelegt, doch war das Wetter zu Beginn unserer kleinen Wanderung ziemlich nass und kalt. Die Tiere haben sich dadurch nicht stören lassen.

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Media Monday #249

Mit einem frühlingshaften Sonntag ging gestern eine viel zu kurze Urlaubswoche zu Ende: Wir haben viel unternommen, waren in einem weiter entfernten Wildpark (Fotos folgen vielleicht noch) und haben ein Freizeitbad besucht. Auch das Ende der Fastenzeit habe ich ausführlichst zelebriert, was für meine aktuellen Laufbemühungen vermutlich ein wenig kontraproduktiv war. Die aufgrund von technischen Problemen leicht verspäteten Fragen des Medienjournals markieren somit den Schlusspunkt meines Urlaubs und lassen mich wehmütig zurückblicken: Was ich popkulturell in der vergangenen Woche so alles erlebt habe, könnt ihr meinen Antworten entnehmen…

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  1. Weil es heute so schön passt: Bei technischen Problemen mit meinem Blog wende ich mich an die WordPress-Community – das hat bisher gut geklappt, auch wenn ich bisher glücklicherweise nur wenige Probleme hatte.
  2. „Das Relikt: Museum der Angst“ wird – wie ich finde – seiner Vorlage absolut nicht gerecht, da einer der beiden Hauptcharaktere weggelassen wurde (als losgelöster Film funktioniert er dennoch sehr gut).
  3. Davon ausgehend, dass ich heute über 800 E-Mails in meinem beruflichen Postfach hatte, scheint der Urlaub schon wieder viel zu lange vorbei zu sein.
  4. Alles redet über Batman und Superman. Ich für meinen Teil zeige kein Interesse daran und habe lieber Spike Jonzes fantastischen „Her“ nachgeholt.
  5. Müsste ich euch mal so ein richtig tolles Buch empfehlen, dann wäre das immer noch „Replay – Das zweite Spiel“ von Ken Grimwood.
  6. Während ich beispielsweise „Bang Boom Bang“ richtiggehend großartig fand, konnten mich spätere Werke von Peter Thorwarth (z.B. „Nicht mein Tag“leider nicht annähernd so überzeugen, weil sie nicht mehr diese perfekte Mischung aus Krimi, Komödie und Lokalkolorit hinbekommen haben.
  7. Zuletzt habe ich „Zoolander“ gesehen und das war allerhöchste Zeit, weil mir die Unkenntnis dieses Komödienjuwels schon öfter vorgehalten wurde.

Run, Fatboy, Run (355)

Als ich heute morgen das erste Mal auf die Temperatur geschaut habe, hatte es 5 °C und war bewölkt. Eine halbe Stunde später hatte es schon 9 °C und die Sonne brach durch die Wolken. Somit habe ich mich zum ersten Mal in diesem Jahr für die kurze Laufhose und ein langärmliges Laufshirt  entschieden. Als ich dann unterwegs war, kam die Sonne richtig durch und ich hätte mir selbst die langen Ärmel sparen können. Es wird Frühling. Juhu!

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Distance: 10.80 km
Duration: 01:04:04
Elevation: 119 m
Avg Pace: 5:55 min/km
Avg Speed: 10.11 km/h
Heart Rate: 170 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 940 kcal

Zum heutigen Lauf bin ich mit dem Auto angereist und habe es am Ziel unseres für heute Nachmittag geplanten Spaziergangs abgestellt. Die Kinder werden froh sein, nicht wieder zurücklaufen zu müssen. Somit konnte ich zwei Strecken kombinieren, was zu einer netten, neuen Route geführt hat. Allerdings musste ich zwei Fotopausen einlegen, da ich drei Rehe auf einem Feld gesehen habe. Leider sind sie dann geflüchtet als ich zu nahe kam. Auf jeden Fall bin ich mit meiner Laufwoche sehr zufrieden: Ich war vier mal unterwegs und habe knapp über 45 Kilometer bezwungen. Morgen ist der Urlaub vorbei und es steht gleich eine Woche mit sechs Arbeitstagen an – da werde ich schon froh sein können, wenn ich zwei Läufe unterbringe…

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 32: Interview Arne Gabius

Zoolander (2001)

