The Expanse, Book 4: Cibola Burn (James S. A. Corey)

The Expanse, Book 4: Cibola Burn (James S. A. Corey)Dieses Mal war ich recht schnell mit vierten Buch der „The Expanse“-Reihe. Dank Urlaub und ein paar sonnigen Tagen auf der Terrasse habe ich nur drei Monate dafür gebraucht. Nach „Abaddon’s Gate“ ging es also mit „Cibola Burn“ weiter und ich war sehr gespannt, inwiefern das Autorenduo hinter dem Pseudonym James S. A. Corey die Geschichte rund um die Besiedelung des Planeten New Terra bzw. Illus erzählt. Gerade im Vergleich zur Serienadaption, welche mir gerade in dieser Staffel doch etwas gehetzt vorkam. Ich kann schon einmal vorwegnehmen, dass mir die Romanversion noch einmal deutlich besser gefallen hat, als die ohnehin schon extrem gelungene Serienstaffel. 🌏

„Once is never. Twice is always.“

Die seltsame Inkarnation des verstorbenen Detective Miller, hier als Investigator bezeichnet, tritt noch stärker in den Vordergrund. Die Kapitel, die quasi aus seiner Perspektive erzählt werden, sind stilistisch sehr ungewöhnlich und haben mich häufiger an „Area X“ bzw. die  „The Southern Reach“-Trilogie von Jeff Vandermeer denken lassen. Überhaupt fand ich Millers Erzählstrang wunderbar zu Ende gebracht und auch durchaus emotional. Gerade Holdens Beziehung zu ihm, die im ersten Roman ja doch eher schwierig war, findet ein versöhnliches Ende. Ich habe es nicht häufig erlebt, dass Visionen oder eingebildete Personen nachvollziehbar geschrieben waren und tatsächlich eng und sinnvoll mit der Handlung verknüpft werden. Detective Miller wird mir von nun an stets als positives Beispiel im Kopf bleiben.

„A person can fail the people they love just by being who they are.“

Die Haupthandlung von „Cibola Burn“ teilt sich auf zwei Schauplätze auf: Den neu besiedelten Planeten New Terra bzw. Illus sowie die Raumschiffe im Orbit. Warum beide Handlungsstränge auch mit Detective Miller zusammenhängen und darüber hinaus auch inhaltlich stark miteinander verwoben sind, erfahren wir über den Verlauf des Romans. Die inhaltliche Grundstruktur unterscheidet sich dabei gar nicht so sehr von der Serienadaption, jedoch  nehmen sich Daniel Abraham und Ty Franck viel mehr Zeit für ihre Figuren, deren Motivation und Beziehungen untereinander. Diese werden teils so emotional erzählt, dass mir häufiger die Tränen in den Augen standen. Etwas, das mir bei Büchern eher selten passiert. Zudem werden Handlungsstränge, die abseits des neuen Planeten spielen, nahezu komplett außen vor gelassen. Insgesamt wirklich sehr rund und gelungen. Hier habe ich vor knapp drei Monaten übrigens meine Reise nach Illus begonnen:

Fazit

Vermutlich liegt es auch an den entspannten Strandtagen, doch „Cibola Burn“ war bisher mein liebstes Buch der Reihe. Nun bin ich sehr gespannt auf „Nemesis Games“, für das ich vermutlich wieder deutlich länger brauchen werden. Dennoch ist meine Motivation, das Mammutwerk von S. A. Corey komplett zu lesen, größer denn je: 10/10 Punkte.

