True Blood – Season 1

Einer der wohl aufregendsten Serienstarts des aktuellen Jahres war ohne Zweifel Alan Balls „True Blood – Season 1“ nach den „The Southern Vampire Mysteries“-Romanen von Charlaine Harris. Auch ich wurde schon nach wenigen Folgen von der spannenden Geschichte rund um die telepathisch veranglagte Kellnerin Sookie Stackhouse mitgerissen.

trueblood

In der Serie ist „True Blood“ der Name eines Getränks. Künstlich hergestelltes Blut. Vampire. Schon allein diese Prämisse hat mich zum Reinschauen verlockt. Vampire sind schließlich stets gerne gesehene Gäste auf meinem Bildschirm. Hinzu kommt das mehr als außergewöhnliche Setting der sonnendurchfluteten Südstaaten. Nicht wirklich der Ort, an dem man mit den lichtscheuen Blutsaugern rechnen würde. Doch gerade das macht die Serie so ungewöhnlich.

Man könnte sagen „True Blood“ wählt einen realistischeren Ansatz mit dem Thema Vampirismus umzugehen, als z.B. „Buffy: The Vampire Slayer“ – doch wenn es hart auf hart kommt, dann scheinen auch die Südstaatenvampire einem Comic entsprungen zu sein. Wie man es von HBO gewohnt ist, geht die Serie mit ihren Figuren auch nicht zimperlich in Bezug Sex und/oder Gewalt um. Blut fließt hier oft literweise und Sex ist sowieso stets das Thema Nummer 1.

In Bezug auf die episodenübergreifende Handlung ist die erste Staffel einigermaßen abgeschlossen. Ein Killer wird gefasst und dutzende einige neue Handlungsfetzen werden dem Zuschauer vor die Füße geworfen. Am Ende noch ein mehr oder weniger spannender Cliffhanger und die Vorfreude auf Season 2 ist entfacht. Glücklicherweise lebt die Serie weniger von den Handlungselementen, als von den Figuren und ihren Beziehungen zueinander. Beides zusammen funktioniert tadellos und weckt positive Erinnerungen an andere charakterlastige Serien.

Mir hat die erste Staffel von „True Blood“ unglaublich viel Spaß bereitet. Zwar gibt es durchaus noch Verbesserungspotential (besonders in Bezug auf eine mitreißendere Rahmenhandlung), doch steht Alan Balls jüngster Streich für mich jetzt schon als bester Serienstart der aktuellen TV-Season fest: 9/10 Punkte.

Sam Merlotte: ‚You know what I wish would come to town? Buffy or Blade or one of those badass vampire killers to come get Bill Compton.‘

14 Gedanken zu “True Blood – Season 1

  1. Dachte ich mir, dass dir das gefällt. Du bist ja eh ein Vampir-Fetischist. Ich hab die erste Folge gesehen, seitdem aber nicht mehr reingezappt. Der Ansatz ist durchaus interessant, doch auf 40 Minuten gestreckt mir dann zu langweilig. So gerne ich auch Anna Paquin sehe.

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  2. Die erste Folge hatte mich zugegebenermaßen auch noch nicht umgehauen. Zu ungewohnt war der Südstaatenakzent und zu langsam die Handlung. Doch mit der Zeit wurden aus den Figuren richtige Charaktere und spätestens mit der Buffy-Referenz hat die Serie für mich sowieso schon gewonnen gehabt… 😉

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  3. Ich befürchte, mir wird es da ähnlich wie TheRudi ergehen. Reinschauen werde ich trotzdem mal. Die beste Serie rund ums Blut bleibt für mich Dexter. Auch die dritte Staffel haut mich gerade um.

    Was den Titel „Bester Serienstart der aktuellen TV-Saison angeht“ würde ich im Moment Fringe favorisieren. Die Show macht Spaß, wenn man sich an die Charaktere gewöhnt hat und kein neues LOST erwartet.

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  4. Natürlich ist „Dexter“ immer noch beste Unterhaltung, wenngleich ich „True Blood“ auf andere Art und Weise ebenbürtig finde – doch da spricht vermutlich der Vampir-Fetischist aus mir… 😉

    Bezüglich der Neustarts habe ich vielleicht eine vorschnelle Entscheidung getroffen und sollte ein bis jetzt einfügen, da ich „Fringe“ z.B. noch nicht gesehen habe. Aber ich bin inzwischen schon richtig heiß darauf. Sagt euch „Legend of the Seeker“ etwas? Sehenswert? Ich habe ja auch einen Fantasy-Fetisch… 😉

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  5. Doch, doch, das passt schon mit dem „besten Serienstart der Season“, denn insgesamt waren die Neustarts doch sehr mau. FRINGE macht zwar schon Spaß, ist aber letztlich noch viel zu unausgegoren und weiß scheinbar nicht wohin man will. CRUSOE weiß durchaus gut zu unterhalten, ist aber auch nicht mehr als ein Guilty Pleasure mit einem 90s-Appeal.
    „My Own Worst Enemy“ ist zwar auch nicht übel, hat aber zuviele Logiklücken, die amn versucht durch irgendwelche Spielereien zu übertünchen. Das funktioniert zwar schon, reicht aber nicht für große Sprünge.

