Projekt 52 – 2025 #50: Abendritual

Projekt 52 LogoDie Lösung für die heutige Aufgabe des Projekt 52 ist mir quasi in den Schoß gefallen. Abendrituale werden leider weniger, je älter die Kinder werden. Ich vermisse die Zeiten, als wir uns zusammen ins Bett kuschelten, und ich diverse Bücher (u.a. „BFG: Big Friendly Giant“) vorgelesen habe. Lange ist es her. Inzwischen schauen wir abends eher mal zusammen einen Film oder eine Serie, aber das geschieht auch eher ein- bis zweimal diese Woche und bei Abendritual muss ich an täglich denken. So wie Zähneputzen oder Duschen. Dann jedoch ist mir etwas eingefallen: Momentan setze ich mich jeden Abend mit dem Zwergofanten zusammen und wir lösen gemeinsam ein Rätsel des EXIT-Game-Adventskalenders, den Frau bullion von ihrer Chefin geschenkt bekommen hat. Ein wunderbares Abendritual, das jedes Jahr im Dezember wieder aufkommt, denn einen Rätseladventskalender hatten wir immer in den vergangenen Jahren:

Der EXIT-Game-Adventskalender, der momentan unser Abendritual ist

Der EXIT-Game-Adventskalender, der momentan unser Abendritual ist

Motiv: Der EXIT-Game-Adventskalender, der momentan unser Abendritual ist
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Projekt 52 – 2025 #49: Chaos

Projekt 52 LogoMit dieser Ausgabe starten wir mir dem Projekt 52 in den letzten Monat des Jahres. Das Thema ist Chaos und eigentlich hätte ich dafür entweder meinen Kalender im Dezember (sowohl Arbeit als auch Familie) fotografieren müssen oder einen Einblick in meinen Kopf geben. Beides ist nicht so gut möglich, weshalb ich dieses Mal auf eine Archivaufnahme zurückgreife. Ein Foto, das mir beim Thema Chaos sofort einfällt: Stammleser:innen erinnern sich bestimmt an meine Berichte zum Chaoskeller, welcher sich inzwischen zu meinem Lieblingskeller gewandelt hat. Nach dem Schimmelbefall im Sommer 2024 hat es ziemlich genau ein Jahr gedauert, bis wir den Schimmel beseitigt, die aufgeplatzten Fugen ausgebessert, den Kinderwagen und die alten Kinderzimmermöbel verkauft, etliche Fahrten zum Wertstoffhof unternommen, neue Schränke (u.a. für meine Filmsammlung) aufgebaut hatten und noch vieles mehr. Heute ist der Kellerraum, der gleichzeitig mein Arbeitszimmer im Home Office ist, kaum wiederzuerkennen. Für mich steht das folgende Foto deshalb für pures Chaos:

Der Blick auf den Chaoskeller kurz nach dem Schimmelbefall

Der Blick auf den Chaoskeller kurz nach dem Schimmelbefall

Motiv: Der Blick auf den Chaoskeller kurz nach dem Schimmelbefall
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Projekt 52 – 2025 #48: Motivation

Projekt 52 LogoMit dieser Ausgabe des Projekt 52 verabschieden wir uns vom November. Damit liegen schon 48 Ausgaben hinter uns. Ist das nicht unglaublich? Für das Thema Motivation war mein erster Gedanke, dieses sportlich umzusetzen. Ähnlich wie Sari, die ihre Sportuhr fotografiert hat. Doch dann hatte ich eine andere Idee, die für mich noch viel relevanter ist und eigentlich auch der Grund bzw. die Motivation, warum ich überhaupt so viel Sport treibe: meine heranwachsenden Kinder. Das Motiv unten habe ich am 13. Geburtstag des Zwergofanten aufgenommen und bewusst für diesen Artikel zurückgehalten. Meine Kinder sind die Motivation für vieles in meinem Leben: Die Zähne im Job zusammenzubeißen, auch wenn es schwierige Phasen gibt. Mich fit zu halten und (einigermaßen) gesund zu ernähren. Für meine Werte einzutreten und diese weiterzugeben. Fehler als Vater zu machen und aus diesen zu lernen. All das und noch viel mehr. Ohne Kinder würde ich in vielen Dingen häufiger den einfacheren Weg wählen. Wäre egoistischer und überhaupt würde mein Leben vermutlich ganz anders aussehen. Insofern hier meine Motivation:

