Run, Fatboy, Run (005)

Nach einer eineinhalb wöchigen Pause – morschen Kniegelenken und nasskaltem Wetter sei Dank – habe ich mich heute einmal wieder aufgerafft. Dabei musste ich feststellen, dass Pausieren in der Anfangsphase des Trainings nicht sonderlich vorteilhaft ist.

Meine heutige Zeit:

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:33:00
kCal: 418
min/km: 7:34

Ich hoffe, dass ich nun wieder etwas regelmäßiger laufen kann. Die nächsten Wochenenden sind schon wieder komplett dicht, aber vielleicht hat Petrus im Feierabend ja wieder einmal etwas Einsehen mit den Läufern.

30 Days of Night

Gestern Abend habe ich eine filmische Reise nach Barrow (Alaska) unternommen, wo ich einem äußerst atmosphärischen Überlebenskampf beiwohnen durfte. In David Slades Comic-Adaption „30 Days of Night“ ist der Name Programm: 30 Tage Dunkelheit. 30 Tage Terror.

Die Geschichte ist nicht sonderlich spektakulär. Eine Belagerungssituation, wie man sie bereits aus George A. Romeros „Night of the Living Dead“ kennt. Ein nächtlicher Überlebenskampf, der an John Carpenters „Assault on Precinct 13“ erinnert. Auch abgesehen von den geistigen Vorbildern ist der Aufbau des Films äußerst klassich: Lange, ruhige Einstellungen zu Beginn. Die Personen werden in aller Ausführlichkeit vorgestellt. Es wird sich Zeit genommen. Das Setting ist verdichtet und die Bedrohung bricht zunächst schleichend über Barrow herein. Die Exposition hat mir – trotz Wiedererkennungseffekt – wirklich sehr gut gefallen.

Die Atmosphäre, die in der ersten halben Stunde aufgebaut wird, trägt den Film. Man fühlt sich selbst heimisch in Barrow. Als dann die Hölle losbricht, identifiziert man sich bereits mit den Charakteren. Man leidet mit ihnen. Bis zum Ende ist mir die Reduzierung der Handlung auf den reinen Überlebenskampf auch überhaupt nicht negativ aufgefallen. Erstaunlich bei einem Film von über 100 Minuten Laufzeit. Diese Kurzweile ist der dichten Atmosphäre und den kurzen, aber knackigen Gewaltszenen zuzuschreiben. Man kann den Terror förmlich spüren. Die Vampire werden hier völlig entromantisiert. Ein erfrischender Ansatz, da sie dennoch einige Geheimnisse zu umwehen scheinen.

Inszenatorisch ist der Film wahrlich grandios. Manche Einstellungen wirken wie gemalt und man erkennt hier deutlich die Comic-Herkunft. Besonders die ruhige Kamerafahrt beim ersten Angriff über Barrow wird mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen. Einzig einige CGI-Blutfontänen wären meiner Meinung nach nicht nötig gewesen, aber selbst diese sind nicht sonderlich störend aufgefallen.

Kritisieren muss ich leider das Ende, welches mir sowohl von der Stimmung als auch von der Logik nicht wirklich in den Film passen will. Damit meine ich nicht nur den Sonnenaufgang, sondern die gesamte Heldenaktion von Sheriff Eben Oleson (Josh Hartnett, „Lucky#Slevin“). Ich kann verstehen, dass es auf dem Papier wirklich gut geklungen hat, doch im Film mag es einfach nicht so wirklich funktionieren – und das ist im Filmgeschäft leider kein Einzelfall. Wirklich schade, denn das Ende wirft für mich ein etwas schwaches Licht auf den ansonsten wirklich starken Film.

„30 Days of Night“ ist ein atmosphärisch herausragender Film, der ein neues Licht auf den Vampirmythos wirft und durch seine kompromislose und düstere Inszenierung zu überzeugen weiß. Einzig das Ende trübt den Gesamtgenuss dann doch etwas. Dennoch absolut sehenswert: 7/10 Punkte.

Brücke nach Terabithia – OT: Bridge to Terabithia

Lange hat es gedauert, bis die Verfilmung von „Brücke nach Terabithia“ ihren Weg in meinen DVD-Player fand – dabei hätte mich der Film bereits im Kino interessiert. Doch wie es leider immer öfter der Fall ist, kam ich nicht dazu. Letztendlich bin ich jedoch ganz froh, dass ich den Film in heimischer Ruhe genießen konnte. Spoiler sind übrigens zu erwarten.

Anders als das Marketing dem potentiellen Zuschauer glauben machen wollte, handelt es sich bei „Brücke nach Terabithia“ keineswegs um einen Fantasy-Blockbuster à la „Der Herr der Ringe“ oder „Die Chroniken von Narnia“. Der Film erinnert eher an Jugendfilmklassiker, wie „Stand by Me“ – weniger in der Handlung, als in Atmosphäre und Aussage. Man merkt, dass hier mehr dahinter steckt als die reine Beschreibung einer schwierigen Kindheit.

