The New Adventures of Old Christine – Season 1

Endlich gibt es einmal wieder sehenswerten, klassischen SitCom-Nachschub: „The New Adventures of Old Christine – Season 1“. So sehr ich auch außergewöhnliche Produktionen – wie „Curb Your Enthusiasm“ oder „Arrested Development“ – liebe, so gerne kehre ich auch immer wieder zur klassischen SitCom zurück, die ihre bisherigen Höhepunkte in „Seinfeld“ und „How I Met Your Mother“ gefunden hat. Die neuen Abenteuer der alten Christine sind da keine ernsthafte Konkurrenz und doch macht die Serie wirklich sehr viel Spaß, was beinahe einzig und allein Julia Louis-Drefus (Elaine Benes, „Seinfeld“) zuzuschreiben ist.

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Die Prämisse ist – für SitCom-Verhältnisse – einigermaßen originell und bietet eine nette Ausgangssituation, wenngleich zu befürchten ist, dass sich die darauf bezogenen Gags irgendwann totlaufen. Christine und ihr Mann Richard leben in Scheidung. Dieser hat eine neue Freundin, die ebenso den Namen Christine trägt. New Christine eben. Über die 13 Folgen der ersten Staffel schien mir das Konzept noch relativ frisch zu sein, was – so bin ich der festen Überzeugung – aber auch nur am grandiosen Spiel von Julia Louis-Dreyfus liegt.

Seit „Stromberg“ war nicht mehr so ausgeprägtes Fremdschämen angesagt. Old Christine benimmt sich teils oberpeinlich, bleibt jedoch stets sympathisch, was – ich wiederhole mich – nur Julia Louis-Dreyfus zu verdanken ist. Man darf auch nicht den Fehler machen, den Charakter als reinen Elaine-Abklatsch zu sehen. Christine wirkt eher so wie Elaine als sie zu George wurde. „Seinfeld“-Kenner wissen nun hoffentlich, was ich meine.

Der restliche Cast kommt einfach nicht gegen Julia an. Doch auch hier gibt es teils nette Figuren zu sehen. Besonders Matthew hat meiner Meinung nach durchaus Potential. Von der Grundstimmung erinnert mich „The New Adventures of Old Christine“ irgendwie an eine gelungene Version von „According to Jim“ – warum auch immer. Ich werde auf jeden Fall dran bleiben – und sei es nur, um zu sehen wo die Autoren noch mehr Christines aus dem Hut zaubern: 8/10 Punkte (davon 7,5 für Julia Louis-Dreyfus).

Das liebe Wetter

Was macht man, wenn die ersten Bewerbungen verschickt sind und man somit etwas Zeit hat? Zu Hause rumsitzen und warten? Nein. Etwas unternehmen! So sind wir heute zeitig aufgestanden, um uns auf den Weg nach Stuttgart in die Wilhelma zu machen. Schnell ein paar Brötchen geschmiert und auf die ersten der knapp 220 KM gestartet – doch dann ging die Welt unter: Dunkelheit umfing uns und die Sinnflut began. Da das Wetter auch in weiter Ferne nicht besser zu sein schien, haben wir unseren Ausflug abgebrochen, im naheglegenen Nürnberg ausgiebig gefrühstückt und uns ein Alternativprogramm überlegt: Die Nürnberger Lochgefängnisse.

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Als wir nach der ca. halbstündigen Führung wieder das Licht erblickten, wähnten wir uns in einer anderen Welt: Strahlender Sonnenschein und keine einzige Wolke am Himmel. Was war passiert? Dimensionssprung? Zeitreise? Aber wie so oft war es nur das liebe Wetter. Nun war es leider schon zu spät für Stuttgart und deshalb gibt es statt vielen bunten Tierfotos eben nur düstere Verließe und Folterinstrumente.

Vielleicht springt heute Nachmittag wenigstens noch ein Freibadbesuch raus, doch man kann es ja nie so genau wissen: Die ersten Wolken ziehen nämlich schon wieder auf.