Eine Geburtstagskerze symbolhaft für meine mich stets motivierenden Kinder

Eine Geburtstagskerze symbolhaft für meine mich stets motivierenden Kinder

Motiv: Eine Geburtstagskerze symbolhaft für meine mich stets motivierenden Kinder
Kamera: Panasonic LUMIX DMC-FZ1000
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Projekt 52 – 2025 #47: Altes

Projekt 52 LogoDie Umsetzung des heutigen Themas für das Projekt 52 ist mir mit am schwersten gefallen. Vielleicht einfach ein Blick in den Spiegel? Oder die alten Kinderspielsachen fotografieren? Dann ist mir dieses wenig spektakuläre Motiv morgens beim Kinder verabschieden direkt ins Auge gesprungen: Das alte Fahrrad der Kinder, das momentan sein trauriges Dasein in unserem Carport fristet, weil in der Garage kein Platz mehr ist (ich müsste es wirklich mal auf Kleinanzeigen stellen). Erst hat das Zappelinchen es mehrere Jahre gefahren, bevor der Zwergofant es übernommen hat. Die Gebrauchsspuren sind deutlich und doch funktioniert es noch tadellos. Nun sind beide Kinder rausgewachsen. Neben dem alten Rad stehen Gartenabfälle, die ich kurz nach dem Foto zum Wertstoffhof gebracht habe. Alte Blätter in alten Säcken. Viel Altes also auf einem Foto:

Das alte, ausrangierte Fahrrad der Kinder und alte Gartenabfälle

Das alte, ausrangierte Fahrrad der Kinder und alte Gartenabfälle

Motiv: Das alte, ausrangierte Fahrrad der Kinder und alte Gartenabfälle
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Gen V – Staffel 2 (2025)

Weiter geht es mit einer halbwegs aktuellen Serie. Nachdem wir mit „The Boys“ so langsam auf das große Finale zusteuern, gab es zuvor noch „Gen V – Staffel 2“ nachzuholen. Die erste Staffel hatte mir ja überraschend gut gefallen. Ob die zweite daran anschließen konnte und man sie als Brücke zur Mutterserie gesehen haben sollte? Das und mehr erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🦸‍♀️🦸‍♂️

Gen V – Staffel 2 | © Amazon Prime Video

Gen V – Staffel 2 | © Amazon Prime Video

College Kids vs. Homelander und Co.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich an die vierte Staffel von „The Boys“ kaum noch erinnern konnte. Da war mir das erste Jahr von „Gen V“ noch präsenter im Kopf. Bisher waren die Schnittpunkte beider Serien eher gering und doch hat sich alles wie eine Welt angefühlt. Das mochte ich sehr. In der zweiten Staffel von „Gen V“ wird die Verbindung zu „The Boys“ deutlicher ausgebaut und ich empfehle deshalb auch, das Spin-off zum besseren Verständnis zu schauen. Zumal die Geschichte auch wieder sehr unterhaltsam umgesetzt wurde. Den Einstieg fand ich etwas holprig, was die Motivation der Figuren angeht und bis man sie alle wieder an der Godolkin University vereint hatte. Dieses Gefühl hängt bestimmt auch mit dem zu früh verstorbenen Schauspieler Chance Perdomo zusammen, der in der ersten Staffel noch Andre verkörperte und Teil des Haupt-Casts war. Die Autor:innen haben den Charakter durchaus sinnvoll aus der Serie geschrieben, jedoch wirkt es nicht immer organisch.

Wie man es aus dem „The Boys“-Universum kennt, nimmt die Serie auch kein Blatt vor den Mund und lässt sich als Satire auf die faschistischen Tendenzen in den heutigen USA lesen. Gerade gegen Ende nimmt die Serie wieder ordentlich Fahrt auf. Dabei ist sie nicht immer logisch erzählt, was ich allerdings nicht schlimm fand. Im Gegensatz zur Hauptserie sind mir die Figuren hier doch schon ziemlich ans Herz gewachsen. Auch die neuen Bösewichte fand ich famos. Speziell Hamish Linklater spielt so fies, dass es eine wahre Freude ist. Wie kann es sein, dass er einmal der dusselige Bruder aus der Sitcom „New Adventures of Old Christine“ war? Aber sein Können hatte er ja bereits in der famosen Miniserie „Midnight Mass“ gezeigt. Die Wendung gegen Ende kam für mich tatsächlich unerwartet. Hat mir gut gefallen. Alles danach hätte ich mir noch ein wenig auserzählter gewünscht. So war der neue Big Bad doch wieder zu schnell besiegt und die Figuren befinden sich nun in Stellung für das „The Boys“-Finale.

