Star Wars: Das Erwachen der Macht – OT: Star Wars: The Force Awakens (2015)

Aktualisierung: Ich habe „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ am 26. Januar 2018 und am 30. September 2022 erneut gesehen und jeweils eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Unglaublich, aber wahr: Ich habe es tatsächlich noch geschafft, mir „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ im Kino anzusehen. Leider konnte ich aufgrund des späten Zeitpunkts der Sichtung keine Vorstellung im Originalton mehr ausfindig machen. Somit bin ich immerhin in den Genuss einer IMAX-Projektion in 3D gekommen. Das volle Programm also. Vermutlich war das in diesem speziellen Fall auch ganz gut so, denn ich hatte die Nacht zuvor nur drei Stunden Schlaf abbekommen – ein langer Firmen-Event am Vorabend und Kinder im Faschingsrausch ab 4:30 Uhr haben ihren Tribut gefordert – und wurde somit alleine durch die audiovisuelle Wucht wachgehalten. Ob mich der Film auch inhaltlich begeistern konnte, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Star Wars: Das Erwachen der Macht (2015) | © Walt Disney

Star Wars: Das Erwachen der Macht (2015) | © Walt Disney

Was mir „Star Wars“ bedeutet

Tatsächlich stelle ich mit Erschrecken fest, dass dies der erste Eintrag zu „Star Wars“ auf meinem Blog ist. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich in den letzten 10 Jahren keinen „Star Wars“-Film mehr gesehen habe. Wow. Dabei ist die Filmreihe doch ein inhärenter Bestandteil meiner popkulturellen Identität. Auch wenn ich die Original-Trilogie bereits als Kind unglaublich beeindruckend fand, so hat gerade die Sichtung der verhassten Special Editions im Kino ab 1997 den Wert der Filme für mich enorm gesteigert. Entsprechend gespannt war ich auch auf „Star Wars: Episode I“ und habe den damals kursierenden Screener geflissentlich ignoriert. Der Kinobesuch war Event und Enttäuschung zugleich. Über die kommenden Jahre habe ich jedoch – antizyklisch zur filmischen Netzgemeinde – meinen Frieden mit den Prequels gemacht. Auch wenn ich mich sehr auf „Episode VII“ gefreut habe, ist der große Hype bei mir ausgeblieben. Dennoch hätte ich mich sehr geärgert, wenn ich nicht mehr im Kino gewesen wäre. Nach diesem kurzen Exkurs wende ich mich nun direkt „The Force Awakens“ zu:

Mit J. J. Abrams steht beim „Star Wars“-Relaunch ein Mann hinter den Kulissen, den ich sehr schätze. Nicht nur aufgrund seines „Star Trek“-Reboots oder des wunderbar nostalgischen „Super 8“, sondern vor allem aufgrund seiner TV-Serien „Lost“ und „ALIAS“ sowie des hierzulande weniger bekannten, aber umso sehenswerteren Coming-of-Age-Dramas „Felicity“. Schon alleine die Tatsache, dass Abrams nun die zwei größten Sci-Fi-Franchises unter seinen Fittichen hat, ist bemerkenswert. Ich war somit recht guter Dinge, dass er mit diesem bedeutenden Werk seiner und all unserer Jugend kein Schindluder treiben würde – und nach George Lucas‘ letzten Bemühungen konnte dieses Vorhaben gar nicht so schief gehen, oder etwa doch?

Charaktere und Inszenierung

Schon beim Opening Crawl hatte ich eine Gänsehaut. Da war es wieder: das bekannte „Star Wars“-Gefühl. Schon kurz danach lernen wir unsere neuen Hauptfiguren kennen – und was das für Figuren sind! Rey und Finn sind mir sofort ans Herz gewachsen. Auch wenn ihre Charakterisierung teils noch zu wünschen übrig lässt, so sprechen die Taten und ihr Zusammenspiel für sich. Einfach erfrischend und endlich einmal wieder eine weibliche Heldin, die keinen starken Mann an ihrer Seite braucht, um sich aus gefährlichen Situationen zu manövrieren – das Gegenteil ist der Fall. Schon bald treffen wir mit Han Solo und Chewbacca auf zwei alte Bekannte, was für einen weiteren Nostalgieschub sorgte.

