Iron Man 3 (2013)

Aktualisierung: Ich habe „Iron Man 3“ am 13. April 2024 zum ersten Mal mit den Kindern gesehen und eine aktualisierte Besprechung veröffentlicht.

Nach einer weiteren Woche Magen-Darm-Hölle, stand der Samstag abermals im Zeichen einer Lehrveranstaltung. Die Studenten waren fit und motiviert, ich hatte Spaß dabei. Anstrengend war der lange Tag nach solch einer Woche dennoch. Vermutlich hätte ich das mit dem Film auch lassen sollen, doch die letzte Sichtung liegt schon wieder zwei Wochen zurück – und außerdem hatte ich mit „Iron Man 3“ noch ungesehene Popcorn-Unterhaltung im Regal. Einem solchen Film zu folgen sollte ja wohl nicht allzu schwierig sein…

Iron Man 3 (2013) | © Walt Disney

Iron Man 3 (2013) | © Walt Disney

Doch es war schwierig. So stark musste ich schon lange nicht mehr gegen den Schlaf kämpfen, Szenen zurückspulen und mich zum Weiterschauen zwingen. Ja, Filme schauen kann auch anstrengend sein. Ich lege dies jedoch weniger der flott inszenierten Superheldensaga zu Lasten, als meiner extrem anstrengenden Woche und dem heutigen Tag an der Hochschule. Trotz kleineren Lücken bilde ich mir aber ein, den Großteil des Films gesehen zu haben und mir somit ein Urteil erlauben zu können. Falls ihr den Film anders wahrgenommen habt und davor seid vehement Einspruch einzulegen, bedenkt bitte dieses kleine Vorwort. Danke.

Tony Stark steht nach den Ereignissen in New York am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Man sollte also meinen, dass die Bezüge zu „The Avengers“ deutlicher sind, als in jedem anderen Marvel-Film. Dem ist allerdings nicht so und man bekommt – außer in der obligatorischen Post-Credit-Szene – keinen anderen Avenger zu sehen. Somit steht das erste Abenteuer der zweiten Phase des Marvel Cinematic Universe (MCU) ziemlich für sich und funktioniert als Abschluss, wenn es denn ein solcher ist, der „Iron Man“-Trilogie auch recht gut. Tony Starks jüngster Auftritt ist gleichzeitig düsterer aber auch komischer als seine vorhergehenden – und am Ende darf ihm Pepper Potts den Arsch retten. Das macht Shane Blacks Film doch gleich noch sympathischer.

Die Geschichte wirkt ein wenig zusammengeschustert und weckt Erinnerungen an die „X-Men“-Reihe. Am spannendsten fand ich den Film immer dann, wenn sich Tony Stark tatsächlich ohne seine Rüstung behaupten muss. Ebenso toll fand ich den Twist um Bösewicht Mandarin, mit dem ich nun überhaupt nicht gerechnet hätte. Herrlich! Fans der Vorlage sehen das anscheinend anders, doch für mich hat dieses Element den Film deutlich aufgewertet. Ansonsten gibt es viel Action, teils sogar zu viel. Das Finale auf dem Frachtschiff war beinahe schon ermüdend in seiner Materialschlacht – zumindest bin ich während dieser Szenen am häufigsten eingeschlafen.

Fazit

Letztendlich ist „Iron Man 3“ ein typischer Marvel-Film: Alles andere als innovativ, doch äußerst unterhaltsam und professionell bis in den letzten Frame inszeniert – fast schon ein wenig zu glatt. Ich hatte meinen Spaß damit und würde den dritten Teil qualitativ wohl ungefähr auf einer Ebene mit „Iron Man 2“ und deutlich hinter „Iron Man“ einordnen. Mal sehen, was so die anderen Filme der zweiten Phase des MCU so können: 7/10 Punkte.

