Run, Fatboy, Run (640)

Heute war ein Tag, an dem ich nicht hätte laufen gehen sollen. Ich habe mich sowohl körperlich als auch geistig ausgelaugt gefühlt. Eine wichtige Präsentation, die ich heute gehalten habe, hat mir letzte Nacht den Schlaf geraubt. Auch davon abgesehen war der Tag sehr anstrengend. Warum dann trotzdem laufen? Weil die nächsten zwei Abende schon komplett verplant sind. Also raus. Hilft ja nix!

Dunkel und mit -1 °C eiskalt. Brrrr.

Dunkel und mit -1 °C eiskalt. Brrrr.

Distance: 6.12 km
Duration: 00:37:24
Elevation: 40 m
Avg Pace: 6:06 min/km
Avg Speed: 9.8 km/h
Heart Rate: 169 bpm
Stride Frequency: 150 spm
Energy: 528 kcal

2019: 387 km
Dezember: 12 km

Entsprechend meiner körperlichen Verfassung bin ich heute nur sehr schleppend vorangekommen. Ich war auch wieder langsamer unterwegs als beim guten letzten Lauf am Sonntag. Aber ist halt so. Immerhin war ich draußen und die 400 km rücken in greifbare Nähe. 💪

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 177: Jahresplanung

Chernobyl – Die komplette Serie (2019)

Inzwischen ist der Hype um die Miniserie fast schon wieder verflogen. Höchste Zeit also, dass auch ich mich endlich der Sichtung von „Chernobyl“ widme. Aufgrund der extrem positiven Kritiken, waren die Erwartung hoch. Sehr hoch. Fast schon nicht mehr messbar. Wie die alles zerstörende Strahlung. Ob auch mich die Serie außergewöhnlich stark mitreißen konnte und somit zur besten Serie aller Zeiten wurde, lest ihr in der folgenden Besprechung… ⚡⚛⚡

Chernobyl (2019) | © Polyband

Chernobyl (2019) | © Polyband

Meine persönlichen Erinnerungen an Tschernobyl

Ich kann mich noch recht gut an die Katastrophe von Tschernobyl erinnern. Damals war ich 5 Jahre alt und weiß noch ziemlich genau, wie geschockt meine Eltern waren. Natürlich habe ich die Hintergründe nicht genau verstanden, doch es war für mich das auslösende Ereignis, warum ich Atomkraft bis heute extrem kritisch sehe. Akut hat es für mich damals bedeutet, nicht zum Spielen nach draußen zu dürfen. Schon gar nicht in den Sandkasten. Noch Jahre danach ist das Thema immer wieder dann aufgekommen, wenn Pilze auf dem Speiseplan standen, da gewisse Pilzarten bis heute radioaktiv belastet sind. Das Unglück von Tschernobyl gehört zu meinen spezifischen Kindheitserinnerungen, genauer auseinandergesetzt habe ich mich damit jedoch nie.

Mein Bezug zu der Katastrophe war demnach entsprechend diffus und sehr durch meine persönliche Perspektive geprägt. Spätestens mit dem Unglück von Fukushima sind die Erinnerungen wieder präsenter geworden. Nun also die Katastrophe in einer mehr oder minder leicht verdaulichen Unterhaltungsserie. Wer hätte gedacht, dass dieser Ansatz so gut funktioniert? Und können wir in Zukunft noch mehr Katastrophen in Serienform erwarten? Oder ist „Chernobyl“ besonders, weil die Katastrophe so sehr in unserem kollektiven Bewusstsein verankert ist?

