Zoomania 2 – OT: Zootopia 2 (2025)

Nach einem recht entspannten und verregnetem Samstag, an dem ich viel zu früh aufgestanden bin, ging es schon recht früh aufs Sofa. Alle waren platt, besonders das Zappelinchen, das einen langen Tag bei einer BRK-Fortbildung hinter sich hatte. Die Wahl für den Filmabend fiel auf „Zoomania 2“, den wir schon gerne im Kino gesehen hätten. Seit gestern läuft der Film auch auf Disney+, so dass wir ihn endlich nachholen konnten… 🐰🦊🐍

Zoomania 2 (2025) | © Walt Disney

Zoomania 2 (2025) | © Walt Disney

Eine charmante und actionreiche Fortsetzung

Der erste Teil von „Zoomania“ hat bei mir etwas gebraucht, um zu zünden. Bei der ersten Sichtung fand ich ihn nur ganz nett, doch bei der zweiten mit den Kindern war ich schon ziemlich begeistert. Bereits damals hatte ich angekündigt, die Fortsetzung unbedingt im Kino sehen zu wollen. Hat leider nicht geklappt. Dennoch haben wir uns sehr auf die heutige Sichtung gefreut. Und was soll ich sagen? „Zoomania 2“ konnte unsere Erwartungen voll und ganz erfüllen. Es ist kaum zu glauben, dass inzwischen zehn Jahre zwischen den beiden Filmen liegen. Es wirkt nicht so. Inhaltlich setzt die Fortsetzung ziemlich genau nach dem ersten Teil an und konzentriert sich dabei vorerst auf die Beziehung zwischen Judy Hops und Nick Wilde. Das fand ich einen schönen Einstieg, noch bevor der große Fall dieser Geschichte aufgerollt wird.

Beeindruckend ist erneut, wie viel es in den einzelnen Bildern zu entdecken gibt: Teils müsste man einzelne Szenen wirklich pausieren, um jeden visuellen Gag mitzunehmen. Die Welt von Zootopia wirkt einfach lebendig und ich fand es famos, in neue Biotope zu reisen. Speziell die Marsh-Market-Szene fand ich großartig! Auch der zweite Teil lebt von seinen visuellen Einfällen und der teils hanebüchenen Action. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Kriminalfall an sich ist durchaus spannend und interessant, aber nur wenig überraschend und sehr kindgerecht erzählt. Also genau so, wie es bei solch einem Film sein muss. Ich hatte wirklich viel Spaß mit all dem und würde mir einen dritten Teil auch gerne noch anschauen. Ein solcher wird in der Post-Credit-Szene direkt angedeutet und bei dem Erfolg von „Zoomania 2“ ist es nur eine Frage der Zeit.

Fazit

Wir alle hatten wirklich viel Spaß mit „Zoomania 2“. Ein Kinobesuch hätte sich auf jeden Fall gelohnt, doch auch zu Hause kann man viel Spaß mit Hops & Wilde haben. Die Kinder, und speziell das Zappelinchen, waren extrem begeistert und das ist schließlich alles, was man sich von einem Familienfilmabend wünschen kann. Extrem kurzweilige Unterhaltung mit schöner Botschaft: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Elio (2025)

Heute stand endlich einmal wieder ein Filmabend auf dem Programm. Nach einer der forderndsten Arbeitswochen seit einer Ewigkeit (erstaunlich wie sich das immer noch steigern kann), habe ich mich abends aufs Sofa gefreut. Das Zappelinchen war beim Chorauftritt ihrer Cousine. Nachdem ich den Zwergofanten vom Karate-Training abgeholt hatte, hat sich noch mein Neffe zu uns gesellt und wir haben uns den Pixar-Film „Elio“ angeschaut, den ich schon gerne im Kino gesehen hätte. Wie er uns gefallen hat? Die Kritiken waren ja nicht sonderlich berauschend… 🛸