The Wire – Season 4

Ich kann kaum glauben, dass ich mit „The Wire – Season 4“ nun auch schon die vorletzte Staffel der Serie beendet habe. Nachdem die DVD-Box über Jahre ungesehen im Regal stand, werde ich sie innerhalb von nicht einmal drei Monaten durchgeschaut haben. Dabei ist es schon fast erschreckend, wie sehr sie mich über die letzten Wochen in ihren Bann gezogen hat – und speziell das vierte Jahr hält einige Schicksalsschläge parat, die auch an uns Zuschauern nicht spurlos vorüberziehen…

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Nachdem wir in der dritten Staffel auf die Straßen Baltimores zurückgekehrt sind und einen genaueren Blick auf die politischen Strippenzieher geworfen haben, steht „The Wire“ der größte Schauplatzwechsel seit dem Besuch des Containerhafens in der zweiten Staffel bevor: Man bekommt einen tieferen Einblick in das Schulsystem – und nicht nur das, weiterhin rücken etliche jugendliche Protagonisten ins Zentrum der Ereignisse. Schon bald sind sie uns näher als so manche Ermittler und Player, denen man bisher gefolgt ist. Man lernt ihren Schulalltag kennen, bekommt einen Einblick in die erschütternden Familienverhältnisse und erblickt hinter all der aufgesetzten Coolness nur allzu verletzliche Jugendliche, die größtenteils alleine auf verlorenem Posten stehen.

Neben der Schule als neuer Schauplatz, werden auch die politischen Entwicklungen des Vorjahres konsequent weiterverfolgt. Baltimore scheint im Umbruch begriffen, doch auch der neugewählte Bürgermeister hat mit verhärteten Strukturen, Bürokratie und opportunistischen Lobbyisten zu kämpfen. Es ist wahrlich kein schönes Bild, das „The Wire“ von amerikanischer Städtepolitik zeichnet. Als großer Gegenspieler für die Polizei des westlichen Baltimore bleibt seit dem Abtreten des Barksdale-Clans Marlo Stanfield bestehen, der – im Gegensatz zu seinen Vorgängern – noch kälter, geplanter und abgeklärter agiert. Romantisiertes Gangstertum ist hier wahrlich nicht zu finden. Omar Little tritt weiterhin als Joker in Erscheinung, der seine ganz eigenen Werte lebt und für unerwartete Wendungen sorgt. Auch Bubbles versucht so gut es geht über die Runden zu kommen, muss dabei aber feststellen, dass er auf seine Freunde bei der Polizei nicht wirklich zählen kann. Seine Geschichte ist wahrlich herzzerreißend.

Das vierte Jahr zeichnet ein wahrhaftig düsteres Bild von Baltimore. Während der letzten drei Episoden verdichten sich die zuvor nur angedeuteten Ereignisse und brechen mit einer Wucht über die zuvor kennengelernten Charaktere herein, dass es nur noch schmerzhaft ist. Manche dieser Wendungen mögen ein wenig forciert offensichtlich wirken, doch nimmt das nichts von der emotionalen Wucht. Auch wenn die dritte Staffel insgesamt besser und kohärenter geschrieben sein mag, so hat mich die vierte jedoch noch mehr mitgenommen. Unglaublich traurig und desillusionierend. Speziell nach dem Finale in Spielfilmlänge braucht man erst einmal nichts mehr.

Mit ihrer vorletzten Staffel festigt „The Wire“ ihren Ruf als wahrlich herausragende Serie. Zusammen mit der dritten Staffel bilden die 13 Episoden unzweifelhaft das bisherige Highlight und ich weiß jetzt schon, dass mir der Abschied nach dem Serienfinale unglaublich schwer fallen wird. Der Kloß im Hals ist seit der Sichtung gestern Abend immer noch nicht ganz verschwunden: 10/10 (9.5) Punkte.

