Die Unfassbaren 2: Now You See Me – OT: Now You See Me 2 (2016)

Der April schickt sich an, gar kein so schlechter Monat für Filme zu werden. Immerhin war ich schon zweimal im Kino und mit „Die Unfassbaren 2: Now You See Me“ gab es gestern den vierten Film bevor das erste Drittel des Monats hinter uns liegt. Natürlich tragen die Osterferien ihren Teil dazu bei, welche allerdings schon viel zu bald wieder hinter uns liegen. Wie uns der Film gefallen hat? Das lest ihr in der Besprechung. 🃏

Die Unfassbaren 2: Now You See Me (2016) | © LEONINE

Die Unfassbaren 2: Now You See Me (2016) | © LEONINE

Hyperaktives „Ocean’s Eleven“ mit Zauberei

Ich muss ja zugeben, dass ich mir nicht sonderlich viel von dieser Fortsetzung erwartet hatte. Schon den ersten Teil „Die Unfassbaren: Now You See Me“ fand ich nur ziemlich unterhaltsam, doch war die Geschichte schon fünf Minuten nach dem Film vergessen. Somit musste ich auch wirklich überlegen, was denn nun die inhaltliche Grundlage für den zweiten Teil ist. Glücklicherweise kamen die Erinnerungen dann doch wieder, auch wenn nur einzelne Elemente zum Verständnis nötig waren. Mit Lizzy Caplans Lula May stößt ein neues Mitglied zu den Reitern, welches Isla Fishers Henley Reeves ersetzt. Es sagt viel über die Charaktertiefe der Figuren aus, dass dieser Tausch gar nicht weiter ins Gewicht fällt. Allerdings sehe ich Lizzy Caplan schon seit „Cloverfield“ oder „Party Down“ sehr gerne, weshalb ich sie als wunderbare Ergänzung zum Ensemble empfand.

Ansonsten muss ich sagen, dass mir „Die Unfassbaren 2: Now You See Me“ immer noch sehr viel Spaß gemacht hat. Der Film legt ein unglaublich hohes Tempo vor, bietet zwar unrealistische, doch immerhin unterhaltsame Heist-Sequenzen, und die Zeit vergeht wie im Flug. Die Auflösung am Ende ist wieder sehr unglaubwürdig, doch hatte ich das Gefühl, dass die Filmreihe nun wirklich ihren Rhythmus gefunden hat. Mit Walter Mabry gibt es einen wunderbar überzogen von Daniel Radcliffe gespielten Bösewicht. Als Epilog folgt dann noch ein Ausblick, in welche Richtung sich wohl der dritte Teil entwickeln wird. Auf diesen freue ich mich nun tatsächlich schon sehr. Wer hätte es gedacht?

Fazit

Erstaunlicherweise hat mir auch „Die Unfassbaren 2: Now You See Me“ fast schon unfassbar viel Spaß gemacht. Der erste Teil mag noch ein wenig runder sein, doch mochte ich gerade den überbordenden Unsinn, den der zweite Teil erzählt (z.B. Woody Harrelson in einer Doppelrolle). Die Kinder mochten den ersten Teil lieber, doch ich konnte für mich keinen großen Unterschied feststellen, was den Unterhaltungswert angeht: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Der Super Mario Galaxy Film – OT: The Super Mario Galaxy Movie (2026)

Wer hätte das gedacht? Nach großer Kinoflaute im bisherigen Filmjahr, war ich nach „Der Astronaut: Project Hail Mary“ direkt zum zweiten Mal innerhalb von nur sieben Tagen im Lichtspielhaus. Der Zwergofant und ich hatten schon lange ausgemacht, „Der Super Mario Galaxy Film“ gemeinsam schauen zu wollen. Nach einem arbeitsreichen Tag (dazu an anderer Stelle mehr), haben wir uns erneut auf den Weg ins Pilzkönigreich gemacht, um mit den beiden Brüdern in ferne Galaxien zu fliegen… 🍄

Der Super Mario Galaxy Film (2026) | © Universal Pictures

Der Super Mario Galaxy Film (2026) | © Universal Pictures

Von allem zu viel und doch zu wenig Herz

Als ich vor ziemlich genau drei Jahren mit den zehnjährigen Zwergofanten „Der Super Mario Bros. Film“ im Kino gesehen habe, war das ein ziemlich großes Ereignis für uns beide. Obwohl der Film weit nicht perfekt war, so hat er doch ziemlich genau das abgeliefert, was wir uns erwartet hatten. Inzwischen haben wir den Film auch zu Hause noch einmal geschaut und ich mochte ihn fast noch etwas mehr. Auf den zweiten Teil hatte ich mich auch gefreut, auch wenn ich nicht verstehen konnte, warum es ausgerechnet der „Der Super Mario Galaxy Film“ werden sollte. Aber nun gut. Nach einem Bombardement an Trailern und Film-Clips waren wir bereit für ein neues Abenteuer. Dann jedoch kamen die ersten Kritiken, und obwohl diese eher verhalten bis vernichtend waren, hatte ich mich doch auf den Film und vor allem den gemeinsamen Kinobesuch gefreut.