Die Balance aus Altem und Neuem hat Abrams, was die Figurenkonstellation angeht, wirklich gut getroffen. Selbst Nebenfiguren aus der Originaltrilogie sind öfter mal im Hintergrund zu sehen. Da freut sich das Fanherz.  Mit Kylo Ren gibt es eine interessante Variation Darth Vaders zu sehen, der viel Potential aber auch gewisse Gefahren birgt. Wird er sich als eigenständige Figur etablieren können oder nur als Emo Vader in die Geschichte eingehen? Mit Adam Driver (Adam Sackler in der TV-Serie „Girls“) stimmt die Besetzung und ich bin mir sicher, dass sich die Figur in den kommenden Teilen noch interessant entwickeln wird. Derweil sprießen bestimmt auch die Theorien, welche bereits bekannte Figur sich letztendlich hinter Supreme Leader Snoke verbirgt. Langweilig sind diese Ergänzungen des Universum somit keinesfalls.

Ebenso famos ist die Inszenierung: teils kann man kaum glauben, dass zwischen „A New Hope“ und „The Force Awakens“ bereits 38 Jahre liegen. Seien es die Modelle, die Aliens, die HUDs der Raumschiffe oder sogar die Frisuren der Charaktere (z.B. Poe Dameron) – hier passt wirklich alles. Sehr begeistert war ich auch von der Kameraarbeit, die – bis auf wenige Ausnahmen – stets auf Augenhöhe der handelnden Figuren stattfindet, was gerade in 3D zu einer wirklich starken Immersion führt. Der perfekte „Star Wars“-Film also?

Inhaltliche Schwachstellen

Leider bietet „Star Wars: Episode VII“ inhaltlich nur einen Aufguss der Ereignisse aus „Star Wars: Episode IV“. So gibt es wieder einen Droiden mit einer geheimen Botschaft, statt der Cantina in Mos Eisley gibt es Maz Kanatas Festung und am Ende läuft alles auf die Zerstörung eines noch größeren Todessterns hinaus. Da hätte ich mir etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht, zumal es auch keinen Unterschied macht, dass das Imperium nun Erste Ordnung heißt – die Rebellen befinden sich in exakt der gleichen Position wie damals und es wirkt einfach nicht so, als hätten die Ereignisse aus „Return of the Jedi“ großen Einfluss auf die Geschichte dieses Universums gehabt. Auch wenn ich die einzelnen Schauplätze und die individuellen Szenen wirklich mochte, so wirkt das große Ganze doch bereits zu vertraut.

Fazit

„The Force Awakens“ hat es auf jeden Fall geschafft, das „Star Wars“-Fieber bei mir wieder ausbrechen zu lassen. Ich freue mich schon sehr auf die Zweitsichtung im Originalton und habe mir fest vorgenommen demnächst noch einmal „Episode I“ bis „Episode VI“ zu sichten. Trotz des exakt getroffenen Gefühls für diese Welt, wiegen die Abstriche in der Handlung zu stark, als dass ich gewillt wäre, sie einfach unter den Tisch zu kehren. Zweifellos ein sehr guter Start für das Franchise, es bleibt nur zu hoffen, dass Rian Johnson („Looper“) und Colin Trevorrow („Jurassic World“) die wunderbar bodenständige Inszenierung beibehalten und sich die Autoren auch inhaltlich mehr trauen. Ich bin sehr gespannt und voller Vorfreude: 8/10 Punkte.

Men at Work – Season 2

So langsam beginne ich dank Streaming Serien weiterzuverfolgen, die zuvor bereits wieder von meinem Radar verschwunden waren. Kürzlich ist mir mit „Men at Work – Season 2“ eine Serie über den Weg gelaufen, die ich nie weitergeschaut habe, obwohl ich deren erste Staffel recht unterhaltsam fand. Da ich ohnehin auf der Suche nach einer 20-minütigen Sitcom war, kam mir die Serie gerade recht…

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Was für ein Vergnügen! Wie ich nach meiner Sichtung der ersten Staffel bereits beschrieben hatte, fühlt sich „Men of Work“ wie ein Relikt aus dem TV-Programm der 90er Jahre an. Inszenierung, Charaktere und Drehbücher wirken einfach aus der Zeit gefallen. Schon die musikalische Untermalung der Schauplatzwechsel löst bei mir Flashbacks zur goldenen Zeit der klassischen Sitcom mit Lachspur aus. Kaum zu glauben, dass diese Staffel erst 2013 gelaufen ist. Dabei habe ich nicht einmal das Gefühl, den Machern wäre diese nostalgische Komponente bewusst.

Auch dieses Jahr geben wieder erstaunlich viele Gaststars ihr Stelldichein: von J. K. Simmons („Whiplash“) über Jason Lee („My Name is Earl“) bis hin zu Ashton Kutcher, mit dem Danny Masterson ja bereits in „That ’70s Show“ aufgetreten ist. Dies zeigt deutlich, dass Showrunner Breckin Meyer sehr gut in Hollywood vernetzt ist.

