Media Monday #498

Die Weihnachtsferien sind nun offiziell vorbei. Am Wochenende haben wir den Baum abgeschmückt und rausgeschmissen. Seitdem fehlt etwas im Wohnzimmer. Wie eben jedes Jahr. Ich habe meine ersten Arbeitstage bereits hinter mir und morgen ist es für den Rest der Familie soweit. Dreimal Home-Schooling. Ich könnte mich über so viele Dinge aufregen, aber das würde hier den Rahmen sprengen. Piazolo, Söder und Co. haben es einfach verkackt. Das kann man sich nicht schönreden. Vielleicht schreibe ich noch einmal gesondert etwas dazu, aber bei den Fragen des Medienjournals soll es ja um die angenehmen Dinge des Lebens gehen. Bleibt gesund, ihr Lieben. 💚

Media Monday #498

  1. Meine liebste Anlaufstelle in Sachen Streaming oder digitalem Fernsehen sind all eure Blogs, auf denen ich immer wieder famose Tipps bekomme, wie z.B. in Inishmores Serienchecks oder dem umfassenden Jahresrückblick auf neuesvomschreibtisch.
  2. Das unglaublich Vorhersehbare an Filmen wie „Ostwind“ ist gar nicht so schlimm, da sie für das Zielpublikum dennoch famos funktionieren und es auch gar nicht um überraschende Wendungen geht.
  3. Die Reboot-Reihe „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ und „Jumanji: The Next Level“ hat mich in vielerlei Hinsicht dahingehend überrascht, dass hier ein frischer Ansatz gefunden wurde, der sogar innovativ ist, dennoch zum Original passt und einfach nur gute Laune macht.
  4. Gerade an Wochenenden im tiefsten Winter haben wir öfter ein paar Episoden der Serie „Gortimer Gibbon“ geschaut, welche ich wirklich nur empfehlen kann. Gerade zum gemeinsamen Schauen mit Kindern.
  5. „The End of the World Running Club“ (siehe unten) ist nicht nur spannende Lektüre, sondern auch ein guter Motivator für die eigene Fitness. Wer weiß schließlich, wann die Welt untergeht?
  6. Kaum zu glauben, dass anscheinend wirklich geplant ist die Faschingsferien zu streichen. Mist, jetzt rege ich mich doch wieder über die rein opportunistisch denkenden Politiker*innen auf.
  7. Zuletzt habe ich mit meiner Familie den 1990er „Turtles“-Film gesehen und das war für zwei von uns famose Unterhaltung, weil man schon ein Faible für die albernen Sprüche der vier Schildkröten haben muss, um heute noch begeistert von dem Film zu sein.

Meine momentane Lektüre (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

68 Gedanken zu “Media Monday #498

  1. Nur nicht die beiden Turtles-Fortsetzungen schauen. Die können mit Teil 1 nicht mithalten. Ich rege mich hier in NRW auch über die Maßnahmen auf. Das private Umfeld ist in der neuen Verordnung wieder mal nicht definiert und so hängt man etwas in der Luft was man nun darf und was nicht.

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    • Die erste Fortsetzung mochte ich, die zweite habe ich nie geschaut. Aber werden wir jetzt bei den kommenden Filmabenden angehen… 🙂

      Super dämlich das alles. Die Regierung hat einfach jahrelang gepennt, was Digitalisierung angeht und nun kriechen sie nur der Wirtschaft und den potenziellen Wählern in den Hintern. Wirklich bitter.

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      • Es muss einfach mal eine ordentliche Kommunikation passieren. Ein ehrliches, „wir wissen nicht ob Maßnahme X hilft, aber ein Versuch ist es wert“ ist mir lieber als „wir müssen es so und so machen“ nur um Tage später zu merken, dass Maßnahmen nicht umsetzbar und unkontrollierbar sind jedes Land trotz gemeinsamer Beschlüsse auf der Ministerpräsidentenkonferenz dann doch macht was es will. Da wird gerade eine Menge Glaubwürdigkeit und Vertrauen verspielt. Zudem sind noch lange nicht alle Menschen bereit sich selbstständig die offiziellen Verordnungen durchzulesen und zu verstehen. Ich selber habe die NRW Verordnung auch zweimal lesen müssen um festzustellen, dass der Privatraum in der aktuellen Verordnung keine Erwähnung findet und ich mich in der Theorie in meiner Wohnung weiter mit so vielen Leuten treffen darf wie ich will und warte auch eine Klarstellung durch das Land auf eine eMail-Anfrage.