Tatsächlich hat „Der Super Mario Galaxy Film“ nur wenig Geschichte zu bieten, was ich aber nicht schlimm fand. Die Handlung war auch beim ersten Teil eher rudimentär. Auch die unzähligen audiovisuellen Verweise auf Nebenfiguren und andere Nintendo-Charaktere haben mich nicht wirklich gestört. Das ist irgendwie zu erwarten. Was mir allerdings gefehlt hat, ist das Herz. Dieses war im ersten Teil noch ausgeprägter vorhanden, wie z.B. in den Familienszenen am Esstisch der Brüder. In der Fortsetzung bot einzig die Beziehung zwischen Bowser und Bowser Jr. einen emotionalen Anker. Jedoch wurde sich auch für diesen zu wenig Zeit genommen. Jegliche Tiefe geht in der Bilderflut unter, die zwar unterhält, welche ich aber morgen schon wieder vergessen haben werde. Gelacht bzw. geschmunzelt habe ich durchaus häufiger und ich mochte auch die erweiterte Welt. Vielleicht ist aus Mario auch nicht mehr rauszuholen als ein paar witzige Jump-and-Run-Sequenzen?

Fazit

Auch wenn ich Spaß im Kino hatte, und nicht so harsch mit dem Film ins Gericht gehen möchte, wie die meisten Kritiker:innen, so fand auch ich „Der Super Mario Galaxy Film“ deutlich schwächer als den ersten Teil. Der Zwergofant sieht das ganz ähnlich, hatte jedoch auch seinen Spaß. Mir scheint diese Welt im Langfilmformat nun endgültig ausgereizt. Ein dritter Teil ist jedoch vermutlich sicher. Ob wir dann wieder im Kino sitzen werden? Irgendwie bezweifle ich das gerade: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: war mit dem BRK beim Blutspenden; Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Anaconda (2025)

Nach einem kalorienreichen Ostermontag, haben wir uns abends auf dem Sofa versammelt, um den Tag mit einem Film ausklingen zu lassen. Die Wahl fiel auf „Anaconda“ aus dem Jahr 2025. Kaum einen Trailer habe ich im Kino häufiger gesehen. Knapp vier Monate nach Release läuft der Film auch schon auf Netflix. Also haben wir uns in den Dschungel begeben und sind auf Schlangenjagd gegangen. 🐍

Anaconda (2025) | © Sony Pictures

Anaconda (2025) | © Sony Pictures

Tolle Idee für ein Remake, doch leider nicht genug

Den originalen „Anaconda“ habe ich 1997, also vor unfassbaren 29 Jahren, tatsächlich im Kino gesehen. Ich mochte ihn damals recht gerne für das war er ist: Ziemlich platter Tierhorror mit schönem Setting. Zuletzt habe ich den 1997er „Anaconda“ vor neun Jahren noch einmal gesehen und mein damaliger Eindruck hatte sich bestätigt. Der Film hat noch unzählige  Direct-to-Video-Fortsetzungen nach sich gezogen, von denen ich jedoch keine gesehen habe. Dann wurde das Remake bzw. Reboot angekündigt und tatsächlich war ich vom Konzept begeistert: Fans des Films (gespielt von Jack Black und Paul Rudd) haben sich die Rechte am Franchise besorgt und wollen kostengünstig ein Remake bzw. Reboot bzw. eine Reimagination des 1997er Films drehen. Quasi ein Meta-Remake über das Filmemachen verpackt als Tierhorrorkomödie. Schon alleine für diese Idee wollte ich den 2025er „Anaconda“ lieben.

In grobe Zügen bzw. einzelnen Szenen funktioniert die Geschichte auch wunderbar. Immer dann, wenn die absurde Situation voll ausgespielt wird. Leider passiert das nicht oft genug und der Film kann sich nicht so recht entscheiden, ob er nicht lieber ein Tierhorror-Reboot oder eine Komödie über Amateur-Filmschaffende sein will. Es gibt nur wenige Szenen, die wirklich komplett funktionieren. Die Schauspieler:innen mag ich sehr und doch wirken ihre Darbietungen ein wenig gewollt. Wenn es dann zu großen Actionszenen kommt, wird es gar generisch und etwas langweilig. Da helfen auch Gastauftritte von Ice Cube und Jennifer Lopez nichts. Die meisten Gags bzw. Überraschungen wurden zudem bereits im Trailer verbraten, was immer schade ist. Das fasst es auch ganz gut zusammen: Es ist schade, wie wenig der 2025er „Anaconda“ aus seiner fantastischen Grundidee macht.