Harry Potter und der Stein der Weisen – OT: Harry Potter and the Sorcerer’s Stone (2001)

Aktualisierung: Ich habe „Harry Potter und der Stein der Weisen“ am 29. Mai 2020 und am 6. Dezember 2025 erneut gesehen und jeweils eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nach dem endgültigen Finale der Abenteuer des Jungmagiers hatte ich noch einmal Lust an den Anfang zurückzukehren. Somit gab es gestern Abend zum wiederholten Male die Verfilmung von „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Nach der ersten Kinosichtung war ich wirklich begeistert, wie werktreu Chris Columbus den Roman umgesetzt hatte. Nach ein paar weiteren Sichtungen wurde allerdings schnell klar, wie groß die Abnutzungserscheinungen dieses Prologs sind. Gestern jedoch wurde ich wieder wirklich gut unterhalten.

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Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) | © Warner Home Video

Chris Columbus hat mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“ das Buch nahezu 1:1 auf die Leinwand gebracht. Dies war auch noch leicht möglich, da der Inhalt sich nahezu auf die Exposition – d.h. Vorstellung der Charaktere und ihrer Welt – beschränkt und demnach einen relativ einfachen und – im Gegensatz zu den Nachfolgern – nur wenig komplexen Inhalt bietet. Diese Szenen, in denen Harry Potter seine Zauberwelt entdeckt, sind meiner Meinung nach auch ganz famos gelungen. Mit unglaublicher Liebe zum Detail ausgestattet und und mit viel Verspieltheit inszeniert.

Der zweite Teil – die Geschichte um den Stein der Weisen – wirkt dann etwas sehr konstruiert und gehetzt. Die Aufgaben gegen Ende sind zwar nett anzuschauen, doch ist die Struktur zu geradlinig um auch beim wiederholten Anschauen eine Faszination auf mich auszuüben. Allerdings wirkte dieser Teil auch in der Vorlage noch etwas unausgegoren. Den Vorwurf – wenn man es überhaupt so nennen mag – möchte ich hier auch nicht Chris Columbus machen, der meiner Meinung nach eine vorbildliche Adaption geschaffen hat, sondern eher dem nicht ganz ausgereiften Drehbuch.

Als Einstieg in die Welt des Harry Potter ist der erste Teil der Filmreihe auf jeden Fall gelungen. Die liebevolle Inszenierung zieht den geneigten Zuschauer in die Welt und bereitet ihn darauf vor, was noch kommen mag. Schwächen in der Struktur der Geschichte und teils unausgereifte VFX trüben den Spaß nur bedingt. Ein durchaus netter Anfang: 7/10 Punkte.

Transformers (2007)

Aktualisierung: Ich habe „Transformers“ am 14. November 2010 und am 5. März 2025 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und jeweils eine Besprechung der  Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Gestern Abend habe nun auch ich endlich den potentiellen Sommerblockbuster des Jahres gesehen: Michael Bays „Transformers“. Als Kind habe ich das Spielzeug geliebt. Man konnte die Figuren verwandeln! Damit konnten sich die futuristischen Roboter – dank ihrer Vielseitigkeit – bei mir direkt hinter LEGO platzieren. Ich hatte damals sogar den großen, verwandelbaren Optimus Prime auf den ich monatelang gespart hatte. Auch die Comics, die Zeichentrickserie sowie Hörspielkassetten haben mir viel Freude bereitet. Folglicherweise waren meine Erwartungen nicht gerade niedrig.

Transformers (2007) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Transformers (2007) | © Paramount Pictures (Universal Pictures)

Ich schicke gleich einmal vorweg, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Die Roboteraction war grandios, die Effekte herausragend. Auch Schauspieler und Inszenierung gingen voll in Ordnung. Doch leider gibt es da auch noch das Drehbuch. Nun hatte ich hier auch wirklich nicht viel erwartet. Schließlich handelt es sich hierbei um die Verfilmung einer Spielzeugreihe. Die laue Geschichte geht demnach auch noch irgendwie in Ordnung. Auch mit den Teenagern als Identifikationsfiguren konnte ich mich anfreunden. Doch leider, leider hat man die eigentlich Hauptfiguren – die Transformers – nicht ansatzweise ernst genommen. Die Dialoge sind teils so haarsträubend, dass ich angenommen hatte, man hat einfach ein paar spielende Kinder als Vorbild genommen: ‚Ich bin Optimus Prime, ich komme um euch zu retten!‘ oder ‚Ich bin Megatron, ich komme um euch zu zerstören!‘ sind da noch die Highlights. Wirklich schade.

