Mit Erhalt der guten Nachricht auf Verlängerung um eine fünfte Staffel, konnte ich das Finale von „Fringe – Season 4“ so richtig genießen. Damit verschwindet die letzte noch laufende und als sehenswert einzustufende Mysteryserie in die verdiente Sommerpause. Wer hätte vor drei Jahren geahnt, dass sich diese scheinbar nur übernatürlich anmutende Krimiserie als innovative Genre-Wundertüte entpuppen würde? Spoiler sind zu erwarten.

Die Staffel beginnt recht unspektakulär mit ein paar Mystery-of-the-Week-Episoden, doch es sollte nicht lange dauern bis der Cliffhanger des vorangegangenen Jahres aufgelöst wird. Peter ist natürlich zurück und seine Integration in die alternative Zeitline darf durchaus als interessant bezeichnet werden. Wenn man nicht aufpasst kann man durchaus schon einmal den Überblick verlieren: zwei Universen, eine alternative Zeitlinie, doppelte – und dank Gestaltwandlern auch dreifache – Ausführungen der Charaktere, Zeitsprünge usw. „Fringe“ bietet wieder einmal alles, was man sich als Sci-Fi-Freund von einer Serie erhofft. Ein buntes Sammelsurium, das in seiner Gesamtheit dennoch erstaunlich konsistent wirkt.
Doch „Fringe“ wäre nicht „Fringe“, wenn auch die Charaktermomente überzeugen könnten. Auch diese Staffel spielt wieder stark auf der emotionalen Klaviatur ihrer Figuren und somit auch der Zuschauer. Besonders John Noble (Dr. Walter Bishop) hätte hier wahrlich jeden Preis verdient. Solch ein nuanciertes Spiel bekommt man ansonsten in den Genre-Serien der privaten Networks nur selten zu sehen. Einfach nur großartig!
Ab der Hälfte der Staffel nimmt auch die Rahmenhandlung wieder Fahrt auf und es wird u.a. das Mysterium rund um die Observer gelöst und auf eine neue Ebene gebracht, was besonders im kommenden Jahr für einigen Trubel sorgen dürfte. Auch das Staffelfinale war ziemlich bombastisch, letztendlich stolperte man aber zu schnell zu einer Lösung, was das Ende zu rund wirken lässt – doch hier hatten die Macher wohl die drohende Absetzung im Hinterkopf. Erneut eine wirklich starke Staffel, nach der ich nun noch auf einen famosen Abschluss hoffe: 9/10 (8.5) Punkte.