Fazit

Ich hatte durchaus Spaß mit dem 2025er „Anaconda“. Vermutlich sogar ähnlich viel, wie mit der 1997er Variante. Doch auch diese war bereits kein sonderlich guter Film. Umso brillanter war die Idee, ausgerechnet diesen Tierhorrorstreifen in Meta-Form zu rebooten. Die Kinder haben den Film, auch ohne Kenntnis des Originals, ganz ähnlich wahrgenommen. Wir wurden zwar gut unterhalten, aber so ganz wollte der Funke einfach nicht überspringen: 6/10 Punkte. (Zappelinchen: 6/10 Punkte; Zwergofant: 6/10 Punkte.)

Der Astronaut: Project Hail Mary – OT: Project Hail Mary (2026)

Zum Start meines Osterurlaubs habe ich recht spontan entschlossen, ins Kino gehen zu wollen. Der Rest der Familie war von der Idee auch angetan, so dass ich kurzerhand Karten gekauft habe. Wie bereits mehrmals im letzten Jahr, haben wir wieder meine Mama mitgenommen und waren danach noch lecker essen. Angeschaut haben wir uns „Der Astronaut: Project Hail Mary“, von dem ich im Vorfeld bereits viel Gutes gehört hatte. Wie sehr mich der Film begeistern sollte, hätte ich jedoch nicht geahnt… 👨🏻‍🚀🪨

Der Astronaut: Project Hail Mary (2026) | © Sony Pictures

Der Astronaut: Project Hail Mary (2026) | © Sony Pictures

Ein großartig positives Science-Fiction-Abenteuer

Wie war es um mein Vorwissen bestellt? Ich kenne den Autor der Vorlage Andy Weir von „Der Marsianer“ und hatte sehr viel Spaß mit dem Buch. Auch dessen Verfilmung mochte ich sehr. Weiterhin hatte ich den Trailer zu „Der Astronaut: Project Hail Mary“ gesehen und wusste deshalb schon um die Wendung am Ende des ersten Drittels. Wobei Wendung zu viel gesagt ist, denn ich hatte nicht weniger Spaß mit dem Film, weil ich bereits um Rocky wusste. Aber ich greife vorweg. Wie bereits bei „Der Marsianer: Rettet Mark Watney“ hatte ich wieder enorm viel Spaß mit den wissenschaftlichen Aspekten der Geschichte. Das hat Andy Weir wirklich drauf. Im Gegensatz zu vielen Genre-Produktionen fühlen sich seine Werke wirklich an wie Science-Fiction im besten Sinne. Muss man natürlich mögen, doch Phil Lord und Chris Miller (bekannt für u.a. „The LEGO Movie“) inszenieren all das so unterhaltsam, dass es eine wahre Freude (an der Wissenschaft) ist.

Wenn Ryland Grace schließlich auf den außerirdischen Rocky trifft, hatte mich der Film vollkommen für sich eingenommen. Ich war wirklich begeistert ob er Annäherung der beiden Lebensformen. Der Geschichte wohnt eine unglaublich positive Botschaft inne. Gerade in heutigen Zeiten, in denen Xenophobie, Rassismus und Leugnung von Wissenschaft an der Tagesordnung stehen, ist es eine Freude, dass die Menschheit durch Offenheit und Wissenschaft gerettet werden kann. Ich liebe alles daran. Dabei schwingt „Der Astronaut: Project Hail Mary“ nie die Moralkeule, sondern alles ist wunderbar leichtfüßig und witzig erzählt. Auch emotional wird es an so mancher Stelle. Sogar so sehr, dass der Zwergofant nach dem Film von feuchten Augen berichtete. Normalerweise ist er dafür überhaupt nicht anfällig und nur der Papa weint bei Filmen. „Der Astronaut: Project Hail Mary“ hat uns aber beide hart erwischt. Das liegt natürlich auch am famosen Schauspiel von Ryan Gosling und Sandra Hüller, die beide den Film tragen. Bei Hüllers Vortrag von Harry Styles‘ „Sign of the Times“ hatte ich schon alleine vor Rührung Tränen in den Augen. Natürlich darf auch Rocky nicht vergessen werden, der ein vollwertiger Charakter in dem Film ist.

Gibt es auch Kritikpunkte an „Der Astronaut“?