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      • Ja, die Kommunikation ist das eine Thema. Ein anderes ist aber auch, dass die letzten 10 Monate einfach geschlafen wurde bei vielen Dingen. Gerade was die Schulen angeht. Das wurde einfach katastrophal gelöst, von einheitlichen Lösungen, der generellen Kommunikation bis hin zur digitalen Infrastruktur. Einfach alles verpennt. Das macht mich so wütend.

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      • Dann sind wir schon zwei. Ich bin echt froh, dass mir zumindest Home Schooling erspart bleibt und unser Zwerg auch scheinbar gar nicht so bewusst mitbekommt wie komisch die Welt gerade ist, weil er sie nicht anders kennt.

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  2. Das ist so eine Frechheit, die Faschingsferien ausfallen zu lassen. Die Kleineren sollen dann voll durchziehen bis in den April zu den Osterferien. Halten die das durch?
    Heute war es blamabel mit IServ. Schon in der ersten Sekunde ist der Server zusammenbebrochen… Herzlichen Glückwunsch zum digitalen Lernen.

    Irgendeinen Turtles – Film habe ich damals auch mal gesehen…

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  3. Pingback: Horrorfilme, Düsseldorfer EG, Ready Player One & Antebellum | Sneakfilm - Kino mal anders

  4. Wie lieb, dass du mich erwähnst, obwohl ich praktisch jahrelang inaktiv war und mich nun seeehr langsam erst wieder ans regelmäßige Bloggen wage. 🙂

    (Und ich weiß zwar nicht, was und wann Faschingsferien sind (gibt es hier oben nicht), aber ich gönne sie euch trotzdem und hoffe, dass sie euch nicht genommen werden. Dieser ganze Lerndruck in absoluten Krisenzeiten erschließt sich mir überhaupt nicht. Bin sehr froh, nicht mehr in dem System zu arbeiten.)

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    • Aber gerne doch. Das muss schließlich unterstützt werden, dass du wieder da bist! 🙂

      Faschingsferien sind eine Woche über Fasching. Und sie sind dieses Jahr schon gestrichen, worüber ich mich soooo aufregen könnte. Habe eh so eine Wut, wenn ich an die opportunistische Politik denke, die momentan gemacht wird. Lehrer*innen und Schüler*innen sind am Ende, die gesamte Infrastruktur überlastet, aber bloß niemandem aus der Wirtschaft oder den kritischen Lagern auf die Füße treten. Das ist alles ziemlich unfassbar.

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      • Ich musste gerade mal googeln, wann überhaupt Fasching gewesen wäre dieses Jahr. Für mich ist das so gar kein Fixpunkt im Jahr. Im Februar also. Hmm. Ich verstehe, dass du dich aufregst. Damit bist du ja auch nicht allein. Eltern, Lehrer und Schüler sind gerade auf jeden Fall die, die es am härtesten trifft und die auch allein gelassen werden mit der Situation.
        Ich persönlich kann mich immer aufregen, wenn in Nachrichten gepredigt wird, man solle seine Kontakte minimieren. Ich habe schlichtweg keine Kontakte mehr, die ich minimieren kann. Und der Herr Koch hat auch nur Kontakte auf der Arbeit. Aber er kann halt auch nicht ins Homeoffice. Verstehe auch null, warum nicht endlich verpflichtend Homeoffice angeordnet wird für alle, für die es möglich wäre. Ist mir unbegreiflich.

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      • Fasching ist uns auch komplett egal. Aber die Ferien eben nicht. Das ist wieder nur purer Aktionismus, der komplett an der Realität der betroffenen vorbeigeht.

