Die drei ??? und der Karpatenhund (2025)

Heute hat meine Schwägerin ihren Weihnachtsgutschein eingelöst und ihre drei Kinder waren bei uns. Nach viel Pizza war die Frage, ob lieber ein Film- oder  ein Spieleabend gewünscht sei und die Wahl fiel quasi auf beides: Zunächst haben wir uns „Die drei ??? und der Karpatenhund“ angeschaut und dann noch ein paar Runden „Stadt Land Vollpfosten“ in der Girls Edition gespielt. Wie hat uns der Film gefallen? 🌴

Die drei ??? und der Karpatenhund (2025) | © Sony Pictures

Die drei ??? und der Karpatenhund (2025) | © Sony Pictures

Ein ausführlicher Besuch in Rocky Beach

Vor ziemlich exakt drei Jahren hatten wir uns noch den Vorgänger „Die drei ??? – Erbe des Drachen“ noch im Kino angeschaut. Damals hatte ich noch bemängelt, dass die deutschen Schauspieler:innen in der kurzen Rocky-Beach-Sequenz ein wenig fehlplatziert wirkten. Danach wechselte der Schauplatz und es ging nach Transsylvanien, wo sich alles schon viel natürlicher angefühlt hat. „Die drei ??? und der Karpatenhund“ spielt nun jedoch komplett in Rocky Beach, was abermals befremdlich ist, denn Florian Lukas oder Jördis Triebel wirken einfach nicht sehr amerikanisch. Aber nun gut, das muss man als Zuschauer:in eben als gegeben hinnehmen. Wenn dann noch Ulrich Tukur auftaucht, ist klar, dass man sich hier in der Welt der Hörspiele befindet und nicht den tatsächlichen USA. Glücklicherweise muss man sagen.

Der Fall um den Karpatenhund hat einen netten Aufbau, befinden wir uns doch zu jeder Zeit im Mikrokosmos einer Wohnanlage. Ich kenne die Vorlage nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass dies auch im Hörspiel sehr gut funktioniert. Der Fall ist teils durchaus spannend und nett konstruiert. Die Auflösung am Ende fand ich ein wenig zu einfach, aber man darf eben auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um Kinder- bzw. Jugendkrimis handelt. Unterhaltsam ist all das durchaus und ich fand die Geschichte insgesamt wohl sogar einen Tick runder als „Die drei ??? – Erbe des Drachen“. Die Schauspieler der drei Detektive machen ihre Sache erneut gut, doch drängt nun vermutlich schon die Zeit, denn irgendwann werden sie zu alt für Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sein. Gut, dass „Die drei ??? – Toteninsel“ schon nächste Woche in den Kinos anläuft.

Fazit

Die fünf Kinder hatten viel Spaß mit „Die drei ??? und der Karpatenhund“. Das Zappelinchen war sogar ziemlich begeistert. Es wurde viel gelacht und gefühlt kiloweise Süßigkeiten gefuttert. Ein erweiterter Filmabend also. Auch ich mochte die Fortsetzung durchaus, wenngleich wir so langsam aus dieser Art von Geschichte herauszuwachsen scheinen (vielleicht hängt dieser Eindruck auch mit der parallelen Sichtung von „Stranger Things“ zusammen). Gute Unterhaltung: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Asterix & Obelix: Der Kampf der Häuptlinge – OT: Astérix et Obélix : Le Combat des chefs – Die komplette Miniserie (2025)

Manche Serien erfahren keinen Hype und gehen unberechtigterweise völlig unter. Vielleicht ist die Hype-Maschine bei gewissen Serien auch nur viel zu prominent. Darum soll es heute aber nicht gehen, denn ich habe „Asterix & Obelix: Der Kampf der Häuptlinge“ gesehen. Eine fünfteilige Miniserie, die auf Netflix läuft und die ich, das kann ich schon einmal vorwegnehmen, allen Freund:innen der beiden Gallier nur ans Herz legen kann. 🪨