Die – bei einem Film von Michael Bay – zu erwartende Militärhandlung hat mich auch extrem genervt. Diese ganze Verschwörungs- und Signalgeschichte war einfach nur überflüssig, da man als Zuschauer ja bereits genau wusste, was es mit dem Signal auf sich hat. Zudem wurde diese Storyline mit nichtssagenden Charaktern unnötig aufgeblasen: Was sollte die blonde Analytikerin? Was der Rapper-Hacker? Nervig und ablenkend. Das hätte es nicht gebraucht. Hinzu kommt noch, dass der Film ohnehin mindestens eine halbe Stunde zu lang ist – und damit meine ich nicht die noch ganz nette Charaktereinführung zu Beginn, bei der teils deutlich der Einfluss Spielbergs durchblitzt.

Doch es gibt auch positives zu berichten: Die Actionszenen sind – trotz absolutem Übermaß – einfach beeindruckend. Die Effekte sind grandios. In hellstem Sonnenlicht tanzen hier die Roboter teils in Zeitlupe und interagieren mit realen Figuren und Sets. Unglaublich, was ILM hier geleistet hat. In solchen Szenen kann der Film dann auch wieder voll und ganz überzeugen – wenngleich ich auch denke, dass etwas weniger hier manchmal mehr gewesen wäre. Die für Bay typische Inszenierung (Hubschrauber vor Sonnenuntergang, extreme Zeitlupen und Farbfilter etc.) weiß auch zu gefallen. Man kann über den Regisseur sagen, was man will. Seinen visuellen Stil hat er gefunden. Auch die Schauspieler haben mich teils positiv überrascht. Allen voran Shia LaBeouf, der tatsächlich eine ganz gute Figur macht, was mich in Bezug auf „Indiana Jones IV“ hoffen lässt. Megan Fox geht als Eyecandy auch in Ordnung und Schauspieler wie Jon Voight oder John Turturro sehe ich sowieso immer gerne – wenngleich ihre Leistungen hier eher zu vernachlässigen sind.

Fazit

„Transformers“ lässt mich nun sehr zwiespältig zurück. Einerseits wurde ich schon recht gut unterhalten, andererseits habe ich mich auch oft unglaublich geärgert. Vielleicht geht es mir wie Sergeant Murtaugh und ich bin einfach zu alt für den Scheiß. Nicht der erwartete Kracher, aber auch kein totaler Reinfall. Nur nette Unterhaltung: 6/10 Punkte.

bitte nicht berühren! bei Sunville

Die Jungs von Filmtrip.de hatten vor einiger Zeit zu einem kleinen Kurzfilm-Wettbewerb aufgerufen. Trotz überwältigender Konkurrenz konnte sich „bitte nicht berühren!“ letztendlich bei der Jury durchsetzen.

Meinem Kurzfilm wird nun die Ehre zuteil, auf dem Sunville-Festival am 25. August vor der Trailer-Premiere von „Mitfahrgelegenheit“ zu laufen. Weitere Informationen finden sich unter folgendem Link:

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Alles Weitere zu „Mitfahrgelegenheit“ gibt es wie immer auf Filmtrip.de – reinschauen lohnt sich!

Harry Potter and the Deathly Hallows (J. K. Rowling)

deathlyhollows.jpgDank urlaubsbedingter Freizeit habe ich nun endlich J. K. Rowlings langerwarteten „Harry Potter and the Deathly Hallows“ gelesen. Mein Verhältnis zu den Büchern der britischen Schriftstellerin habe ich hier ja schon einmal dargelegt. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass ich auch den finalen Teil ihres Fantasyepos mit großer Hoffnung erwartet hatte. Im Folgenden sind Spoiler zu finden. Weiterlesen sollte folglich nur, wer bereits in alle Geheimnisse des Potterschen Universums eingeweiht ist.

