Jungfrau (40), männlich, sucht… – OT: The 40 Year Old Virgin

„Jungfrau (40), männlich, sucht…“ gehört zu den Filmen, die man sich aufgrund guter Mund-zu-Mund-Propaganda oder auch dem witzigen Trailer anschaut. Ich fand zudem die zugrunde liegende Idee ganz nett. Zwar nicht sonderlich innovativ, aber nett – etwas, das man vom eigentlichen Film leider nicht behaupten kann.

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Die erste Stunde war ich sogar ein paar Mal kurz davor abzuschalten. Ich habe mir von „The 40 Year Old Virgin“ sicherlich keine hochgeistige Unterhaltung erhofft, aber schon etwas mehr als einen schlechten „American Pie“-Abklatsch. Warum müssen sich die 30 bis 40jährigen Charaktere ununterbrochen über Schlampen und Muschis unterhalten? Wird das vom Publikum allgemein als lustig empfunden? Sprechen erwachsene Männer tatsächlich so über Frauen und Sex? Bin ich humormäßig da irgendwie falsch gepolt? Fragen über Fragen. Mich hat diese penetrant ordinäre Ausdrucksweise leider nur genervt. Zudem die Handlung auch nicht viel mehr Substanz vorweisen konnte.

Die zweite Hälfte war dann deutlich angenehmer. Weniger „Männergespräche“ und mehr Handlung. Hier kommt es sogar zu einigen richtig netten Szenen. Insgesamt ist dieser Teil des Films jedoch auch zu lang. So gezwungen gewagt die Produktion bei nackten Tatsachen und der Sprache erscheint, so zieht sie wenn es um die Handlung geht den – um es mit den Worten echter Männer zu sagen – Schwanz ein. Die Geschichte verläuft genauso, wie man es erwartet. Keine Überraschungen. Nichts. Dann jedoch kommt eine grandiose Musicalnummer, die mich meinen Groll beinahe vergessen lässt. „Hair“ war selten so unterhaltsam.

Zugute halten muss ich dem Film seine gut aufgelegten Darsteller. Allen voran Steve Carell, der wirklich komisches Potential besitzt. Neben ein paar wenigen Lachern und einem fantastischen Schluss hat der Film leider kaum etwas zu bieten, das ihn sehenswert machen würde: 5/10 Punkte (davon einer für die Tanznummer).

4 Gedanken zu “Jungfrau (40), männlich, sucht… – OT: The 40 Year Old Virgin

  1. Steve Carell ist wohl momentan einer der angesagtesten Comedians jenseits des großen Teiches. Nicht zuletzt wegen seiner Rolle in „The Office“, sozusagen dem amerikanischen Stromberg. Diese Serie ist wirklich in letzter Zeit ganz groß geworden.

    Ich hätte dem Film schon ein wenig mehr Punkte gegeben, eine gute 7, würde ich mal sagen. Und zwei davon alleine wegen Carell, der den Film mit seiner Darstellung fast alleine trägt. Was uns Europäern als penetrant ordinäre Ausdrucksweise vorkommt, ist bei den politisch korrekten Amis eben was ganz Besonderes. Dass man von der Handlung selbst dann nichts sieht, dürfte hingegen wenig überraschend sein.

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  2. Steve Carell hat mich wirklich überzeugt. Vielleicht sollte ich dem amerikanischen „The Office“ einmal eine Chance geben. Ich finde Ricky Gervais sehr lustig und kann auch Christoph Maria Herbst als „Stromberg“ einiges abgewinnen.

    Eben dass die ordinäre Ausdrucksweise so hervorgehoben, als etwas Besonderes dargestellt wurde, hat mich genervt. Andere Filme bieten auch 4-letter-words en masse, sind dort aber besser integriert und wirken nicht so aufgesetzt – zumal hier bei der Handlung absolut nichts gewagt wird. Carell trägt den Film aber wirklich. Ich sehe sonst auch Paul Rudd sehr gerne, doch gestern war mir selbst er zu nervig (wenn auch der sympathischste der restlichen Freunde).

    Insgesamt war ich wohl sehr enttäuscht, dass man aus der netten Thematik nicht mehr als eine „American Pie“-Version für Erwachsene gemacht hat – aber so ging es mir bereits bei „Old School“, nach dem ich ähnliche Empfindungen hatte.

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  3. Pingback: Beim ersten Mal - OT: Knocked Up « Tonight is gonna be a large one.

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