Asterix & Obelix: Der Kampf der Häuptlinge (2025) | © Netflix

Asterix & Obelix: Der Kampf der Häuptlinge (2025) | © Netflix

Eine nahezu perfekte Adaption der Vorlage

Für mich sind die Geschichten von „Asterix & Obelix“ ein großer Teil meiner Kindheit. Ich habe die Comic-Bände geliebt und weiß noch, dass ich nach meiner Blinddarm-OP mit 10 Jahren den Band „Die große Überfahrt“ geschenkt bekam. Diesen fand ich so lustig, dass ich beständig lachen musste, obwohl mir das große Schmerzen bereitet hat. Dennoch habe ich ihn im Krankenhaus immer und immer wieder gelesen. Auch die „Asterix & Obelix“-Filme habe ich geliebt und diese waren, neben den Spencer/Hill-Kloppereien, die einzigen, auf die sich irgendwie die ganze Familie, inklusive meines Vaters, einigen konnte. „Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks“, der bis dato jüngste animierte Film der Reihe, war sogar der erste, den wir 2019 zu viert im Kino gesehen haben. Der erste Kinobesuch mit dem Zwergofanten. Ihr seht: Die Reihe bedeutet mir viel und ich war gespannt auf die Serienadaption.

Die Vorlage „Der Kampf der Häuptlinge“ habe ich damals tatsächlich gelesen und auch die Teiladaption „Asterix: Operation Hinkelstein“ habe ich natürlich gesehen. Die Netflix-Serie modernisiert viele Elemente und erweitert die Handlung in Teilen, zumindest soweit ich diese noch im Kopf habe. Das passt gut zu „Asterix & Obelix“, da auch die Comic-Bände stets Anspielungen auf den Zeitgeist und das moderne Leben hatten. Der Animationsstil erinnert sehr an die 3D-animierten Filme, welche ich äußerst gelungen fand, ergänzt diese jedoch durch eine wunderbare Comichaftigkeit, sprich z.B. visualisierte Soundeffekte. Aufgrund der geringen Laufzeit von fünfmal ca. 30 Minuten hätte man aus der Serie auch locker einen Kinofilm machen können. Dennoch funktioniert auch das Serienformat. Ich könnte mir gut vorstellen, ja würde mir sogar wünschen, dass noch weitere Adaptionen folgen.

Fazit

„Asterix & Obelix: Der Kampf der Häuptlinge“ ist eine fantastische Adaption des Comic-Bandes. Die Kerngeschichte bleibt, wird jedoch durch viele moderne Anspielungen ergänzt, was für mich wirklich wunderbar funktioniert. Hätte das alles auch ein Film sein können? Sicher. Allerdings funktionieren „Asterix & Obelix“ auch als Serie wunderbar: 9/10 (8.8) Punkte. (Zappelinchen: hat diese Serie nicht mit angeschaut; Zwergofant: 9/10 Punkte.)

Wednesday – Staffel 2 (2025)

Knapp zwei Monate haben wir für die acht Episoden dieser zweiten Staffel gebraucht. Ob das an der abfallenden Qualität von „Wednesday – Staffel 2“ liegt? Wenn man sich so die Bewertungen angeschaut hat, dann könnte man davon ausgehen. Ob das auch bei unserer Sichtung der Fall war, könnt ihr in der folgenden Besprechung lesen… 🧟

Wednesday – Staffel 2 | © Netflix

Wednesday – Staffel 2 | © Netflix

Hex-hex, Handlungsstrang vervielfache dich!

Um es ein wenig einzuordnen: Auch für die erste Staffel von „Wednesday“ haben wir beinahe einen Monat gebraucht. Mehr als ein bis zwei Episoden pro Woche sind mit der gesamten Familie nicht drin. Über die Weihnachtsferien hat uns unser „Harry Potter“-Marathon zusätzlich ausgebremst. Es lag also nicht an der Qualität dieser zweiten Staffel, sondern alleine an unserer Priorisierung. Tatsächlich fand auch ich das zweite Jahr an der Nevermore Academy schwächer als das erste. Dieses war wunderbar fokussiert erzählt. Wednesday hatte ein Mysterium zu lösen, es gab ein paar kleinere Nebenhandlungen, welche jedoch der Haupthandlung kaum in die Quere kamen, und die Auflösung war tatsächlich recht unerwartet. Das Beste jedoch: Die Kinder waren so begeistert, wie selten von einer Serie. Der Erfolg gab ihr recht, denn Tim Burton scheint mit dem Quasi-Reboot der „Addams Family“ den Zeitgeist getroffen zu haben.