Media Monday #195

Was für ein Wochenende: Am Samstag habe ich, obwohl mich meine Stimme schon nach den ersten zwei Stunden zu verlassen drohte, ein Seminar gehalten – und in der Nacht auf Sonntag hat dann, zum zweiten Mal innerhalb nur einen Monats, ein Magen-Darm-Virus unser Zappelinchen zerbröselt. Im Moment gehen wir alle ziemlich auf dem Zahnfleisch. Doch nun ist Montag, die Arbeit ruft und auch die Fragen des Medienjournals wollen wieder beantwortet werden…

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  1. „Edge of Tomorrow“ ist wirklich ein Film gewordenes Computerspiel, schließlich transportiert Regisseur Doug Liman darin das Trial-and-Error-Prinzip, das wohl jeder Videospieler kennt, perfekt auf die Leinwand.
  2. Die Figur des [beliebigen „Game of Thrones“-Charakter einsetzen] wird in [beliebige Staffel bzw. beliebigen Band der Buchvorlage einsetzen] gnadenlos verheizt und das, obwohl man die Figur doch gerade lieb gewonnen hatte!
  3. In meine Kinder bin ich regelrecht vernarrt, denn ansonsten könnte man am Leben als Elternteil manchmal schon verzweifeln – das hat die Natur schon gut eingerichtet… 😉
  4. Mit einer der besten Sprüche findet sich in dieser Liste.
  5. „Man of Steel“ ist in meinen Augen die meiste Zeit völlig spannungsarm, weil Supermans menschliche Seite gegen Ende völlig der abstrusen Action geopfert wird.
  6. Erwartet hatte ich mir von „Der Schatzplanet“ wirklich nicht viel und jetzt ist es einer meiner liebsten Filme, denn Disney-Filme der frühen 2000er Jahre haben leider keinen sonderlich guten Ruf, doch dieser hier ist wirklich famos!
  7. Zuletzt gesehen habe ich eine Episode der TV-Serie „The Mindy Project“ und das war wunderbar sympathische Unterhaltung, weil Mindy Kaling (bekannt aus „The Office“) ihre Serie herrlich selbstironisch schreibt und diese Art der leichten Unterhaltung nach „The Wire“ oft nötig ist.

Impressionen vom Bau #7: Das Dach wird dichter

Die Taktung der Einträge zum Hausbau wird höher. Eine Geduldsprobe für die Filmfreunde unter meinen Lesern. Seid jedoch gewiss: Es wird auch wieder anders werden! Im Vergleich zum letzten Eintrag hat sich auf den ersten Blick nicht so viel getan, doch wirkt das Dachgeschoss gleich ganz anders, wenn das Dach darüber tatsächlich dicht ist. Der Zwischenboden zur Dachspitze ist leider noch nicht eingezogen, doch habe ich heute einmal nachgemessen – und ich werde darin, wie es aus dem Bauplan auch ersichtlich war, tatsächlich stehen können! Zudem sind die Stützstäbe aus dem Erdgeschoss verschwunden und im Keller ließ sich sogar schon Putz an ein paar Wänden finden. Es geht voran!

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Sieht doch fast schon aus wie ein echtes Haus…

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Endlich keine Stützen mehr im Wohnzimmer!

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Noch viel Kopfraum in beiden Kinderzimmern…

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Sonne sogar im Keller!

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Eines der großen Dachfenster von innen…

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…und von außen

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Impressionen vom Bau #6: Die Dachspitze

Nicht einmal eine Woche ist seit dem Eintrag zum Dachgeschoss vergangen – und doch gibt es schon wieder Neues zu berichten: Das Balkengerüst für unser Dach wurde gezimmert. Es ist wirklich erstaunlich, um wie viel fertiger das Haus nun wirkt. Aktuell mache ich mir nur ein wenig Sorgen, ob ich in der Dachspitze auch tatsächlich stehen kann. Laut Plan sollte das passen, doch es wirkt so niedrig. Weiterhin haben wir uns den gestrigen Abend mit der Ausrichtung unserer Garage um die Ohren geschlagen, da das Grundstück in der relevanten Ecke natürlich nicht rechtwinklig ist. Kein Tag ohne Überraschungen…

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Holz auf der Hütt’n

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So viele Balken! Und eine Freiluftdusche – noch…

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Die Dachspitze: sehr provisorisch und noch ohne Fenster

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Und hier soll ich mit meinen knapp zwei Metern stehen können?