Real wirkender Katastrophen-Horror

Mich erinnert die dramaturgische Aufbereitung der Katastrophe ein wenig an David Simons „The Wire“. Zwar gibt es Personen, die im Fokus der Geschichte stehen, jedoch werden in den unterschiedlichen Episoden stets neue Perspektiven eingebracht. Wenn sich in der zweiten Staffel von „The Wire“ der Fokus z.B. auf den Hafen von Baltimore verlagert, nimmt sich „Chernobyl“ in der vierten Episode den Liquidatoren an, die in der verstrahlten Zone die Tiere erlegen. In einer anderen Episode stehen u.a. die Bergbauarbeiter im Mittelpunkt, welche die Sicherungsmaßnahmen gegen die Kontamination des Grundwassers durchführen. Eine Wahl haben sie nicht.

Durch diese erzählerische Vielfalt bekommen wir als Zuschauer ein gutes Gesamtbild über alle Elemente der Katastrophe. In der letzten Episode läuft schließlich alles zusammen, es gibt endlich Erklärungen und auch emotional wird die Geschichte noch einmal verarbeitet. Gerade die dokumentarischen Aufnahmen der letzte 10 Minuten haben mich so richtig mitgenommen. Wahnsinn. So sehr sogar, dass ich mich gefragt habe, ob eine Doku-Serie nicht der noch gelungenere Weg hätte sein können, um sich dem Unglück von Tschernobyl retrospektiv zu nähern. Gefilmtes Material scheint ja ausreichend vorhanden zu sein.

Fazit

Es ist nicht wirklich überraschend, dass auch mich „Chernobyl“ sehr gepackt hat. Zweifellos eine beeindruckende Serie. Aber die beste Serie aller Zeiten? Soweit würde ich nicht gehen. Einige Szenen schienen mir doch sehr dramaturgisch aufbereitet, was im Rahmen einer TV-Serie natürlich Sinn macht. Gerne hätte ich eine ausführliche dokumentarische Aufarbeitung des Themas gesehen. Jedoch ist „Chernobyl“ auch als inszeniertes Drama eine herausragende Serie, die in ihrem Genre alles aus der tragischen Geschichte herausholt. Sehr empfehlenswert: 9/10 (9.2) Punkte.

Media Monday #440

Das erste Adventswochenende liegt hinter uns. Es war recht entspannt und dennoch fühle ich mich nicht sonderlich erholt. Die kommenden drei Wochen haben es so richtig in sich und ich befürchte am 21. Dezember einfach umzufallen (wäre ja nicht das erste Mal). Aber okay. Ist ja schließlich jedes Jahr so. Die ruhige Zeit. Wenden wir uns also etwas Positiverem zu, sprich den aktuellen Fragen des Medienjournals, die uns heute schon einmal schön auf die Vorweihnachtszeit einstimmen… 🕯

Media Monday #440

  1. In der nun startenden Vorweihnachtszeit ist die Sichtung von „Schöne Bescherung“ mit der ganzen Familie auf alle Fälle Pflicht, schließlich ist das die wichtigste (und da gibt es ja wohl keinen Zweifel) Tradition überhaupt.
  2. Und bevor das Jahr zu Ende ist, will ich auf alle Fälle noch den siebten und letzten Teil meines Urlaubsberichts unserer Reise in die Niederlande veröffentlichen.
  3. Mehr Zeit könnte ich mir ja auch gut als Weihnachtspräsent vorstellen, schließlich ist Zeit das wertvollste Gut überhaupt (neben Gesundheit).
  4. Erst einmal hoffe ich aber, überhaupt Zeit zu finden um all die Dinge (sowohl beruflicher als auch privater Natur) erledigen zu können, die dieses Jahr auf jeden Fall noch fertig werden müssen.
  5. Dieses Jahr zumindest auf 80 gesehene und besprochene Filme zu kommen wäre ja wirklich toll, wobei das momentan durchaus noch drin ist, schließlich habe ich am Wochenende mit „Operation: Overlord“ und „Ein Krokodil und sein Nilpferd“ bereits den 68. und 69. Film in diesem Jahr gesehen.
  6. Einmal nur wünsche ich mir für den vor uns liegenden Dezember, dass neben all den bereits geplanten Dingen nicht auch noch etwas Ungeplantes über uns hereinbricht.
  7. Zuletzt habe ich die ersten 6 km im Dezember gelaufen und das war dringend nötig, weil ich es aufgrund von Erkältungen im November nur auf 35 km gebracht habe.