Elio (2025) | © Walt Disney

Elio (2025) | © Walt Disney

Ein kunterbuntes Sci-Fi-Abenteuer von Pixar

Die Geschichte um den jungen Elio, der seine Eltern verloren hat und sich nun mit seiner Tante zusammenraufen muss, ging mir durchaus zu Herzen. Die Bewältigungsstrategie des Jungen, von Aliens entführt werden zu wollen, bietet so manche witzige Situation. Spätestens wenn es dann wirklich soweit kommt, befinden wir uns in einem wilden und bunten Abenteuer, welches ein hohes Tempo und viele interessante Alien-Rassen zu bieten hat. Alles rund um Bösewicht Lord Grigon hat mich ein wenig an „Lightyear“ erinnert – und ja, in dessen Liga spielt „Elio“ irgendwie auch. Sowohl was das Setting als auch was die Qualität angeht. Beiden Filmen blieb der Publikumserfolg verwehrt und ich fand sie deutlich besser als der Durchschnitt. Kein neues Pixar-Highlight, aber ein nettes Sci-Fi-Abenteuer, das so manch charmanten Gag und eine zu Herzen gehende Geschichte bietet.

Ich mochte sehr, dass sich die Hauptfigur Elio Solís tatsächlich so verhält wie ein Kind. Ein Kind, das in seiner ganz eigenen Welt lebt, was in seiner Ausnahmesituation nur zu verständlich ist. Das ist manchmal anstrengend und fast ein wenig nervig, doch konnte ich mich gut reinfühlen. Wenn das nicht gelingt, dürfte die Kritik schon deutlich harscher ausfallen, auch weil der Rest der Geschichte nicht vor Innovation strotzt und hauptsächlich durch Situationskomik und ihre Figuren zu überzeugen weiß. Dennoch finde ich es insgesamt sehr schade, dass „Elio“ an den Kinokassen so abgestraft wurde. Das hat der Film nicht verdient, zumal er nicht nur eine Fortsetzung ist.

Fazit

„Elio“ mag nicht das Highlight unter den modernen Pixar-Filmen sein, vermutlich gehört er sogar zu den schwächeren Filmen des Studios, doch am Ende bleibt immer noch ein sehr sehenswertes Sci-Fi-Abenteuer. Ich konnte mich gut darauf einlassen und hatte einen famosen Abend. Auch die Kinder hatten ihren Spaß, wenngleich der Zwergofant auch nicht ganz so begeistert war: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: hat den Chorauftritt ihrer Cousine besucht; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Predator: Killer of Killers (2025)

Heute ist die gesamte Familie ausgeflogen: Frau bullion besucht mit einer Freundin ein Konzert und die Kinder sind im Rahmen der Schulplatzmiete im Theater. Was also mache ich? Natürlich einen Film schauen. Nur welchen? Ich hatte mir ein paar Optionen überlegt, doch die gestrige Erwähnung im „Genre Geschehen“-Podcast hat „Predator: Killer of Killers“ direkt auf den ersten Platz katapultiert. 🥷

Predator: Killer of Killers (2025) | © 20th Century Studios & Hulu

Predator: Killer of Killers (2025) | © 20th Century Studios & Hulu

Animierte Action ohne Verschnaufpause

Ich muss gestehen, dass ich von der Aussicht auf einen animierten „Predator“-Film zunächst nicht sonderlich begeistert war. Ich hatte noch „Prey“ frisch im Kopf, den ich außerordentlich gelungen fand. Als ich den ersten Trailer von „Predator: Killer of Killers“ gesehen hatte, war ich zunächst etwas enttäuscht, denn ich hatte mir einen weiteren Realfilm von Dan Trachtenberg erhofft. Von „Predator: Badlands“ erfuhr ich erst kurz danach. Auf jeden Fall war mein Bedürfnis, in diesen animierten Zwischenfilm reinzuschauen, zunächst gering. Dann häuften sich jedoch die positive Stimmen und ich hatte mir fest vorgenommen, „Predator: Killer of Killers“ vor dem nächsten Realfilm nachzuholen. Gesagt, getan.