Mit nur 10 Episoden ist die Staffel extrem kurz, gerade für eine klassische Sitcom. Auch wenn die Handlung alles andere als innovativ ist, so hätte ich doch gerne mehr davon gesehen. Einfach sympathische Unterhaltung, die gerade aufgrund ihrer altmodischen Aspekte erstaunlich anders wirkt. Habe ich wirklich sehr gerne gesehen: 7/10 (7.4) Punkte.

Akte X: Der Film – OT: The X-Files: Fight the Future (1998)

Kaum habe ich die fünfte Staffel der Serie beendet, hat mich „Akte X: Der Film“ erneut vor den Fernseher gelockt – und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, da aktuelle Mini-Serie rund um Mulder und Scully gestartet ist. Mitten im zweiten Frühling der Serie und doch 18 Jahre zu spät. Was der Film der Mythology der Serie hinzufügen kann und ob er tatsächlich mehr ist, als eine aufgeblasene Doppelfolge, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Ich weiß noch genau, dass ich 1998 nach der Sichtung des Films ziemlich enttäuscht war. Zwar war meine persönliche Hype-Phase rund um „Akte X“ schon längst wieder am abklingen – und doch wollte ich unbedingt wissen, ob der Film die Geheimnisse der Serie auflöst. Damals empfand ich, dass er sein Versprechen nicht einlösen konnte – und ließ damit auch die X-Akten im TV-Programm hinter mir. Mit knapp 18 Jahren hatte ich eben auch andere Dinge im Kopf. Somit war der Abschied eher organisch, als forciert. Nun, eben weitere 18 Jahre später, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus – und mitten in meiner Wiederholungssichtung der gesamten Serie, stellt „The X-Files: Fight the Future“ tatsächlich ein Highlight dar.

Es ist eine Freude zu sehen, wie sich TV-Regisseur Rob Bowman (u.a. „Die Herrschaft des Feuers“) hier ausgetobt hat. Auch wenn es durchaus inszenatorische Parallelen zur TV-Serie gibt, so atmet „Akte X: Der Film“ tatsächlich Kino. Dabei wirkt der größere Maßstab glücklicherweise nicht aufgesetzt, sondern passend für eine Geschichte dieses Ausmaßes. Inhaltlich dagegen ist man sehr nahe an einem TV-Zweiteiler dran, wenngleich es auch tatsächlich mehr Antworten und konkretere Begegnungen mit den Gegenspielern gibt. Zudem wird jede bisher mögliche Zweideutigkeit ausgemerzt und die Kolonisierung der Erde durch Außerirdische als Fakt innerhalb der Serienwelt präsentiert. Vermutlich der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt, da ich das Gefühl hatte die Mythology-Episoden verlieren so langsam die Bodenhaftung.

Die Bewertung des Films fällt mir nun wirklich nicht leicht. Als Doppelfolge innerhalb der Serie hätte er von mir auf jeden Fall 10 Punkte erhalten, doch als losgelöster Film betrachtet, wären 8 Punkte deutlich angemessener. Somit ergibt sich eine Mischwertung, die deutlich von meinem emotionalen Engagement in der Serienwelt geprägt ist. Zuschauer, die bisher noch keinen Kontakt mit „Akte X“ hatten, dürften sich mit dem Film schwer tun, doch gehören sie auch ganz klar nicht zur Zielgruppe. Zwei Stunden beste Unterhaltung für alle Fans der Serie: 9/10 Punkte.

The X-Files – Season 5

Aufgrund viel Ablenkung durch Filme und andere Serien über die Feiertage und den Jahreswechsel, hat sich meine Sichtung von „The X-Files – Season 5“ ein wenig verzögert. Für mich war es die erste Staffel, bei der ich mich nicht mehr wirklich an einzelne Episoden erinnern konnte – und die erste Staffel im damals noch recht modernen 16:9-Breitbildformat. Gleichzeitig markiert die fünfte Staffel die Mitte der Serie und den Startschuss für den ersten Kinofilm. Was hatte „Akte X“ also auf der Höhe des ursprünglichen Hypes zu bieten?

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Man merkt, dass die Autoren inzwischen ziemlich genau wissen, was funktioniert und was nicht. Inzwischen ist das Serienuniversum auch so weit ausgebildet und populär, dass sie wunderbar ein paar Episoden einstreuen können, die eher auf der Metaebene ablaufen. Gleichzeitig fällt jedoch auf, dass die Autoren diese aufgebaute Komfortzone weniger oft verlassen und man nicht mehr dieses bunte Potpourri an Geschichten bekommt, wie dies speziell in den ersten vier Staffeln der Fall war. Allerdings mag sich der Eindruck einer stärker fokussierten Erzählung auch aus der verringerten Episodenzahl (20 statt wie bisher mindestens 24 Episoden) ergeben. Eine Tendenz, die ich grundsätzlich erst einmal positiv bewerten würde, jedoch hier in weniger Spielraum für Geschichten abseits der Norm resultiert.