Auch ich bin nicht komplett dem Black Friday entkommen und habe speziell bei den Blu-ray-Mediabooks zugeschlagen (mehr Einblicke dieser Art finden sich auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (639)

Nachdem mich letzte Woche schon wieder eine Erkältung außer Gefecht gesetzt hatte, war mein Lauferfolg im November mit nur 35 km leider eher bescheiden. Vor dem Wochenende habe ich mich zudem noch gegen Grippe impfen lassen, weshalb Freitag und Samstag als Lauftage auch flach gefallen sind. Heute habe ich mich jedoch wieder einigermaßen gut gefühlt. Da wir zum Adventsbrunch eingeladen hatten, konnte ich mich jedoch erst am späten Nachmittag und somit in der Dunkelheit auf den Weg machen… 🌜⭐

Die klirrende Kälte lässt sich auf dem Bild nur erahnen

Die klirrende Kälte lässt sich auf dem Bild nur erahnen

Distance: 6.19 km
Duration: 00:36:38
Elevation: 39 m
Avg Pace: 5:54 min/km
Avg Speed: 10.1 km/h
Heart Rate: 166 bpm
Stride Frequency: 152 spm
Energy: 535 kcal

2019: 380 km
Dezember: 6 km

Auch wenn es mit gerade mal 0 °C sehr kalt war, kam ich doch gut voran. Tatsächlich war ich mit knapp unter 6er Pace auch schneller unterwegs als geplant. Nun hoffe ich, dieses Jahr noch die 400 km zu knacken. Von den 450 km wage ich vorerst lieber nicht zu träumen… 😬

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 176: Eure Fragen und Eure Themen

Das Krokodil und sein Nilpferd – OT: Io sto con gli ippopotami (1979)

Der letzte Tag im November. Morgen ist der erste Advent. Unglaublich, oder? Somit stand heute noch einmal Plätzchen backen auf dem Programm. Obwohl es dabei recht spät wurde, hatten wir den Kindern einen Filmabend versprochen, bei dem die Wahl ziemlich einheitlich auf „Das Krokodil und sein Nilpferd“ gefallen ist. Ob dieser Spencer/Hill-Streifen ebenso eingeschlagen hat, wie die vergangenen, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🐊🦛

Das Krokodil und sein Nilpferd (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

Das Krokodil und sein Nilpferd (1979) | © 3L Vertriebs GmbH & Co. KG

„Wenn Du mich nochmal duzt, haue ich Dir ’ne Delle in die Gewürzgurke.“

Da „Das Krokodil und sein Nilpferd“ einer der beiden Spencer/Hill-Filme war, die ich bereits auf DVD besessen habe, liegt die letzte Sichtung noch gar nicht so lange zurück. Also nur ca. 15 und nicht 25 Jahre. Als Kind hat der Film zum Standardprogramm gehört, der sich vor allem durch sein exotisches Setting vom restlichen Œuvre des Prügelduos abhebt. Im direkten Vergleich mit den zuletzt gesehenen „Zwei Asse Trumpfen auf“ und „Zwei bärenstarke Typen“ fällt auf, dass die Schlägereien noch mehr im Zentrum stehen und die Geschichte noch reduzierter daherkommt. Der Humor ist dabei allerdings ziemlich absurd, was sich speziell in der Szene rund um das Mittagessen mit Kaviar, Hummer und Co. manifestiert. Die deutsche Übersetzung schien mir auch eine Spur derber als in den anderen Filmen, was vielleicht auch die leicht höhere Freigabe erklärt.

