Happy Birthday Blog: 2 Jahre

Ist es tatsächlich schon wieder soweit, dass mein Blog ein Jahr älter wird? Damit liegt der Startschuss inzwischen bereits zwei Jahre zurück. Dabei kommt es mir vor, als wäre es gestern gewesen… nein, nicht wirklich. Zuviel ist dafür in den letzten beiden Jahren passiert.

Was genau? Darüber werden euch folgende Zahlen und – mehr oder weniger interessante – Fakten Auskunft geben:

Ergänzt werden diese illustren Zahlen durch inzwischen 3000 Spam-Kommentare, die jedoch dank Akismet größtenteils erfolgreich abgewehrt wurden.

Was habe ich sonst noch im letzten Jahr getan? Ich habe 102 Filme und 30 Serien gesehen, 10 Bücher gelesen, drei Konzerte besucht, viel zu wenig neue Musik gehört, bin Achterbahn gefahren, habe meinen ersten richtigen Job gefunden, war stolzer großer Bruder bei der Hochzeit meiner Schwester und habe endlich mein Abschlusszeugnis erhalten. Des Weiteren haben Frau bullion und ich diverse Vorbereitungen für unsere kirchliche Trauung getroffen, welche nun mit viel zu großen Schritten viel zu schnell näher kommt. Danach steht unsere Hochzeitsreise an und auch Spätsommer sowie Herbst und Winter versprechen spannend zu werden.

Wieder einmal möchte ich mich nun bei euch für euer Interesse an meinen Filmkritiken und sonstigen Einträgen bedanken. Es war ein spannendes Jahr, welches mir auch durch die Einträge in euren Blogs versüßt wurde – auch dafür danke!

Das dritte Jahr kann beginnen… 🙂

Run, Fatboy, Run (015)

Trotz drohendem Regen habe ich heute meinen Vorsatz in die Tat umgesetzt einmal wieder die längere Strecke zu laufen – und vielleicht war es eben gerade der einsetzende Regen, der mich angespornt hat ohne Verzögerung durchzulaufen.

Länge: 5,34
Laufzeit: 00:36:00
kCal: 512
min/km: 6:45

Letztendlich ist meine durchschnittliche Zeit pro Kilometer minimal schlechter geworden – was ich aufgrund der längeren Strecke auch erwartet hatte – aber ich war insgesamt gute zwei Minuten schneller, als beim letzten Mal auf der langen Strecke. Insofern verbuche ich den heutigen Lauf als Erfolg… 🙂

Run, Fatboy, Run (014)

Heute habe ich mich bei optimalem Laufwetter (bewölkt, ca. 20 °C) auf den Weg gemacht. Keine Schmerzen in den Beinen, ausreichend Puste – da sollte eine neue Bestzeit doch locker drin sein! Leider kam dann ab der Hälfte Seitenstechen hinzu, was wohl der zu hohen Anfangsgeschwindigkeit zuzuschreiben ist. Da war ich wohl zu motiviert.

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:29:00
kCal: 418
min/km: 6:39

Gegen Ende ging es dann wieder und als mich ein anderer Jogger, der vorher noch weit hinter mir war, plötzlich überholt hat, habe ich noch einmal etwas angezogen. Letztendlich bin ich dann doch wieder bei meinen 29 Minuten gelandet. Vielleicht sollte ich einfach einmal eine andere Strecke ausprobieren…

Aliens in America – Season 1

Eine der für mich im Vorfeld interessantesten Shows der letztjährigen Newcomer war „Aliens in America – Season 1“. Die Show um einen pakistanischen Austauschschüler in Wisconsin versprach erfrischenden Humor und hatte zudem Scott Patterson (Luke Danes, „Gilmore Girls“) zu bieten.

Nach den ersten Episoden machte sich etwas Ernüchterung breit: Die Serie konzentrierte sich zu sehr auf die typischen Teenager-Probleme des Erzählers Justin Tolchuck. Ich hatte mir anfangs mehr Interaktion von Raja (wunderbar dargestellt von Adhir Kalyan) mit der Außenwelt und der Familie sowie deutlich mehr Satire gewünscht. Doch bevor die Enttäuschung zu groß wurde, begann die Serie zu wachsen.

Die Teenager-Probleme blieben, doch nahmen auch Storylines um Franny und Gary Tolchuck – die Eltern – immer mehr Platz in der Serienhandlung ein. Gegen Ende hatte ich mich richtig in die Show eingelebt und konnte jede Episode wirklich genießen.

Die Qualität der Serie ist wohl auch zu großen Teilen ihren Schauspielern zu verdanken. Neben Scott Patterson und Adhir Kalyan hat mich besonders Dan Byrd beeindruckt, der mich – wohl auch aufgrund der Voice-over-Narration – irgendwie an den guten alten „Dexter“ erinnert hat.

