Run, Fatboy, Run (2222)

Was ist zurzeit nur los? Ich bin sooo müde. Ist das schon die Frühjahrsmüdigkeit? Auf jeden Fall ist es mir heute richtig schwer gefallen, in Gang zu kommen. Wortwörtlich. Somit war ich, trotz ähnlicher Rahmenbedingungen, deutlich langsamer unterwegs als noch am Vortag. Das Wetter war aber herrlich! ☀️

Ich bin sooo müde, aber das wäre ich ohne laufen auch

Ich bin sooo müde, aber das wäre ich ohne laufen auch

Distanz: 8.32 km
Zeit: 00:48:27
Anstieg: 62 m
Ø Pace: 5:50 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.3 km/h
Ø Herzfrequenz: 145 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: 5.0 °C
Kalorien: 658 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 65%

2026: 118 km
Januar: 118 km
KW 3: 25 km

Irgendwie hat die Pulsmessung auch nicht so gut funktioniert. Am Anfang war ich deutlich zu niedrig, am Ende deutlich zu hoch. Ich befürchte, dass Letzteres eher der Realität entspricht. Mal sehen, was das Wochenende lauftechnisch so bringt. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod 908 – After the Hunt
Im zweiten Ohr: blink-182

Run, Fatboy, Run (2221)

Zwei Bürotage samt Abendveranstaltung ohne Laufen liegen hinter mir. Da wurde es heute wirklich Zeit. Es ist deutlich wärmer geworden und der Schnee ist weitgehend getaut. Somit hatte ich heute, zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit, wieder Straßenlaufschuhe an. Ein gutes Gefühl.

Der Schnee ist fast weg und ich komme schneller voran

Der Schnee ist fast weg und ich komme schneller voran

Distanz: 8.21 km
Zeit: 00:46:10
Anstieg: 61 m
Ø Pace: 5:37 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.7 km/h
Ø Herzfrequenz: 157 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 5.0 °C
Kalorien: 673 kcal

2026: 110 km
Januar: 110 km
KW 3: 16 km

Insgesamt kam ich wirklich flott voran und habe den Lauf sehr genossen. Da die Feldwege immer noch mit einer Eisschicht bedeckt waren, habe ich mich lieber durch die Stadt aufgemacht. Sicher ist sicher. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod 907 – Wake Up Dead Man
Im zweiten Ohr: The Mountain Goats

Die Top 5 Kinostarts 2026

Von den fünf besten Geheimtipps, die ich 2025 gesehen habe, geht es mit Die 5 BESTEN am DONNERSTAG in die Zukunft und zwar zu den besten Kinostarts 2026. Dieses Jahr starten einige famose Filme, doch letztendlich habe ich mich sehr plakativ für diese Top 5 entschieden. Auch weil die Chancen nicht so schlecht stehen, dass ich vielleicht alle im Kino sehen werde. Was steht auf eurer Liste? 🍿

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG 446 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG 446 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Bizkette1 (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe 446 lautet:

Die Top 5 Kinostarts 2026

  1. „Die Odyssee“ (16. Juli 2026) – Der neue Film von Christopher Nolan. Schon alleine deshalb möchte ich ihn sehen. Der Trailer sieht schon einmal nach Hochglanzbildern aus, welche die Nolan-typische epochale Ruhe ausstrahlen. Das Ganze im IMAX? Count me in!
  2. „Steckerlfischfiasko“ (13. August 2026) – Nachdem wir 2024 die komplette Eberhofer-Reihe nachgeholt hatten, bietet es sich natürlich an, den zehnten Teil auch im Kino zu schauen. So als Event mit der ganzen Familie. Ich freue mich darauf!
  3. „Die Tribute von Panem: Sunrise on the Reaping“ (19. November 2026) – Die Kinder waren begeistert von der „Die Tribute von Panem“-Reihe sowie dem Prequel „The Ballad of Songbirds and Snakes“. Auch ich habe noch nicht genug von dieser Welt, zumal der Teaser auch stilistisch sehr spannend aussieht.
  4. „Avengers: Doomsday“ (16. Dezember 2026) – Man kann über das MCU sagen, was man will: Ich wurde stets sehr gut unterhalten. Zumindest bis zum Ende der Phase 3, denn viel weiter habe ich noch nicht geschaut. Dieser Film könnte wieder ein richtiges Event werden und jetzt ist nur noch die Frage, ob wir Phase 4 und Phase 5 bis dahin komplett nachgeholt haben. Zumindest mit den MCU-Serien sind wir weitergekommen.
  5. „Dune: Part Three“ (18. Dezember 2026) – Sowohl „Dune: Part One“ als auch „Dune: Part Two“ fand ich beide großartig. Überhaupt liebe ich bisher alles, was Denis Villeneuve anfasst. So freue ich mich auch schon enorm auf das große Finale dieser epochalen Sci-Fi-Trilogie nach Frank Herberts Romanen.

Anmerkung: Die Liste ist nach dem voraussichtlichen Kinostart sortiert, nicht nach der zu erwartenden Qualität der Filme.

Run, Fatboy, Run (2220)

Das Wetterchaos hört nicht auf: Es hat wieder geschneit und gerade kippt der Schnee in Regen um. Nur gut, dass ich die nächsten Tage viel mit dem Auto unterwegs sein werde. Aber das kann man sich halt nicht aussuchen. Heute habe ich mich noch zu einem Mittagslauf aufgemacht und der war sehr rutschig: Vor mir war ein Mann auf Langlaufski unterwegs und damit hatte er die bessere Wahl getroffen. ❄️

Alles was man zum heutigen Lauf wissen muss: Vor mir war ein Mann auf Langlaufski unterwegs

Alles was man zum heutigen Lauf wissen muss: Vor mir war ein Mann auf Langlaufski unterwegs

Distanz: 8.66 km
Zeit: 00:54:07
Anstieg: 76 m
Ø Pace: 6:15 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 152 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: -2.2 °C
Kalorien: 751 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 84%

2026: 102 km
Januar: 102 km
KW 3: 8 km

Ich kam nur beschwerlich voran und mein Puls war auch viel zu hoch. Ob mein Körper gegen etwas kämpft? Die nächsten Tage ist eh Pause angesagt und dann sehe ich weiter. Mit diesem Lauf habe ich die ersten 100 km des Jahres geknackt. Nur noch 25 mal diese Strecke, dann ist das Jahr auch schon wieder vorbei. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod 907 – Wake Up Dead Man
Im zweiten Ohr: Jimmy Eat World

Media Monday #759 – Ein 70. Geburtstag, Seriengroßprojekte und Schlittenfahren

Seit einer Woche schneit es komplett durch. Weiße Weihnachten knapp verpasst. Schade. Aber so ist es eben. Vor der Rückkehr in den Alltag haben wir noch den 70. Geburtstag meines Schwiegervaters gefeiert. Alle Vorbereitungen haben sich ausgezahlt und es war eine rundum gelungene Feier. Danach ging es für den Rest der Familie in die Schule und für mich in den Arbeitskeller. Da wir zwei Tage lang Handwerker im Haus hatten, war ich froh, dass ich keine Termine im Büro hatte. Dafür stehen nun zwei volle Workshop-Wochen mit etlichen Präsenztagen an. Hoffentlich spielt das Wetter nicht komplett verrückt. Ansonsten war es ein ruhiges Wochenende, an dem wir mit „Stranger Things“ und „Scrubs“ zwei Seriengroßprojekte mit den Kindern gestartet haben. Mal sehen, ob wir beides durchhalten. Sonntagnachmittag sind die Kinder noch Schlittenfahren gegangen und ich habe mich ein paar Stunden später noch zu ihnen gesellt (siehe Foto unten). Als wir nach Hause kamen, war es schon dunkel. Schön, denn das gab es schon lange nicht mehr. Nun aber erst einmal zu den aktuellen Fragen des Medienjournals und euch einen guten Wochenstart! 😊