Erwähnenswert sind auf jeden Fall der eröffnende Zweiteiler „Redux I & II“, der einen der größten Handlungsstränge der vierten Staffel auflöst. „Unusual Suspects“ wirft einen Blick auf die Anfänge der Lone Gunman und lässt Mulder nur als Nebenfigur auftauchen, was ich durchaus erfrischend fand, aber auch zeigt, warum die Gruppe alleine nicht wirklich funktioniert. Die folgende Episode „Detour“ ist einer meiner liebsten klassischen Monster-of-the-Week-Fälle, da sie die Beziehung zwischen Mulder und Scully in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig wirklich unheimlich ist. Mit „The Post-Modern Prometheus“ folgt ein Favorit dieser Staffel, der wie ein Gruselstreifen der 30er Jahre klassisch in Schwarz-Weiß inszeniert ist und dabei herrlich augenzwinkernd daherkommt. Der Zweiteiler „Christmas Carol“/“Emily“ fokussiert sich auf Scully und überzeugt gerade durch den Kontrast aus weihnachtlicher Familienamosphäre und persönlichem Horror.

In der Mitte wird die Staffel deutlich schwächer und Episoden wie „Schyzogeny“ oder „Chinga“ bieten nur 08/15-Horror-Versatzstücke. Mit „Bad Blood“ finden die Autoren wieder zu alter Stärke zurück und präsentieren eine herrlich amüsante „Rashomon“-Variante – mein zweiter Favorit dieser Staffel. Danach folgt mit dem Zweiteiler „Patient X“/“The Red and the Black“ eine weitere Mythology-Episode, die durchaus ihre Momente hat. Stärker beeindruckt hat mich jedoch die Folge „Travelers“, in der wir Zeuge von Mulders erstem Kontakt mit den X-Akten werden. Kurz vor dem eher durchwachsenen Finale hält die Staffel mit „Folie à Deux“ noch eine wunderbare Monster-of-the-Week-Episode parat, die man gleichzeitig als Satire auf die Firmenkultur Amerikas lesen kann.

Insgesamt ist das fünfte Jahr der Serie wieder ein wenig schwächer, jedoch ist noch kein großer qualitativer Einbruch zu erkennen. Somit freue ich mich nun umso mehr auf den ersten Kinofilm und die darauf folgende sechste Staffel. Speziell gerade jetzt, da „The X-Files“ aufgrund der endlich gestarteten neuen Mini-Staffel wieder in aller Munde ist. Nach wie vor sehr gute Unterhaltung: 8/10 (8.3) Punkte.

No Turning Back – OT: Locke (2013)

Die Qual der Filmwahl hat mich heute zu „No Turning Back“ geführt, von dem ich schon einiges – von Berichten in diversen Podcasts bis zu einem Artikel in der Empire – gehört hatte. Die Prämisse des Films schien mir ausreichend interessant und die Art der Inszenierung zudem sehr spannend zu sein. Im besten Falle ein packendes Drama, im schlechtesten ein anstrengendes Filmexperiment. Was hat Steven Knights ungewöhnlicher Roadmovie letztendlich zu bieten?

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Der im Original titelgebende Ivan Locke verlässt abends die Baustelle, deren Leiter er ist, steigt ins Auto und fährt für die kommenden 80 Minuten einem konkreten Ziel entgegen. Dies ist die gesamte Handlung dieses Kammerspiels auf Rädern. Unterdessen managt er private und berufliche Krisen, die seine gesamte Existenz und sein Wertesystem infrage stellen. Ein aus einem Moment der Schwäche geborener Fehler ist nicht ohne Konsequenzen geblieben und Locke ist entschlossen das Richtige zu tun – wohl auch, weil der Schatten seiner eigenen Vergangenheit drohend über ihm hängt. Eine ausweglose Situation, für die der Film letztendlich keine Lösung bereithält.

Trotz des eingeschränkten Settings wird der Film nicht langweilig, was wohl größtenteils an Tom Harys eindringlichem Spiel liegt. Man kann einfach mit ihm mitfühlen. Er versucht das Richtige zu tun und seinen Mann zu stehen, weiß jedoch gleichzeitig, dass er den Fehler nicht wieder gut machen kann. Eine ausweglose Situation, die durch die nächtliche Fahrt noch unterstützt wird: Locke ist ein getriebener, der im Rausch der Ereignisse selbst nicht vom Fleck kommt, egal wie vehement er kämpft. Er ist gefangen und kann sich nur treiben lassen. Dabei versucht Knight kein falsches Mitleid für seine Figur aufzubauen, sondern lässt ihn ungeschönt zum Spielball der Ereignisse werden, die er selbst losgetreten hat. Kontrollverlust und das Festhalten an Prinzipien sind die großen Themen des Films.