Run, Fatboy, Run (1628)

Obwohl ich gestern am späten Nachmittag erst einen Halbmarathon gelaufen bin, hat es mich heute Morgen gleich wieder rausgezogen. Nicht weil das Wetter so schön war, sondern weil ich meinen Urlaub nutzen will. 🏃‍♂️

Regnerischer Herbstlauf

Regnerischer Herbstlauf

Distanz: 9.14 km
Zeit: 00:53:31
Anstieg: 71 m
Ø Pace: 5:51 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 146 bpm
Ø Schrittfrequenz: 158 spm
Temperatur: 8.9 °C
Kalorien: 743 kcal

2023: 2122 km
November: 30 km
KW 44: 50 km

Meine Gelenke haben noch ziemlich geschmerzt und es hat ein paar Meter gedauert, bis ich in Gang gekommen bin. Dann lief es aber ganz gut. Selbst der Regen hat mir nicht viel ausgemacht. Herbst eben. 🍁

Im ersten Ohr: Nerdtalk Sendung 634 – Bratzwurst, Barbie, Beets, Battlestar Galactica
Im zweiten Ohr: Skye Wallace, Harvey Danger, blink-182

Die 5 besten Science-Fiction-Filme der letzten Dekade

Wir verlassen Lieblingscharaktere aus Horrorfilmen und wenden wir uns bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG heute einem meiner liebsten Genres zu: Es geht um die besten Science-Fiction-Filme der letzten Dekade. Hier hätte ich wieder locker eine Top 10 füllen können, denn es gab so viele fantastische Filme aus diesem Genre. Dennoch habe ich meine Liste schweren Herzens auf folgende fünf Filme eingedampft. Welches Werk fehlt eurer Einschätzung nach? 🤖

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #336 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #336 | © Passion of Arts, Gorona Guiboud, Studiogstock (Freepik.com)

Das Thema für Ausgabe #336 lautet:

Die 5 besten Science-Fiction-Filme der letzten Dekade

  1. „Arrival“ (2016) – Zum ersten Mal Denis Villeneuve auf dieser Liste. Wohl einer der emotionalsten (Sci-Fi-)Filme, die mir jemals untergekommen sind. Großartig geschrieben, inszeniert und gespielt. Harter Tobak und doch wunderschön. Ganz viel Liebe dafür.
  2. „Blade Runner 2049“ (2017) – Schon wieder Denis Villeneuve und der Grund, warum es „DUNE“ nicht auf die Liste geschafft hat. Wenn schon ein Klassiker fortgesetzt wird, dann genau so.
  3. „Everything Everywhere All at Once“ (2022) – Ist das wirklich ein Sci-Fi-Film oder doch eher absurde Fantasy? So oder so gehört dieses wunderbare Abenteuer von den Daniels auf diese Liste. Damit ist es auch der aktuellste Film, der es darauf geschafft hat. Unbedingt anschauen!
  4. „Ex Machina“ (2015) – Alex Garland hätte es auch zweimal auf die Liste schaffen können, denn sein „Auslöschung“ wäre für mich auch ein heißer Kandidat gewesen. Allerdings ist dieser K.I.-Thriller noch perfekter und packender. Sehr, sehr lohnenswert.
  5. „Interstellar“ (2014) – Natürlich darf auch Christopher Nolan nicht fehlen, der mit „Interstellar“ einen der wuchtigsten und wichtigsten Sci-Fi-Filme der letzten Dekade inszeniert hat. Damit sichert er sich den Platz mit dem ältesten Film auf dieser Liste, wobei er immer noch brandaktuell ist.

Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme und/oder Serien sind jeweils über den Titel verlinkt.

Stowaway: Blinder Passagier – OT: Stowaway (2021)

Obwohl ich nach meinem späten Halbmarathon abends recht platt war, haben wir uns noch auf dem Sofa versammelt und „Stowaway: Blinder Passagier“ ausgewählt, der in Deutschland auf Amazon Prime läuft. Was uns bewegt hat, ausgerechnet diesen Film einzuschalten? Vor ein paar Tagen haben wir das Set des Films bei unserem Ausflug in die Bavaria Filmstadt besucht. Das fanden wir so imposant, dass der Sci-Fi-Thriller schnell einen Platz in unserem Filmprogramm fand. 🚀👩‍🚀