Fazit

Mir hat „Gen V“ zwar nicht mehr ganz so gut gefallen, wie noch im ersten Jahr, doch wusste mich die Serie weiterhin famos zu unterhalten. Ob sie fortgesetzt wird? Ich kann es mir nicht so recht vorstellen, denn mit dem Finale von „The Boys“ wird ja aller Voraussicht nach ein Schlusspunkt gesetzt. Andererseits, wenn die Zuschauerzahlen stimmen? So oder so ein mehr als lohnenswertes Spin-off: 8/10 (8.0) Punkte.

Projekt 52 – 2025 #46: Zu Hause

Projekt 52 LogoDie heutige Aufgabe des Projekt 52 hätte ich vielfältig umsetzen können. Letztendlich ist mir kürzlich aber ein nur allzu bekannter Geruch in die Nase gestiegen, der mich sofort an zu Hause denken ließ. Frau bullion hat mit den Kindern die ersten Weihnachtsplätzchen gebacken und das ganze Haus war von deren Duft erfüllt. Dieser Geruch ist eine meiner ersten Erinnerungen, da ich ihn aus meiner eigenen Kindheit kenne, als auch ich beim Plätzchenbacken helfen durfte. Er ist untrennbar mit dieser gemütlichen Vorweihnachtszeit verbunden (auch wenn mir diese heute leider gar nicht mehr so gemütlich vorkommt). Kindheit, zu Hause, das ganze Programm. Leider lassen sich Gerüche noch nicht digital übertragen, weshalb das Foto ausreichen muss:

Abkühlende Weihnachtsplätzchen, die ihren Duft "zu Hause" verströmen

Abkühlende Weihnachtsplätzchen, die ihren Duft „zu Hause“ verströmen

Motiv: Abkühlende Weihnachtsplätzchen, die ihren Duft „zu Hause“ verströmen
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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Projekt 52 – 2025 #45: Spurensuche

Projekt 52 LogoAuch das heutige Foto für das Projekt 52 ist, wie bereits das der letztwöchigen Aufgabe, eher durch Zufall entstanden: Wir haben seit ein paar Wochen eine junge Katze in unserem Viertel, welche die Nachbarschaft erkundet. Es wirkt so als sei sie auf Spurensuche, sprich jeder Grashalm, jeder Blumentopf, jedes Blatt und überhaupt alles wird genauestens untersucht. Zu Beginn war sie noch eher scheu, doch inzwischen kommt sie ganz offensiv auf uns zu. Wir haben gelernt, dass wir keine Türe mehr offen stehen lassen dürfen und auch kein Garagentor mehr, da die Katze blitzschnell im Haus oder der Garage ist. Schon viermal mussten wir sie aus dem Haus wieder nach draußen tragen und einmal hat sie schon unfreiwillig in der Garage übernachtet. Seitdem achten wir peinlichst genau darauf, dass alle Türen zu sind und die Katze nicht durchschlüpft. Als wir jetzt diese Woche im Garten gearbeitet haben, war die Katze immer in der Nähe. Sie setzt sich auch gerne auf den Schoß und lässt sich kraulen. Auch die Kinder spielen in der Einfahrt gerne mit ihr, was auch mein dieswöchiges Fotomotiv ist:

Die junge Nachbarskatze, die mit dem Zwergofanten spielt

Die junge Nachbarskatze, die mit dem Zwergofanten spielt

Motiv: Die junge Nachbarskatze ist stets auf Spurensuche
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

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TRON: Ares (2025)

Nach einem langen Tag voller Rutschen-Action folgt nun, leicht verspätet, meine Besprechung von „TRON: Ares“, den ich gestern im Kino gesehen habe. Eigentlich wollte ich die Sichtung aufschieben, denn die Kritiken waren zu durchwachsen und ein passendes Zeitfenster gab es auch nicht. Da jedoch die Übernachtungsparty des Zwergofanten ins Wasser gefallen ist, wollte er zumindest mit einem seiner Freunde ins Kino. Da der Film nur nach 20 Uhr lief, ging das nur mit Begleitperson. Somit kam ich doch noch in den Genuss. Der Rest der Familie hat sich parallel übrigens „No Hit Wonder“ angeschaut. Welcher Film wohl die besser Wahl gewesen ist? 👾