Freundschaft. Verlust. Fantasie. Selbstfindung. Toleranz. Liebe. Geborgenheit. Familie. Dies sind nur einige der Themen, die unter der Oberfläche schlummern. Die Einbettung dieser Themen in die Geschichte ist selbstverständlich nicht frei von Klischees, doch sind diese absolut nicht störend. Man wird als Zuschauer sofort in die Geschichte hineingesogen und – wie bereits bei „Stand by Me“ – gibt es mehrere Szenen, bei denen ich an meine eigene Kindheit denken musste. Wer hat nicht im Wald Lager gebaut, mit unsichtbaren Gegner gekämpft und eigene Welten erschaffen? Von den Unwägbarkeiten der kindlichen Realität einmal ganz abgesehen.

Emotional ist der Film wirklich enorm stark. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so mit den Tränen kämpfen musste – dabei ist die Inszenierung wirklich alles andere als schnulzig oder übertrieben ergreifend. Der Verlust kommt plötzlich. Wie ein Schock. Das Unfassbare muss nicht nur von Jess erst einmal verarbeitet werden.

„Brücke nach Terabithia“ ist kein perfekter Film. So habe ich mich an den Fantasy-Sequenzen teils doch etwas gestört. Zwar waren diese nett in den Film eingebunden, doch wirkten sie dennoch stets wie Fremdkörper und ich bin mir nicht sicher, ob sie wirklich nötig waren. Auch hatte ich teils das Gefühl, die Handlung wäre etwas gehetzt. Ich denke ein paar Minuten mehr hätten dem Film nicht geschadet. Insgesamt sind das aber nur kleinere Schönheitsfehler.

Ich wurde – trotz meines Vorwissens um die grobe Handlung – wirklich überrascht. Ich hätte mir kein solch ernstes und mitreißendes Drama erwartet. Schade, dass der Film – zumindest in unseren Breiten, in denen die Vorlage kaum bekannt ist – wohl kein großes Publikum finden wird. Verdient hätte er es: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (004)

Nach vier Tagen ohne Laufen, war es heute wirklich einmal wieder an der Zeit! Das Wetter war zwar immer noch nicht überragend, doch bis auf vereinzelte Tropfen blieb ich heute wenigstens einigermaßen trocken. Dafür macht mir mein rechtes Knie etwas Sorgen, welches vermutlich unter neuartigen Belastung zu Leiden hat.

Meine heutigen Ergebnisse auf der kurzen Strecke:

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:32:00
kCal: 418
min/km: 7:20

Beinahe hätte ich es heute geschafft komplett durchzulaufen, doch im letzten Viertel musste ich mich dann doch meiner mangelnden Kondition geschlagen geben. Aber das wird auch noch angepackt!

Ein Pokerabend

Nun ist der Trend auch bei uns angekommen: Poker. Überall wird gespielt, besonders im Internet kann man nervtötender Pokerwerbung kaum entkommen. Wir dagegen haben einmal wieder das altmodische Zusammensitzen zelebriert. Dieses Mal war – wie man nur unschwer erkennen kann – auch eine Kamera griffbereit.

Es war ein äußerst lustiger Abend und es sind ein paar interessante Bilder entstanden, von denen ich hier allerdings nur die uninteressanten zeigen möchte kann.

Die Sache wird bestimmt wiederholt und ich bin gespannt, wann ich es endlich schaffe so etwas wie eine Strategie zu entwickeln. Aber letztendlich ist das Spiel auch eher nebensächlich – bis dann wieder eisern um die kleinen, bunten Chips gekämpft wird…

Der Terminator – OT: The Terminator (1984)

Gestern Abend bin ich wieder einmal vor dem DVD-Regal gestanden und habe mir überlegt welchen Film ich denn gerne sehen würde. Fast schon hätte ich zu einem mir unbekannten Werk gegriffen, obwohl ich darauf nicht wirklich Lust hatte – doch dann fiel mein Blick auf James Camerons „Der Terminator“ und ich war wieder Feuer und Flamme für den Film.

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Meine wieder erwachte Begeisterung für den Film hängt bestimmt mit der kürzlichen Sichtung von „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ zusammen. Der erste Teil der futuristischen Trilogie war mir noch in relativ guter Erinnerung – und das obwohl ich ihn noch nicht so stark verinnerlicht habe, wie andere Filmklassiker meiner Jugend (z.B. „Star Wars“, „Indiana Jones“ und „Zurück in die Zukunft“). In der vollständigen Version – d.h. auf DVD – habe ich den Film auch erst zum zweiten Mal gesehen, davor gab es nur gekürzte TV-Ausstrahlungen und fragwürdige VHS-Versionen. Doch wenn man „The Terminator“ nur auf harte Action reduziert, wird man sowieso nicht viel Freude an dem Film haben.