Wie erwartet ist das Buch teils sehr düster. Es fehlt die heimelige Atmosphäre von Hogwarts, es fehlen bekannterweise diverse Bezugspersonen und bereits auf den ersten Seiten wird die Truppe um Harry und Co. weiter dezimiert. Trotz aller Probleme und Widrigkeiten, mit denen die Charaktere in ihrer finalen Schlacht zu kämpfen haben, schafft es J. K. Rowling dennoch ihrem Stil treu zu bleiben und die Geschichte auf bekannte Art und Weise mit unzähligen, liebevollen Details zu erzählen. Es gibt sicherlich ab und an etwas Leerlauf, die diversen Rückblenden kennt der Leser inzwischen schon zu gut und auch wirkt die Geschichte über große Teile sehr konstruiert. Aber in welchem Teil der erfolgreichen Fantasyreihe war das nicht so? Insofern wurde ich in keinster Weise enttäuscht.

Das vielberedete Ende finde ich nun sehr gelungen. So irgendwie. Nach der letzten Wendung hatte ich einen Kloß im Hals. Der Ende des jugendlichen Helden schien besiegelt. Unausweichlich. So kam es dann auch. Der Endkampf war schnell und ohne großes Bramborium vorbei. Hier hat sich die Geschichte fast ausschließlich auf das Innenleben ihrer titelgebenden Figur konzentriert, was mir sehr positiv aufgefallen ist. Ich war wirklich begeistert und beeindruckt von Rowlings Konsequenz. Doch wie so oft im Potterschen Universum ist nichts so wie es scheint. Das wirkliche Ende wirkt etwas weichgespült. Leider. Hier hätte ich die drastischere Variante bevorzugt – das denkt zumindest ein Teil von mir. Der andere freut sich über das Happy End. Der Epilog hat mich zudem fast schon etwas wehmütig gemacht. Es waren schon tolle 7 Jahre.

Letztendlich ist „Harry Potter and the Deathly Hallows“ für mich ein sehr gelungener Abschluss der Reihe. Es werden alle Fragen beantwortet und das Ende lässt mich nicht unbefriedigt zurück, wenngleich es in seiner letzten Konsequenz auch etwas enttäuscht – zumindest mein erwachsenes Ich. Als Gesamtwerk – und als dieses sehe ich die Geschichte um den jungen Zauberer – ist J. K. Rowling Fantastisches gelungen. Das sage ich als Freund der Magie. Als Freund der Bücher. Als Junggebliebener. Als solcher kann ich „Harry Potter“ wirklich jedem Fantasyfreund empfehlen: 10/10 Punkte. Danke für 7 äußerst kurzweilige Jahre.

Costa Blanca 2007: Rückblick

Nach einer Woche Strandurlaub an der Costa Blanca bin ich nun wieder im Lande. Es war wunderschön. Das Hotel war perfekt. Der Strand superschön. Das Meer – bei ruhigem Wetter – glasklar. Land und Leute sehr nett. Einfach ein rundum gelungener Urlaub.

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Das Hotel

In Gegensatz zu letztem Jahr habe ich dieses Mal nichts zu meckern. Besonders das Hotel „Kaktus Albir“ haben wir als sehr angenehm empfunden. Sauber, geräumig, sehr leckeres Essen, nettes Personal. Was will man mehr? Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Nächtliche Impressionen

Der Ort Albir ist zwar voll und ganz auf Tourismus ausgelegt, doch ist es keine Partyhochburg und das Publikum ist erfreulich international: Spanier, Engländer, Franzosen, Niederländer, Deutsche etc. Diese Vielfältigkeit trägt auf jeden Fall positiv zur Urlaubsatmosphäre bei.