TRON: Ares (2025) | © Walt Disney

TRON: Ares (2025) | © Walt Disney

Ein überraschend lohnenswerter Kinobesuch

Wie in meinen letztjährigen Besprechungen festgehalten, liebe ich den ersten „TRON“ sehr. Weil er, aus heutiger Perspektive, so wunderbar naiv erzählt ist und die damalige technische Meisterleistung inzwischen eher niedlich wirkt. Es ist zudem einer der wenigen Filme, die ich bewusst mit meinem Vater gesehen habe. Die späte Fortsetzung „TRON: Legacy“ bietet einen audiovisuellen Rausch und sieht immer noch unfassbar gut aus. Der Score von Daft Punk ist herausragend und läuft bei mir immer wieder in Dauerschleife. Was hat nun also „TRON: Ares“ zu bieten? Der erste Teaser hat mich umgehauen, doch schon der längere Trailer ließ mich zweifeln: Die Programme verlassen das Raster und begeben sich in die Realität? Das wäre nicht der Weg gewesen, den ich als Drehbuchautor eingeschlagen hätte. Aber es ist nicht mein Film und somit war ich gespannt, was er zu bieten hat.

Inhaltlich hat mich „TRON: Ares“ fast schon positiv überrascht. Der 3D-Druck der Programme hat, im Rahmen der Geschichte, fast schon Sinn gemacht. Immer noch nicht mein liebstes Element, aber ich konnte es hinnehmen. Auch die grobe Skizze der Geschichte samt KI, die gegen ihre Schöpfer rebelliert, wusste zu gefallen. Der Teufel steckt eher in den Details und es wird viel Potenzial verschenkt. Ich denke hier z.B. an die Szene, in der Ares die Computer-Welt des 1982er „TRON“ betritt: Ein wirklich netter Einfall, doch es wird inhaltlich nichts daraus gemacht. Überhaupt wirkt die Welt innerhalb des Rasters (egal welchen Unternehmens) seltsam nutzlos. Sowohl im Originalfilm als auch in „TRON: Legacy“ war das Raster ein Ort voller fremdartiger Landschaften, Schauplätze oder Nacht-Clubs. In „TRON: Ares“ ist das Raster nicht belebt und es scheint nur eine Kulisse zu sein. Einzig die Action-Sequenz auf dem Wasser bot ein wenig Abwechslung. Die Action in der Realität hat mich dagegen eher an „Pixels“ denken lassen. War aber zugegebenermaßen beeindruckend. Das bringt mich dann auch zu den formellen Aspekten: „TRON: Ares“ sieht über weite Strecken fantastisch aus (aber nicht besser als der Vorgänger). Der Score von Nine Inch Nails reicht für mich dagegen nicht an den von Daft Punk heran. Vielleicht muss ich ihn aber auch noch ein paar Mal hören. Und Jared Leto? Nicht meine Lieblingsbesetzung, aber für mich auch kein Hassobjekt. Mich haben eher die tonalen Unstimmigkeiten in der Figur gestört. Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich eine erstaunlich gute Zeit mit dem Film hatte. Nach den Kritiken hatte ich eine Vollkatastrophe erwartet. Am Ende ist es nur eine belanglose Fortsetzung, die mich doch positiv überrascht hat.

Fazit

Da „TRON: Ares“ erst kurz vor 21 Uhr startete, war es ein sehr langer Kinoabend. Trotzdem ist die Zeit wie im Flug vergangen. Auch der Zwergofant und sein Freund hatten viel Spaß mit dem Film. Er wird allerdings nicht lange im Gedächtnis bleiben und auch der Stil wird nicht so lange frisch wirken, wie noch der des Vorgängers. Kaum zu glauben, dass 15 Jahre zwischen den  beiden Filmen liegen. Dennoch freue ich mich, dass es dieses unwahrscheinliche Franchise auf drei Filme gebracht hat: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: saß zwei Kinosäle weiter in „No Hit Wonder“; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Projekt 52 – 2025 #44: Auf Reisen…

