TRON: Ares (2025)

Nach einem langen Tag voller Rutschen-Action folgt nun, leicht verspätet, meine Besprechung von „TRON: Ares“, den ich gestern im Kino gesehen habe. Eigentlich wollte ich die Sichtung aufschieben, denn die Kritiken waren zu durchwachsen und ein passendes Zeitfenster gab es auch nicht. Da jedoch die Übernachtungsparty des Zwergofanten ins Wasser gefallen ist, wollte er zumindest mit einem seiner Freunde ins Kino. Da der Film nur nach 20 Uhr lief, ging das nur mit Begleitperson. Somit kam ich doch noch in den Genuss. Der Rest der Familie hat sich parallel übrigens „No Hit Wonder“ angeschaut. Welcher Film wohl die besser Wahl gewesen ist? 👾

TRON: Ares (2025) | © Walt Disney

TRON: Ares (2025) | © Walt Disney

Ein überraschend lohnenswerter Kinobesuch

Wie in meinen letztjährigen Besprechungen festgehalten, liebe ich den ersten „TRON“ sehr. Weil er, aus heutiger Perspektive, so wunderbar naiv erzählt ist und die damalige technische Meisterleistung inzwischen eher niedlich wirkt. Es ist zudem einer der wenigen Filme, die ich bewusst mit meinem Vater gesehen habe. Die späte Fortsetzung „TRON: Legacy“ bietet einen audiovisuellen Rausch und sieht immer noch unfassbar gut aus. Der Score von Daft Punk ist herausragend und läuft bei mir immer wieder in Dauerschleife. Was hat nun also „TRON: Ares“ zu bieten? Der erste Teaser hat mich umgehauen, doch schon der längere Trailer ließ mich zweifeln: Die Programme verlassen das Raster und begeben sich in die Realität? Das wäre nicht der Weg gewesen, den ich als Drehbuchautor eingeschlagen hätte. Aber es ist nicht mein Film und somit war ich gespannt, was er zu bieten hat.

Inhaltlich hat mich „TRON: Ares“ fast schon positiv überrascht. Der 3D-Druck der Programme hat, im Rahmen der Geschichte, fast schon Sinn gemacht. Immer noch nicht mein liebstes Element, aber ich konnte es hinnehmen. Auch die grobe Skizze der Geschichte samt KI, die gegen ihre Schöpfer rebelliert, wusste zu gefallen. Der Teufel steckt eher in den Details und es wird viel Potenzial verschenkt. Ich denke hier z.B. an die Szene, in der Ares die Computer-Welt des 1982er „TRON“ betritt: Ein wirklich netter Einfall, doch es wird inhaltlich nichts daraus gemacht. Überhaupt wirkt die Welt innerhalb des Rasters (egal welchen Unternehmens) seltsam nutzlos. Sowohl im Originalfilm als auch in „TRON: Legacy“ war das Raster ein Ort voller fremdartiger Landschaften, Schauplätze oder Nacht-Clubs. In „TRON: Ares“ ist das Raster nicht belebt und es scheint nur eine Kulisse zu sein. Einzig die Action-Sequenz auf dem Wasser bot ein wenig Abwechslung. Die Action in der Realität hat mich dagegen eher an „Pixels“ denken lassen. War aber zugegebenermaßen beeindruckend. Das bringt mich dann auch zu den formellen Aspekten: „TRON: Ares“ sieht über weite Strecken fantastisch aus (aber nicht besser als der Vorgänger). Der Score von Nine Inch Nails reicht für mich dagegen nicht an den von Daft Punk heran. Vielleicht muss ich ihn aber auch noch ein paar Mal hören. Und Jared Leto? Nicht meine Lieblingsbesetzung, aber für mich auch kein Hassobjekt. Mich haben eher die tonalen Unstimmigkeiten in der Figur gestört. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich eine erstaunlich gute Zeit mit dem Film hatte. Nach den Kritiken hatte ich eine Vollkatastrophe erwartet. Am Ende ist es nur eine belanglose Fortsetzung, die mich doch positiv überrascht hat.