Die Struktur des Films trägt wunderbar zur Charakterentwicklung bei, erinnern wir uns doch gemeinsam mit Hauptfigur Ryland Grace an die einzelnen Stationen vor der großen Reise. Die Szenen im All werden im modernen 2,00:1-Format präsentiert, während wir die Flashbacks in 2,39:1-Widescreen zu sehen bekommen. Das macht eine Einordnung sehr einfach. Dramaturgisch funktioniert all das wunderbar und man kann die Entwicklung Rylands komplett nachvollziehen. Hier komme ich auch zum einzigen Kritikpunkt, denn ich fand Phil Lord und Chris Miller hätten früher aus dem Film aussteigen können. Das Auserzählen ist vermutlich der Vorlage geschuldet, die ich allerdings noch nicht kenne. Für mich wäre es perfekt gewesen, den Film zu dem Zeitpunkt enden zu lassen, in dem sich Grace dafür entscheidet, Rocky zu retten. Also genau in dem Moment, in dem er komplett selbstlos handelt. Quasi genau die gegenteilige Entscheidung zu jener, die er in der vorherigen Rückblende getroffen hat. Das Auserzählen in der Biosphäre auf Rockys Planeten wirkte für mich etwas aufgesetzt und ein knapperes Finale hätte ich gelungener gefunden. Davon abgesehen jedoch perfekte Kinounterhaltung:

Fazit

Mich hat „Der Astronaut: Project Hail Mary“ wirklich extrem begeistert. So sehr, dass ich auch noch die Vorlage lesen will. Der Zwergofant war restlos angetan und dieser Kinobesuch wird einen nachhaltigen Eindruck bei ihm hinterlassen. Frau bullion und das Zappelinchen fanden den Film gut, doch hat er nicht 100%-ig gezündet. Meine Mama war auch sehr angetan, fand nur ebenfalls das Finale zu lang. Mein Ziel ist mit 80 Jahren ebenfalls noch so offen für neue Kinofilme zu sein. Falls es dann noch Kinos gibt. Doch enden wir auf einer positiven Note und ich gebe eine dicke Empfehlung: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 8/10 Punkte; Zwergofant: 10/10 Punkte.)

Code 3 (2024)

Kürzlich habe ich einmal wieder von ein paar interessanten Filmen gehört. Der „Genre Geschehen“-Podcast hatte unter anderem „Code 3“ besprochen, von dem ich auch schon viel Gutes gelesen hatte. Da das Zappelinchen dieses Wochenende wieder an beiden Tagen beim BRK-Bereitschaftsdienst eingeteilt ist, und sich immer wieder überlegt, auch eine Ausbildung als Rettungssanitäterin zu machen, schien mir der Film wie gemacht für einen Filmabend im kleinen Kreis. Wie er uns gefallen hat? 🚑

Code 3 (2024) | © Atlas Film GmbH

Code 3 (2024) | © Atlas Film GmbH

Extrem witzig, zermürbend und mitten ins Herz

Der Zwergofant war ausgeflogen, da er mit seinen Cousins bei einem Filmabend „James Bond 007: Ein Quantum Trost“ anschaut. Der Rest der Familie wurde sofort von „Code 3“ in den Bann gezogen. Zu Beginn noch mit viel Gelächter, denn der Film über die letzte 24-Stunden-Schicht eines Rettungssanitäters ist zu Beginn wirklich extrem witzig. Das Tempo ist hoch, die Situationen absurd und die Figuren verschroben, doch zugleich wirklich liebenswert. Auch wenn ich es durch die gehörten und gelesenen Besprechungen bereits wusste, war ich dennoch nicht darauf vorbereitet, wie sehr „Code 3“ plötzlich in Richtung ernsthaftes Drama umschlägt. Ich hatte mehrfach Tränen in den Augen. Vor Trauer, doch auch vor Wut. Dieses System ist kaputt und Personen, wie Randy, Mike und Jessica halten es am Leben.

„Code 3“ zeichnet ein wirklich düsteres Bild des amerikanischen Gesundheitssystems. Leicht hätte der Film in eine zynische Richtung abdriften können, doch die Geschichte und ihre Figuren bleiben stets hoffnungsvoll. Fast schon idealistisch kämpfen sie sich durch ein System, das sie und ihre Patienten langsam aber sicher zerstört. Der Film wirkt trotz seiner teils überhöhten Inszenierung stets realistisch und geerdet. Rainn Wilson, den ich bisher fast nur aus der US-Version von „The Office“ kenne, spielt einfach nur großartig. Überhaupt ist das gesamte Ensemble fantastisch. Man fühlt sich als Teil der Crew und leidet mit ihr. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Herz der Film besitzt. „Code 3“ zeigt wunderbar, wie ein Genre-Mix auszusehen hat. Dieses Kunststück gelingt leider nur den wenigsten Filmen. Großartig!