Ich hatte mich teils gefragt, ob „Locke“ als Hörspiel nicht (noch) intensiver gewesen wäre, denn obwohl der Film nur 80 Minuten Laufzeit hat und er visuell nett umgesetzt ist, wirkte die nächtliche Fahrt auf mich als Zuschauer beinahe ebenso ermüdend, wie für den Protagonisten. Letztendlich ist es tatsächlich ein etwas anstrengendes Filmexperiment, das glücklicherweise auch packendes Drama zu bieten hat. Aufgrund des bewusst eingeschränkten Settings hat mich der Film teils an „Buried“ erinnert, auch wenn es inhaltlich sonst keine Parallelen gibt. Anstrengend, packend und ein Tom Hardy in Bestform: 7/10 Punkte.

Betas – Season 1

Als ich mich vor gut zwei Monaten das erste Mal in die Welt des Streamings vorgewagt hatte, war ich natürlich sogleich auf der Suche nach sehenswerten Serien. Speziell die Eigenproduktionen von – in diesem Fall – Amazon haben mich gereizt und auch thematisch schien mir „Betas – Season 1“ ein lohnenswerter Einstieg zu sein. Als ich mit der Serie begonnen hatte, wusste ich allerdings noch nicht, dass nach einer Staffel mit nur 11 Episoden auch schon wieder Schluss sein sollte. Ob dies ein Verlust für die Serienwelt ist, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Man merkt sogleich, dass Amazon mit der Serie etwas erreichen wollte. Der Ausflug in die Startup-Szene San Franciscos ist hip inszeniert, man bekommt kontextrelevante Buzzwords in nahezu jedem Dialog um die Ohren gehauen und die Charaktere scheinen jedes Nerd-Klischee zu erfüllen, nur um diesen gleichzeitig zu widersprechen. Als jemand, der sich auch beruflich mit IT, Tech und Startups auseinandersetzt, habe ich mich sogleich zu Hause gefühlt, auch wenn der Einsatz von Buzzwords und so manchen hippen sprachlichen Ausdrücken teils ein wenig aufgesetzt wirkt. Dadurch ist es mir teils schwer gefallen, wirklich an die Charaktere heranzukommen. Erst in den letzten Episoden haben sich einzelne Handlungsstränge herausgearbeitet – und dann war die Serie auch schon wieder vorbei.

Ich fand es erfrischend eine Serie zu sehen, die sich nicht in erster Linie um Beziehungen dreht, sondern ein bisher noch ziemlich unbeleuchtet gebliebenes berufliches Umfeld als Arbeitsplatz-Comedy porträtiert. Die Darsteller sind allesamt absolut passend gewählt und mit Ed Begley Jr. gibt sogar ein immer wieder gerne gesehener Altstar sein Stelldichein. Ebenso gut wie das Ensemble hat mir die musikalische Untermalung gefallen, die sich angenehm vom Popgedüdel bekannterer Serien abhebt. Eine sympathisch Serie, wenn auch mit Ecken und Kanten.

Letztendlich hätte „Betas“ noch mindestens eine zweite Staffel Zeit gebraucht, um sich wirklich zu entwickeln. Gerade das Finale öffnet neue dramaturgische Wege, funktioniert jedoch auch einigermaßen gut als Abschluss. Oft noch ein wenig holprig in Ton und Handlung, machen die 11 Episoden auf jeden Fall viel Spaß und lassen mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf meine erste Amazon-Eigenproduktion zurückblicken: 8/10 (7.5) Punkte.

Gone Girl (2014)

Nachdem wir gestern Abend spontan mit den Kindern schwimmen gegangen sind, war es danach zu spät für einen Film. Heute bestanden die Tagesaktivitäten aus dem Kaufen und Aufbauen neuer Möbel – und irgendwann hatte ich genug davon, so dass der Sichtung von „Gone Girl“ nichts im Wege stand. Schon lange befand sich der jüngste Film von David Fincher auf meiner Liste. Ob er meine hohen Erwartungen erfüllen konnte, lest ihr in der folgenden Besprechung. Spoiler sind zu erwarten.