„Das klingt als wenn Du ’ne Dachrinne frisst.“

Die Kinder hatten enorm viel Spaß an dem Film. Das exotische Setting mit den Tieren war hierbei definitiv ein Faktor, doch letztendlich haben erneut die übertriebenen Prügeleien für die größten Lachanfälle gesorgt. Oder die Konfrontation der beiden Helden mit dem Truck samt anschließender Kamikaze-Fahrt rückwärts den Berg hinab. Großartig infantiler Slapstick.

Fazit

Auch wenn „Das Krokodil und sein Nilpferd“ bestimmt nicht der beste Spencer/Hill-Streifen ist, so weiß er doch durch sein exotisches Setting und den teils völlig absurden Humor zu überzeugen. Wir alle hatten enorm viel Spaß mit dem Film: 8/10 Punkte.

Operation: Overlord – OT: Overlord (2018)

Die letzten 24 Stunden waren wahrlich anstrengend. Falls ich diesen Eintrag in einigen Jahren noch einmal lesen sollte, seien als Stichwörter Parkhaus und Zahnspange genannt. Darüber hinaus liegen fünf proppenvolle Arbeitstage hinter mir. Ich konnte das Wochenende demnach kaum erwarten. Für den heutigen Filmabend hatte ich mir „Operation: Overlord“ ausgesucht, der genau das richtige Maß an Aufregung zu versprechen schien. Ob er das auch einhalten konnte?

Operation: Overlord (2018) | © Paramount

Operation: Overlord (2018) | © Paramount

Castle Wolfenstein: The Movie

Bei „Operation: Overlord“ haben wir es mit einem klassischen Genre-Mix zu tun. Wie damals „From Dusk Till Dawn“ oder „The Descent“. Während der ersten Filmhälfte wohnen wir einem etwas überstilisierten Kriegsfilm bei, der ziemlich zur Sache geht und keine Gefangenen macht. Spätestens mit Ankunft in der französischen Kleinstadt lernen wir auch die Charaktere besser kennen, was für den weiteren Verlauf des Films nicht unwichtig ist. Schließlich gilt es in der zweiten Hälfte mit unseren Helden mitzufiebern, während sie Nazi-Zombies zerlegen. Dies ist kein großer Spoiler, macht bereits das Film-Cover sowie die Inhaltsangabe kein Geheimnis um diesen Twist. Dennoch ist es erstaunlich, wie schnell der Film in trashige Gefilde kippt. Und irgendwie passt das ja auch zum Thema. Auch wenn ich die Videospiele, vom damals indizierten „Wolfenstein 3D“ einmal abgesehen, nie gespielt habe, erinnert das Setting doch sehr an das bekannte Spiele-Franchise.

Letztendlich war ich doch positiv überrascht, wie nah man an den Charakteren dran ist. Dies ist jedoch vor allem der ersten Filmhälfte zu verdanken. Später weiß auch der erste Ausflug ins Labor mit verstörenden Bildern zu überzeugen. Danach wird „Operation: Overlord“ leider ein wenig zu platt, actionlastig und vorhersehbar. Macht aber nichts, denn als leicht trashiger Kriegshorror weiß die Geschichte dennoch zu unterhalten. Da braucht man gar nicht zu sehr mäkeln.

Fazit

Schon alleine, dass ich wach geblieben bin, rechne ich „Operation: Overlord“ hoch an. Das hätte heute wahrlich nicht jeder Film geschafft. Wer gerne Genre-Kino mit eher großem Budget und durchaus saftiger Action schaut, der sollte hier ruhig einmal reinschauen. Ich hatte viel Spaß mit den fidelen Nazi-Zombies: 7/10 Punkte.