Fazit

Auch wenn ich schon vermutet hatte, dass „Code 3“ ein guter Film ist, so hätte ich doch nicht damit gerechnet, wie fantastisch er ist. Er hat voll und ganz ins Schwarze getroffen und besonders das Zappelinchen war begeistert. Sie kennt inzwischen auch viele Sani-Geschichten und hat sich sofort zu Hause in dieser Welt gefühlt. Auch wenn man es nicht denken würde, ist „Code 3“ doch ein wichtiger Film. Sollte man gesehen haben, auch weil er extrem unterhaltsam ist: 9/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte;  Zwergofant: war zu einem Filmabend bei seinen Cousins)

Weapons: Die Stunde des Verschwindens (2025)

Gestern waren die Kinder auf der Geburtstagsfeier ihrer Cousine, welche sich bis weit in den späten Abend gezogen hat. Uns hatte spontan eine Freundin besucht, die noch bis zum Abendessen geblieben ist. Danach hatten wir die Gelegenheit einmal wieder einen Film zu sehen, der für Kinder nicht geeignet ist. Meine Wahl fiel auf „Weapons: Die Stunde des Verschwindens“, den ich schon ewig sehen wollte. Ob Zach Creggers Film seiner Prämisse gerecht werden konnte? 🤡

Weapons: Die Stunde des Verschwindens (2025) | © Warner Bros

Weapons: Die Stunde des Verschwindens (2025) | © Warner Bros

„Magnolia“ als Horror-Groteske

Die Prämisse kannte man bereits aus dem Trailer: In einer amerikanischen Kleinstadt verschwinden um Punkt 2:17 Uhr morgens alle Kinder aus einer einzelnen Schulklasse. Alle bis auf eines. Sie verlassen die Häuser und rennen (siehe Bild oben) in die Nacht und waren nicht mehr gesehen. Mehr erfährt man im Trailer nicht. Auch im Film wird dieser Teil der Geschichte innerhalb der ersten fünf Minuten abgehandelt. Doch was passiert danach? Dann geht der Film erst richtig los. Zach Cregger erzählt „Weapons: Die Stunde des Verschwindens“ wie „Magnolia“ oder auch „Pulp Fiction“, sprich als Episodenfilm, dessen Geschichten zusammenhängen und sich überschneiden. Dadurch entstehen teils absurde Szenen, die man zunächst überhaupt nicht einordnen kann. Am Ende wird alles zusammengeführt, so dass es inhaltlich überraschend viel Sinn ergibt und alles erstaunlich schlüssig erklärt wird.

Was „Weapons: Die Stunde des Verschwindens“ so interessant macht, ist der Ton des Films: Das Mysterium ist wirklich mysteriös und dramatisch. Die Kleinstadt wird dadurch komplett in Mitleidenschaft gezogen. Zugleich ist der Film sehr unheimlich. Cregger gelingt es, ein paar extrem stimmungsvolle und absurd gruselige Szenen aufzubauen. Dabei gibt es nur wenige Jump Scares, die jedoch sehr effektiv sind und eher durch existierende Elemente im Bild und weniger durch laute Soundeffekte ausgespielt werden. Auch als gegen Ende eigentlich klar wird, worauf alles hinaus läuft, bleibt der Film spannend und verstörend. Neben all dem ist „Weapons: Die Stunde des Verschwindens“ auch noch erstaunlich witzig. Ja, richtig gelesen. Cregger setzt Humor gekonnt ein und ließ mich teils laut auflachen (z.B. der Spritzenangriff im Zelt oder auch Teile des Finales). Solch eine Mischung sollte eigentlich nicht funktionieren, und ich bin mir sicher, dass sie auch nicht für jede:n Zuschauer:in funktioniert, doch mich hat der Film komplett abgeholt.

Mit den eigenen Waffen geschlagen

Heute leben viele Horrorfilme davon, möglichst nihilistisch zu sein. Happy End? Keine Chance. Umso erfrischender fand ich es, dass Creggers Film tatsächlich ein extrem befriedigendes Ende bietet. Nein, auch hier ist das Trauma nicht weggewischt und alle leben glücklich bis an ihr Lebensende. Aber dass das Böse so gekonnt von seinen eigenen Waffen, und das im wortwörtlichen Sinne, geschlagen wird, fand ich einfach nur grandios. Insgesamt ist „Weapons: Die Stunde des Verschwindens“ ein in jeder Hinsicht extrem überraschender Film, der famos erzählt ist und einfach nur Spaß macht. Die 4K-Version überzeugt durch ein knackiges Bild, das die stimmungsvolle Inszenierung zum Leben erweckt. Kann ich nur empfehlen:

Fazit

„Weapons: Die Stunde des Verschwindens“ hat mich noch mehr begeistert, als ich das zuvor für möglich gehalten hätte. Genau mein Ding: Ich habe mich sehr gegruselt, die Geschichte hat mich in den Bann gezogen, die Figuren fand ich famos geschrieben, ich habe viel gelacht und wurde überrascht. Was will man mehr? So sollte Kino sein und ich freue mich jetzt schon darauf, den Film noch einmal zu sehen: 9/10 Punkte.