Die zweite Staffel von „Wednesday“ ist eine typische Fortsetzung, denn sie bietet mehr von allem: Mehr Figuren, mehr Handlungsstränge, mehr Mysterien, mehr Addams. Klingt anstrengend? Ist es zuweilen auch. Mit Steve Buscemi (u.a. bekannt für „Fargo“ oder „Boardwalk Empire“) stößt ein bekannter Schauspieler zum Cast, den ich stets sehr gerne sehe. Gefreut habe ich mich auch über Christopher Lloyd, der in den Verfilmungen der 1990er Jahre als Onkel Fester überzeugen konnte. Was hatte ich inhaltlich erwartet? Ein komplett neues Mysterium an der Nevermore Academy. Das gibt es auch. Irgendwie. Allerdings wird noch ein weiteres eingeführt. Und noch eines. Und die Hyde-Geschichte des ersten Teils geht auch weiter. Dann hängt alles irgendwie zusammen. Auch mit den Addams, die plötzlich auch auf den Schulgrund ziehen. All das lässt die Handlung oft unfokussiert und unnötig verwirrend wirken. Zumal viele Elemente auch nicht wirklich wichtig sind. Am besten hat mir in der zweiten Staffel die sechste Episode „Kenne deine Leiden“ gefallen, die im Grunde nur eine Körpertausch-Komödie zwischen Wednesday und Enid ist. Überhaupt bietet die Serie weiterhin viele wundervolle kleine Details, die auch abseits der überladenen Mystery-Handlung funktionieren.

Fazit

Auch wenn „Wednesday“ uns im zweiten Jahr nicht mehr so komplett begeistern konnte, wie noch die erste Staffel, so bietet die Serie weiterhin gute Unterhaltung. Für das dritte Jahr wünsche ich mir wieder mehr Fokus. Trotz meiner Kritikpunkte hatten die Kinder und auch wir Erwachsenen wieder viel Spaß mit „Wednesday“ und freuen uns schon auf die dritte Staffel: 8/10 (7.6) Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Meine Blog-Statistik 2025 mit 53.789 Seitenaufrufen (+30%)

Der letzte Jahresrückblick 2025 steht an. Eigentlich wollte ich schon früher dazu kommen, doch standen heute Nachmittag erst einmal musikalische Proben für einen runden Geburtstag auf dem Plan. Doch nun ist es soweit: Ich werfe einen detaillierten Blick auf meine Blog-Statistik 2025 und versuche diese zu analysieren und interpretieren. Auf diese Übung freue ich mich, gerade nach erfolgreichen Jahren, stets besonders. So auch heute, denn nach dem erfolgreichen Blog-Jahr 2024 war 2025 sogar noch besser. Wer hätte es gedacht? Begleitet mich nun also gerne durch den wilden Zahlen-Dschungel meines Blogs:

Entwicklung der Seitenaufrufe 2025

Wie bereits angedeutet, sind die Zahlen 2025 erneut deutlich gestiegen. Insgesamt wurde mein Blog 53.789 mal aufgerufen (zum Vergleich: 41.431 Aufrufe  waren es 2024). Das sind  exakt 12.358 (30%) mehr Aufrufe und 9.212 (33%) mehr Besucher. Im Jahresvergleich sieht man schön, dass es das erfolgreichste Jahr seit 2009 war und somit das zweiterfolgreichste Jahr überhaupt:

Entwicklung der Aufrufe und Besucher seit Beginn des Blogs (jährlich)

Entwicklung der Aufrufe und Besucher seit Beginn des Blogs (jährlich)

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Mein Sportjahr 2025 mit 3.460 km und 688 Aktivitäten in 457 Stunden