Nach der Sichtung muss ich meine erste Einschätzung ganz klar revidieren: Ich mochte den Animationsstil unfassbar gerne. Auch der Anthologie-Aufbau hat Spaß gemacht. Tatsächlich dachte ich mir, gerade bei den ersten zwei Geschichten, dass ich sogar gerne komplette Filme à la „Prey“ in diesen Settings und mit diesen Figuren gesehen hätte. Durch die kurze Dauer der einzelnen Episoden besitzt „Predator: Killer of Killers“ ein unfassbar hohes Tempo, das kaum Zeit zum Verschnaufen lässt. Die dritte Episode fand ich ein wenig schwächer, doch die Zusammenführung der einzelnen Figuren dann wieder richtig stark. Der Kniff in der Mid-Credit-Szene, noch einmal alle Protagonist:innen der vorhergehenden Filme zu sehen, hat mir auch gut gefallen. Ob das nötig gewesen wäre? Vermutlich nicht. Doch wenn man das Franchise nun tatsächlich (noch) größer ausbauen will, dann ist Dan Trachtenberg schon auf einem recht guten Weg. Hier mein bisheriges Ranking der Filme:

  1. „Predator“ (1987) | 9/10 Punkte
  2. „Prey“ (2022) | 8/10 Punkte
  3. „Predator: Killer of Killers“ (2025) | 8/10 Punkte
  4. „Predator 2“ (1990) | 7/10 Punkte
  5. „Predators“ (2010) | 7/10 Punkte
  6. „Predator: Upgrade“ (2018) | 7/10 Punkte

Fazit

Ich hatte befürchtet, „Predator: Killer of Killers“ sei nur Content für einen Streaming-Dienst. Allerdings ist dieser animierte Anthologie-Film weit gelungener als ich je gehofft hätte. Jede einzelne Geschichte ist sehenswert, die Action äußerst brutal und die Figuren erstaunlich gut ausgearbeitet. Sollte man als Fan der Reihe durchaus gesehen haben. Hat mich sehr positiv überrascht: 8/10 Punkte.

Cars 3: Evolution – OT: Cars 3 (2017)

Eine lange Woche geht zu Ende. Nach dem Feierabend bin ich noch schnell zum Wertstoffhof gefahren, um die restlichen Gartenabfälle loszuwerden. Danach noch Hausputz und abends mit dem Zwergofanten zum Karate-Training. Heute bei -4 °C haben wir allerdings die Räder stehen lassen. Dann gab es noch Pizza für alle. Das Zappelinchen war danach beim Bereitschaftsdienst und für den Rest der Familie stand zunächst der Kurzfilm „LOU“ und mit „Cars 3: Evolution“ nach zwei Wochen endlich wieder einen Filmabend auf dem Programm. 🏁

Cars 3: Evolution (2017) | © Walt Disney

Cars 3: Evolution (2017) | © Walt Disney

Ein runder Abschluss(?) der Animationsfilmreihe

Es ist schon verblüffend, wie Pixar den ungeliebten „Cars 2“ komplett ausklammert. Tatsächlich könnte man sich diesen dritten Teil auch direkt nach „Cars“ anschauen und hätte vermutlich keine offenen Fragen. Inhaltlich steht der Rennzirkus dieses Mal komplett im Fokus. Noch mehr als im ersten Teil und im Vergleich zum direkten Vorgänger sowieso. Für Lightning McQueen geht seine Karriere so langsam zu Ende. Ein Aspekt, den ich wirklich schön erzählt fand. Der rote Flitzer muss dem Nachwuchs Platz machen bzw. seinen neuen Platz in dieser sich verändernden Welt finden. Die Geschichte und Charakterentwicklung passt wirklich gut in den dritten Teil dieser Trilogie. Allerdings bezweifle ich, dass wir dem roten bzw. nun blauen Rennwagen zum letzten Mal begegnet sind.

„Cars 3: Evolution“ sieht fantastisch aus und bietet wohl auch die erwachsenste Geschichte der Reihe. Ich muss jedoch sagen, dass mir der Fokus zu sehr auf den Rennsport gesetzt wurde. Da hatte ich sowohl mit der Doc-Hollywood-Variante des ersten Teils als auch dem völlig überdrehten Agenten-Thriller des Vorgängers mehr Spaß. Gerade weil die Filme so wunderbar unterschiedlich waren. Dieser Film geht auf Nummer sicher, was ich durchaus verstehen kann. Für mich ist er deshalb leider der schwächste Teil der Reihe, dabei aber immer noch wirklich unterhaltsam. Der Zwergofant sieht das übrigens ähnlich. Dafür träumt er nun davon, Rennfahrer zu werden. Selbst als Teenager noch empfänglich für das „Cars“-Franchise.