Nachdem mir der Film schon seit geraumer Zeit ans Herz gelegt wird, habe ich heute endlich eine der großen Lücken meines Filmwissens geschlossen – und was soll ich sagen? Ben Stillers „Zoolander“ ist wahrlich ein ganz spezielles Werk. Normalerweise verzichte ich beim Filmschauen auf Alkohol, doch hier hat das Bier vermutlich geholfen und eine größere feuchtfröhliche Runde hätte dem Erlebnis gut getan. Doch auch alleine (meine bessere Hälfte hat irgendwann das Heil im Schlaf gesucht) hatte ich erstaunlich viel Spaß mit diesen männlichen Supermodels…

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Wenn ich „Zoolander“ in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre dies: albern. Und das ist nicht einmal negativ gemeint. Mich hat der Film an ein anderes Werk Stillers erinnert, nämlich „Tropic Thunder“, das ähnlich überdreht inszeniert ist. Feine Satire sollte man hier nicht erwarten, wenngleich die Modewelt auch treffsicher aufs Korn genommen wird. Die Autoren nehmen ihren Film und seine Figuren zu keiner Sekunde ernst und verarbeiten selbst brisante Themen, wie Kinderarbeit oder Bulimie, zu plattesten Gags. Das alles könnte gehörig nach hinten losgehen, doch ist die Großfamilie Stiller (neben Ben spielen auch sein Vater Jerry Stiller und seine Frau Christine Taylor tragende Rollen) dabei so unglaublich sympathisch, dass man über so manche Albernheit hinwegschaut und sich ganz der debilen Geschichte hingibt.

Neben Ben Stiller als titelgebender Derek Zoolander überzeugen vor allem Owen Wilson als Gegenspieler Hansel sowie Will Ferrell als Bösewicht Mugatu. Dazu kommen unzählige Gastauftritte (u.a. David Bowie), woraus der Film auch einiges an Unterhaltungswert zieht. Die Geschichte selbst ist unglaublich platt, doch nicht frei von komischem Potential. All das fügt sich zu einer absurden Mischung zusammen, die irgendwie funktioniert. Und wem das noch nicht reicht, der darf sogar Donald Trump bei einem Gastauftritt bewundern.

Auch wenn ich das Kultpotential von „Zoolander“ noch nicht komplett verstehe, so wurde ich über knapp 90 Minuten doch ziemlich gut unterhalten. Das Timing sitzt meistens und die Gags zünden größtenteils. Der Film wirkt zudem noch sehr in den späten 90ern bzw. frühen 2000ern verankert, was ihn aus heutiger Sicht – immerhin 15 Jahre später – doch sehr sympathisch macht. Durchaus den einen oder anderen Blick wert: 7/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (354)

Als wir gestern Nachmittag vom Schwimmbad gekommen sind, hatte es 22 °C und strahlenden Sonnenschein. Wir sind in unseren dicken Jacken fast eingegangen. Somit war ich guter Dinge, dass heute erstmals meine kurze Laufkleidung zum Einsatz kommt. Pustekuchen. Es gab dicke Wolken und kalten Wind bei 5 °C – und da soll man nicht verrückt werden:

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Distance: 13.08 km
Duration: 01:19:59
Elevation: 95 m
Avg Pace: 6:06 min/km
Avg Speed: 9.81 km/h
Heart Rate: 173 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 1141 kcal

Eigentlich wollte ich heute nur einen kurzen Lauf absolvieren. Aufgrund des Wetters war ich auch nicht sonderlich motiviert, doch dann wurden es doch wieder gut 13 km. Die Zeit konnte ich leider nicht verbessern. Vielleicht sollte ich doch nicht immer ganz nüchtern – also ohne Frühstück – laufen gehen. Vielleicht liegt es aber auch am kaum vorhandenen Training der vergangenen Wochen. So oder so bin ich froh noch einen langen Lauf untergebracht zu haben, bevor nächste Woche der Alltag wieder Einzug hält – und das Wochenende kommt ja noch… 🙂

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 31: Wir sind 2016!