Es ist Neujahr und wie bereits letztes Jahr an diesem Tag, steht auch heute der sportliche Jahresrückblick an. In den letzten Tagen des Jahres war ich nicht mehr laufen, sondern habe versucht meinen Rücken zu schonen. Heute habe ich es mit meinem Neujahrslauf jedoch wieder angepackt. Doch nun erst einmal der Blick zurück auf mein Sportjahr 2025, was nun schon der dritte Jahresrückblick nach meinem Filmjahr und Serienjahr ist. Es ist einer der aufwändigsten Jahresrückblicke und ich bin mir völlig bewusst, dass ich ihn hauptsächlich für mich selbst schreibe. 🏃‍♂️🚴‍♂️🏋️

Mein Laufjahr 2025 mit 2.710 km

2024 bin ich insgesamt 2.524 km gelaufen. Für 2025 hatte ich mir deshalb als Laufziel direkt 2.525 km gesetzt. Ich kam jedoch so gut voran, dass ich 2.710 km erreicht habe:

Meine gelaufenen Kilometer im Jahresvergleich (Quelle: RUNALYZE)

Meine gelaufenen Kilometer im Jahresvergleich (Quelle: RUNALYZE)

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Mein Serienjahr 2025 mit 48 gesehenen Staffeln

Weiter geht es mit den Jahresrückblicken: Nach meinem Filmjahr 2025 ist nun natürlich mein Serienjahr 2025 an der Reihe. Dieses habe ich just am Vorabend mit der finalen Episode der vierten Staffel von „Abbott Elementary“ mit 48 Staffeln beendet. Das sind ganze 9 Staffeln mehr als noch in meinem Serienjahr 2024. Kein Wunder also, dass ich dieses Jahr weniger Filme geschafft habe. Es waren auch ein paar Serien dabei, die ich zusammen mit den Kindern gesehen habe. Diese und weitere Details folgen nun im Rückblick auf mein Serienjahr 2025… 📺

Episoden pro Staffel im Jahr 2025

Auch 2025 haben kürzere Staffeln mit 8 Episoden pro Staffel (31%) und 10 Episoden pro Staffel (29%) deutlich überwogen. Danach folgten mit einigem Abstand kürzere Serien mit 6 Episoden pro Staffel (10%). Alles Weitere spielt sich irgendwo zwischen 4 Episoden und 22 Episoden pro Staffel ab. Die Anzahl  der Episoden pro Staffel somit stabil geblieben: ∅ = 10 Episoden pro Staffel (2024: 10 Episoden pro Staffel)

Episoden pro Staffel 2025

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Mein Filmjahr 2025 mit 74 gesehenen Filmen

Der erste Jahresrückblick 2025 steht an: Habe ich in den vergangenen Jahren stets zuerst auf mein Serienjahr geblickt, starte ich dieses Mal mit meinem Filmjahr 2025. Mit 74 Filmen habe ich sieben Filme weniger gesehen als noch in meinem Filmjahr 2024. Auch wenn ich gerne noch mehr Filme gesehen hätte, so bin ich doch um jeden einzelnen der gesehenen 74 Filme froh. Begleitet mich nun also gerne durch mein wundervolles Filmjahr 2025:

Freigabe der Filme im Jahr 2025

Auch im Jahr 2025 haben Filme mit FSK 12 (72%) deutlich überwogen. Danach folgen mit einigem Abstand FSK 0 (16%) und FSK 6 (7%). An den wenigen Filmen mit FSK 16 (5%) zeigt sich, dass Filmsichtungen ohne Kinder die absolute Ausnahme waren. Filme mit FSK 18 und darüber waren im Jahr 2025 überhaupt nicht im Programm. Im Schnitt ging die Freigabe um exakt ein Jahr nach unten: ∅ = FSK 9 und 11 Monate (2024: FSK 10 und 11 Monate)

Freigabe der Filme im Jahr 2025

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Projekt 52 – 2025 #52: Meine Superheldin