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„Gone Girl“ hat meine Erwartungen nicht getroffen. Ich hatte mir einen Film erwartet, der einen beständig zweifeln lassen würde, ob der von Ben Affleck gespielte Ehemann nun seine Frau ermordet hat oder nicht. Die Frage nach der Schuld stellt sich nicht wirklich, denn noch bevor David Fincher nach ca. einer Stunde die erste große Enthüllung macht, scheint die Geschichte ziemlich eindeutig. Der Kniff des unzuverlässigen Erzählers (hier durch ein Tagebuch in die Handlung eingewoben) ist recht offensichtlich und eher dazu gedacht, die Charaktere in der Filmwelt in die Irre zu führen, als uns Zuschauer vor dem Bildschirm. Dies sorgt für eine ganz besondere Art der Spannung: Sie wird doch nicht wirklich…

Es ist als wolle Fincher sagen: Mir geht es nicht darum euch an der Nase herumzuführen, schaut euch die Beziehung an – darin liegt der wahre Horror! Und Recht hat er. Es gibt in dem Film keinen fehlerlosen Charakter. Jeder spielt nach seiner Agenda – und durch die von Rosamunde Pike großartig verkörperte psychopathisch veranlagte Ehefrau wird die dunkle Seite der Emotionen, die in jeder Beziehung zu finden sind, beinahe schon satirisch böse auf die Spitze getrieben.

Durch David Finchers abermals perfekte Inszenierung wirkt die dargestellte Welt – und speziell jede Beziehung darin – kalt, fremd und mechanisch. Emotionen sind kalkuliert und der äußere Schein ist wichtiger, als die Innenwelt. Eine perfekte Oberfläche für das perfekte Verbrechen? Obwohl ich als Zuschauer um die Verfehlungen der einzelnen Charaktere wusste, habe ich mit ihnen mitgefiebert. An das Gute in ihnen geglaubt – und bin selbst so mancher Lüge aufgesessen. Gegen Ende gibt es dann doch noch einmal eine schockierende Wendung, die in ihrer Konsequenz so perfide ist, dass man eigentlich nur hysterisch darüber lachen kann. In ihr offenbart sich auch die Schwäche unserer Hauptfigur, was den Kreis zum Anfang schließt. Der Schein des trauten Heims bleibt gewahrt.

Vielleicht sollte ich dankbar sein, dass meine Frau bei der Sichtung eingeschlafen ist, denn „Gone Girl“ zeichnet ein extrem düsteres Bild der Ehe. Dabei legt der Film öfter einmal den Finger in die Wunde, verlässt die rationale Ebene jedoch sogleich und gipfelt in einer Art satirischem Thriller, der mir wohl noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Interessant auch die Frage, wie der Film wohl in einer anderen Schnittfassung funktioniert hätte, in der Ehemann Nick zusammen mit dem Zuschauer bis zum Ende ahnungslos geblieben wäre und man Amys Perspektive erst zum Schluss gesehen hätte. Ein in jeder Hinsicht empfehlenswerter Film: 9/10 Punkte.

How I Met Your Mother – Season 9

Als ich Ende 2005 diese Sitcom entdeckte, war es sofort um mich geschehen – es war Liebe auf den ersten Blick und über die kommenden Staffeln sollte sich die Zuneigung festigen. In den letzten Jahren konnte die Serie jedoch nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen, so dass ich das Finale „How I Met Your Mother – Season 9“ auch erst jetzt (ungefähr 2 Jahre nach der ursprünglichen Ausstrahlung) gesehen habe. Auch wenn ich bereits um den Inhalt des Endes wusste, hatte ich viel Spaß mit dieser letzten Staffel. Spoiler sind zu erwarten.

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Die Änderung des Erzählkonzepts hat tatsächlich wieder frischen Wind in die Serie gebracht: Die finalen 24 Episoden beleuchten ein einziges Wochenende, nämlich die Hochzeit von Robin und Barney. Dadurch wird einzelnen Situationen und Charakteren viel mehr Platz eingeräumt als in der bisherigen Struktur – und doch ist man nicht auf einen Schauplatz beschränkt, da es etliche Flashbacks und Flashforwards gibt. Diese lassen uns einen Blick in die Zukunft von Ted und der titelgebenden Mutter werfen und ermöglichen etliche Referenzen auf längst vergangene Staffeln. Dabei gehen die Autoren sehr selbstironisch damit um, so viel Zeit auf ein einzelnes Wochenende zu verwenden. Auch wenn das viele anders sehen werden, so funktioniert dieser Ansatz für mich perfekt und bildet einen gelungenen Rahmen für das große Finale.