„Aliens in America“ ist eine sehenswerte Comedy, die gekonnt mit Vorurteilen spielt. Die Figuren bleiben trotz karikaturistischer Züge stets sympathisch und bieten dem Zuschauer dadurch genügend Identifikationsfläche. Eine Serie, die zwar nicht ganz oben mitschwimmt, aber dennoch weit vor ihrer Zeit abgesetzt wurde: 8/10 Punkte.

The Office (US) – Season 4

Trotz Widrigkeiten aufgrund des Autorenstreiks hat „The Office (US) – Season 4“ nun ihr würdiges Ende gefunden. Da sich im Vergleich zu den vorhergehenden Staffeln doch so einiges geändert hat, möchte ich die Gelegenheit ergreifen und noch einmal auf die besondere Qualität dieser grandiosen Show hinweisen.

Wir erinnern uns: Einen gewissen Teil der Spannung hat die Serie aus der verhinderten Beziehung von Jim und Pam gezogen. In der vierten Staffel sind beide nun ein Paar. Würden andere Serien dies nun zum Anlass nehmen der Beziehung möglichst viele Hindernisse in den Weg zu legen, funktioniert „The Office“ auch mit der neuen Figurenkonstellation. Anderen Charakteren wird wieder mehr Augenmerk geschenkt und es wird nicht zwanghaft versucht einen etablierten Handlungsstrang immer mehr in die Länge zu ziehen – auch wenn das Ende der Staffel etwas in diese Richtung vermuten lässt.

Ebenso ändern sich Michaels Lebensumstände: Er trennt sich von Jan, was besonders in der letzten Episode für einige urkomische Szenen sorgt – und auch hier wieder Potential für neue Wirrungen birgt. Besonders in diesem Handlungsstrang werden wieder die Stärken der Serie deutlich: Im Gegensatz zum deutschen Pendant bleiben die Figuren stets liebenswert. Man kann mit ihnen mitfühlen. Das dadurch geschaffene Identifikationspotential lässt auch so manch peinliche Aktion der Figuren nur umso stärker wirken.

Auch im vierten Anlauf bietet das US-Remake von „The Office“ großartige Unterhaltung. Abnutzungserscheinungen lassen sich kaum ausmachen und auch die Qualität hat seit Season 1 & 2 bzw. Season 3 nicht nachgelassen. Ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit Michael Scott und seinem Team: 9/10 Punkte.

Shooter

Nachdem ich in letzter Zeit einige positive Kritiken zu dem Film gelesen hatte, war es gestern an der Zeit mir selbst ein Bild von Antoine Fuquas „Shooter“ zu machen.

Bereits im Prolog fällt auf, wie stilisiert der Look des Films ist. Exzessives color grading zieht sich durch den gesamten Film. Im modernen Kino wird dieses Werkzeug oft übertrieben stark und in Kombination mit einer hektische Montage eingesetzt. Antoine Fuqua findet in „Shooter“ glücklicherweise genau das richtige Mittelmaß, was auch der der – im absolut positivem Sinne – altmodischen Inszenierung zu verdanken ist. Hier hebt sich der Film deutlich von anderen Actionfilmen ab und war mir dadurch von Anfang an sympathisch.

Die Geschichte ist wahrlich nicht neu: Eine Regierungsverschwörung, ein Einzelkämpfer auf der Flucht, Rache in Form von Selbstjustiz. Willkommen in den 70ern. Interessant wird der Film immer dann, wenn er Bezug auf die jüngste Geschichte Amerikas nimmt. Hier gibt sich „Shooter“ wahrlich kritisch, wenngleich größtenteils nur auf fiktive Geschehnisse und Personen Bezug genommen wird. Dennoch würde man diese Haltung von einem aktuellen Hollywoodfilm nicht zwangsweise erwarten.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Die Action ist grandios und wuchtig inszeniert. Die Geschichte ist mitreißend und zu keiner Sekunde langweilig. Die Charaktere sind interessant und Mark Wahlberg verkörpert den titelgebenden Shooter Bob Lee Swagger charismatisch und glaubwürdig. Ein rundum gelungener Film – wenn es das Ende nicht gäbe: Hier verkommen die Drahtzieher hinter der Verschwörung leider etwas zu Karikaturen ihrer selbst, die wohl in einem „Austin Powers“-Film besser aufgehoben wären. Aber nun gut, man kann eben nicht alles haben.