Projekt 52 LogoDie letzte Ausgabe des Projekt 52 in diesem Jahr. Schon verrückt, wenn ich mir vor Augen führe, wie im Januar alles angefangen hat. Inzwischen habe ich in dieser Kategorie 52 Fotos samt ihrer Geschichten hinterlegt, welche ihr euch gesammelt hier anschauen könnt. Die letzte Aufgabe des Jahres lautet mein Superheld bzw. meine Superheldin und dieses Thema umzusetzen war gar nicht so einfach. Mir war klar, dass ich eine reale Person aus meinem Leben nehmen würde. Letztendlich habe ich das Zappelinchen gewählt. Weil wir ein schwieriges Jahr zusammen hatten. Weil sie mich trotz aller Konflikte immer wieder positiv überrascht hat. Weil sie mutiger ist, als ich es in ihrem Alter jemals gewesen bin. Weil sie jeden Tag kämpft und das wahrlich nicht ohne Verluste. Wenn sie als Schulsanitäterin oder im Rahmen des BRK-Bereitschaftsdienstes ehrenamtlich tätig ist oder als Klassensprecherin schwierige Themen bei Lehrkräften anspricht oder an einem Erasmus-Austauschprogramm teilnimmt, dann ist sie meine Superheldin. Als solche ist ihre größte Schwäche wohl der Selbstzweifel. Gerade außerhalb der Familie. Manchmal könnte sie auch als Superschurkin durchgehen, doch die Grenze ist eben manchmal fließend. Für diese Aufgabe habe ich auf ein Archivbild zurückgegriffen, als das Zappelinchen mit kurzer und dünner Wanderhose ganz oben auf dem Gletscher des Kitzsteinhorns stand. Eine meiner Lieblingserinnerungen des Jahres 2025:

Das Zappelinchen ganz oben auf dem Kitzsteinhorn

Das Zappelinchen ganz oben auf dem Kitzsteinhorn

Motiv: Das Zappelinchen ganz oben auf dem Kitzsteinhorn
Kamera: Realme 8 via Frau bullion
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Avatar: Fire and Ash (2025)

Schon vor Wochen hatten wir diesen Kinobesuch geplant. So etwas passiert nicht mehr häufig. Eines muss man James Cameron lassen: Event-Kino kann er. Zwei Tage vor Weihnachten haben wir uns also zusammen mit der Patin des Zwergofanten aufgemacht, um „Avatar: Fire and Ash“ im IMAX zu sehen. Auf dem Weg dorthin ist mir wieder meine kaputte Zeitwahrnehmung aufgefallen: Es soll schon drei Jahre her sein, dass wir in gleicher Konstellation den Vorgänger geschaut haben? 🔥

Avatar: Fire and Ash (2025) | © 20th Century Studios

Avatar: Fire and Ash (2025) | © 20th Century Studios

Ein Film wie der DLC zum imposanten Vorgänger

Ich mochte „Avatar: The Way of Water“ sehr gerne. Die 13 Jahre seit dem ersten Teil waren in jeder Hinsicht spürbar: Die Technik war noch beeindruckender, wir haben verschiedene Ökosysteme auf Pandora besucht und sind neuen Figuren begegnet. „Avatar: Fire and Ash“ versprach nun Ähnliches: Eine Feuerwelt, neue Bösewichte und bestimmt wieder atemberaubende Action. Letztendlich bekommen wir auch genau das. Andererseits aber auch wieder nicht. Mit dem Feuervolk lernen wir eine neue Bedrohung kennen. Gerade das dynamische Duo aus Col. Miles Quaritch und Varang fand ich extrem gelungen. Eine herrliche Dynamik, die einfach nur drüber war und mir unfassbar viel Spaß bereitet hat. Großartig! Leider jedoch ist die Feuerwelt nur ein Nebenschauplatz und zu bestimmt 80% bekommen wir die bereits etablierten Schauplätze zu sehen. Und nicht nur diese, auch die Struktur des Films folgt stark der des Vorgängers. Besonders spürbar war dies bei der Endschlacht, die erneut auf dem Wasser stattfindet und wie eine Kopie des Finales von „Avatar: The Way of Water“ wirkte. Plus Feuerkrieger. Wie der DLC (Downloadable Content) eines Videospiels.