Die letzte Episode samt Wendung wurde von den meisten Fans sehr negativ aufgenommen. Ich hatte mich leider schon im Vorfeld gespoilert, so dass der Schock während der Sichtung ausblieb. Vermutlich wäre ich auch nicht geschockt gewesen, denn Anzeichen für dieses Finale – die Mutter stirbt, Ted kommt doch noch mit Robin zusammen – wurden bereits einige Episoden zuvor angedeutet. Es schwang oft eine bittersüße Melancholie mit, die auch durch das nachgeschobene alternative Ende nicht aufgehoben werden kann, weshalb dieses für mich auch nicht funktioniert. Zudem muss man bedenken, dass die Serie auch zuvor schon ernstere Töne angeschlagen hatte, z.B. in der fantastischen Episode „Bad News“, in der Marshalls Vater sehr überraschend verstirbt. Es ist ein Finale, das auf jeden Fall Wirkung zeigt und mir auch in Erinnerung bleiben wird, ähnlich dem Serienende von „Roseanne“, das damals auch mit einer unerwartet tragischen Wendung aufzuwarten wusste. Zudem war dies wirklich einmal ein Ende, das von Anfang an exakt so von den Autoren geplant war, wie man an den Originalaufnahmen von Teds Kindern sieht – ja, ich schaue dich an, „Lost“!

Noch stärker als die Nachricht des Todes der Mutter, hat mich der Schnelldurchlauf durch die Stationen des Lebens der nur allzu bekannten Charaktere mitgenommen. Sie leben sich auseinander, die Familie wird immer wichtiger und über die Zeit lieb gewonnene Schauplätze werden verlassen. Ich mag dieses Gefühl der Melancholie, die wohl jeder nachvollziehen kann, der selbst in dem gezeigten Lebensabschnitt steckt oder diesen sogar schon hinter sich hat. Wie wohl kaum bei einer zweiten Serie hat sich mein Leben mit den Charakteren entwickelt: 2005 war ich selbst noch 25 Jahre alt, unverheiratet und ohne Kinder. Ted, Robin, Lilly, Marshall und Barney sind über den Lauf der Serie 10 Jahre älter geworden und haben neue Lebensabschnitte erreicht – und ich mit ihnen. Das macht die Serie für mich zu einem besonderen Erlebnis.

Da ich für die fünfte und sechste Staffel keine Punktwertungen aufgeschrieben habe, lasse ich an dieser Stelle die Rangliste der neun Staffeln bleiben. Es finden sich jedoch Besprechungen zu den ersten vier Staffeln hier im Blog (der Vollständigkeit halber: Staffel 7 bewertete ich mit 7.8 und Staffel 8 mit 7.3 Punkten)  – und ich bin mir sicher, die Serie irgendwann noch einmal komplett zu sehen. Für mich ist sie tatsächlich der legitime Nachfolger zu „Friends“ und es wird vermutlich dauern, bis es eine weitere Twentysomething-Sitcom schafft solch einen wunderbar harmonierenden Cast zusammenzutrommeln und über weite Strecken solch lustige und sympathische Geschichten zu erzählen. Diese letzte Staffel ist nicht ohne Fehler, doch weit besser als die meisten Kritiken vermuten lassen. Für mich ein absolut passendes Ende für diese großartige Serie: 8/10 (8.4) Punkte.

Prädikat: Lieblingsserie

The Walking Dead – Season 4

Lange hat es gedauert, doch dank meiner neu entdeckten Streaming-Freiheit, habe ich „The Walking Dead – Season 4“ nun endlich gesehen. Auch wenn diese neue Art des Medienkonsums meine Sichtung durchaus geprägt hat, so möchte ich diesen Aspekt in der folgenden Besprechung nicht näher erörtern, sondern verweise auf meinen Artikel „Wie beeinflusst Streaming unser Sehverhalten?“ und wende mich nun den Walkern und den Überlebenden der Zombie-Apokalypse zu…

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Für mich ist es immer noch ein Rätsel, wie solch eine knallharte Zombie-Serie völlig im Mainstream angekommen sein kann und die größten Quotenerfolge feiert. Es wird mehr gesplattert als in heute immer noch beschlagnahmten Filmen aus den 70er Jahren und der Ton ist oft verdammt düster. Wieso kommt diese Serie beim Massenpublikum also so gut an? Ich kann es mir nur mit einer besonderen Form des Eskapismus erklären: Man kann mit „The Walking Dead“ in eine Welt abtauchen, in der unsere realen Probleme (Job, Geld usw.) völlig nebensächlich geworden sind und es im wahrsten Sinne des Wortes ums nackte Überleben geht. Hinzu kommt ein gewisser Soap-Opera-Charakter und Figuren, die uns Zuschauern ans Herz wachsen. Die Gewalt bedient unsere Urinstinkte und lässt uns den Alltag vergessen. Eben nicht Feel-Good-Eskaspismus, sondern die andere, düstere Art – eine Formel, die anscheinend funktioniert. Auch bei mir.