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Liebster Award #7: Intergalaktische Filmreisen

Mit dieser Ausgabe geht der “Liebster Award” auf diesem Blog in die siebte und damit nun auch tatsächlich in die vorerst letzte Runde. Falls ich eure Nominierung allerdings übersehen haben sollte, was durchaus vorkommen kann, ähm, bitte melden!

Ihr wisst nicht was der „Liebster Award“ ist? Hier eine kurze Erklärung: Dieser Award treibt in der Blogosphäre schon länger sein Unwesen. Auch mich hat es erwischt. Mehrfach. Das soll nicht undankbar klingen, obwohl ich zunächst wirklich starke Vorbehalte hatte hier mitzumachen. Dann habe ich jedoch festgestellt, dass man die/den jeweiligen BloggerIn durch ihre/seine Antworten auf die meist spannenden Fragen tatsächlich besser kennenlernt. Folglich werde ich in den kommenden Wochen versuchen, die aufgelaufenen Fragen nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten…

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In diesem Sinne, viel Spaß mit meinen Antworten auf die Fragen des Intergalactic Ape-Man vom „Intergalaktische Filmreisen“-Blog im Rahmen des Liebster Award #7:

1. Entgegen der erzählerischen Verdichtung eines Films kann das Format der Serie sich einer Zeitlupe gleich auf jedes Detail eines Momentes stürzen. Was sind deiner Meinung nach die narrativen Vorzüge eines Kinofilms und einer Fernsehserie? Wird dies ausreichend umgesetzt?
Beide Formate haben ihre Vor- und Nachteile. So können Kinofilme zu kurz wirken, um allen Charakteren und Handlungselementen gerecht zu werden, Serien dagegen können aus unzähligen Füllepisoden bestehen, welche eher langweilen und die Geschichte nicht vorantreiben. Als ideal – rein vom narrativen Standpunkt – beweisen sich immer wieder kurze Serienstaffeln mit ca. 10 bis 13 Episoden. Das scheint für mich die perfekte Länge für ausführliches Erzählen zu sein. Filme dagegen leben von der Verdichtung, den Schauwerten und den mitreißenden Momentaufnahmen. Ich möchte keines der beiden Formate missen.

2. Seit Beginn dieses Jahrtausends werden Hörspiele gern als Kino für die Ohren gesehen. Beschäftigst du dich mit diesem Format und für welche Hörspiele würdest du diese Bezeichnung anerkennen bzw. für welche nicht? Wären sie auch verfilmbar?
Ich höre aktuell weder Hörspiele noch Hörbücher, da meine Gedanken meist zu sehr abschweifen und ich auch immer irgendeine Tätigkeit nebenbei ausübe. Podcasts funktionieren für mich dagegen perfekt. In meiner Jugend habe ich Hörspiele allerdings sehr gerne gehört, wie z.B. „Die unendliche Geschichte“ oder „Der Herr der Ringe“ in der SWR/WDR-Produktion.

3. Welches Koch- oder Backrezept war kürzlich so großartig, daß man es bloggen müsste? Warum hast du es nicht getan?
Mit Filmen, Serien, Literatur, Musik, Kindern und Hausbau sind die Themen auf diesem Blog ohnehin bereits zu vielfältig – da überlasse ich das Food-Blogging lieber den Profis… 😉

4. Welche Sparten sprechen dich in den unterschiedlichen Medien wie Roman, Film, Fernsehserie, Hörspiel und Comic an und gibt es hierbei eher Übereinstimmungen oder Unterschiede?
Ich mag alle Medien, in denen Geschichten erzählt werden, gerne. Spezialisiert habe ich mich auf Film und Fernsehserie, doch ohne Romane könnte ich auch nicht. Übrigens fehlen in dieser Aufzählung interaktive Medien à la Videospiele.