Ich finde es unglaublich bemerkenswert welch grandioses popkulturelles Phänomen James Cameron mit seinem ersten unabhängigen Film geschaffen hat. Die Geschichte ist weit komplexer, als man es erwarten würde – und das Wichtigste: Sie ist absolut stimmig. Hinzu kommt, dass die Hintergrundinformationen nicht in einem platten Prolog vermittelt werden – sie sind direkt in die Handlung eingeflochten. Dadurch entsteht ein Sog, dem man sich als Zuschauer nur schwer entziehen kann. Die stets bedrohliche Atmosphäre und die – trotz allem – spektakulären Actionszenen runden den Film perfekt ab.

Die ersten zehn Minuten der gestrigen Sichtung waren für mich dann doch etwas ungewohnt: Zum einen wirken die Effekte inzwischen schon etwas angestaubt (besondes im direkten Vergleich zur aktuellen TV-Serie) und zum anderen habe ich den Film das erste Mal im englischen Originalton gesehen. Der Akzent von Arnold Schwarzenegger ist wirklich mehr als gewöhnungsbedürftig und ich war ein paarmal kurz davor wieder auf die bekannte – und geliebte – deutsche Tonspur zu wechseln. Aber nach einer gewissen Zeit hat sich das Ohr daran gewöhnt und somit durfte ich den Film noch einmal neu kennenlernen.

Viel mehr mag ich nun gar nicht schreiben. Der Film spricht für sich. Gedreht mit dem Budget und – oberflächlich betrachtet – der Handlung eines B-Movies, überzeugt „The Terminator“ auch heute noch in allen Belangen und zeigt bereits das große Talent eines – zumindest für mich – wichtigen Regisseurs. Zurecht ein Klassiker der Actionkinos: 10/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (003)

Zum Abschluss der Woche bin ich nun zum dritten Mal gelaufen. Dafür habe ich mir eine neue Runde ausgesucht, die um einiges leichter von der Sohle geht. Zum einen ist sie kürzer, zum anderen es gibt nur geringe Steigungen und der Boden ist zu 90% eben – nicht wie der halbe Hindernislauf auf der großen Waldrunde. 

Meine heutigen Ergebnisse sehen recht positiv aus:

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:35:00
kCal: 418
min/km: 8:02

Für das Wochenende lasse ich es nun erst einmal ruhiger angehen – mit dreimal die Woche habe ich mein Pensum auch erreicht. Montag ist dann hoffentlich auch das Wetter wieder angenehmer…

Run, Fatboy, Run (002)

Kaum zwei Tage sind vergangen und schon habe ich mich wieder aufgerafft. Erstaunlich. Dies ist wohl nun auch der Beweis, dass es sich beim letzten Eintrag nicht um einen Aprilscherz gehandelt hat. Es überrascht mich selbst.

Meine heutigen Ergebnisse:

Länge: 6,24
Laufzeit: 00:56:00
kCal: 599
min/km: 8:58

Meine Fragen dazu: Warum war ich trotz gestrigem Kneipenbesuch mit allerlei ungesunden Dingen dennoch schneller? Warum bin ich nicht in den diversen Schlammlöchern stecken geblieben? (Hinweis an mich: Nicht nach starken Regenfällen laufen!) Und warum habe ich bei schnellerer Gesamtzeit nicht mehr Kalorien verbraucht?

Ich geh jetzt meine diversen Blasen an diversen Füßen pflegen…

Run, Fatboy, Run (001)

Da uns abends nun eine Stunde mehr Sonnenlicht geschenkt wird, habe ich mich dazu durchgerungen wieder mit dem Laufen zu beginnen. Dazu muss ich sagen: Ich laufe nicht gern. Aber noch größer ist meine Abneigung gegenüber Fitness Studios – und irgend etwas sollte ich wirklich tun.

Da ich ja irgendwie Motivation brauche, habe ich gestern – natürlich ganz professionell – ein paar Routen angelegt und bin gleich einmal mit der längsten gestartet. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Folgende Auswertung hat mein Laufplaner danach ausgespuckt:

Länge: 6,24
Laufzeit: 01:00:00
kCal: 599
min/km: 9:36

Was nicht zu erkennen ist: das Keuchen, das Schwitzen und die Verschnaufpausen. Insgesamt ging es mir danach aber deutlich besser, als nach meinem ersten diesjährigen Laufversuch vor ein paar Wochen.

Mal sehen wie lange ich es dieses Mal durchhalte. Mein Ziel wäre zweimal abends unter der Woche und vielleicht noch einmal am Wochenende.

Ob mich die öffentliche Zurschaustellung motivieren wird?