Fazit

Mir hat „Cars 3: Evolution“ viel Spaß gemacht. Es war schön, die bekannten Figuren wiederzusehen. Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Zeit abseits der Rennstrecke gewünscht. Insgesamt ein schöner Abschluss dieser unfassbar erfolgreichen Pixar-Filmreihe. Schön, dass wir trotz unseres (und da schließe ich den Zwergofanten mit ein) fortgeschrittenen Alters noch einmal reingeschaut haben: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: hatte Bereitschaftsdienst; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Cars 2 (2011)

Heute Abend waren der Zwergofant und ich einmal wieder alleine, da die Damen des Hauses sich ein Theaterstück angeschaut haben. Bei unserem einsamen Filmabend stand „Cars 2“ auf dem Programm, den ich bisher auch noch nicht gesehen hatte. Ich kann mich allerdings noch gut an ein großformatiges Vorlesebuch erinnern, das sich der Zwergofant als Kind unzählige Male mit mir zusammen angeschaut hat. Und wie ist der Film? Das erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🏁

Cars 2 (2011) | © Walt Disney

Cars 2 (2011) | © Walt Disney

Eine überraschend gelungene Fortsetzung

„Cars 2“ eilt der nicht sonderlich schmeichelnde Ruf voraus, der schlechteste aller Pixar-Filme zu sein. Doch schon der erste „Cars“ hat ja nicht den besten Ruf und mir bzw. uns hat er sehr gut gefallen. Nun also der zweite Teil, der unsere Gang aus dem beschaulichen Radiator Springs nicht nur in die weite Welt führt, sondern auch noch in eine Agentengeschichte à la „James Bond“ verstrickt. Das war für viele Kritiker:innen wohl auch ein großer Kritikpunkt, den ich nicht so wirklich nachvollziehen kann. Schließlich versucht man hier etwas Neues und wärmt nicht nur den ersten Teil auf. Natürlich sollte man kein philosophisch angehauchtes Meisterwerk à la „Soul“ oder „Alles steht Kopf“ erwarten, doch wenn man einen reinen Abenteuerfilm sehen will, dann kann man unglaublich viel Spaß mit dem Film haben.

„Cars 2“ ist liebevoll erzählt und transferiert alle möglichen Agentenfilm-Klischees in die Autowelt dieses Franchises. Wie in meiner Besprechung des ersten Teils erwähnt, bin ich kein sonderlicher Autofreund. Dennoch mag ich die Figuren und die Dynamik mit der diese Welt inszeniert wird. In diesem zweiten Teil werden z.B. klassische Verfolgungsjagden, die normalerweise zu Fuß stattfinden, als Autoverfolgungsjagd inszeniert, was auf mehreren Ebenen komisch ist. Die Geschichte besitzt auch einen, wenig überraschenden, emotionalen Kern. Sowohl der Zwergofant als auch ich hatten viel Spaß mit dieser kunterbunten Agentengeschichte rund um den Autorennzirkus. Sicher nicht die naheliegendste Fortsetzung, doch eine, die für uns erstaunlich gut funktioniert hat.

Fazit

Ist „Cars 2“ der schlechteste Pixar-Film? Vielleicht. Bei dem hochqualitativen Output des Studios, ist das allerdings immer noch besser als viele andere Werke. Wir hatten viel Spaß mit diesem zweiten Teil und werden beim nächsten Filmabend zu zweit auch noch das große Finale anschauen. Wer hätte gedacht, dass wir in diese Reihe erst dann einsteigen, wenn der Zwergofant eigentlich schon viel zu alt ist? Aber was schreibe ich da, denn schließlich habe auch ich mit Mitte 40 noch viel Spaß mit den Filmen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: war im Theater; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Cars (2006) (WS1)