The Expanse, Book 8: Tiamat’s Wrath (James S. A. Corey)

The Expanse, Book 8: Tiamat's Wrath (James S. A. Corey)Endlich bin ich wieder richtig drin in dieser Reihe. Nach „Persepolis Rising“ habe ich an „Tiamat’s Wrath“, dem achten und vorletzten Buch der „The Expanse“-Reihe, gut fünf Monate gelesen. Gerade während der Urlaube in dieser Zeit, ist das Buch nahezu unberührt geblieben. Eine Schande. Dafür zeigt die Fastenzeit ihre Wirkung und ich schaffe es nahezu jeden Tag, auch am Wochenende, so früh ins Bett zu gehen, dass ich noch 10-20 Seiten lesen kann. Wunderbar! Was fällt dafür weg? Eigentlich nur sinnlose YouTube-Berieselung. Somit bin ich gerade in den letzten paar Wochen wirklich weit gekommen. Gerade gegen Ende nimmt die Geschichte auch noch einmal ordentlich Fahrt auf, was ich nach teils anstrengenden Passagen im Mittelteil wirklich sehr zu schätzen wusste. Alles Weitere lest ihr in der folgenden Besprechung… 📖

„But pacifism only works when your enemy has a conscience.“

„Tiamat’s Wrath“ ist eines der Bücher der Reihe, das am frustrierendsten zu lesen sind. Die Crew der Rocinante ist komplett über verschiedene Sonnensysteme versprengt und Laconia besitzt klar die Oberhand. Bekannte und beliebte Figuren sterben, so z.B. direkt zu Beginn Chrisjen Avasarala. Doch damit nicht genug. Ich möchte hier nicht auf weitere Details eingehen, doch so manches Ableben hat mich hart getroffen. Auch für die verbleibenden Figuren ist die neue Weltordnung nicht einfach: Naomi versucht den Widerstand zu steuern, Holden sitzt auf Laconia fest und überhaupt scheint sich die Handlung oft nicht vom Fleck zu bewegen. Spannend fand ich jede Entwicklung auf Laconia selbst und habe die Kapitel rund um Teresa Duarte und Dr. Elvi Okoye mit am liebsten gelesen. Hier zeigt sich auch, dass neben dem Konflikt zwischen Laconia und dem Rest der Menschheit noch eine viel größere Bedrohung lauert, welche uns im finalen Band „Leviathan Falls“ beschäftigen wird.

„I’m not sure dying free is as attractive when it stops being rhetorical.“

Gegen Ende von „Tiamat’s Wrath“ blitzt plötzlich wieder Hoffnung auf und die versprengten Figuren finden endlich wieder zueinander. Diese Kapitel habe ich wirklich sehr genossen und es hat sich auch für mich wie nach Hause kommen angefühlt. In diesem Buch lernen wir auch Figuren kennen, welche ich bisher nur aus der finalen Staffel der Serienadaption kannte. Da wird es noch einmal spannend, nach dem großen Finale die Kurzgeschichtensammlung zu lesen. Ein wenig werde ich mich also noch in der Welt von „The Expanse“ aufhalten können. Danach ist die umfassendste Reihe, die ich je gelesen habe, auch vorbei. Fast macht sich jetzt schon ein wenig Wehmut breit, doch ist es dafür noch zu früh. Hoffentlich werde ich auch  mit „Leviathan Falls“ etliche Stunden auf der Terrasse verbringen können:

Fazit

Auch wenn „Tiamat’s Wrath“ teils anstrengend zu lesen ist, so habe ich es, gerade gegen Ende, doch sehr genossen. Ich freue mich nun schon unfassbar auf den Abschluss der Reihe und bin begeistert, dass ich momentan wieder mehr Zeit zum Lesen finde. Speziell in den letzten Woche habe ich mich oft eher für das Buch und gegen den Fernseher entschieden. Eine schöne Entwicklung, auch dank dieser packenden Geschichte: 9/10 Punkte.