Fazit

Da „TRON: Ares“ erst kurz vor 21 Uhr startete, war es ein sehr langer Kinoabend. Trotzdem ist die Zeit wie im Flug vergangen. Auch der Zwergofant und sein Freund hatten viel Spaß mit dem Film. Er wird allerdings nicht lange im Gedächtnis bleiben und auch der Stil wird nicht so lange frisch wirken, wie noch der des Vorgängers. Kaum zu glauben, dass 15 Jahre zwischen den  beiden Filmen liegen. Dennoch freue ich mich, dass es dieses unwahrscheinliche Franchise auf drei Filme gebracht hat: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: saß zwei Kinosäle weiter in „No Hit Wonder“; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Projekt 52 – 2025 #44: Auf Reisen…

Projekt 52 LogoEs geht Schlag auf Schlag: Schon befinden wir uns im November und folglich sind auch neue Aufgaben des Projekt 52 am Start: Den Angang macht das Thema Auf Reisen… und da ich im ganzen November nicht auf Reisen gehe, habe ich bei einem meiner Läufe spontan ein reisendes Huhn fotografiert. Es ist über die Straße spaziert und gehört vermutlich in den dahinterliegenden Garten. Zumindest waren dort im Gras noch andere Hühner. Da merkt man einfach, dass ich auf dem Land lebe. Ich liebe das ja. So gibt es immer etwas zu entdecken und reichlich Motive für dieses Fotoprojekt:

Ein Huhn geht über die Straße, im Hintergrund sind herbstliche Bäume zu sehen

Ein Huhn geht über die Straße, im Hintergrund sind herbstliche Bäume zu sehen

Motiv: Ein Huhn geht auf Reisen – wohin es nur will?
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Blood & Sinners – OT: Sinners (2025)

Es ist Halloween und beide Kinder sind dieses Jahr bei ihren Cousins eingeladen. Ich selbst habe knapp 200 Süßigkeiten verteilt und ein paar Kinder erschrocken. Danach gab es leckere Kürbisflammkuchen und mit „Blood & Sinners“ einen der Horrorfilme des Jahres, die unbedingt noch sehen wollte. Wobei Horrorfilm die falsche Einordnung ist. Dazu jedoch im Verlauf der Besprechung mehr… 🎸

Blood & Sinners (2025) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Blood & Sinners (2025) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Blues von der Dämmerung bis zum Morgengrauen

Es ist schon erstaunlich welch großen Hype „Blood & Sinners“ erfahren hat. Ich finde das fantastisch und kann es dennoch nicht so ganz nachvollziehen: Was ist Ryan Cooglers Film nun eigentlich? Ein schwarzes Gangsterepos? Ein Film über die Kraft des Blues? „From Dusk Till Dawn“ im Mississippi der 1930er Jahre? Vermutlich all das zusammen. Umso mehr erstaunt mich der große Erfolg, denn Zuschauer:innen, die Vampire sehen wollen, müssen lange warten. Fans von Musikfilmen wird die Gewalt abschrecken. Doch vermutlich ist es genau das, was den Erfolg des Films ausmacht: Er lässt sich in keine Schublade stecken. Das Kinopublikum ist vielleicht doch vielfältig interessierter, als nur perfekt auf die Zielgruppe zugeschnittene Blockbuster ohne Ecken und Kante sehen zu wollen. Ryan Coogler (u.a. „Black Panther“) hat alles richtig gemacht, denn „Blood & Sinners“ besitzt einige Ecken und Kanten. Das Pacing ist nicht immer stimmig, er nimmt sich mal zu viel, mal zu wenig Zeit. Die Figuren sind kantig und all das macht den Film deutlich interessanter, als was man sonst häufig sieht.

Ich hätte mir auch die Geschichte der Smokestack-Zwillinge (grandios gespielt von Michael B. Jordan) ohne Vampire angesehen. Die Figuren wären spannend genug gewesen. Dazu die famose Musik und das Südstaaten-Setting. Fantastisch! Coogler hätte die Vampire auch weglassen und einen ausführlichen Kampf gegen den Ku-Klux-Klan zeigen können. Aber nein, er hat sich für einfach alles entschieden. Das ist wirklich sehr erfrischend zu sehen. Auch die Mid-Credit-Szene lohnt sich hier ausnahmsweise. Hätte ich auch gerne als Teil des Films gesehen. Doch das ist eben auch so eine Sache: Coogler macht sein Ding. Er hat mehr als genug Blockbuster-Erfahrung und mixt nicht nur Genres, sondern auch Konventionen. Die 4K Ultra HD Blu-ray sieht übrigens fantastisch aus und klingt auch so. Große Empfehlung:

Fazit

„Blood & Sinners“ hat nicht nur mir, sondern auch Frau bullion ausgesprochen gut gefallen. Dabei ist sie überhaupt keine Horrorfilm-Freundin. Aber wie gesagt: Das ist auch nur ein kleiner Bruchteil dieses zurecht unfassbar erfolgreichen Genremixes. Die Kinder habe ich übrigens gerade zurück ins Haus gebeten. Hoffentlich waren sie keinen Vampiren begegnet: 9/10 Punkte.

Projekt 52 – 2025 #43: Gönn ich mir!

Projekt 52 LogoDie Umsetzung des heutigen Themas für das Projekt 52 hatte ich direkt im Kopf: Zwar gönne ich mir ab und zu auch Filme für meine Sammlung oder LEGO-Sets, doch bei dem Thema Gönn ich mir! sind mir als erstes Süßigkeiten in den Kopf gekommen. Diese gönne ich mir tatsächlich sehr zu oft. Gerade Schokolade ist meine große Schwäche. Neben Nüssen und Kartoffelchips. Gerade beim Fernsehen kann ich nur schwer an mich halten. Wenn ich nicht so regelmäßig laufen gehen würde, hätte ich locker 20 kg mehr auf den Rippen. Tatsächlich ist das auch ein großer Teil meiner Motivation, regelmäßig Sport zu treiben: Mir etwas gönnen zu können. Gesund ist das natürlich nicht und ich versuche zumindest in der Fastenzeit auf süße und salzige Leckereien (ungesalzene Nüsse ausgenommen) zu verzichten. Klappt für die knapp zwei Monate recht gut, aber für immer wäre das nichts. Deshalb gönn ich mir:

Eine Schüssel mit Leckereien auf dem Couchtisch vor dem Fernseher

Eine Schüssel mit Leckereien auf dem Couchtisch vor dem Fernseher

Motiv: Eine Schüssel mit Leckereien auf dem Couchtisch vor dem Fernseher
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Projekt 52 – 2025 #42: Action

Projekt 52 LogoDie aktuelle Aufgabe des Projekt 52 ist mir diesen Monat wohl am schwersten gefallen. Das Thema ist Action und dieses fotografisch umzusetzen, hat mich vor eine Herausforderung gestellt. Zunächst wollte ich recht aufwändig Bewegung fotografieren. Ein Kind beim Radfahren z.B. mit entsprechender Bewegungsunschärfe. Schon im Studium habe ich gelernt, dass dies Dynamik erzeugt und eine Bewegung bzw. Action einfängt. Dann jedoch ist mir beim täglichen Morgensport der Beutel mit meinen Boxhandschuhen aufgefallen. Auf diesem steht „Be in Action!“ und ja, in meinem wenig actionreichen Leben hat sich das Boxen tatsächlich immer wie Action angefühlt. Die Handschuhe stauben nun zwar schon seit einem halben Jahr ein, doch stehen sie immer noch für Action:

Meine Boxhandschuhe mit Beutel, auf dem "Be in Action!" steht

Meine Boxhandschuhe mit Beutel, auf dem „Be in Action!“ steht

Motiv: Meine Boxhandschuhe mit Beutel, auf dem „Be in Action!“ steht
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Projekt 52 – 2025 #41: Zug

Projekt 52 LogoWeiter geht es mit Projekt 52 und dem Thema Zug. Manchmal komme ich beim Laufen ja an einer Eisenbahnstrecke vorbei und ab und zu gelingt mir auch ein Foto. Diese Woche habe ich das aber nicht geschafft. Also einmal überlegen. Vielleicht einen der alten Brio-Spielzüge der Kinder? Oder etwas von LEGO? Dann habe ich mich einfach umgedreht und mein Blick fiel in die Vitrinen meiner Filmsammlung: Darin befindet sich schon seit geraumer Zeit die 4K-Ultra-HD-Sonderedition der „Harry Potter“-Filme in einer Sonderverpackung in Form des Hogwarts Express. Gesagt, getan. Das hat mich dann auch daran erinnert, dass ich die Reihe auch noch mit den Kindern schauen wollte. Vielleicht ein Projekt für die Weihnachtstage? Dann geht es ab in den Zug:

Die 4K-Ultra-HD-Sonderedition der "Harry Potter"-Filme in Zugform

Die 4K-Ultra-HD-Sonderedition der „Harry Potter“-Filme in Zugform

Motiv: Die 4K-Ultra-HD-Sonderedition der „Harry Potter“-Filme in Zugform
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Alien: Earth – Staffel 1 (2025)

Normalerweise halte ich es ja ganz gut aus, aktuelle Serien nicht sofort zu schauen. Ich warte ganz gerne bis Serien abgeschlossen sind bzw. zumindest so lange, bis eine Fortführung der Geschichte gesichert ist. Bei „Alien: Earth – Staffel 1“ war das jedoch anders. Ich liebe die „Alien“-Filme. Den ersten besonders, doch auch die Fortsetzungen samt „Prometheus: Dunkle Zeichen“. Somit war ich extrem gespannt auf die Serie. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🌎

Alien: Earth | © FX & Disney

Alien: Earth | © FX & Disney

Faszinierende Sci-Fi mit schwachem Xenomorph

Wie der Titel verlauten lässt, spielt „Alien: Earth“ auf der Erde. Dieser Aspekt hat mich im Vorfeld vermutlich am meisten abgeschreckt, denn ich musste natürlich an „Aliens vs. Predator 2“ denken, der zu den schlechtesten Filmen gehört, die ich je gesehen habe. Glücklicherweise spielt „Alien: Earth“ in der Zukunft und zwar exakt zwei Jahre vor dem allerersten „Alien“-Film. Wir werden direkt in die erste Episode namens „Neverland“ hineingeworfen und befinden uns sofort und ohne Zweifel im „Alien“-Universum. Auf einem Schiff, dessen Innenraum der Nostromo zum Verwechseln ähnlich sieht, erleben wir, zu diesem Zeitpunkt noch ohne Kontext, den Angriff eines Xenomorphs. Hier muss ich direkt auf meinen ersten und größten Kritikpunkt an der Serie eingehen: Die Darstellung des titelgebenden Monsters. Showrunner Noah Hawley setzt dabei auf praktische Effekte, sprich ganz klassisch einen Mann im Anzug. Eigentlich begrüßenswert, denn mir waren die digitalen Xenomorphe in „Alien: Romulus“ schon fast zuviel des Guten. Allerdings wird das Xenomorph, gerade in den ersten Episoden, so häufig in kompletter Pracht gezeigt, dass man stets sieht, dass es sich eben nur um einen Mann im Anzug handelt. Das Xenomorph hat viel zu viel Screentime und wird leider auch nicht gelungen in Szene gesetzt. Seine Haut wirkt trocken und es fehlt der Schleim. Wenn ich da an die stimmungsvolle und sparsame Inszenierung eines Ridley Scotts denke, die bereits 1979 für Gänsehaut sorgte, dann verliert das ikonische Monster in der Serie leider ziemlich an Wirkung.

Sehr gelungen fand ich die meisten anderen Elemente der Serie: Die „Peter Pan“-Analogie hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Ebenso hat mich Boy Kavalier als Tech-Bro-Bösewicht überzeugt, was auch an Samuel Blenkins Darstellung lag. Überhaupt sind die Schauspieler:innen allesamt gut gewählt und holen einiges aus ihren Rollen raus. Sydney Chandler als Wendy ist fantastisch, Timothy Olyphant spielt mit Kirsh einen erinnerungswürdigen Synth und Babou Ceesay zieht als Cyborg alle Aufmerksamkeit auf sich. Die Logik ist, wie so oft in diesem Franchise, nicht wirklich gegeben, doch kann ich damit wirklich gut umgehen, weil mich das World Building so fasziniert. Mit „In Space, No One…“ bekommen wir in der fünften Episode quasi ein Remake des ersten „Alien“ zu sehen, was (bis auf das Xenomorph) fantastisch inszeniert ist. Glücklicherweise gibt es neben dem Hauptmonster noch andere Aliens, welche wirklich spannende Kreaturen sind und die auch herrlich unheimlich in Szene gesetzt werden. Speziell der T. Ocellus, das unheimliche Auge, ist ein fantastischer Neuzugang zum Franchise.

