Aliens in America – Season 1

Eine der für mich im Vorfeld interessantesten Shows der letztjährigen Newcomer war „Aliens in America – Season 1“. Die Show um einen pakistanischen Austauschschüler in Wisconsin versprach erfrischenden Humor und hatte zudem Scott Patterson (Luke Danes, „Gilmore Girls“) zu bieten.

Nach den ersten Episoden machte sich etwas Ernüchterung breit: Die Serie konzentrierte sich zu sehr auf die typischen Teenager-Probleme des Erzählers Justin Tolchuck. Ich hatte mir anfangs mehr Interaktion von Raja (wunderbar dargestellt von Adhir Kalyan) mit der Außenwelt und der Familie sowie deutlich mehr Satire gewünscht. Doch bevor die Enttäuschung zu groß wurde, begann die Serie zu wachsen.

Die Teenager-Probleme blieben, doch nahmen auch Storylines um Franny und Gary Tolchuck – die Eltern – immer mehr Platz in der Serienhandlung ein. Gegen Ende hatte ich mich richtig in die Show eingelebt und konnte jede Episode wirklich genießen.

Die Qualität der Serie ist wohl auch zu großen Teilen ihren Schauspielern zu verdanken. Neben Scott Patterson und Adhir Kalyan hat mich besonders Dan Byrd beeindruckt, der mich – wohl auch aufgrund der Voice-over-Narration – irgendwie an den guten alten „Dexter“ erinnert hat.

„Aliens in America“ ist eine sehenswerte Comedy, die gekonnt mit Vorurteilen spielt. Die Figuren bleiben trotz karikaturistischer Züge stets sympathisch und bieten dem Zuschauer dadurch genügend Identifikationsfläche. Eine Serie, die zwar nicht ganz oben mitschwimmt, aber dennoch weit vor ihrer Zeit abgesetzt wurde: 8/10 Punkte.

8 Gedanken zu “Aliens in America – Season 1

  1. Die Serie ist in der Tat mit der Zeit gewachsen und das mir auch ein wenig ans Herz, wie ich gestehen muss. Wobei mir die Folgen am besten gefielen, in denen Scott Patterson im Fokus stand. Sehr schade, dass es die Show nicht in die Verlängerung geschafft hat.

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  2. Ja, Scott Patterson war ziemlich überzeugend. Überhaupt mochte ich den Charakter und wie er immer versucht hat, Justin männliche Werte beizubringen. Denke auch, dass die zweite Season noch um einiges gelungener geworden wäre, aber darüber braucht man sich ja leider keine Gedanken mehr machen.

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  3. Naja, gerade für Leute mit wenig Zeit eignen sich Serien famos. So würde ich mich abends um 22 Uhr nicht mehr hinsetzen und einen Film beginnen, aber ein oder zwei Serienfolgen gehen doch immer! Das kann sich dann schon einmal über Monate hinziehen, aber dafür ist man bei der Einteilung flexibel… 🙂

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  4. Ah, du hast also auch AiA geschaut. Sehr schön. =) Mir hat die Serie auch gut gefallen und hab sie wirklich gemocht. Die Kritik sehe ich ähnlich, was die teilweise etwas zaghafte Ausnutzung des Themenkomplexes „Culture Clash“ angeht. Da hätte mehr kommen können. Es wurde aber glücklicherweise auch nie irgendwie „peinlich“ oder tumbes Moralisieren, was ich der Serie durchaus anrechne.

    Würde sie wohl so bei 7/10 einorden – aber letzten Endes ists ja wurscht, ist ja eh abgesetzt.

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  5. Genau so sehe ich das auch. Hätte man mehr draus machen können, aber peinliche Totalausfälle gab es eigentlich auch nie.

    Wäre die Serie fortgesetzt worden, hätte ich mir wohl sogar den Eintrag gespart – so ist dies ja vermutlich die einzige Chance etwas dazu zu schreiben. Insofern schade. Da sind schon weitaus schlechtere Shows verlängert worden.

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