Media Monday #759

  1. Ein erstes Highlight im noch jungen Jahr könnte unser gemeinsamer Rewatch von „Stranger Things“ werden.
  2. Charlotte Wells ist dermaßen talentiert, dass es kein Wunder ist, warum ich ihren Film „Aftersun“ auf meine Liste mit den besten Geheimtipps, die ich 2025 gesehen habe, platzieren wollte.
  3. Als nächstes würde ich ja beizeiten die beiden Nachfolger von „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ sehen.
  4. Die Serie „Wednesday“ (ich habe gerade die zweite Staffel beendet) wird wahrscheinlich demnächst an Hype einbüßen, zumindest bis die dritte Staffel veröffentlicht wird.
  5. Es hätte nicht viel gefehlt, dass ich keine Idee für die Umsetzung des Themas Geld im Rahmen des „Projekt 52“ gehabt hätte.
  6. „Der Super Mario Galaxy Film“ wird mich wahrscheinlich ins Kino locken, denn „Der Super Mario Bros. Film“ hat den Zwergofanten und mich schon zweimal blendend unterhalten.
  7. Zuletzt habe ich mich für 11 km durch den Schnee aufgemacht und das war anstrengend, weil es kalt und glatt war.

Schlittenfahren bis zum Sonnenuntergang (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (2219)

Auch letzte Nacht hatte es noch einmal geschneit. Die Temperaturen sind deutlich gefallen und selbst am späten Vormittag hatte es noch unter -7 °C. Eisig kalt also. Ich habe mich zu einem Sonntagslauf aufgemacht und das war wahrlich ein Abenteuer. 🥶

Frostiger und extrem rutschiger Lauf durch den Schnee

Frostiger und extrem rutschiger Lauf durch den Schnee

Distanz: 11.38 km
Zeit: 01:15:43
Anstieg: 68 m
Ø Pace: 6:39 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.0 km/h
Ø Herzfrequenz: 145 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: -7.2 °C
Kalorien: 965 kcal

2026: 93 km
Januar: 93 km
KW 2: 49 km

Im Gegensatz zu den letzten Läufen, war unter dem angefrorenen Schnee eine dicke Eisschicht. Somit bin ich entweder gerutscht oder musste in den tieferen Schnee ausweichen, was auch nicht ideal war. Dennoch habe ich eine große Runde gewählt und diese auch genossen. Es ging nur langsam voran, aber das macht nichts. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod 907 – Wake Up Dead Man
Im zweiten Ohr: blink-182

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – OT: Fantastic Beasts and Where to Find Them (2016) (WS1)

Das Winterwunderland hält uns weiter voll im Griff. Fast könnte man von verzögerter Weihnachtsstimmung sprechen. Somit haben wir uns heute zum zweiten Filmabend des Jahres vor dem Fernseher versammelt und „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ eingelegt. Nach unserem „Harry Potter“-Marathon im Dezember ging es also zurück in die magische Welt. Wie uns die Reise gefallen hat? 🧳

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016) | © Warner Home Video

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016) | © Warner Home Video

Ein (zu) effektgeladenes Prequel mit Charme

Ich habe „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ vor acht Jahren schon einmal gesehen. Damals hat mir der Film recht gut gefallen, wenngleich er für mich auch nicht an die Hauptreihe anschließen konnte. Ich kann direkt vorwegnehmen, dass mein Eindruck nach der heutigen Sichtung ein recht ähnlicher ist: Ich mochte die erste Hälfte sehr gerne, die sich hauptsächlich um die Ankunft Newt Scamanders in New York City dreht. Seine phantastischen Tierwesen sind tatsächlich ziemlich fantastisch und auch die Dynamik mit seinem neuen No-Maj-Freund hat mir wieder wirklich gut gefallen. Es sind die kleinen Details der Zauberwelt, die ich mochte: Das magische Tischdecken, die Unterschiede zwischen der amerikanischen und der britischen Zauberwelt usw. Dort hatte mich David Yates‘ Film, der zudem ausgesprochen gut aussieht. Ein perfektes Prequel also?