„Alien: Earth“ atmet den Geist von „Prometheus“

Ich habe inzwischen einige Stimmen zur Serie gelesen bzw. meinungsmachende Schlagzeilen, wie sie gerade auf YouTube en vogue sind. Disney würde das Franchise ruinieren, die Serie würde alles kaputt machen usw. usf. Ich stelle folgende These auf: Wenn ihr „Prometheus: Dunkle Zeichen“ mochtet, dann werdet ihr auch mit „Alien: Earth“ viel Spaß haben. Bereits der Film hat einen Parallelstrang erzählt und sich mehr für KI, den Schöpfungsmythos und andere Monster neben dem Xenomorph interessiert. In diesen Aspekten brilliert auch diese Serie. Tatsächlich war mir, wie bereits erwähnt, das bekannte Monster sogar zu präsent eingesetzt. Am schwächsten fand ich die siebte Episode „Emergence“, in der es zu einer Kooperation zwischen Xenomorph und Wendy, der Anführerin der Hybride, kommt. Hier hatte ich einen ähnlichen Effekt der Ablehnung, wie im ersten „Jurassic World“, als Owen Grady die zuvor komplett monsterhaft inszenierten Raptoren trainiert hat. Das mag für mich nicht wirklich zu diesem faszinierenden Wesen passen. Allerdings hat bisher auch (fast) jeder „Alien“-Film mit den Regeln der Vorgänger gebrochen, so dass ich mich auch an diesen Bruch gewöhnen werde. Alles andere, abseits des Xenomorphs, fand ich extrem faszinierend und stilistisch grandios umgesetzt. Ich hatte richtig viel Spaß mit dieser ersten Staffel von „Alien: Earth“ und der erweiterten Welt, die sie aufmacht.

Fazit

Ich habe mich jeden einzelnen Abend auf eine neue Episode von „Alien: Earth“ gefreut. Hätte ich jede Story-Entscheidung genauso getroffen? Auf keinen Fall. Doch das ging mir im gesamten Franchise nach dem zweiten Teil bereits so. Ich habe es geliebt, einen tieferen Einblick in diese Welt zu bekommen und fand sowohl die neuen Figuren als auch die neuen Monster spannend. Keine perfekte Serie, doch eine, die mit all ihren kontroversen Entscheidungen perfekt zum Franchise passt. Ich freue mich schon sehr auf die zweite Staffel: 8/10 (8.3) Punkte.

Projekt 52 – 2025 #40: Es war einmal…

Projekt 52 LogoEs ist unfassbar. Wir befinden uns mit Projekt 52 bereits im Oktober. Neun Monate dieses Projekts liegen also schon hinter uns. Ich kann es kaum glauben. Das ist auch passend, denn längst vergangene Zeit spielt auch beim Thema Es war einmal… eine Rolle. Zuerst wollte ich auf meine Kinder referenzieren und wie lange deren Kleinkindzeit doch zurückliegt. Dann hatte ich die Idee ein Kinderfoto von mir abzufotografieren. Letztendlich bin ich aber über meine Sammlung alter C64-Spiele gestolpert. Schön auf 5,25-Zoll-Diskette. Der C64 war damals mein erster Computer und ich habe viel Zeit mit ihm verbracht. Heute kann man sich das fast nicht mehr vorstellen. Ich besitze noch die gesamte Hardware und hätte Lust, alles einmal wieder aufzubauen und meinen Kindern zu zeigen. Wie das früher so war. Meine Erinnerungen an diese Spiele sind auf jeden Fall warm und wohlig:

Meine alten C64-Disketten mit einer Spieleanleitung

Meine alten C64-Disketten mit einer Spieleanleitung

Motiv: Meine alten C64-Disketten mit einer Spieleanleitung
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Projekt 52 – 2025 #39: Wahnsinn

Projekt 52 LogoMit dieser Aufgabe des Projekt 52 habe ich mir so schwer getan, wie bisher noch nie. Es mag aber auch an meiner vollen Woche liegen, dass die Kreativität gerade nicht fließt. Ideen hatte ich durchaus, z.B. meinen wahnsinnig vollen beruflichen Terminkalender fotografieren. Doch war ich zu faul, die Termintitel unkenntlich zu machen. Oder ein Foto einer Zeitung, die den Wahnsinn unserer Welt festhält. Aber auch hier hätte ich erst eine suchen müssen. Außerdem wären das zwei negative Themen gewesen. Dann stand ich so in der Küche und mein Blick fiel auf die gesalzenen Pistazien, die einfach wahnsinnig lecker sind. Also habe ich kurzerhand mein Telefon gezückt und ein Foto gemacht. Solange noch Pistazien da sind. Ich vermute, den heutigen Tag werden sie nicht mehr überleben:

Wahnsinn, wie gut diese Pistazien schmecken!