Eine anstrengende Woche geht zu Ende. Hatte sie wirklich nur vier Tage? Ich kann es kaum glauben. Das Zappelinchen war heute auf einer Geburtstagsparty und Frau bullion mit einer Freundin essen. Somit waren der Zwergofant und ich alleine. Die Laune war nicht sonderlich gut, denn der junge Mann kränkelt, obwohl er ab morgen große Pläne hat. Typisch. Heute wollten wir auf jeden Fall einen Filmabend genießen. Obwohl auch erwachsenere Filme zur Wahl standen, hat sich der Zwergofant sich für den Pixar-Hit „Cars“ entschieden. Warum und wieso? Das lest ihr hier… 🚗

Cars (2006) | © Walt Disney

Cars (2006) | © Walt Disney

Ein von der Kritik zu unrecht gescholtener Hit

Es ist inzwischen bereits unfassbare 17 Jahre her, dass ich „Cars“ zum ersten Mal gesehen habe. Damals habe ich den Film wider Erwarten wirklich toll gefunden. Und das obwohl ich mit Autos eher wenig anfangen kann. Der Zwergofant wurde im selben Jahr geboren, als „Cars 2“ in die Kinos kam. Entsprechend ist er komplett in den Merchandising-Hype reingerutscht: Trinkflaschen mit Lightning-McQueen-Aufdruck, T-Shirts, Bettwäsche usw. Ich kann mich auch noch gut an ein Vorlesebuch zu „Cars 2“ erinnern. Und ein Piston-Cup-Brettspiel, das wir unzählige Male gespielt haben. Nicht zu vergessen auch die „Cars“-Carrera-Bahn, die heute noch auf dem Dachboden steht. Den Film jedoch haben wir nie komplett gesehen. Wieso? Der Zwergofant war schon immer eher ängstlich, was Filme angeht. Zumindest damals. Somit mussten wir den einzigen Versuch in der Szene abbrechen, als Lightning McQueen nachts aus dem seinem Transporter gerollt ist. Noch bevor der rote Flitzer überhaupt in Radiator Springs ankommt und dort seine neuen Freunde trifft.

Heute also haben wir gemeinsam „Cars“ nachgeholt und dem Kinderfilmhit Vorzug vor actionreicher Erwachsenenkost gegeben. Irgendwie schön. Aufgrund seiner Stellung als Gelddruckmaschine für Spielzeug und Merchandising-Produkte hat „Cars“ nicht den besten Ruf unter den Pixar-Filmen. Sieht man einmal von all den äußeren Faktoren ab, erzählt der Film zwar eine bekannte Geschichte, weiß diese jedoch mit viel Charme und tollen Figuren anzureichern. Die Autowelt ist zudem wirklich liebevoll dargestellt und sieht selbst nach 19 Jahren immer noch fantastisch aus. Die knapp zwei Stunden Laufzeit sind wirklich wie im Flug vergangen und sowohl der Zwergofant als auch ich mussten teils laut lachen und hatten beständig ein Grinsen im Gesicht. Man liest im Zusammenhang mit „Cars“ teils vom ersten kreativen Bankrott Pixars, dem ich absolut nicht zustimmen kann. Eine simple Geschichte, wunderbar unterhaltsam umgesetzt.

Fazit

Ich wiederhole mich: „Cars“ mag nicht der stärkste Pixar-Film sein, jedoch ist er definitiv mehr als sehenswert. Umso schöner, dass er auch für große Kinder und im inneren junggebliebene Erwachsene wie mich noch funktioniert. Es war ein richtig schöner Filmabend und wir werden uns beizeiten bestimmt noch den Fortsetzungen zuwenden, die ich auch noch nicht kenne: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer Geburtstagsparty; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando – OT: Toy Story 4 (2019)

Die zweite Geburtstagsfeier des Wochenendes liegt hinter mir. Da ich früher zu Hause war als gedacht, haben wir recht spät noch einen Film angemacht. Das Zappelinchen dagegen war noch unterwegs, weshalb ich mit „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“ den nächsten Teil einer Reihe ausgesucht habe, die sie ohnehin nicht mit schaut. Für mich war das heute die erste Sichtung. Wie uns die späte Fortsetzung des Pixar-Hits gefallen hat? 🎠

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando (2019) | © Walt Disney

A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando (2019) | © Walt Disney