Trotz meiner Kritik an der Wiederholung bekannter Elemente, besitzt „Avatar: Fire and Ash“ dennoch einige Stärken: Ich mochte die fliegenden Händler sehr gerne. Das war eine imposante Sequenz und auch die Action hat mir hier sehr gut gefallen. Auch der Angriff auf die Stadt der Menschen war famos. Ein schöner Kontrast zu bereits etablierten Schauplätzen. Auch die Figuren sind mir wieder ans Herz gewachsen. Emotional hat der Film für mich durchaus funktioniert. Gerade der Konflikt zwischen Jake, Quaritch und Spider. Nur dass wir am Ende wieder keine Auflösung bekommen, sondern quasi genau dort stehen, wo wir bereits den Vorgänger hinter uns gelassen haben, fand ich recht unbefriedigend. Für den vierten Teil muss sich Cameron nun aber wirklich etwas Neues überlegen, sonst könnte es selbst bei den wohlgesonnenen Fans eng werden. Dann vielleicht auch etwas knapper erzählen, denn eine halbe Stunde weniger hätte dem Film bestimmt gut getan. Vielleicht spricht da aber auch nur der alte Mann mit Rückenschmerzen aus mir, dem dreieinhalb Stunden im Kinosessel zu lang und unbequem waren.

Hat sich IMAX mit 3D und HFR gelohnt?

Ja und nein. IMAX und 3D waren famos. Die schiere Größe der Leinwand hat das Eintauchen in die Welt von Pandora leicht gemacht. Rausgerissen hat mich dagegen wieder HFR. Ich verstehe es einfach nicht: Teils war der Wechsel zwischen den klassischen 24 Bildern pro Sekunde und HFR mit 48 Bildern pro Sekunde einfach nicht nachvollziehbar. Da wurden Dialogszenen in HFR abgebildet, die dann nur noch nach Seifenoper aussahen, während Actionszenen fast schon ruckelig liefen. Am liebsten hätte ich eine durchgehende 24-fps-Fassung gesehen. Oder zur Not auch den Film komplett in HFR. Der Wechsel dagegen hat die Immersion oft zerstört. In manchen Szenen hat „Avatar: Fire and Ash“ eher wie ein Videospiel gewirkt. Passt dann auch irgendwie zum inhaltlichen DLC-Eindruck. Dennoch insgesamt visuell wieder extrem beeindruckend und der weite Weg hinunter bis zum IMAX hat sich auf jeden Fall wieder gelohnt:

Fazit

Auch wenn „Avatar: Fire and Ash“ eher wie ein Nachklapp zum Vorgänger wirkt, so hatte ich doch wieder sehr viel Spaß mit dem Film. Pandora sieht einfach fantastisch aus und die Action weiß zu überzeugen. Quaritch und Varang sind zudem herrliche Gegenspieler:innen und waren mein Highlight des Films. Hinzu kommt wieder eine große Portion Ethnokitsch, hinter der sich allerdings eine gute Botschaft verbirgt. Für den kommenden Teil muss sich Cameron aber deutlich mehr Neues einfallen lassen: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Projekt 52 – 2025 #51: Wärme

Projekt 52 LogoAusgerechnet in der kalten Jahreszeit kommt bei Projekt 52 das Thema Wärme an die Reihe. Aber es passt schon perfekt, denn wenn es draußen kalt und ungemütlich ist (außer er ist aufgrund des menschengemachten Klimawandels tatsächlich ungewöhnlich warm), kann man innen wunderbar die Wärme genießen. Für mich ist das Kerzenlicht der Vorweihnachtszeit stets sinnbildlich für die Wärme, die auch diese Jahreszeit ausstrahlt. Wenn man gemütlich bei Kaffee, Kakao und Plätzchen zusammensitzt und die Flammen der Kerzen flackern. Wunderbar warm und gemütlich. Deshalb sind unser Adventskranz und der Kerzenadventskalender die perfekten Motive für diese Aufgabe:

Der Wärme ausstrahlende Adventskranz samt Adventskalenderkerze

Der Wärme ausstrahlende Adventskranz samt Adventskalenderkerze

Motiv: Der Wärme ausstrahlende Adventskranz samt Adventskalenderkerze
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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