Die 5 besten männlichen Sidekicks aus Filmen

Nach einer Woche Auszeit, geht es weiter mit Die 5 BESTEN am DONNERSTAG. Nach den fünf besten männlichen Sidekicks aus Serien, sind die Filme an der Reihe. Da gibt es eine große Auswahl! Für wen hättet ihr euch entschieden? 🤔❓

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #154

Das Thema für Ausgabe #154 lautet:

Die 5 besten männlichen Sidekicks aus Filmen

  1. Billy aus „Big“ (1988) – Joshs bester Freund, der ihm mit Rat und Tat bei seinem plötzlichen Ausflug in die Erwachsenenwelt zur Seite steht. Ohne ihn wäre der Film nicht halb so gelungen und er erdet Tom Hanks‘ Charakter in seiner tatsächlichen Lebenswirklichkeit.
  2. Ed aus „Shaun of the Dead“ (2004) – Das Traumteam: Simon Pegg und Nick Frost. Gerade in diesem ersten Film der Cornetto-Trilogie funktioniert ihre Dynamik famos. Wusstet ihr, dass die beiden davor schon in der sehenswerten TV-Serie „Spaced“ zusammen gespielt haben? Unbedingt einmal reinschauen!
  3. Emmett „Doc“ Brown aus „Zurück in die Zukunft“ (1985-1990) – Ist Doc Brown wirklich nur ein Sidekick? Schließlich bringt er die ganze Geschichte ins Rollen. Aber auch dafür sind Sidekicks ja durchaus bekannt. Für mich eine mindestens ebenso wichtige Figur wie Marty McFly. Great Scott!
  4. Maui aus „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ (2016) – Der einzige animierte Sidekick auf dieser Liste. Dafür ein göttlicher Typ, dieser Maui. In seiner Selbstgefälligkeit einfach herrlich und genau der richtige Gegenpol zu Vaiana.
  5. Samweis „Sam“ Gamdschie aus „Der Herr der Ringe“ (2001-2003) – Wohl der Sidekick, auf den sich alle einigen können. Sam ist treu, loyal und stellt das Wohl seiner Gefährten über das eigene. Fast schon übertrieben idealistisch, aber so ist er eben. Unser Sam.

Niederlande 2019 #6: Wasserspaß im Deltapark Neeltje Jans

Inzwischen bin ich tatsächlich soweit, dass unser famoser Sommerurlaub in den Niederlanden nur noch eine blasse Erinnerung ist. Seit gut drei Monaten sind wir wieder zurück und in vier Wochen ist Weihnachten. Somit ist es vielleicht genau der richtige Zeitpunkt, gedanklich zum Wasserspaß im Deltapark Neeltje Jans zurückzukehren. Der erste richtig warme Tag und der letzte, an dem wir einen Ausflug unternommen haben… 🐟🐠🐡

Natürlich hat uns auch hier eine Möwe begrüßt

Natürlich hat uns auch hier eine Möwe begrüßt

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Media Monday #439

Ich hatte mich so unglaublich auf das erste freie Wochenende seit einem guten Monat gefreut und nun ist es schon wieder vorbei. Hmpf. So richtig nutzen konnte ich es auch nicht, denn die Erkältung ist zurück, sprich ich habe ein wenig im Garten gewerkelt, war mit der Familie spazieren, doch kein Lauf im Sonnenschein. Das prangere ich an! Die kommende Woche stresst mich jetzt schon – und dass diverse vorweihnachtliche Termine so langsam mit stets steigendem Arbeitsvolumen kollidieren, macht die Sache nicht einfacher. Doch genug gejammert und ab zu den Fragen des Medienjournals. Wie gestalten sich die Vorwehen der „ruhigen“ Zeit bei euch so? 🎄🙄