Ein schöner aber unnötiger vierter Teil der Reihe

Wie ihr vielleicht wisst, liebe ich die „Toy Story“-Trilogie. Jene Filme, die sich um Andy drehen. Der dritte Teil bildete den perfekten Abschluss. Leider(?) war er so erfolgreich, dass Pixar die Reihe natürlich fortgesetzt hat. Ich hatte mich darauf gefreut, liegen mir die Figuren doch sehr am Herzen. Nach einem kurzen Rückblick, der noch einmal Andy ins Zentrum stellt, lernen wir das Leben der Spielzeuge bei ihrem neuen Kind Bonnie kennen. Was soll ich sagen? Hier hat für mich schon die Magie gefehlt. Die Probleme sind ähnlich wie damals bei Andy und Woody will sich natürlich um Bonnie kümmern. All das wirkt einerseits sehr bekannt und doch so anders, dass sich bei mir nicht so recht das wohlige „Toy Story“-Gefühl einstellen wollte.

Ich fand Forky durchaus witzig und auch der Roadtrip war ein Abenteuer, das man in dieser Dimension so noch nicht gesehen hatte. Der Film bietet einige nette Gags, rasante Actionszenen und er sieht absolut fantastisch aus. Wahnsinn, welchen Sprung die Technik in den 24 Jahren seit dem ersten Teil gemacht hat. Bösewichtin Gabby Gabby kommt leider nicht an Lotso aus dem dritten Teil heran. Auch die Beziehungen der Spielzeuge untereinander, welche gerade im zweiten Teil wunderbar aufgebaut wurden, bleiben hier etwas auf der Strecke. Das alles klingt nun weit negativer als es ist. „Toy Story 4“ (so der eingängigere Originaltitel) hat einiges zu bieten und ist ein absolut gelungener Animationsfilm. Das Herz, das die ersten drei Teile auszeichnete, fehlt ihm jedoch etwas. Ich hatte viel Spaß damit, aber es ist auch schade zu sehen, dass es irgendwann gut sein sollte mit den Fortsetzungen.

Fazit

Leider kann „Toy Story 4“ nicht an die fantastische Andy-Trilogie anschließen. Als Nachklapp funktioniert der Film wunderbar und erzählt eine unterhaltsame Abenteuergeschichte, die großartig aussieht. Was nun „Tory Story 5“ noch beitragen soll? Gerade wenn man den Verbleib der populären Figuren im Kopf hat? Ich werde bestimmt auch wieder reinschauen, habe aber keine großen Hoffnungen: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer Geburtstagsfeier; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Toy Story 3 (2010) (WS1)

Meine letzte Filmsichtung liegt über sechs Wochen zurück. Sechs Wochen! Das heißt ich habe im gesamten Juli keinen einzigen Film gesehen. Heute war es mit dem Start der Sommerferien jedoch soweit. Das Karate-Training hat Pause und somit war der Freitagabend frei für einen Film. Die Wahl fiel auf „Toy Story 3“, da das Zappelinchen nach einem konfliktreichen Tag lieber in ihrem Zimmer blieb und wir die ersten beiden Teile auch schon ohne sie gesehen hatten. 🧸

Toy Story 3 (2010) | © Walt Disney

Toy Story 3 (2010) | © Walt Disney

Der perfekte Abschluss der „Toy Story“-Trilogie

Ja, ich weiß, dass es einen vierten Teil gibt und ein fünfter Teil bereits geplant ist. Ich bin mir jedoch sicher, dass keiner davon zu solch einem runden Finale führen wird, wie dieser dritte Teil. Diesen Eindruck hatte ich schon bei meiner ersten Sichtung vor 15 Jahren. Damals träumte ich noch davon, die Reihe einmal komplett mit meiner Tochter zu sehen. Vermutlich habe ich dafür zu lange gewartet. Der Zwergofant jedoch war noch in Stimmung dafür, nachdem ihm sowohl „Toy Story“ als auch „Toy Story 2“ sehr gut gefallen haben. Auch das Xbox-360-Spiel zu „Toy Story 3“ hat es ein paar Mal auf den Fernseher geschafft. Die Vorfreude auf den dritten Teil war auf jeden Fall da.