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Sonne, Strand und Meer

Wir sind nun wirklich erholt und müssen uns erst einmal wieder in den Alltagstrott einfinden. Montag werde ich mich auf die Jobsuche machen. Ist es ein positives Zeichen, dass sich eine ehemalige Praktikumsfirma während des Urlaubs bei mir gemeldet hat? Nächste Woche weiß ich hoffentlich mehr…

Urlaub 2007

Nach ca. einem Jahr ist es einmal wieder soweit: Urlaub! Dieses Mal habe ich sogar das Gefühl, dass es wirklich an der Zeit ist, zumal das Wetter hier einmal wieder sehr zu wünschen übrig lässt. Um 2:00 Uhr morgen früh geht es zum Flughafen und um 4:30 Uhr sitze ich bereits im Flieger nach Spanien. Die folgende Woche werde ich – so der Plan – hauptsächlich im Wasser und, mit ausreichend Lesestoff versorgt, am Strand verbringen.

In einer guten Woche werde ich dann berichten, wie der Urlaub tatsächlich ausgefallen ist. Bis dahin wünsche ich auch euch eine gute Zeit und besseres Wetter! 🙂

Veronica Mars – Season 3

Wie heißt es? Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Aufhören, bevor eine Serie ihren Zenit überschritten hat. Es gibt auch unzählige Beispiele, bei denen man auf diese Binsenweiheit hätte hören sollen. Doch ebenso gibt es immer wieder Serien, die vor ihrer Zeit gehen müssen. Zu diesen gehört nun auch „Veronica Mars – Season 3“. Was werde ich sie vermissen.

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Die letzte Staffel verlagert die Handlung von der Highschool ins College. Anfangs ungewohnt und doch vertraut. Der Ortswechsel bringt frischen Wind in die Serie und ergänzt sie um neue Charaktere, wobei auch liebgewonnene alte nicht fallengelassen werden. Ein schöner Neuanfang, der das Potential für mindestens eine weitere Staffel in sich getragen hätte.

Neben dem Ortswechsel gab es auch Änderungen in der Struktur der Serie: Der große, staffelübergreifende Fall ist mehreren kleineren gewichen. Anfangs konnte ich mir das nicht so richtig vorstellen, doch die kleineren Fälle haben für mich – insbesondere im Hinblick auf das recht konstruierte Ende der zweiten Staffel – ziemlich gut funktioniert. Die letzten Folgen der Staffel haben dann leider auf eine episodenübergreifende Handlung verzichtet und es gab nur noch Einzelfälle, die zwar durchaus unterhaltsam waren, aber nicht annähernd so mitreißend wie ihre Vorgänger.

Das Ende der Serie lässt mich nun wahrlich enttäuscht zurück. Nicht weil es schlecht gewesen wäre, sondern weil ich Neptune und Mars verlassen musste, bevor die Geschichte ein Ende gefunden hat. Die letzte Episode hat wieder stark an die erste Staffel erinnert: Es gab alte Feinde, alte Fehden und Potential für einen neuen großen Fall. Leider hat man der Episode in jeder Einstellung angemerkt, dass die Staffel verkürzt war. Die Handlung wurde durchgehechelt und man konnte nur erahnen, wie sie ursprünglich geplant gewesen war. Hier musste ich unweigerlich an die Stimmung des „ALIAS“-Finales denken. Am Ende saß ich da: Nur noch 5 Minuten Laufzeit und noch so viele unbeantwortete Fragen. Nur noch 4 Minuten. Nur noch 3. 2. 1. Das Ende. Veronica Mars wird nun ohne mich weiterermitteln. Keith Mars wird die Wahl verlieren und nun ohne mich spaßige Kämpfe mit Vinnie Van Lowe als Sheriff austragen. Was wird Weevil machen? Kehrt er auf die Straße zurück? Was wird aus Logan? Man wird es vermutlich nie erfahren.

„Veronica Mars“ konnte mich auch in der dritten Staffel voll und ganz überzeugen. Wohl seit „ALIAS“ die Drama-Serie, deren Charaktere ich am meisten vermissen werde. Einen kleinen Lichtblick gibt es für Serienfans dennoch, so soll Kristen Bell eine Hauptrolle in der vierten „Lost“-Staffel bekommen. Ein schwacher Trost, aber immerhin: 9/10 Punkte.