    Und alles wo ich sonst mal reingeschaut hab, hab ich dann schnell wieder fallen lassen aufgrund von qualitativen Mangelerscheinungen (oder Spontanallergien wie bei „Worst Week“ *schauder*)

    TRUE BLOOD ist hingegen wirklich exzellent gemacht und ich schaus auch ganz gerne, wenngleich ich noch bei Folge 5 hänge (man kann ja nicht alles direkt schauen =)) und jetzt nicht sooo Vampir-fixiert bin.
    Wobei ich derzeit auch ein (sehr gutes) Buch lese, dass zahlreiche Vampire als Hauptdarsteller hat. Aber purer Zufall.

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  6. Na, dann stehe ich ja doch nicht ganz alleine mit meiner Meinung da! Ich muss zugeben diese Season kaum Neustarts gesehen zu haben. Wie gesagt warten noch „Fringe“ und „Legend of the Seeker“ auf mich, doch ansonsten hat nur wenig mein Interesse geweckt – ich komme ja so oder so kaum noch mit meinen aktuellen Serien nach. Zudem befindet sich auch noch die „The Sopranos“-DVD-Komplettbox auf dem Weg zu mir.

    Welches Buch ist das? Bin immer auf der Suche nach guten Lesestoff – gerne auch mit Vampiren… 😉

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  7. Hehe, sehr schön. „The Sopranos“ ist mein Projekt für die nächste Winter- und vermutlich auch die nächste Sommerpause. Obwohl ich ein großer Fan des Mafia-Genre bin, habe ich noch nie eine einzige Episode der Serie gesehen. Und das gehört einfach abgeschafft.

    Das Buch, das ich gerade lese trägt den hochgradig inspirierten (*gähn*) Titel „Liebe auf den ersten Biss“ – im Original ungleich besser: „You suck: A love story“.

    Das ist allerdings der (auf Wunsch der Fans geschriebene!) zweite Teil von „Lange Zähne“, das im Original den Titel „Bloodsucking Friends: A Love Story“ trägt und unbedingt vorher gelesen werden sollte.

    Der Autor ist in beiden Fällen der wunderbare und unvergleichliche Christopher Moore, der noch am ehesten bekannt durch das geniale und fantastische Meisterwerk „Die Bibel nach Biff“ sein dürfte. Und falls einem dieses Buch ein Begriff ist, dann weiss man, dass die beiden Vampir-Bücher nicht gerade zu den ernsten Angelegenheiten zählen. Im Gegenteil, die Bücher von ihm sind immer ein Riesenspaß, in dem Realität auf Fantasy trifft. Prädikat „unbedingt empfehlenswert“.
    Plane ohnehin seit längerem Mal einen ausführlichen Blog-Eintrag über die Werke von Moore. Aber das wird noch bis Weihnachten oder so dauern.
    Jetzt aber genug OT.

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  8. Ich hatte von „The Sopranos“ bisher auch nur positives gelesen. Im USA-Urlaub dieses Jahr habe ich dann einmal reingezappt und war – aufgrund dieser 5 Minuten – sehr angetan. Seitdem habe ich auf ein günstiges Angebot für die DVD-Box gewartet und wurde letzte Woche endlich fündig – knapp 75 € für die ganze Serie, da kann man nicht nein sagen! Wird mein nächstes großes Projekt nach „Angel“ werden.

    Deine Buchtipps klingen interessant! Werde ich mir direkt mal vormerken. Vielleicht schaffe ich es im Weihnachtsurlaub einmal wieder etwas mehr zu lesen. Zurzeit komme ich wieder nur abends zu ein paar Seiten. Definitiv zu wenig!

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  9. Das Einzige was ich bislang von den Sopranos sah, das war der folgende sehr sehenswerte Ausschnitt: http://www.youtube.com/watch?v=xp4QVYNAFcQ

    Jup, 75€ klingt sehr anständig. Aber besser noch sind Freunde und Arbeitskollegen, die die Serie insgesamt komplett auf DVD haben. 😉

    Und Christopher Moore solltest Du definitiv mal auf Deine Buchliste notieren. Absolut lesenswert. Wobei man eigentlich mit seinem Opus Magnum anfangen sollte („Die Bibel nach Biff“). Andererseits sind die Vampir-Stories etwas kürzer und zudem sicherlich thematisch erstmal besser, um Dich an den Haken zu bekommen. =)

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  10. Achja, die guten alten MADtv-Parodien. Wohl treffsicher, wie eh und je – aber das werde ich ja bald feststellen! 😀

    „Lange Zähne“ habe ich mir gestern schon einmal in meine Amazon.de-Wunschliste gelegt. Die Beschreibung klingt schon einmal richtig gut! „Die Bibel nach Biff“ haben wir eventuell sogar irgendwo rumstehen. Ich meine mich zu erinnern, dass meine Frau mal davon erzählt hat… kann mich aber auch täuschen.

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