Man kann die Serie ohne Zweifel zu den gelungensten Serienstarts des vergangenen Jahres zählen. Zumindest Comedy-Freunde dürften „Modern Family – Season 2“ somit wahrlich herbeigesehnt haben. Auch ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen mit der Großfamilie Pritchett gefreut und sollte glücklicherweise nicht enttäuscht werden.

Wie bereits in der famosen ersten Staffel stehen erneut drei Familien im Zentrum dieser im Pseudodokustil erzählten Comedy: Familienoberhaupt Jay Pritchett (Ed O’Neill), der sich die heißblütige Gloria samt Sohn Manny angelacht hat, das schwule Paar Mitchell Pritchett und Cameron Tucker mit ihrer Adoptivtochter Lily und schließlich Claire – geborene Pritchett – und Phil Dunphy samt ihrer drei vorlauten Kinder. Eine bunte Mischung also, die auch in Staffel zwei erneut für allerlei unterhaltsame Geschichten sorgt.
Besondere Highlights konnte ich dieses Jahr ebensowenig ausmachen, wie sonderlich schwache Episoden. Generell bewegt sich der Unterhaltungsfaktor auf ziemlich hohem Niveau. Egal ob Slapstickeinlagen (hauptsächlich durch Phil Dunphy) oder Wortspiele (hauptsächlich Gloria und Manny) – der Humor sitzt und wird durch die wirklich tollen Schauspieler mühelos getragen. Ohne das grandiose Ensemble wäre die Serie in dieser Form wohl nicht möglich gewesen.
Nun ist der kunterbunte Besuch bei den Pritchetts schon wieder vorüber und das Warten auf Jahr drei beginnt. Auch wenn sich so manche Konstellation im Vergleich zur ersten Staffel bereits etwas abgenutzt anfühlt, so freue ich mich jetzt schon wieder auf weitere familiäre Abenteuer. Immer in der richtigen Balance zwischen Familienleid und -freude, denn ohne geht es eben einfach nicht. Knappe 9/10 (8.5) Punkte.