Her (2013)

Zu Beginn meines Osterurlaubs hatte ich mir vorgenommen jeden Tag einen Film zu sehen. Da ich selbst wusste, dass dies äußerst unrealistisch sein würde, habe ich die Anzahl auf die Hälfte meiner Urlaubstage reduziert: fünf Filme sollten es also werden. Am achten Abend habe ich mit „Her“ nun meinen ersten Film gesehen. So ist das eben manchmal mit den Plänen. Und selbst diese Filmsichtung stand auf wackligen Beinen, haben wir doch den ganzen Tag in einem Freizeitbad verbracht und sind alle entsprechend müde. Ich habe als einziger länger als 20 Uhr durchgehalten und konnte den Film somit entsprechend genießen. Wenn auch allein. Wie passend…

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Was für ein wundersamer Film. Eine klassische Liebesgeschichte, wie man sie schon dutzende Male gesehen hat. Eine Utopie (oder Dystopie, darüber ließe sich trefflich streiten), welche unsere heutige Kommunikationswelt konsequent in die Zukunft trägt. Dann ein formal perfekt ausgestatteter Bilderrausch, der uns mit seiner seltsam retro-urbanen Ästhetik verführt. Spike Jonze („Wo die wilden Kerle wohnen“) zieht einmal mehr alle Register und drückt dieser ungewöhnlichen Geschichte so gekonnt seinen Stempel auf, dass man sich keine andere Inszenierung vorzustellen vermag. Da Jonze auch das Drehbuch geschrieben hat, wirkt „Her“ wie aus einem Guss, was beeindruckt aber auch leicht artifiziell wirkt. Sehr passend für diese Geschichte.

Was will uns „Her“ nun sagen? Dass wir alle zu sehr unsere zwischenmenschlichen Kontakte vernachlässigen und eine Beziehung mit unserem Smartphone führen? Ich vermute nicht – und doch kann man auch diesen wenig subtilen Aspekt in der Geschichte wiederfinden. Es geht um das große Thema Liebe, die Bedeutung von Körperlichkeit und – wenn man so will – Seelenverwandtschaft. Ebenso spielt das Thema Künstliche Intelligenz natürlich eine große Rolle und es ist wahrlich erfrischend zu sehen, dass man nicht plötzlich einen allwissenden virtuellen Stalker präsentiert bekommt, der unserer Hauptfigur das Leben zur Hölle macht. Oder Skynet auf kleinerem Level. Nein, Jonze bleibt seinem Thema treu und opfert die spannende Prämisse nicht dem billigen Effekt.

Auch wenn so manche Szene befremdlich wirken mag, schaffen es Joaquin Phoenix und Scarlett Johansson perfekt ihrer Beziehung einen emotionalen Kern zu verleihen. Gekonnt nimmt sich Jonze der Absurdität an und überträgt diese auch auf andere Bereiche dieser Retro-Zukunft (z.B. Theodores Beruf als Briefautor). Insgesamt wirkt „Her“ auf mich wie ein kunstvoll inszeniertes Kaleidoskop an Ideen und Ansätzen, das in eines der klassischsten Genres gegossen wurde. Ein ganz besonderer Film, der auf jeden Fall einer Zweitsichtung bedarf, damit ich auch seine wahre Wirkung auf mich entschlüsseln kann : 8/10 Punkte.

Blogparade: Die 10 besten Remakes

Es gibt eine neue Blogparade! Ma-Go Filmtipps möchte die 10 besten Remakes von uns wissen. Obwohl ich Remakes nicht prinzipiell abgeneigt bin, ist dies doch eine harte Nuss – zumal Ma-Go Prequels, Sequels oder Reboots ausgeschlossen hat. Auch wenn mir ganz spontan nur wenige gute Remakes eingefallen sind, so bin ich durch ein wenig nachdenken doch auf gut zehn Stück gekommen.

Hier nun also meine Top 10 der besten Remakes und das wie immer in alphabetischer und nicht in wertender Reihenfolge (das Original wird stets auch genannt):

  1. „Dawn of the Dead“ (2004) | „Zombie“ (1978)
  2. „Die Feuerzangenbowle“ (1944) | „So ein Flegel“ (1934)
  3. „Die glorreichen Sieben“ (1960) | „Die sieben Samurai“ (1954)
  4. „Invasion vom Mars“ (1986) | „Invasion vom Mars“ (1953)
  5. „King Kong“ (2005) | „King Kong und die weiße Frau“ (1933)
  6. „Let Me In“ (2010) | „So finster die Nacht“ (2008)
  7. „Ring“ (2002) | „Ring“ (1998)
  8. „Verblendung“ (2011) | „Verblendung“ (2009)
  9. „Krieg der Welten“ (2005) | „Kampf der Welten“ (1953)
  10. „True Lies“ (1994) | „Der Joker und der Jackpot“ (1991)

Nun seid ihr dran:

  • Liste die 10 besten Remakes auf.
  • Verzichte dabei auf Prequels, Sequels oder Reboots.
  • Erstelle einen Beitrag in deinem Blog und verlinke auf diesen und den Ursprungsartikel.
  • Ende der Parade ist der 10. April 2016.