„Shooter“ macht richtig viel Spaß. Trotz ähnlicher Thematik hat mir der Film bedeutend besser gefallen, als die ersten beiden Abenteuer von Jason Bourne. Freunden altmodischer Actionkost, die zudem noch auf die Handlung zwischen den Actionszenen wert legen, sei Antoine Fuquas Film ans Herz gelegt: 8/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (013)

Trotz brennendem Sonnenschein und Affenhitze habe ich tapfer meine Runde gedreht. Die Zeit konnte ich nicht verbessern, aber immerhin habe ich mich nicht verschlechtert – und das ist unter den erschwerten Bedingungen ja auch schonmal ein kleiner Erfolg.

Länge: 4,36
Laufzeit: 00:29:00
kCal: 418
min/km: 6:39

Anmerkung an mich: Vor dem nächsten Lauf besser kein Eis essen – die Erfrischung könnte sich später rächen… 😉

Serenity (2005)

Mit Joss Whedons „Serenity“ habe ich gestern erneut den wohl leider letzten verfilmten Abenenteuern der Crew um Captain Malcolm Reynolds beigewohnt. Im Gegensatz zur ersten Sichtung konnte ich mich dieses Mal viel besser auf das neue Medium einlassen und habe nicht ständig krampfhaft versucht den Film mit der Serie zu vergleichen. Die Enttäuschung ist ausgeblieben und ich konnte den Film als das wahrnehmen, was er ist: Der würdige Abschluss einer grandiosen Sci-Fi-Saga. Spoiler sind zu erwarten.

Im Vergleich zu „Firefly“ fällt sofort der veränderte Look auf. Haben in der Serie warme Farben vorgeherrscht, finden sich im Kinofilm eher kalte Blautöne. Auch die Stimmung ist deutlich kälter. Wie wir bereits im Comic-Prequel „Serenity: Those Left Behind“ erfahren haben, befinden sich Shepherd Book und Inara nicht mehr auf der Serenity. Allein dadurch fehlt die Wärme und Menschlichkeit der beiden Figuren. Die Geschichte konzentriert sich von Anfang an deutlich auf das Mysterium um River Tam, was auch inhaltlich den düsteren Grundton des Films erklärt.

Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie unglaublich hart es für Joss Whedon gewesen sein muss, seine epische Geschichte auf einen knapp zweistündigen Kinofilm zu kürzen. Manchmal fällt es auch stark auf, dass es große Sprünge innerhalb der Handlung gibt. Die anfänglichen Konfrontationen zwischen Simon und Mal ist so ein Beispiel. Über mehrere Episoden hätte man hier wohl eine durchdachtere Dramaturgie aufbauen können – aber dennoch: Insgesamt ist Joss Whedon ein wahrlich meisterhaftes Skript gelungen. Man darf eben die Umstände nicht vergessen.

The Operative als neuer Gegner hat mir dieses Mal wirklich ausgezeichnet gefallen, wenngleich ich die von ihm ausgehende Bedrohung nicht als so stark empfunden habe, wie die der Hands of Blue – aber das ist wohl Geschmackssache. Die endgültige Auflösung um River und die Reaver ist nett, doch hier merkt man wohl am deutlichsten die zeitlichen Engpässe. Dafür sind die finalen Szenen – Mal und River im Cockpit der Serenity – pure Poesie. Ganz großes Kino.

Hart fand ich erneut den Tod zweier Hauptfiguren. Zwar nicht so schlimm, wie es innerhalb der Serie gewesen wäre, aber verlassen uns mit Shepherd Book und Wash zwei fantastische Charaktere. Dies lässt den Film realistischer erscheinen und man ahnt, dass der Sturm um die Crew der Serenity wahrlich erst begonnen hat: Die Zukunft wird nicht nur shiny werden.

„Serenity“ ist wahrlich ein Geschenk an die Fans. Zwar mit einigen Zugeständnissen an das Kinopublikum, aber das kann man Joss Whedon nicht wirklich verübeln. Wie wohl die Chancen für eine Fortsetzung stehen? Ich wäre einer der ersten an der Kinokasse: 9/10 Punkte.

Was lange währt…

Neun Monate nach Abgabe meiner Diplomarbeit halte ich heute nun endlich mein Zeugnis in den Händen. Es scheint wahrlich eine schwere Geburt gewesen zu sein, doch bin ich nun wirklich froh das Ergebnis in den Händen zu halten – auch wenn es keine wirklichen Überraschungen gab.

 

Es ändert sich dadurch natürlich nichts, denn ich arbeite inzwischen schließlich auch ohne Zeugnis schon beinahe acht Monate in meinem Job. Doch insgesamt ist es schon ein gutes Gefühl – und das Kapitel Studium kann nun endgültig und offiziell geschlossen werden… zumindest vorerst! 😉