5. Wie geniesst du diese unterschiedlichen Medienformate? (z.B. Film klassisch nur im Kino, Buch im Bett usw.)
Filme ganz klassisch im Kino und zu Hause auf dem TV. Serien ebenfalls auf dem großen Fernseher. Beides zugespielt via DVD oder Blu-ray, da ich Streaming (noch) nichts abgewinnen kann. Bücher kann ich überall lesen, in letzter Zeit jedoch meist nur abends im Bett.

6. Welche Handlungsorte aus Erzählungen in diesen Medienformaten hast du schon bereist und hast du diese bewusst als solche wahrgenommen?
Am bewusstesten habe ich wohl diverse Schauplätze in Washington, D.C. und New York City wahrgenommen. Das hat sich teils schon nach großem Kino angefühlt. Mein Traum wäre aber durchaus die Schauplätze aus „Der Herr der Ringe“ in Neuseeland zu besuchen. Irgendwann. Vermutlich erst wenn die Kinder aus dem Haus sind.

7. Welche Überschneidungen findest du zwischen deinem ausgeübten Beruf und deiner Tätigkeit als Blogger?
Da ich auch beruflich blogge, ist die Überschneidung nicht zu verleugnen. Inhaltlich jedoch bewege ich mich dabei in einem ganz anderen, sehr spezialisierten Gebiet. Auch das Niveau der Texte ist anders (ich möchte glauben höher), die Reichweite deutlich größer und ich schreibe auf Englisch. An mein privates Blog gehe ich dagegen ganz unbedarft heran und schreibe einfach über das, was mir gerade in den Sinn kommt, und so wie ich möchte.

8. Welcher Blog hat dich zuletzt positiv überrascht bzw. hat den Weg in deinen Reader oder deine Blogroll gefunden? Warum?
In meine Blogroll sind zuletzt FilmkompassFilmschrottGreifenklaue’s BlogMein Blog – meine GedankenfürzeMiss BooleanaTrivial und Zirkusmanege gewandert. Warum? Weil diese Blogs allesamt toll und lesenswert sind – jedes auf seine Weise.

9. Wieviele Blogs verfolgst du derzeit aktiv und ist dies eher ein auf- oder absteigender Trend?
Es werden immer mehr. Aktuell sind es exakt 329 Blogs, die ich mehr oder weniger aktiv verfolge. Natürlich gibt es eine gewisse Priorisierung, d.h. die wirklich wichtigen Blogs befinden sich ohnehin in meiner Blogroll und der Rest wird oft nur überflogen. Ohne Feedreader unvorstellbar – danke Feedly!

10. Wie wichtig ist für dich Uhrzeit und Datum für die Veröffentlichung eines Blogposts?
Überhaupt nicht wichtig. Die Leser bekommen den Artikel ohnehin in ihren Feedreader gespült und können ihn lesen, wann sie wollen. Die Verteilung über Social-Media-Kanäle könnte man zeitlich bestimmt bewusster steuern, doch behalte ich mir diesen Aufwand auch für das berufliche Bloggen vor.

11. Was oder welcher Artikel gefällt dir an/auf Intergalaktische Filmreisen am besten?
Mir gefällt es, dass viel Genrekino besprochen wird und vor allem ältere Filme. Damit hebt sich „Intergalaktische Filmreisen“ von den typischen Filmblogs ab, die sich allem aktuellen Kinofilmen widmen. Außerdem mag ich die Schreibe und den Einsatz, den der Intergalactic Ape-Man für unseren kleinen Teil der Blogosphäre zeigt.

Fragen oder Nominierungen wird es von mir nicht geben. Ich möchte mich an dieser Stelle auf die Antworten beschränken. Es dürfen sich jedoch alle BloggerInnen in meiner Blogroll ausgezeichnet fühlen, denn ihr seid mir – auch ohne Liebster Award – allesamt am allerliebsten! 🙂