Die letzten 10 Blogparaden:

Run, Fatboy, Run (353)

Da ich diese Woche noch Urlaub habe, wollte ich gleich früh aufstehen und mich zu einem längeren Lauf aufmachen. Das hat auch geklappt, doch leider hat es nach knapp 500 Metern bereits ziemlich zu regnen begonnen – und dieser Regen sollte auch für die restlichen 13 Kilometer nicht aufhören. Nässe und Kälte waren weniger das Problem, doch die eingeschränkte Sicht hat mich dann doch ziemlich genervt. Die Freuden des Brillenträgers:

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Distance: 13.53 km
Duration: 01:21:57
Elevation: 118 m
Avg Pace: 6:03 min/km
Avg Speed: 9.91 km/h
Heart Rate: 169 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 1179 kcal

Nach dem Hundedebakel beim letzten Lauf, habe ich mich dieses Mal für eine Strecke entschieden, bei der ich einfach die Straßenseite wechseln kann. Schon doof, dass der Klügere immer nachgibt. Ich hatte einfach keine Lust, mich bei diesem Regenwetter in irgendwelche Büsche schlagen zu müssen. Somit ging es größtenteils auf Asphalt dahin, was bei dem Wetter vielleicht ohnehin die bessere Wahl war. Meine Füße blieben bis kurz vor dem Ziel relativ trocken und ich war ganz gut unterwegs. Bei Kilometer zehn hatte ich auch noch einen Schnitt von unter 6 min/km, doch die letzte Steigung hat mich dann zerbröselt. Dennoch bin ich froh einmal wieder einen längeren Lauf angegangen zu sein. Wer weiß? Vielleicht raffe ich mich diese Woche ja noch ein drittes Mal auf…

Im ersten Ohr: FatBoysRun – Episode 30: FatBoysTrain mit Rafael Nr. 1
Im zweiten Ohr: Sneakpod #428 – Eddie the Eagle

The Affair – Season 1

Da ich zurzeit ein wenig mit der siebten Staffel von „The X-Files“ hadere, haben wir spontan eine neue Serie eingeschoben. Von „The Affair – Season 1“ hörte ich erstmals im „Fortsetzung folgt“-Podcast, wo die Serie sehr positiv besprochen wurde. Weiterhin gibt es mit Dominic West einen „The Wire“-Alumni, den ich gerne einmal in einer anderen Rollen sehen wollte. Und da die ganze Affäre auch noch bei Amazon Prime in der Flatrate verfügbar ist, musste ich mich nicht zweimal bitten lassen…

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Müsste ich die Serie in einem Satz beschreiben dann würde dieser wohl lauten: Man nehme „True Detective“, reduziere die Krimi-Handlung auf ein Minimum und ergänze ganz viel Drama. Nanu, eine Verwandtschaft zu dem Krimi-Überflieger der letzten Jahre? Tatsächlich, denn auch „The Affair“ baut stark auf den unzuverlässigen Erzähler bzw. nimmt ganz gezielt zwei personale Erzählperspektiven ein. In Kombination mit der Verhörsituation liegt der Vergleich auf der Hand, auch wenn die weiteren Details der Geschichte ganz andere thematische Schwerpunkte bedienen: Im Zentrum der Handlung steht die titelgebende Affäre, die der Auslöser für eine Vielzahl an Ereignissen ist, welche sich im Laufe der Staffel entwickeln.