Zoomania 2 – OT: Zootopia 2 (2025)

Nach einem recht entspannten und verregnetem Samstag, an dem ich viel zu früh aufgestanden bin, ging es schon recht früh aufs Sofa. Alle waren platt, besonders das Zappelinchen, das einen langen Tag bei einer BRK-Fortbildung hinter sich hatte. Die Wahl für den Filmabend fiel auf „Zoomania 2“, den wir schon gerne im Kino gesehen hätten. Seit gestern läuft der Film auch auf Disney+, so dass wir ihn endlich nachholen konnten… 🐰🦊🐍

Zoomania 2 (2025) | © Walt Disney

Zoomania 2 (2025) | © Walt Disney

Eine charmante und actionreiche Fortsetzung

Der erste Teil von „Zoomania“ hat bei mir etwas gebraucht, um zu zünden. Bei der ersten Sichtung fand ich ihn nur ganz nett, doch bei der zweiten mit den Kindern war ich schon ziemlich begeistert. Bereits damals hatte ich angekündigt, die Fortsetzung unbedingt im Kino sehen zu wollen. Hat leider nicht geklappt. Dennoch haben wir uns sehr auf die heutige Sichtung gefreut. Und was soll ich sagen? „Zoomania 2“ konnte unsere Erwartungen voll und ganz erfüllen. Es ist kaum zu glauben, dass inzwischen zehn Jahre zwischen den beiden Filmen liegen. Es wirkt nicht so. Inhaltlich setzt die Fortsetzung ziemlich genau nach dem ersten Teil an und konzentriert sich dabei vorerst auf die Beziehung zwischen Judy Hops und Nick Wilde. Das fand ich einen schönen Einstieg, noch bevor der große Fall dieser Geschichte aufgerollt wird.

Beeindruckend ist erneut, wie viel es in den einzelnen Bildern zu entdecken gibt: Teils müsste man einzelne Szenen wirklich pausieren, um jeden visuellen Gag mitzunehmen. Die Welt von Zootopia wirkt einfach lebendig und ich fand es famos, in neue Biotope zu reisen. Speziell die Marsh-Market-Szene fand ich großartig! Auch der zweite Teil lebt von seinen visuellen Einfällen und der teils hanebüchenen Action. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Der Kriminalfall an sich ist durchaus spannend und interessant, aber nur wenig überraschend und sehr kindgerecht erzählt. Also genau so, wie es bei solch einem Film sein muss. Ich hatte wirklich viel Spaß mit all dem und würde mir einen dritten Teil auch gerne noch anschauen. Ein solcher wird in der Post-Credit-Szene direkt angedeutet und bei dem Erfolg von „Zoomania 2“ ist es nur eine Frage der Zeit.

Fazit

Wir alle hatten wirklich viel Spaß mit „Zoomania 2“. Ein Kinobesuch hätte sich auf jeden Fall gelohnt, doch auch zu Hause kann man viel Spaß mit Hops & Wilde haben. Die Kinder, und speziell das Zappelinchen, waren extrem begeistert und das ist schließlich alles, was man sich von einem Familienfilmabend wünschen kann. Extrem kurzweilige Unterhaltung mit schöner Botschaft: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte;  Zwergofant: 8/10 Punkte.)

Fallout – Staffel 2 (2025)

Nach der zweiten Staffel von „The Last of Us“, ging es direkt mit der zweiten Staffel einer postapokalyptischen Videospielverfilmung weiter: Auf „Fallout – Staffel 2“ hatte ich mich durchaus gefreut, auch wenn meine ganz große Begeisterung, die direkt nach der Sichtung der ersten Staffel durchaus vorhanden war, etwas abgeklungen war. Knapp zwei Jahre Abstand waren vielleicht doch etwas lang… ☢️

Fallout – Staffel 2 | © Amazon Prime Video

Fallout – Staffel 2 | © Amazon Prime Video

Mehr Handlungsstränge und weniger Fokus

Ich komme direkt mit einem etwas seltsam anmutenden Vergleich: Die zweite Staffel von „Fallout“ verhält sich zur ersten Staffel, wie die zweite Staffel von „Wednesday“ zur deren erster Staffel. Für mich hat auch hier der Fokus gefehlt. Es gab zu viele Handlungsstränge ohne wirkliche Verbindung oder Weiterentwicklung. Da war die Balance im ersten Jahr deutlich gelungener. Durch das wilde Hin- und Herspringen habe ich als Zuschauer zu wenig Zeit mit einzelnen Figuren verbracht, bevor es schon wieder weiterging zu einem Handlungsstrang, den man zuletzt zwei Episoden zuvor verlassen hatte. Das fand ich sehr anstrengend. Disclaimer: Dieser Eindruck mag aber auch daran liegen, dass ich bei nahezu jeder Episode mit dem Schlaf zu kämpfen hatte und teils sogar für ein paar Minuten weggenickt bin. Inwiefern dies der Serie direkt anzukreiden ist, oder eher meinem momentanen Gesamtzustand, kann ich schwer sagen.

