Aktualisierung: Ich habe „Titan A.E.“ am 5. Oktober 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.
Manchmal ist es wunderbar persönliche, beinahe vergessene Filmklassiker hervorzuholen. So habe ich mich seit viel zu langer Zeit einmal wieder Don Bluths „Titan A.E.“ gewidmet. Bereits bei der ersten Sichtung im Kino hatte mich der Film unwahrscheinlich begeistert. Nerdkino in Perfektion. Darauf folgten unzählige Sichtungen auf DVD und die traurige Erkenntnis, dass der Film zu unrecht komplett in der Versenkung verschwunden ist.

Titan A.E. (2000) | © 20th Century Studios
Die Geschichte um den vaterlosen Cale Tucker, der sich auf die Suche nach einem verschollenen Raumschiff begibt, welches die Menschheit retten soll, ist simpel aber mitreißend. Überhaupt lebt der Film eher von seinen Animationssequenzen, welche – auf für heutige Augen gewöhnungsbedürftige Art und Weise – klassische 2D-Animation mit computergenerierten Grafiken verbinden. Heute (immerhin 10 Jahre später) mag das alles etwas angestaubt wirken, doch lässt man sich darauf ein, wird man mit teils wunderschönen Szenen belohnt.
Die Atmosphäre des Films ist ziemlich dicht und auch wenn sich die Inszenierung nicht eindeutig für ein Zielpublikum entscheiden kann, so dürfte man als Jugendlicher oder jung gebliebener Erwachsener am meisten Spaß mit „Titan A.E.“ haben. Die grafische Gestaltung und die zusammengewürfelte Crew erinnern mich heute tatsächlich etwas an den grandiosen Sci-Fi-Western „Firefly“, was durch die pointierten Dialoge unterstützt wird. Man merkt hier deutlich, dass Joss Whedon am Drehbuch mitgeschrieben hat.
Eine besondere Erwähnung verdient der Soundtrack, den ich damals rauf und runter gehört habe. Auch wenn sich mein Musikgeschmack seitdem doch weiterentwickelt hat, wurde ich bei der gestrigen Sichtung wieder davon mitgerissen. Da werden Erinnerungen wach.
Fazit
Für mich zählt „Titan A.E.“ ganz klar zu den Geheimtipps zwischen den Genres. Ein Animationsfilm abseits von Disney und Anime, den man auch als Erwachsener mit viel Vergnügen schauen kann. Schade, dass von Don Bluth („In einem Land vor unserer Zeit“) in dieser Hinsicht nichts mehr kam. Einer meiner persönlichen Klassiker: 8/10 Punkte.