Mehr „Liebster Award“-Antworten…

Media Monday #194

Ein weiteres Wochenende, das wir größtenteils in Möbelhäusern verbracht haben, liegt hinter uns. Gestern ging es noch einmal auf die Baustelle, wo wir uns vom aktuellen Baufortschritt überzeugen konnten. Weiterhin habe ich es mit „Verblendung“ und „Frozen“ tatsächlich geschafft zwei Filme (und einen Kurzfilm) zu schauen und mich auf mein Seminar vorzubereiten. Das Wichtigste aber: Bis auf die typische Erkältung sind alle wieder fit! Somit war der Start in die Woche gelungen und die Fragen des Medienjournals können ohne weitere Beeinträchtigungen beantwortet werden…

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  1. Abgesehen von den reinen Schauwerten hat „American Hustle“ inhaltlich leider nur Standardkost zu bieten.
  2. „True Lies“ ist mal eine richtig gelungene Parodie, denn James Cameron schafft es darin urkomische Parodie mit actionreicher Handlung zu kombinieren, ohne dabei Charaktere und Handlung der Lächerlichkeit preis zu geben.
  3. Es muss ja nicht immer wahnsinnig innovativ sein, aber an der Sitcom „Mad Love“ ist ja wirklich alles zusammengeklaut, schließlich wirkt die Serie so, als hätte die Second Unit von „How I Met Your Mother“ in der Mittagspause eine eigene Sitcom abgedreht.
  4. Wenn auch eigentlich unnötig, war es doch schon toller Fanservice, als Ridley Scott „Prometheus“ mit etlichen Anspielungen auf „Alien“ versehen hat – ich will endlich mehr aus dieser Welt sehen!
  5. Die Botschaft/Aussage von „Interstellar“ hat mich noch lange nach dem Film beschäftigt, denn ich konnte mich in die emotional mitreißende Vater-Tochter-Beziehung sehr gut einfühlen.
  6. Über neue Filme/Bücher/Serien informiere ich mich am ehesten/liebsten über die Blogs und Podcasts in meiner Blogroll.
  7. Zuletzt gelesen habe ich „PLUTO: Urasawa × Tezuka 001“ und das war eine sehr interessante Leseerfahrung, weil es für mich der erste Manga seit über 10 Jahren gewesen ist.

Impressionen vom Bau #5: Das Dachgeschoss

Obwohl seit dem Eintrag zum Erdgeschoss nur eine Woche vergangen ist, hat sich seitdem doch einiges getan: Wie ihr auf den Fotos erkennen könnt, ist das Dachgeschoss schon beinahe komplett gemauert. Heute haben wir es zum ersten Mal erkundet und es ist abermals einfach nur ein fantastisches Gefühl diese Etage live erleben zu können – selbst wenn noch viele Werkzeuge den Weg verstellen. Viel wichtiger ist für uns aber die Klärung des Zaun-Konflikts! Nachdem die Handwerker, die für die zu legenden Fundamente verantwortlich sind, nur noch bis Mitte der Woche auf der Baustelle sind, mussten wir den Druck erhöhen, sprich mit rechtlichen Schritten drohen – ein Schritt, vor dem ich mich lange gescheut hatte. Gestern Vormittag kam endlich der erlösende Anruf, dass die Nachbarn eingelegt haben, das alte Fundament samt Zaun von unserem Grundstück entfernen lassen und die Kosten dafür übernehmen. Ihr könnt gar nicht glauben, was für ein Stein uns vom Herzen gefallen ist!

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Das Dachgeschoss nimmt Gestalt an

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Zu den Kinderzimmern… und eine fehlende Dachbodentreppe

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Der Abstieg ist noch abenteuerlich

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Einsam wacht der Kran über unseren Hausbau

Alle Artikel zu unserem Bauvorhaben…

Die Eiskönigin: Völlig unverfroren – OT: Frozen (2013)

Nach dem unterhaltsamen Kurzfilm „Get a Horse!“ folgte mit „Die Eiskönigin: Völlig unverfroren“ natürlich noch der zugehörige Langfilm. Nachdem mich Disney mit „Rapunzel: Neu verföhnt“ (auch wieder so ein, ähm, toller deutscher Titel) ziemlich begeistert hatte, wollte ich den Nachfolger natürlich auch sehen. Damit bin ich ziemlich spät dran, doch kam man aufgrund des großen Erfolgs schon allein aufgrund der Merchandising-Produkte nicht um „Frozen“ herum. Wird der Film dem Hype also gerecht?