Inhaltlich geht die Serie konsequent weiter, erlaubt sich allerdings mehr narrative Freiheiten, als noch die vorangegangene dritte Staffel. Zu Beginn erleben wir eine Epidemie, die im Gefängnis ausbricht und bei der nicht nur unsere Charaktere einen Lagerkoller bekommen. Beklemmend, wenn auch ein wenig stagnierend. Weiter geht es mit zwei Episoden, die sich vollkommen dem Bösewicht des vorangegangenen Jahres widmen, was letztendlich zu einem alles verändernden Ereignis in der Mitte der Staffel führt. Bei „The Walking Dead“ ist eben keine Figur sicher. Danach wird alles anders und man verfolgt verschiedene Splittergruppen über mehrere Episoden hinweg. Dies ist größenteils gelungen, teils spannend, teils langatmig. Auf jeden Fall lernt man die Figuren besser kennen – und kaum fühlt man sich als Zuschauer einigermaßen sicher, zaubern die Autoren Wendungen aus dem Hut, die wie ein Schlag in die Magengrube sind. Fast schon anstrengend.

Am Ende der Staffel haben unsere Charaktere neue Weggefährten gefunden und finden selbst auch wieder zusammen – doch die neue Bedrohung ist schon greifbar und lässt uns Zuschauer mit einem Cliffhanger zurück. Auch wenn ich mich des Gefühls, teils redundante Mechaniken vorgesetzt bekommen zu haben, nicht erwehren konnte, so hat das beständige Auf und Ab aus Zombie-Bedrohung, Charaktermomenten und menschlicher Grausamkeit sein Ziel bei mir nie verfehlt. Ich habe mitgelitten, mitgekämpft und war teils fassungslos – und eben auch unterhalten aufgrund der Schnetzelei und der oft auch schönen zwischenmenschlichen Szenen. Der Cliffhanger hat mich zudem erwischt, weshalb ich mich vermutlich sogleich an die Fortsetzung machen werde: 9/10 (8.7) Punkte.

Can a Song Save Your Life? – OT: Begin Again (2013)

Die letzte Urlaubswoche nähert sich erschreckend schnell ihrem Ende – und bisher hatte ich es nicht geschafft auch nur einen der noch geplanten Filme zu sehen. Heute jedoch gab es mit „Can a Song Save Your Life?“ tatsächlich großes Kino zu sehen, was zu Beginn nicht wirklich absehbar war. Umso glücklicher bin ich, diesem kleinen und doch großen Werk eine Chance gegeben zu haben – und ihr solltet das auch!

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Ich mag Musikfilme und -serien. Sehr sogar. Ebenso die kleinen, wunderbaren Feel-Good-Movies, die häufig unter dem Radar fliegen. Tatsächlich hat mich bei „Begin Again“ die Besetzung am meisten gestört – Keira Knightley und Mark Ruffalo sprechen nicht gerade für eine charmante Indie-Produktion. Dagegen steht die zauberhafte Geschichte sowie mit „Once“ ein Überraschungshit, den Regisseur John Carney zuvor inszenierte. Letztendlich sollten sich meine Sorgen als unbegründet herausstellen und „Can a Song Save Your Life?“ bewegt sich so zielsicher zwischen Indie und Blockbuster, wie auch die Geschichte zwischen Märchen und authentischem New-York-Portrait schwankt. Trotz Ecken und Kanten (und manchmal auch fehlenden Ecken und Kanten) ein absolut fantastisches Erlebnis.

Grundvoraussetzung für eine positiv wahrgenommene Sichtung sollte vermutlich Gefallen an Singer/Songwriter-Musik sein. Auch wenn das Ergebnis in diesem Film immer ein wenig zu glatt und überproduziert klingt, so sind die Wurzeln doch unverkennbar. Erstaunlicherweise wirkt „Begin Again“ gerade aufgrund seiner beiden Hauptdarsteller authentisch. Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass Knightley und Ruffalo so wunderbar harmonieren und ihre Rollen perfekt ausfüllen. Es funktioniert einfach – und das Beste: Der Film kommt ohne aufgesetzte Romanze aus, auch wenn es durchaus unverkennbare Spannungen zwischen Charakteren gibt. Danke dafür.

Neben all der wunderbar echt wirkenden New-York-Atmosphäre, ist der Film ganz klar ein großes Pop-Märchen. Am Ende sind alle glücklich und haben sich zum Positiven hin weiterentwickelt. Ein echtes Feel-Good-Movie eben, der es schafft nicht in Kitsch zu ertrinken. Die Musik ist zudem wirklich gelungen und unterstützt die Atmosphäre des gesamten Films. Einfach schön. Wer das erträgt, der kann mit „Can a Song Save Your Life?“ wunderbare 100 Minuten verbringen. Eine dicke Empfehlung: 9/10 Punkte.