        Was habe ich gestern gelesen? Bevor eine Home-Office-Pflicht eingeführt wird, werden noch die Kontakte im eigenen Haushalt beschränkt. Und das Traurige ist: Da ist viel zu viel Wahrheit dran. Wir haben auch jetzt schon keine Kontakte mehr, was echt hart ist, und dann zu sehen, wie lasch mit Querdenkern und Co. umgegangen wird, ist wirklich bitter.

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      • Korrekt, einiges geht an der Realität vorbei. Bin auch gespannt, was am Dienstag nun beschlossen wird. Meinetwegen können wir auch noch Ausgangssperren abends einführen, ich frage mich nur ernsthaft, was das ändern soll, wenn z. B. Büros weiter offen sind. Inzwischen habe ich meinen Nachrichtenkonsum auch deutlich eingeschränkt, weil ich mir das alles nicht mehr ständig geben kann. Wenn man sich an alle Regeln hält, fühlt man sich leider trotzdem langsam veralbert.

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      • Für mich wäre jetzt nur noch sinnvoll Home-Office-Pflicht, wo es eben geht (d.h. Bürojobs), um auch den Arbeitgebern in den Hintern zu treten in Sachen Digitalisierung. Und eben strikter gegen Querdenker und Co. vorzugehen, die die Regeln bewusst missachten und damit andere fahrlässig in Gefahr bringen. Alles andere (noch weitere Ausgangssperren usw.) dürften wohl nicht mehr den großen Effekt erzielen.

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      • Ja, ich auch. Habe jetzt schon von etlichen Firmen gehört, die über die „Bitte“ der Bundesregierung lachen und ihre Leute dennoch reinbestellen, obwohl Home Office problemlos möglich wäre. So wird das nix.

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      • Jaja, der liebe Kontrollwahn. Nur wer anwesend ist, arbeitet schließlich auch. Finde es auch schade, dass man sich da nicht getraut hat, wirklich eine Pflicht einzuführen, zumindest mal für sechs Wochen oder so. Schlimm finde ich auch, wie jetzt schon wieder die Lockerungsdebatten losgehen. Und dass die Impfungen so katastrophal und planlos laufen. Heute ist mal wieder so ein Tag, wo mir das alles zu viel ist und ich mich lieber von Nachrichten und Co. etwas fernhalte.

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      • Dabei macht der Kontrollwahn ja gar keinen Sinn. Denn wer zu Hause nicht arbeitet, der lässt es auch vor Ort schleifen. Da muss ich mich eher als Chef*in fragen, wen ich denn da eingestellt habe. Total dämlich!

        Kann ich gut nachvollziehen, dass du das heute ausblendest. Ging mir die letzten Tage auch so, dass ich das alles nur ganz schlecht ertrage. Lenk dich mit einem guten Film oder einer Serie ab. Das hilft bestimmt! 🙂

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      • Genau das! Anwesenheit war noch nie ein Leistungsmerkmal. Ich habe aber auch Kolleg*innen, die freiwillig weiter ins Büro gehen, weil sie sich zu Hause angeblich nicht konzentrieren können (das sind wohlgemerkt Leute ohne Kinder). So herum gibt es das also durchaus auch. Auch hier wäre die Pflicht sinnvoll gewesen, aber nun gut…

        Ich verbringe die Nachmittage am Wochenende inzwischen fast immer auf dem Sofa mit einem Film. Der Herr Koch hört dann Fußball und daddelt am PC und ich hab mal zwei Stunden für mich. Beste Ablenkung. 🙂

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      • Gibt es bei uns auch. Es kann/darf zwar jeder von zu Hause arbeiten, aber zwingen können wir auch keinen, wenn z.B. zu Hause die Voraussetzungen nicht da sind oder es aus anderen Gründen nicht geht. Meetings usw. sind aber untersagt, Masken sind Pflicht usw. Glaube das ist ein ganz guter Weg.

        Hach, nachmittags einen Film schauen! Davon kann ich momentan nur träumen. Mir gehört die Zeit so zwischen 23 und 1 Uhr am Wochenende. 😅

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      • Das ist bei uns ähnlich. Einzelbüros, Masken auf dem Flur etc., Meetings nur digital. Immerhin schreiben die Landesverordnungen inzwischen vieles vor. Da muss dann letztlich jeder selbst wissen, wie er’s macht. Ich könnte mich im Büro deutlich schlechter konzentrieren aktuell. Ganz zu schweigen davon, dass ich mit dem ÖPNV dahinfahren müsste. Nein, danke.

