Dreieinhalb Monate hat sie gedauert. Die Reise. Gestern Abend hat sie mit dem Finale von „Buffy: The Vampire Slayer – Season 7“ ihr unausweichliches Ende gefunden. Sieben Jahre lang habe ich Buffy, Xander, Willow und Giles begleitet. Viel ist passiert. Man hat gelacht und gelitten. Nun trennen sich die Wege – zumindest vorerst.

Die finale Staffel schließt nahtlos an die sechste an und führt den eingeschlagenen Weg weiter fort. So gibt es kaum noch Monster-of-the-Week-Episoden und auch humorvolle Einlagen lassen sich an einer Hand abzählen. Nur „Storytelling“ ist mir hier äußerst positiv in Erinnerung geblieben. Die Haupthandlung um die endgültige Apokalypse nimmt dann auch konsequenterweise die gesamte restliche Spielzeit für sich in Anspruch.
Auch wenn ich episodensübergreifende Geschichten normalerweise bevorzuge, so muss ich doch zugeben, dass mich dieser Ansatz hier nicht wirklich überzeugt hat. „Buffy: The Vampire Slayer“ war schon immer eine Serie, bei der die Charakterentwicklung im Vordergrund stand. Diese gibt es zwar auch in Staffel 7, doch wird sie hier teils durch die stagnierende Haupthandlung erdrückt bzw. zu sehr in den Hintergrund gedrängt. Das hatte in den vorhergehenden Seasons mit den beständig eingestreuten Einzelepisoden irgendwie besser funktioniert.
Da es das Ende der Welt in der Serie auch schon etliche Male zu verhindern galt, wurde für die aktuelle Apokalypse natürlich enorm auf die Tube gedrückt. Dies erschien mir teils etwas aufgesetzt und erst als The First mit Nathan Fillions Figur eine körperliche Präsenz verliehen bekam wurde die Bedrohung wirklich spürbar. Die finale Schlacht ist dann wahrlich beeindruckend in Szene gesetzt und ich hatte öfter das Gefühl mich in „Der Herr der Ringe“ verirrt zu haben. Leider geht am Ende dann alles sehr schnell und der Abschied kommt mir fast etwas zu kurz – doch vermutlich spricht hier nur meine nostalgische Grundhaltung, denn es gibt wohl keinen passenderen Abschluss für die Serie.
Sehr erfreut war ich übrigens über die zahlreichen Gastauftritte aus früheren Jahren. Das hat wirklich Spaß gemacht. Insgesamt reiht sich die siebte Staffel dadurch nahtlos in das Buffyverse ein – und ich kann nur hoffen, dass mich die Fortsetzung in Comicform auch nur annähernd so gut zu unterhalten vermag, wie die Serie. Das Staffel-Ranking fällt bei mir folgendermaßen aus – die Qualitätsunterschiede sind jedoch größtenteils marginal:
1. „Buffy: The Vampire Slayer – Season 3“
2. „Buffy: The Vampire Slayer – Season 2“
3. „Buffy: The Vampire Slayer – Season 5“
4. „Buffy: The Vampire Slayer – Season 6“
5. „Buffy: The Vampire Slayer – Season 4“
6. „Buffy: The Vampire Slayer – Season 7“
7. „Buffy: The Vampire Slayer – Season 1“
„Buffy: The Vampire Slayer“ gehört zum absoluten Pflichtprogramm für alle Serienjunkies. Ein Meilenstein. Unabstreitbar. Die bisher wohl gelungenste Metapher für das Coming-of-Age-Genre. Auch wenn die finale Staffel qualitativ nicht an die goldenen Zeiten der Serie anschließen kann, so stellt sie doch einen mehr als würdigen Abschluss dar: 8/10 Punkte.








