A Quiet Place (2018)

Aktualisierung: Ich habe „A Quiet Place“ am 28. Dezember 2021 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Der letzte Urlaubsabend. Das Wetter ist immer noch trüb und grau. Die besten Voraussetzungen also, um einen Film zu schauen. Nachdem es gestern mit „Die Schöne und das Biest“ eher heiter zuging, habe ich mich heute mit „A Quiet Place“ dem stillen Horror zugewandt. Ob der ziemlich gehypte Genrefilm seinem Ruf tatsächlich gerecht wird, erfahrt ihr in der folgenden Besprechung…

A Quiet Place (2018) | © Paramount (Universal Pictures)

A Quiet Place (2018) | © Paramount (Universal Pictures)

In der Ruhe liegt die Kraft

Ich habe es schon öfter erwähnt: Ich mag Filme, deren Prämisse sich in einem Satz festhalten lässt und die dennoch so faszinierend ist, dass sie eine komplette Welt eröffnet. Zu diesen Filmen gehört auch „A Quiet Place“: Eine Welt, in der es tödlich ist, Geräusche zu machen. So einfach und doch so genial. Neben seiner Prämisse, hat mich speziell John Krasinski in Personalunion (Drehbuch, Regie, Hauptdarsteller) gereizt, den ich seit seiner Rolle als Jim Halpert in der TV-Serie „The Office“ liebe. An Krasinskis Seite spielt seine Ehefrau Emily Blunt, was auch die perfekte On-Screen-Chemie erklärt. Komplettiert wird das Ensemble durch exzellente Kinderdarsteller, u.a. die gehörlose Millicent Simmonds, was den Film noch einmal sympathischer macht.

Für mich ist Ausgangssituation perfekt aufgegangen: An mögliche Logiklöcher habe ich keinen Gedanken verschwendet, so mitreißend ist die Geschichte inszeniert. Stets steht die Familie im Mittelpunkt und auf billige Schockeffekte wird nur selten zurückgegriffen. Der Film funktioniert einfach. Einzig das durchaus effektive Monsterdesign wirkt ein wenig generisch und ich hätte es noch besser gefunden, wenn man die Kreatur nicht so häufig gesehen hätte. „A Quiet Place“ macht hier schon vieles richtig, doch in so mancher Szene wirkt die Zurschaustellung der ILM-Kreation fast ein wenig selbstverliebt. Dies ist jedoch nur ein kleiner Kritikpunkt.

Fazit

Auch wenn „A Quiet Place“ letztendlich keine komplett neue Geschichte erzählt, so spielen alle Versatzstücke doch perfekt zusammen. Hinzu kommt, dass Krasinski die Handlung in 90 Minuten unterbringt und nicht auf zweieinhalb Stunden aufbläst, wie es heute so gerne gemacht wird. Ein sympathischer Horror-Thriller, der uns öfter einmal genauer hinhören lässt: 8/10 Punkte.

Die Schöne und das Biest – OT: Beauty and the Beast (2017)

In der letzten Woche habe ich schon mehr Filme gesehen, als in den zwei Monaten zuvor. Was eine Abkühlung um 15 °C doch ausmacht. Gestern stand mit der Neuverfilmung von „Die Schöne und das Biest“ ein Film auf dem Programm, den wir schon lange sehen wollten. Auch weil mir das Live-Action-Remake von „The Jungle Book“ ausgezeichnet gefallen hat, war ich sehr hoffnungsvoll…

Die Schöne und das Biest (2017) | © Walt Disney

Die Schöne und das Biest (2017) | © Walt Disney

How Does a Moment Last Forever

Im Gegensatz zu vielen anderen Disney-Klassikern, habe ich „Die Schöne und das Biest“ in meiner Jugend nicht sonderlich häufig gesehen. Ich kann mich tatsächlich nur an eine oder zwei Sichtungen erinnern. Der Film besitzt für mich demnach keinen überaus großen Stellenwert, wenngleich ich das Zeichentrick-Musical auch sehr mag und die meisten Songs wiedererkannt habe. Im Gegensatz zu „The Jungle Book“ orientiert sich Bill Condons Version sehr nahe am Animationsfilm, weshalb er sich noch mehr als Jon Favreau die Frage gefallen lassen muss: Warum überhaupt ein Remake? (Klar, für Disney ist viel Geld im Spiel.) Wenn man sich für den Film interessiert, sollte man diese Frage jedoch zunächst hintenanstellen. Schon alleine um nicht beständig zu vergleichen. Für mich hat diese neue Version tatsächlich einen Mehrwert geschaffen und das ohne den Zeichentrickfilm abzuwerten:

Auch wenn viel CGI im Spiel ist, so liebe ich den Look des Films. Das Dorf, das düstere  Schloss und speziell seine Bewohner haben es mir wirklich angetan. Auch die Musical-Nummern funktionieren größtenteils extrem gut und die inhaltlichen Erweiterungen geben den Figuren mehr Tiefe. Andere Elemente, wie z.B. die Ausgestaltung von „Be Our Guest“, haben auf mich ein wenig befremdlich gewirkt. Hier hätte der Film für mich besser funktioniert, wenn sich die Inszenierung mehr vom Original gelöst hätte. Die neuen Songs dagegen fügen sich wunderbar in die Geschichte ein.