Der sentimentale Grundton des Films hat mich dieses Mal noch härter erwischt, als beim ersten Mal. Auch meine Kinder wachsen so langsam aus ihren Spielsachen raus. Das Zappelinchen ist 15 und voll in der Pubertät, der Zwergofant wird Ende des Jahres 13 und damit auch ein Teenager. In „Toy Story 3“ wird das Erwachsenwerden bzw. Loslassen der Kindheit durch die Beziehung von Kindern zu ihren Spielzeugen symbolisiert. Dazwischen wird ein unfassbar unterhaltsamer Gefängnisfilm erzählt, der nur so vor Ideen strotzt. Herrlich! Der Kern des Films liegt jedoch woanders und da verwundert es auch nicht, dass ich die letzten 10 Minuten durchgeheult habe. Wenn die Kamera in der letzten Einstellung dann in die Wolken fährt, welche die erste Einstellung von „Toy Story“ widerspiegeln, in der wir die Wolkentapete in Andys Zimmer sahen, dann ist das der perfekte Abschluss dieser Trilogie. Auch wenn die nachfolgenden Filme gelungen sein mögen, dieses Ende war perfekt.

Fazit

Ich liebe die ersten drei „Tory Story“-Filme. Wie in den Besprechungen der ersten beiden Filme beschrieben, habe ich eine besondere Beziehung zu ihnen. Dieser dritte Teil trifft mich emotional auf so vielen Ebenen und ist nebenbei noch ein unfassbar unterhaltsames Gefängnisabenteuer. Ein fantastischer Film, bei dem man die Liebe und den Aufwand merkt, die in ihn hineingeflossen sind. Herausragend: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: ist lieber in ihrem Zimmer geblieben; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Toy Story 2 (1999) (WS1)

Nach dem heutigen Halbmarathon war ich abends recht platt und doch ist es mir sehr leicht gefallen, beim Filmabend wach zu bleib. Da das Zappelinchen heute mit der Schulplatzmiete im Opernhaus war und sich ein Ballett angeschaut hat, haben wir direkt „Toy Story 2“ eingelegt. Der Zwergofant war vom ersten Teil richtig begeistert und hat sich enorm auf den zweiten gefreut. Ich übrigens auch. 🤠

Toy Story 2 (1999) | © Walt Disney

Toy Story 2 (1999) | © Walt Disney

Vielleicht die beste Pixar-Fortsetzung überhaupt

Damals war es sehr ungewöhnlich, dass Fortsetzungen zu Animationsfilmen ins Kino kommen. Das war eher so ein Direct-to-Video-Ding. Heute kaum vorstellbar. „Toy Story 2“ hat es zurecht auf die große Leinwand geschafft. Bis heute ist es vielleicht die beste Fortsetzung eines Pixar-Films überhaupt. „Alles steht Kopf 2“ würde ich noch gelten lassen und „Toy Story 3“ eventuell auch, doch dazu ein anderes Mal mehr. Obwohl nur vier Jahre seit dem ersten Teil vergangen sind, merkt man dem Film den technischen Fortschritt enorm an. Das hatte ich gar nicht mehr so im Kopf. Jedoch sind die Charaktermodelle noch detaillierter, was ebenso auf die Welt zutrifft. Besonders wenn man die beiden Hunde in den Filmen vergleicht, wirkt das wie ein Sprung in die Zukunft. Wahnsinn! Was war das für eine spannende Zeit für den Animationsfilm.

Neben den technischen Errungenschaften des 26(!) Jahre alten Films, den ich zuletzt 2006 gesehen habe, überzeugt vor allem der Inhalt. Die Welt rund um Woody wird so viel größer. Um ihn bildet sich eine komplett neue Gruppe an Figuren, welche perfekt in die Geschichte passt. So manch ein Gag des ersten Teils wird wieder aufgegriffen und bis zur urkomischen Perfektion getrieben. Der Film ist wirklich unfassbar lustig und der Zwergofant ist aus dem Lachen teils gar nicht mehr rausgekommen. Dabei erzählt er eine herzergreifende Geschichte, die wohl alle nachvollziehen können, deren Kindheit ähnlich durch Spielzeug geprägt war. Inzwischen weiß ich, dass sich dieser Aspekt im dritten Teil noch einmal verstärkt, doch die Grundlagen wurden bereits hier gelegt. Die animierten Outtakes im Abspann runden den perfekten Eindruck des Films gekonnt ab.