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Bei „Tangled“ war ich begeistert, dass sich Disney der alten Tugenden bedient und tatsächlich einmal wieder einen Märchenfilm mit Gesang und klassischer Handlung auf die Beine stellte. Auch „Frozen“ geht – sorry! – eiskalt in diese Richtung, sprich der Film lebt von viel Gesang, einer Liebesgeschichte und lustigen Sidekicks. Auch der Animationsstil wurde dem Vorgängerfilm entnommen, was nur konsequent ist. Warum auch an der Erfolgsformel herumdoktern? Da Disney vor ein paar Tagen die Fortsetzung ankündigte, scheint der Plan auch finanziell aufgegangen zu sein. Ich hoffe jedoch inständig, dass in den nächsten Jahren nicht noch unzählige weitere Märchenfilme nach Schema F ins Kino kommen, denn dann läuft sich auch diese Formel wieder tot und es muss erst wieder ein „Shrek“ kommen, um für neue Impulse zu sorgen.

Nach diesem Vorgriff wieder zurück in die Gegenwart und zu „Frozen“: Die Handlung ist eigentlich nicht der Rede wert, es wird eben Hans Christian Andersens „Die Schneekönigin“ komplett verdisneyfiziert, mit unzähligen lustigen Charakteren angereichert und in kindgerechte Abenteuerform gepresst. Das alles klingt nun eher negativ, doch der Film macht trotz altbekannter Formel unfassbar viel Spaß. Die Dialoge sind schmissig, die Action mitreißend und die Figuren liebenswert. Hinzu kommt eine glaubwürdige Chemie zwischen Anna (toll gesprochen von Kristen Bell) und Kristoff. Ganz so viel Glitzer und Eispaläste hätte ich nicht gebraucht und auch nicht jeder Song zündet, doch konnte ich erstaunlich gut über den Kitschfaktor hinwegsehen und wurde einfach nur zauberhaft unterhalten.

Letztendlich ist „Die Eiskönigin: Völlig unverfroren“ ein wunderbarer Animationsfilm, der Kinder wohl noch besser zu unterhalten weiß als Erwachsene. Wenn man jedoch im Herzen jung geblieben ist und zudem ein Faible für Musicals hat, dann sollte man sich von der kitschigen Glitzerverpackung nicht abschrecken lassen. Mein Zappelinchen hat die Blu-ray heute schon ganz aufgeregt in den Händen gehalten und wollte wissen, wann sie den Film denn endlich einmal sehen kann. Und ich kann nur sagen, ich freue mich auf die gemeinsame Sichtung: 8/10 Punkte.

Get a Horse! (2013)

Mit „Die Eiskönigin: Völlig unverfroren“ habe ich seit einem halben Jahr endlich einmal wieder einen Animationsfilm gesehen. Wie es sich für Disney oder Pixar gehört, gab es mit „Get a Horse!“ im Vorfeld auch noch einen Kurzfilm. Wie toll!

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„Get a Horse!“ beginnt wie einer der klassischen Mickey-Mouse-Cartoons aus den 1920er Jahren à la „Steamboat Willie“ – inklusive 4:3-Format und winzigem Bildausschnitt. Über den Verlauf der Geschichte öffnet sich die Leinwand und Mickey betritt den 3D-Raum, was wunderbar organisch geschieht. Inhaltlich bleibt es bei Slapstick, doch formal wird der Kurzfilm zum Erlebnis. In 3D und auf großer Leinwand muss das wahrlich ein Erlebnis gewesen sein!

Auch wenn mich die Idee des Kurzfilms begeistert hat, so bleibt er inhaltlich eher konventionell und auch emotional konnte er mich nicht packen. Dafür bietet er viel Spaß und eine tolle Inszenierung! Für die sechs Minuten Laufzeit ist das auch völlig ausreichend: 8/10 Punkte.