Projekt 52 LogoEs geht Schlag auf Schlag: Schon befinden wir uns im November und folglich sind auch neue Aufgaben des Projekt 52 am Start: Den Angang macht das Thema Auf Reisen… und da ich im ganzen November nicht auf Reisen gehe, habe ich bei einem meiner Läufe spontan ein reisendes Huhn fotografiert. Es ist über die Straße spaziert und gehört vermutlich in den dahinterliegenden Garten. Zumindest waren dort im Gras noch andere Hühner. Da merkt man einfach, dass ich auf dem Land lebe. Ich liebe das ja. So gibt es immer etwas zu entdecken und reichlich Motive für dieses Fotoprojekt:

Ein Huhn geht über die Straße, im Hintergrund sind herbstliche Bäume zu sehen

Ein Huhn geht über die Straße, im Hintergrund sind herbstliche Bäume zu sehen

Motiv: Ein Huhn geht auf Reisen – wohin es nur will?
Kamera: Honor Magic 5 Pro
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

Relevante Links von Initiatorin Sari auf Heldenhaushalt:

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Blood & Sinners – OT: Sinners (2025)

Es ist Halloween und beide Kinder sind dieses Jahr bei ihren Cousins eingeladen. Ich selbst habe knapp 200 Süßigkeiten verteilt und ein paar Kinder erschrocken. Danach gab es leckere Kürbisflammkuchen und mit „Blood & Sinners“ einen der Horrorfilme des Jahres, die unbedingt noch sehen wollte. Wobei Horrorfilm die falsche Einordnung ist. Dazu jedoch im Verlauf der Besprechung mehr… 🎸

Blood & Sinners (2025) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Blood & Sinners (2025) | © Warner Bros (Universal Pictures)

Blues von der Dämmerung bis zum Morgengrauen

Es ist schon erstaunlich welch großen Hype „Blood & Sinners“ erfahren hat. Ich finde das fantastisch und kann es dennoch nicht so ganz nachvollziehen: Was ist Ryan Cooglers Film nun eigentlich? Ein schwarzes Gangsterepos? Ein Film über die Kraft des Blues? „From Dusk Till Dawn“ im Mississippi der 1930er Jahre? Vermutlich all das zusammen. Umso mehr erstaunt mich der große Erfolg, denn Zuschauer:innen, die Vampire sehen wollen, müssen lange warten. Fans von Musikfilmen wird die Gewalt abschrecken. Doch vermutlich ist es genau das, was den Erfolg des Films ausmacht: Er lässt sich in keine Schublade stecken. Das Kinopublikum ist vielleicht doch vielfältig interessierter, als nur perfekt auf die Zielgruppe zugeschnittene Blockbuster ohne Ecken und Kante sehen zu wollen. Ryan Coogler (u.a. „Black Panther“) hat alles richtig gemacht, denn „Blood & Sinners“ besitzt einige Ecken und Kanten. Das Pacing ist nicht immer stimmig, er nimmt sich mal zu viel, mal zu wenig Zeit. Die Figuren sind kantig und all das macht den Film deutlich interessanter, als was man sonst häufig sieht.

Ich hätte mir auch die Geschichte der Smokestack-Zwillinge (grandios gespielt von Michael B. Jordan) ohne Vampire angesehen. Die Figuren wären spannend genug gewesen. Dazu die famose Musik und das Südstaaten-Setting. Fantastisch! Coogler hätte die Vampire auch weglassen und einen ausführlichen Kampf gegen den Ku-Klux-Klan zeigen können. Aber nein, er hat sich für einfach alles entschieden. Das ist wirklich sehr erfrischend zu sehen. Auch die Mid-Credit-Szene lohnt sich hier ausnahmsweise. Hätte ich auch gerne als Teil des Films gesehen. Doch das ist eben auch so eine Sache: Coogler macht sein Ding. Er hat mehr als genug Blockbuster-Erfahrung und mixt nicht nur Genres, sondern auch Konventionen. Die 4K Ultra HD Blu-ray sieht übrigens fantastisch aus und klingt auch so. Große Empfehlung:

Fazit

„Blood & Sinners“ hat nicht nur mir, sondern auch Frau bullion ausgesprochen gut gefallen. Dabei ist sie überhaupt keine Horrorfilm-Freundin. Aber wie gesagt: Das ist auch nur ein kleiner Bruchteil dieses zurecht unfassbar erfolgreichen Genremixes. Die Kinder habe ich übrigens gerade zurück ins Haus gebeten. Hoffentlich waren sie keinen Vampiren begegnet: 9/10 Punkte.