Media Monday #439

  1. In Vorbereitung auf die nahende Adventszeit hat meine Familie schon unzählige Plätzchen gebacken, die natürlich alle probiert werden wollten. 🍪🕯
  2. Die Botschaft, die „Zoomania“ einem vermittelt, empfinde ich ja als sehr wichtig und auch am Puls der Zeit, denn Toleranz ist heute leider nicht selbstverständlich.
  3. Manche Klischees sind ja wirklich nicht totzukriegen. Am schlimmsten finde ich die lustige Dicke bzw. den lustigen Dicken, was in „Brittany Runs a Marathon“ wunderbar reflektierend aufgegriffen wird.
  4. John Krasinski ist fernab seiner Filmrollen (zuletzt in der zweiten Staffel von „Tom Clancy’s Jack Ryan“) auch als Regisseur tätig und konnte mit „A Quiet Place“ seinen verdienten Durchbruch feiern.
  5. News aus der Film-Welt sind ja immer mit Vorsicht zu genießen, aber 99% davon sind eh nur Marketing-Bla-Bla.
  6. Die Gestaltung der Schwarzlichtfabrik ist so psychedelisch gewesen, dass ich unzählige Fotos in meinem Blogartikel über den Kindergeburtstag verarbeiten konnte.
  7. Zuletzt habe ich mich wieder ausführlicher mit dem SNES Mini Classic beschäftigt und das war wie eine Reise in die Vergangenheit, weil das SNES die Konsole meiner Kindheit gewesen ist (unten noch ein Buchtipp dazu).

Am Wochenende habe ich viel SNES gespielt und in dem schönen Buch hier geschmökert (mehr Einblicke dieser Art finden sich auf meinem Instagram-Account):

Brittany Runs a Marathon (2019)

Da ich mit „Good Omens“ momentan wieder eine Serie auf Prime Video schaue, ist mir aufgefallen, dass es „Brittany Runs a Marathon“ bereits in das Programm geschafft hat. Der von Amazon produzierte Film war natürlich aufgrund seiner Thematik auf meinem Radar gelandet und so habe ich mich gefreut, dass er so schnell verfügbar ist. Dann einmal die Laufschuhe geschnürt und los…

Brittany Runs a Marathon (2019) | © Amazon Studios

Brittany Runs a Marathon (2019) | © Amazon Studios

Fat-Shaming oder wunderbar motivierend? 🏃‍♀️

Vor über elfeinhalb Jahren habe ich mit dem Laufen begonnen. Damals hatte ich noch gut 15 kg mehr Gewicht auf den Rippen. Zur gleichen Zeit lief „Run, Fatboy, Run“ mit Simon Pegg in den Kinos, ein weiterer Film mit ähnlicher Thematik, der mich damals tatsächlich inspiriert hat. Zumindest was die Benennung meiner inzwischen schon 638 Laufberichte angeht. Nun also gibt es mit „Brittany Runs a Marathon“ einen weiteren Film, der die Macht des Laufens zelebriert und den Laufsport mit unzähligen anderen Veränderungen im Leben in Verbindung bringt. Dabei ist die titelgebende Brittany übergewichtig und pflegt einen eher ungesunden Lebensstil. Keine Ziele, keine Konsequenzen, aber durchaus Spaß am Leben. Leicht hätte die Geschichte in Richtung Fat-Shaming kippen können, doch letztendlich geht es darum, dass Brittany ehrlich zu sich ist, andere in ihr Leben lässt und Verantwortung für sich übernimmt.

„You changing your life was never about losing weight. It was about taking responsibility for yourself.“

(Demetrius zu Brittany)

Die eigentliche Handlung ist größtenteils ziemlich vorhersehbar, aber extrem charmant inszeniert und gespielt. „Brittany Runs a Marathon“ hat sich für mich stark nach einer anderen Amazon-Produktion, nämlich „The Big Sick“, angefühlt – und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen. Auch wenn das Laufen nur ein Katalysator ist, so hatte ich beim finalen Marathonlauf doch Tränen in den Augen. Ja, Laufen kann transformierend sein und das zeigt der Film wunderbar.

Fazit

Wer den Streaming-Dienst nutzt, und gerne mal eine leichte Komödie abseits von RomCom, Fäkalhumor und Co. sieht, dem kann ich „Brittany Runs a Marathon“ nur ans Herz legen. Wenn ihr dazu noch LäuferIn seid (oder es werden wollt), dann schaut unbedingt einmal rein: 8/10 Punkte.