Inhaltlich ist das wohl der Punkt, der mich am meisten stört: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ wirkt etwas unentschlossen, ob er nun eine große Prequel-Geschichte rund um Gellart Grindelwald erzählen soll oder doch eher einen kleinen und verspielten Ausflug in die Welt der phantastischen Tierwesen. Zudem war mir der Action-Anteil im letzten Drittel deutlich zu hoch. Weniger CGI-Bombast wäre definitiv mehr gewesen. Auch kann ich die FSK-Einstufung einmal wieder nicht nachvollziehen. Mit sechs Jahren hätten sowohl ich als auch meine Kinder Albträume gehabt. Am Ende kommt es natürlich zur großen Überraschung, welche aber auch irgendwie verpufft. Mal sehen, wie der Prequel-Aspekt nun in den folgenden Filmen ausgebaut wird. Ich befürchte nämlich, dass die Reise genau dorthin gehen wird.

Fazit

Ich hatte größtenteils wieder viel Spaß mit „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Auch erkenne ich an, dass es schwierig ist, dem Erfolg der „Harry Potter“-Filme nachzueifern. David Yates hat vieles richtig gemacht, doch ob das alles wirklich nötig gewesen ist? Das kann man sich gerade bei Prequels immer fragen. Den Kindern hat der Film deutlich besser gefallen, doch auch ich freue mich nun auf die beiden weiteren Teile: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Projekt 52 – 2026 #2: Geld

Projekt 52 LogoDiese Ausgabe des Projekt 52 enthüllt, zumindest für alle, denen es trotz meiner Jammerei über Rückenbeschwerden usw. bisher entgangen ist, dass ich nicht mehr der Jüngste bin. Das Thema Geld umzusetzen ist mir nicht leicht gefallen. Doch dann habe ich mich an die Einführung des Euros im Jahr 2002 erinnert. Damals war ich knackige 21 Jahre jung und habe noch nicht einmal gebloggt. Dennoch kann ich mich noch gut an die Aufregung um die Euro-Einführung erinnern, das Umrechnen und auch das neue Geld. Damals war es ein Ding, Münzen aus allen Euro-Ländern zu sammeln und in eine Euro-Collector-Sammelmappe zu packen. Eine solche ist heute auch mein Motiv:

Eine aufgeklappte Euro-Collector-Mappe (vermutlich aus dem Jahr 2022)

Eine aufgeklappte Euro-Collector-Mappe (vermutlich aus dem Jahr 2022)

Motiv: Eine aufgeklappte Euro-Collector-Mappe (vermutlich aus dem Jahr 2022)
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

Relevante Links von Initiatorin Sari auf Heldenhaushalt:

Ihr wollt mehr?
Meine bisherigen Beiträge zu Projekt 52…

Run, Fatboy, Run (2218)

Wider Erwarten hat es letzte Nacht recht viel geschneit. Früh war ich also Schnee schippen, dann gab es ein ausführliches Frühstück und danach habe ich das defekte Abblendlicht des großen Autos gewechselt. Im Schnee natürlich. Dazu jedoch an anderer Stelle mehr. Mittags habe ich mich dann zu einem Lauf durch den schweren Schnee aufgemacht. ❄️

Ein Zehner durch den schweren Schnee

Ein Zehner durch den schweren Schnee

Distanz: 10.27 km
Zeit: 01:04:12
Anstieg: 93 m
Ø Pace: 6:15 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 154 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: 1.1 °C
Kalorien: 881 kcal

Training: Basis
Ausführungswert: 83%

2026: 82 km
Januar: 82 km
KW 2: 38 km

Das Vorankommen war heute wieder gar nicht so einfach. Der Schnee war voller Wasser und recht schmierig. Es schneit auch noch weiter. Das wird lustig, wenn kommende Nacht die Temperaturen auf -10 °C fallen sollen und morgen auch nur maximal auf -5 °C steigen. Ob da ein Sonntagslauf drin ist? 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod 906 – Lost in Starlight
Im zweiten Ohr: Frank Turner