Beauty and the Beast

Über die Besetzung, gerade von Emma Watson, wurde viel geschimpft. Ich kann das nicht nachvollziehen. Sicher entspricht sie nicht der Belle aus dem Animationsfilm, doch begrüße ich diese Änderung. Der Film bekommt dadurch einen frischen Wind und man löst sich vom beständigen Vergleich. Auch die anderen Schauspieler füllen ihre Rollen gekonnt aus, wobei ich am meisten Zeit benötigt habe, um mich mit Dan Stevens (David, „The Guest“) anzufreunden. Das Duo Luke Evans und Josh Gad fand ich herrlich. Und die CGI-Versionen von Lumière und Cogswort, dargestellt durch Ewan McGregor und Ian McKellen, sind perfekt getroffen.

Fazit

Auch wenn man sich über den Existenzgrund des Films trefflich streiten kann, so konnte ich mich der Magie von „Die Schöne und das Biest“ auch in der Neuverfilmung nicht entziehen. Es ist nicht alles perfekt und eine freiere Interpretation wäre teils wünschenswert gewesen. Davon abgesehen konnte mich Bill Condons Film jedoch überzeugen und ich habe jede (gesungene) Minute genossen: 8/10 Punkte.

Media Monday #375

Nun sind wir schon seit einer Woche aus dem Urlaub zurück und auch zu Hause fliegen die freien Tage, trotz des durchwachsenen Wetters, nur so an uns vorbei. Was ist inzwischen passiert? Wir waren im Playmobil Funpark (siehe Foto unten) und mein Auto, das vor zwei Wochen schlapp gemacht hat, fährt wieder. Die Reparatur war auch auch „nur“ eineinhalb mal so teuer, wie unser Urlaub. Oh Freude! Und unser anderes Auto wurde gestern angefahren. Wieder Werkstatt. Hmpf. Aktuell scheinen wir kein Glück mit den fahrbaren Unterätzen zu haben. Doch nun stehen erst noch zwei Tage Urlaub an, bevor mich der Alltag wieder einholt. In diesem Sinne viel Spaß mit meinen Antworten auf die Fragen des Medienjournals! 🙂

Media Monday #375

  1. Diese ewigen Vergleiche zwischen verschiedenen NAS-Systemen nerven, aber ich muss mich damit auseinandersetzen. Habt ihr einen Tipp für mich?
  2. Unser Urlaub an der Nordsee (hier der erste Reisebericht) hat mich weitaus mehr begeistert, als ich das erwartet hätte, denn die Landschaft ist famos, die Leute entspannt und das Essen lecker.
  3. Wäre ja schon klasse, wenn einmal der Urlaub nicht so schnell verfliegen würde.
  4. „Angels‘ Share: Ein Schluck für die Engel“ kann ich mir – glaube ich – so schnell nicht wieder ansehen, schließlich lädt der Film geradezu dazu ein, einen Whisky nach dem anderen zu trinken.
  5. Es hat ja durchaus seine Vorteile, dass es wieder kühler wird, denn dann ist das Laufen wieder angenehmer.
  6. Der zweite Teil der Southern-Reach-Trilogie ist jetzt zwar nicht die „klassische“ Urlaubs- oder Sommerlektüre, aber großartig, weil Jeff Vandermeer auch darin eine ganz spezielle Atmosphäre heraufbeschwört.
  7. Zuletzt habe ich meinen Geburtstag gefeiert und das war toll, weil viele (leider nicht alle) Menschen da waren, die mir wirklich wichtig sind.

Piratenabenteuer im Playmobil Funpark (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (542)

Nachdem Herr moep0r den September mal eben so mit 17 km eingeläutet hat, musste ich heute auf jeden Fall auch raus und laufen. Die Zeit war begrenzt und das Wetter sehr herbstlich, weshalb ich mich nur für eine 10-km-Runde entschieden habe:

Ah, der Herbst ist da!

Ah, der Herbst ist da!

Distance: 10.05 km
Duration: 00:57:11
Elevation: 78 m
Avg Pace: 5:41 min/km
Avg Speed: 10.55 km/h
Heart Rate: 161 bpm
Stride Frequency: 148 spm
Energy: 801 kcal

Ich war weder sonderlich schnell, noch langsam unterwegs. Einfach nur laufen. Und das auch ohne Begleitung, was ich fast ein wenig vermisst habe. Ein weiterer Schritt zurück in den Alltag, der uns nur allzu bald schon wieder einholen wird…

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 131: EM Recap

Nordsee 2018 #1: Seehundstation Friedrichskoog und Ankunft in Dagebüll

Es folgt der erste Eintrag zu unserem Urlaub an der Nordsee. Da wir so unglaublich viel erlebt haben, werde ich für jeden der 10 Tage einen eigenen Artikel verfassen. Ihr könnt euch schon einmal auf viele Fotos und Eindrücke gefasst machen. Auch deshalb, weil ich den Urlaub zum Anlass genommen habe, meine neue Kamera (die Lumix DMC-FZ1000) ausführlich zu testen. Aber keine Sorge, ihr findet hier nur eine kleine Auswahl der insgesamt über 600 aufgenommenen Fotos… 😉

Die Seehundstation Friedrichskoog von oben

Die Seehundstation Friedrichskoog von oben

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