Auf der Habenseite steht weiterhin das famose Produktionsdesign und der generell stimmige audiovisuelle Gesamteindruck. Einzig die Songs der 1950er/60er Jahre wirken auf Dauer, so innovativ dieses Konterkarieren in der ersten Staffel auch gewesen sein mag, etwas ermüdend. Auch die Figuren mochte ich weiterhin, speziell Walton Goggins als Ghoul hat mir immer besser gefallen. Auch die Kapitalismus- und Militarismuskritik ist scharf und böse, blitzt aber zu selten in dieser Form auf bzw. wird von anderen, teils eher ermüdenden, Handlungssträngen überlagert. Am Ende der zweiten Staffel hat sich handlungstechnisch gar nicht so viel weiterentwickelt. Vielleicht habe ich aber auch wichtige Details verpasst? Das mag ich gar nicht ausschließen. Das Gefühl der Ermüdung kann ich jedoch nicht abschütteln.

Fazit

War ich von der ersten Staffel noch überaus begeistert, so hat mich die zweite Staffel doch etwas enttäuscht. Momentan bin ich mir noch nicht einmal sicher, ob ich in eine dritte Staffel überhaupt reinschauen würde. Trotz Müdigkeit kämpfe ich bei anderen Serien nicht so sehr mit dem Schlaf. Definitiv keine schlechte Staffel, aber das seltsame Pacing hat sie für mich zu anstrengend gemacht und das bei recht zielloser Geschichte: 7/10 (7.2) Punkte.

Die Unfassbaren: Now You See Me – OT: Now You See Me – Extended Edition (2013) (WS1)

Das Filmjahr 2026 ist bisher kein sonderlich erfolgreiches, zumindest wenn ich mir die Anzahl an Filmsichtungen so anschaue. Da war ich im Filmjahr 2025 zu diesem Zeitpunkt schon deutlich weiter. Heute jedoch haben wir „Stranger Things“ einmal links liegen lassen und uns mit „Die Unfassbaren: Now You See Me“ einem Film zugewandt, auf den die Kinder wirklich heiß waren. Warum und wieso? Das erfahrt ihr in der folgenden Besprechung… 🎩

Die Unfassbaren: Now You See Me (2013) | © LEONINE

Die Unfassbaren: Now You See Me (2013) | © LEONINE

Alles nur ein großer Zaubertrick

Im vergangenen Jahr waren wir doch häufiger im Kino. Dort haben wir den Trailer zu „Die Unfassbaren 3: Now You See Me“ gefühlt vor jedem Kinofilm gesehen. Die Kinder sind darauf ziemlich angesprungen. Bei mir war die Begeisterung nicht sonderlich groß. Zwar hatte ich diesen ersten Teil bereits vor 12 Jahren einmal gesehen, doch mehr als ganz nett fand ich ihn damals nicht. Auch der zweite Teil ist bisher an mir vorübergegangen, so dass der dritte keine wirkliche Option war. Vor kurzem hat dann der Zwergofant mit seiner Patin eine Show der Ehrlich Brothers besucht, was Magie im Film wieder stärker auf den Radar gebracht hat. Mein erster Gedanke ging Richtung „Prestige: Die Meister der Magie“, doch dann ist mir dieser Film wieder eingefallen. Das Doppelpack der ersten beiden Teile gab es gerade günstig und somit war der heutige (und vermutlich auch der nächste) Filmabend besiegelt.

Ich muss sagen, dass ich heute sogar mehr Spaß hatte, als beim ersten Durchgang. Die große Zaubershow ist weiterhin grober Unfug und mich nervt auch der starke CGI-Einsatz, der die Illusionen von vornherein unglaubwürdig macht. Die Figuren sind zu flach, doch das Tempo ist hoch, der Score mitreißend und die Geschichte so absurd, dass sie schon wieder Spaß macht. Die Kinder saßen ziemlich gebannt vor dem Fernseher und waren ziemlich begeistert. Schon unfassbar, dass selbst dieser Film inzwischen schon wieder 13 Jahre auf dem Buckel hat. An die Auflösung am Ende konnte ich mich nicht mehr erinnern und vielleicht war das auch ganz gut so. Ist schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen all das. Dem Unterhaltungswert schadet das glücklicherweise kaum. Alle 12 Jahre kann man sich „Die Unfassbaren: Now You See Me“ also durchaus einmal anschauen.

Fazit

„Die Unfassbaren: Now You See Me“ ist mit Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Isla Fisher, Dave Franco, Mark Ruffalo, Mélanie Laurent, Michael Caine und Morgan Freeman überragend gut besetzt. Leider jedoch gehen die Schauspielgrößen in dem abstrusen Drehbuch ziemlich unter. Hat mir dennoch Spaß gemacht und die Kinder waren wirklich angetan. Was will man mehr? 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 8/10 Punkte.)