Fazit

Ich liebe „Toy Story 2“ mindestens genauso sehr wie seinen Vorgänger. Ich könnte gar nicht sagen, welchen Film ich gelungener finde. Beide Geschichten greifen perfekt ineinander und die etablierte Welt wird wunderbar erweitert. Die Figuren wachsen und entwickeln sich weiter. Auch über den Animationsfilm hinaus eine der besten Fortsetzungen, die jemals produziert wurden: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: war ein Ballett anschauen; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm

Toy Story (1995) (WS2)

Nach einem wirklich anstrengenden Freitag war auch der Abend turbulent: Das Zappelinchen war auf einer Geburtstagsfeier eingeladen und Frau bullion mit Kolleginnen strawanzen. Also brachte ich den Zwergofanten einmal wieder zum Karate-Training und danach habe ich für uns Pizza gemacht. Eigentlich hatte ich aufgrund der fortgeschrittenen Stunde keinen Filmabend mehr geplant, doch der Zwergofant wünschte sich „Toy Story“ und da dieser knackig kurz ist, sind wir einmal wieder in die Welt der Spielzeuge zurückgekehrt… 🤠🚀

Toy Story (1995) | © Walt Disney

Toy Story (1995) | © Walt Disney

Auch nach 30(!) Jahren mitreißend und modern

Ich habe bereits in meiner ersten Besprechung im Jahr 2006 darüber geschrieben: Mit „Toy Story“ verbinde ich besondere Erinnerungen, da ich die ersten beiden Filme während meiner Zivi-Nachtwachen in einem Wohnheim für Jugendliche mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen häufiger geschaut habe. Seitdem sind mir die Filme unfassbar ans Herz gewachsen. Meine letzte Sichtung liegt nun auch schon wieder acht Jahre zurück und der Zwergofant konnte sich kaum noch an etwas erinnern. Vermutlich auch, weil er beim letzten Mal (mit viereinhalb Jahren) nach der Hälfte ausgestiegen ist. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass er sich heute diesen Film gewünscht hat. Vielleicht schaffen wir es dieses Mal ja, die komplette Reihe zu schauen? Den vierten Teil kenne ich nämlich selbst noch nicht. Es wird Zeit.

Auch wenn „Toy Story“ in den ersten Minuten durchaus etwas angestaubt aussieht, so verfliegt dieser Eindruck doch rasend schnell. Spätestens im actionreichen Finale wirkt der Film immer noch unfassbar mitreißend und modern. Es war wirklich ein Geniestreich von Pixar, die Limitationen der Technik dadurch auszuhebeln, indem einfach Spielzeuge die Protagonist:innen stellen. Oberflächen, die wie Kunststoff aussehen? Kein Problem, Spielzeuge sind ja aus Kunststoff. Stilistisch auffällig ist zum Beispiel auch, dass es keine Tiefenunschärfe gibt. Auch bei nahen Einstellungen ist der Hintergrund komplett scharfgezeichnet. Doch selbst das fällt nur auf, wenn man darauf achtet. Die Geschichte und Figuren sind einfach zu mitreißend. Die Inszenierung ist temporeich, die Songs schmissig und die Zeit verfliegt gerade nur so. Ich kann es einfach nicht fassen, dass es nun schon dreißig Jahre her ist, dass ich diesen ersten abendfüllenden 3D-Animationsfilm im Kino gesehen habe. Wie kann das sein?

Fazit

Man könnte annehmen, dass „Toy Story“ nach unzähligen Sichtungen langweilig geworden ist. Nichts könnte ferner von der Wahrheit sein. Ich entdecke immer wieder neue Details und erfreue mich an den Figuren. Es fühlt sich tatsächlich an, wie nach Hause kommen. Auch aufgrund des Themas, denn viele Spielzeuge erkenne ich tatsächlich wieder. Der Zwergofant war auch begeistert und nun freuen wir uns beide auf die Fortsetzungen: 10/10 Punkte. (Zappelinchen: war auf einer Geburtstagsfeier; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Prädikat: Lieblingsfilm