Letztendlich ist „The Affair“ ein Familiendrama mit gewissen Krimi-Anleihen. Man erlebt als Zuschauer abwechselnd die Perspektiven der beiden an der Affäre beteiligten Personen: Noah Solloway ist ein glücklich verheirateter Familienvater, der unter Erfolgsdruck und gewissen an ihn gerichteten Erwartungen leidet. Er wird von Dominic West gespielt, der nach „The Wire“ erneut eine absolut überzeugende Leistung abliefert. Alison Bailey ist ebenfalls verheiratet und hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich, den sie noch nicht verarbeiten konnte. Ruth Wilson ist das perfekte Gegenstück zu Dominic West. Die Chemie ist ab der ersten Szene vorhanden und bildet die Grundlage für die gesamte weitere Geschichte.

Mit Maura Tierney und Joshua Jackson (Peter Bishop, „Fringe“) sind auch die Partner der beiden Ehebrecher famos besetzt, was tatsächlich auch ein Qualitätsmerkmal der Serie ist: Es ist schwierig eine eindeutige Position einzunehmen. Natürlich ist es falsch, was Noah und Alison begonnen haben, doch in individuellen Szenen kann man es als Zuschauer gut nachvollziehen: Die Hintergrundgeschichten der Charaktere entfalten sich Folge für Folge und man weiß, wie sehr Alison leidet und versteht auch Noahs Faszination für sie. Oft ist die innere Zerrissenheit fast körperlich spürbar und speziell Alisons persönliche Geschichte hat mich oft wirklich mitgenommen. „The Affair“ ist somit keine leichte Serie, sondern ein oft schweres Drama, das in seinen schwächsten Momenten zu sehr auf emotionalen Effekt setzt, in seinen stärksten Szenen dafür unglaublich packend und mitreißend erzählt ist.

Meine Erwartungen an „The Affair“ waren hoch und tatsächlich konnten sie erfüllt werden. Die Serie ist großartig erzählt, bietet viele interessante Figuren und beinahe noch mehr Wendungen. Einzig so manche Charakterentwicklung konnte ich nicht so recht nachvollziehen (z.B. warum die Ehefrau den Mann so unbedingt zurück haben will, nachdem dieser bereits zweimal ihr Vertrauen missbraucht hat). Letzten Endes ist der Sog, den die Geschichte ausstrahlt aber so stark, dass man sich ihr so oder so nicht entziehen kann. Höchst unterhaltsames, manchmal sehr bedrückendes und zugleich spannendes Serienkino mit fantastischen Schauspielern: 8/10 (8.4) Punkte.

Run, Fatboy, Run (352)

Nach einem kalorienreichen Ostersonntag, habe ich mich heute gleich früh morgens zu einem Lauf aufgemacht. Anfangs war es noch bewölkt und nass, doch mit der Zeit ist die Sonne durch die Wolken gebrochen, so dass mein idyllischer, einsamer Waldweg mit pittoresken Lichtflecken gesprenkelt war:

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Distance: 7.85 km
Duration: 00:47:24
Elevation: 87 m
Avg Pace: 6:02 min/km
Avg Speed: 9.94 km/h
Heart Rate: 178 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 680 kcal

Nun zum negativen Teil des Laufes, den von mir verhassten Hundehaltern. Kinder und harmoniebedürftige Leser sollten jetzt den Tab schließen: Da kann sich die fette Kuh kaum selbst vorwärts bewegen, geschweige denn genügend Puste aufbringen, um ihrem Kampfhund(!) im Notfall irgendwie einzufangen – aber ich als Läufer muss über einen Graben in die Büsche springen, weil der wandelnde Klops nicht die geringsten Anstalten macht ihren auf mich zu jagenden Köter bei sich zu behalten. Die anderen drei Hundehalter, die mir noch begegnet sind, habe ich dann schon lautstark darauf aufmerksam gemacht ihre Hunde heranzuholen. Dies wurde mit viel Augenrollen und der Frage nach dem Warum quittiert. Ich hätte gute Lust es darauf ankommen zu lassen und ihnen im Falle eines Falles in ihre debil glotzende Fresse zu schlagen. Dürfte dann ja auch nicht schlimmere Körperverletzung sein, als so ein Hundebiss. Mensch, was bin ich gut drauf. Natürlich habe ich auch exakt 200 Meter verloren, was mir meine Zeit verhagelt hat. Bei TomTom kann ich die Strecke auch nicht nachträglich editieren. Die erste Hälfte des Laufes war dennoch schön – und nun schlucke ich den Ärger runter und genieße meinen Ostermontag.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 29: Interview Jan Fitschen