Stowaway: Blinder Passagier (2021) | © Amazon Prime Video

Stowaway: Blinder Passagier (2021) | © Amazon Prime Video

Ein wunderbar intimer Sci-Fi-Thriller

Die Geschichte des Films ist so simpel wie effektiv: Ein blinder Passagier befindet sind, aus nicht näher definierten Gründen, auf einem Forschungsraumschiff, das gerade auf dem Weg Richtung Mars ist. Die Mission soll zwei Jahre dauern und aufgrund eines defekten Bauteils reicht der Sauerstoff nur für die Basis-Crew von drei Personen. Was also tun? Dieses moralische Dilemma ist der Kern des Films. Der Aufbau bis dorthin ist wunderbar langsam und wir lernen die Figuren und das Schiff im Detail kennen. Das hat mir richtig gut gefallen. Ebenso stark fand ich, dass niemand die oder der Böse ist oder es zu völlig übertriebenen Eskalationen kommt. Jede Person auf dem Schiff ist daran interessiert, eine Lösung zu finden. Mehr oder weniger stark motiviert davon, dass auch alle überleben.

Bis zum letzten Drittel passiert nur recht wenig in „Stowaway“. Es wird viel geredet und versucht eine Lösung für das Problem zu finden. Hier kommen auch die wunderbaren Schauspieler*innen zum Zug: Ein starkes Ensemble mit Anna Kendrick,  Toni Collette, Daniel Dae Kim und Shamier Anderson. Insgesamt ein erfrischender Low-Key-Ansatz in der heutigen Welt der übertriebenen Action. Im letzten Drittel folgt eine extrem nervenaufreibende Sequenz, die mich wirklich an die Sofakante rutschen ließ. Hat mir gut gefallen, auch wenn hier (so wie im restlichen Film auch) nicht immer alles logisch erscheint. Das tatsächliche Finale war mir dann zu einfach und kam zu plötzlich. Klar war die Geschichte irgendwie auserzählt, doch fand ich es in dieser Form einfach nicht befriedigend.

Fazit

„Stowaway“ ist ein kleiner, netter Sci-Fi-Thriller, der keine bahnbrechende Geschichte erzählt und der gerade deshalb eine ziemliche Sogwirkung entfaltet. Über weite Strecken hat mir der Film wirklich ausgezeichnet gefallen. Einzig das antiklimaktische Finale samt plötzlichem Ende hat „Stowaway“ in meiner Gunst doch ziemlich nach unten gezogen. Auch der Rest der Familie war davon nicht angetan, doch davon abgesehen sind die Kids ziemlich mitgegangen. Das dürfte auch einer der erwachsensten Filme gewesen sein, die sie bisher gesehen haben. Definitiv einer der besseren für Streaming produzierten Filme: 7/10 Punkte. (Zappelinchen: 7/10 Punkte;  Zwergofant: 7/10 Punkte.)

Run, Fatboy, Run (1627)

Den heutigen Feiertag haben wir bei meiner Mutter verbracht. Da das Wetter wunderbar war, wollte ich nach Kaffee und Kuchen nach Hause laufen und damit direkt den Halbmarathon im November abhaken. Gegen 16 Uhr bin ich also gestartet. Es war noch schön sonnig, doch das sollte sich recht bald ändern… ☀

Haken an den Halbmarathon im November

Haken an den Halbmarathon im November

Distanz: 21.20 km
Zeit: 02:06:27
Anstieg: 97 m
Ø Pace: 5:58 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 153 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 14.4 °C
Kalorien: 1755 kcal

2023: 2113 km
November: 21 km
KW 44: 41 km

Gegen 17 Uhr wurde es dann ziemlich schnell dunkel. Aber ich war vorbereitet und hatte meine Stirnlampe dabei. Das war auch bitter nötig, denn auf den Feldern gegen Ende war es zappenduster. Auch in meiner kurzen Hose wurde es ganz schön zapfig, so dass ich froh war kurz nach 18 Uhr zu Hause angekommen zu sein. Für die geringen Höhenmeter kam mir der Lauf heute ohnehin sehr anstrengend vor. Dennoch bin ich froh, die Chance auf die schöne Strecke genutzt zu haben. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #792 – Triangle of Sadness
Im zweiten Ohr: Nerdtalk Sendung 634 – Bratzwurst, Barbie, Beets, Battlestar Galactica
Im dritten Ohr: Skye Wallace, blink-182