Wahnsinn, wie gut diese Pistazien schmecken!

Motiv: Wahnsinnig leckere Pistazien
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Squid Game – Staffel 3 (2025)

Weiter geht es in der Welt der blutroten Spiele. Eigentlich hätte ich die Besprechung der zweiten Staffel direkt mit der Besprechung von „Squid Game – Staffel 3“ zusammenfassen können, denn tatsächlich ist es eine komplette Staffel, die unsinnigerweise bzw. aus Profitgier gesplittet wurde. Wie mir das Finale, mal ganz abgesehen von der Veröffentlichungspolitik, gefallen hat? Das lest ihr hier… 🦑

Squid Game – Staffel 3 | © Netflix

Squid Game – Staffel 3 | © Netflix

Ein packendes und hartes Finale von „Squid Game“

Um es kurz zu machen: Mir hat die zweite Hälfte besser gefallen, als die erste. Die Einsätze waren höher und es sind mehr Figuren gestorben, die einem schon ans Herz gewachsen sind. Dadurch wurden die perfiden Spiele zur größeren Bedrohung. Speziell das erste und das letzte Spiel fand ich hart, weil beide die aktive Tötung von Mitspieler:innen als zentralen Bestandteil hatten. Die Dynamik zwischen den verbleibenden Figuren war hier der spannendste Aspekt. Wie bereits in der ersten Staffel kommen gegen Ende auch die VIPs ins Spiel. Das wirkt erneut überzogen platt und satirisch, doch wenn man dich den Zustand unserer Welt anschaut, in der Milliardäre ganz bewusst das langsame und schnelle Sterben der Ärmsten nicht nur hinnehmen, sondern bewusst fördern, dann wirkt dieses Setting gar nicht mehr so abgehoben oder realitätsfern. Nur eben runtergebrochen auf einzelne Individuen.

Alles außerhalb der Spiele ist wieder nur leidlich spannend. Der Brüderkonflikt wird unnötig ausgewalzt und ich hatte das Gefühl, dass man sich gut drei Episoden hätte sparen können über die beiden letzten Staffeln hinweg. Dann wäre die Serie wirklich rund zu Ende geführt worden. Doch auch so ist das Finale von „Squid Game“ auf jeden Fall sehenswert, insofern man sich überhaupt für die Serie interessiert. Die am Ende angeteaserte US-Version, ganz prominent mit Cate Blanchett, ist ein netter Bonus. Ob das nun in einer internationalen Version der Serie gipfelt und eine solche überhaupt nötig ist? Das bleibt abzuwarten. Die südkoreanische Version ist in ihrer Gesamtheit durchaus sehenswert, wenngleich der Erkenntnisgewinn über die erste Staffel hinaus doch eher redundant bleibt:

  1. „Squid Game – Staffel 1“ (8.5 Punkte)
  2. „Squid Game – Staffel 3“ (8.0 Punkte)
  3. „Squid Game – Staffel 2“ (7.7 Punkte)

Fazit

Die dritte Staffel von „Squid Game“ führt die Serie zu einem schlüssigen, bitteren und doch hoffnungsvollen Finale. Seong Gi-huns letzte Worte sind an uns Zuschauer:innen gerichtet. Ob sie Wirkung zeigen? Schaut man sich die aktuelle Weltlage so an, dann vermutlich nicht. Wir begeben uns alle freiwillig ins Spiel. Unterstützen Politik, welche VIPs noch reicher macht und die Spieler:innen noch mehr unter Druck setzt. Diese Botschaft mit einem hohen Unterhaltungswert, Theatralik und Blut zu kombinieren, das alleine ist schon eine Leistung: 8/10 (8.0) Punkte.