Wednesday – Staffel 2 (2025)

Knapp zwei Monate haben wir für die acht Episoden dieser zweiten Staffel gebraucht. Ob das an der abfallenden Qualität von „Wednesday – Staffel 2“ liegt? Wenn man sich so die Bewertungen angeschaut hat, dann könnte man davon ausgehen. Ob das auch bei unserer Sichtung der Fall war, könnt ihr in der folgenden Besprechung lesen… 🧟

Wednesday – Staffel 2 | © Netflix

Wednesday – Staffel 2 | © Netflix

Hex-hex, Handlungsstrang vervielfache dich!

Um es ein wenig einzuordnen: Auch für die erste Staffel von „Wednesday“ haben wir beinahe einen Monat gebraucht. Mehr als ein bis zwei Episoden pro Woche sind mit der gesamten Familie nicht drin. Über die Weihnachtsferien hat uns unser „Harry Potter“-Marathon zusätzlich ausgebremst. Es lag also nicht an der Qualität dieser zweiten Staffel, sondern alleine an unserer Priorisierung. Tatsächlich fand auch ich das zweite Jahr an der Nevermore Academy schwächer als das erste. Dieses war wunderbar fokussiert erzählt. Wednesday hatte ein Mysterium zu lösen, es gab ein paar kleinere Nebenhandlungen, welche jedoch der Haupthandlung kaum in die Quere kamen, und die Auflösung war tatsächlich recht unerwartet. Das Beste jedoch: Die Kinder waren so begeistert, wie selten von einer Serie. Der Erfolg gab ihr recht, denn Tim Burton scheint mit dem Quasi-Reboot der „Addams Family“ den Zeitgeist getroffen zu haben.

Die zweite Staffel von „Wednesday“ ist eine typische Fortsetzung, denn sie bietet mehr von allem: Mehr Figuren, mehr Handlungsstränge, mehr Mysterien, mehr Addams. Klingt anstrengend? Ist es zuweilen auch. Mit Steve Buscemi (u.a. bekannt für „Fargo“ oder „Boardwalk Empire“) stößt ein bekannter Schauspieler zum Cast, den ich stets sehr gerne sehe. Gefreut habe ich mich auch über Christopher Lloyd, der in den Verfilmungen der 1990er Jahre als Onkel Fester überzeugen konnte. Was hatte ich inhaltlich erwartet? Ein komplett neues Mysterium an der Nevermore Academy. Das gibt es auch. Irgendwie. Allerdings wird noch ein weiteres eingeführt. Und noch eines. Und die Hyde-Geschichte des ersten Teils geht auch weiter. Dann hängt alles irgendwie zusammen. Auch mit den Addams, die plötzlich auch auf den Schulgrund ziehen. All das lässt die Handlung oft unfokussiert und unnötig verwirrend wirken. Zumal viele Elemente auch nicht wirklich wichtig sind. Am besten hat mir in der zweiten Staffel die sechste Episode „Kenne deine Leiden“ gefallen, die im Grunde nur eine Körpertausch-Komödie zwischen Wednesday und Enid ist. Überhaupt bietet die Serie weiterhin viele wundervolle kleine Details, die auch abseits der überladenen Mystery-Handlung funktionieren.

Fazit

Auch wenn „Wednesday“ uns im zweiten Jahr nicht mehr so komplett begeistern konnte, wie noch die erste Staffel, so bietet die Serie weiterhin gute Unterhaltung. Für das dritte Jahr wünsche ich mir wieder mehr Fokus. Trotz meiner Kritikpunkte hatten die Kinder und auch wir Erwachsenen wieder viel Spaß mit „Wednesday“ und freuen uns schon auf die dritte Staffel: 8/10 (7.6) Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)