        Bei der Freizeitgestaltung koste ich die Vorteile der Kinderlosigkeit aktuell wirklich schamlos aus, das stimmt. Wird sicherlich irgendwann anders werden, aber gerade ist mir das sehr recht. 😉

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      • Ja, die Öffis gehen gerade überhaupt nicht. Da hab ich ja noch den Vorteil, mit dem eigenen Auto fahren zu können. Gehe momentan aber auch nur ins Büro, wenn es unbedingt sein muss (z.B. neue Mitarbeiter*in begrüßen).

        Kann ich mir gut vorstellen. Genieße es in vollen Zügen! 😄

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      • Ich glaube tatsächlich, dass die Busse hier aktuell relativ leer sind. Aber ich sehe überhaupt nicht ein, mich und andere durch Busfahrten und meine unnötige Anwesenheit im Büro zu gefährden. Was soll das? Es wird wieder die Zeit kommen, in der es gut möglich sein wird, Büro und Homeoffice zu kombinieren (denn nach den letzten Monaten kann ich mir tatsächlich jeden Tag 8 h Büro nicht mehr vorstellen). Aber davon sind wir m. M. n. noch Wochen entfernt. Finde deinen Weg auch sehr vernünftig. Stelle es mir superschwer vor, jetzt einen neuen Job anzufangen – sowohl was die Einarbeitung als auch das persönliche Einfinden in die neue Umgebung angeht. Da ist eine persönliche Begrüßung – selbst auf Distanz und mit Maske – sicherlich viel Wert.

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      • Ist bei mir auch so. Eine Rückkehr zu früher, mit komplett 40 Stunden Büro die Woche, wäre schwierig. Aber das wird auch nicht mehr der Fall sein und es ist schon klar, dass es bei uns flexibel weitergehen wird, sprich ich peile 2 Präsenztage die Woche an, auf die ich mich dann auch freuen werde. Gibt es bei dir schon Pläne, wie es einmal weitergeht?

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      • Das klingt nach einer guten Mischung. Bei uns ist in den letzten Monaten ganz viel in Bewegung gekommen, unter anderem auch eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten und die Einführung eines Stundenkontos. Ich denke, es wird für mich langfristig auch auf eine Mischung aus Büro und Homeoffice hinauslaufen. Mir fehlt der Kontakt zu anderen Menschen schon manchmal und manches ist im direkten Gespräch auch einfach leichter. Trotzdem will ich mir die Pendelei nicht mehr ständig geben und schätze die zusätzliche Freizeit durch Homeoffice sehr. Wird sich alles zeigen in den nächsten Monaten. 😄

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      • Oh, Stundenkonto ist super! Sowas vermisse ich ja sehr. Aber ist auch echt nicht realistisch, dass ich da im größeren Stil was abfeiern könnte. Müsste mich nur mal konsequenter darum kümmern. Naja. Ansonsten freut es mich sehr, dass sich die Rahmenbedingungen bei dir im Job auch in die richtige Richtung entwickeln… 🙂

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      • Ich war sehr skeptisch wegen des Stundenkontos, weil ich in der Vergangenheit auch längere Phasen hatte, in denen ich unterbeschäftigt war und Angst hatte, dass ich damit nun gezwungenermaßen riesige Mengen Minusstunden aufbaue, die ich nie wieder aufarbeiten kann. Der Januar war aber sehr arbeitsreich und mein Textkollege wird im Sommer in Elternzeit gehen, von daher sehe ich das nun nicht mehr ganz so kritisch. Für Leute, die regelmäßig mehr als geplant arbeiten (müssen), ist es aber eine große Entlastung. Ich hoffe jedenfalls, du kannst deine Überstunden auch ohne Konto irgendwie fair verbuchen…

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      • Ich kenne es (glücklicherweise) gar nicht, dass ich zu wenig zu tun habe. Es bleiben eher unfassbar viele Dinge liegen. Es freut mich zu lesen, dass es für dich gut rausgehen wird. Bei meinem Start in die Arbeitswelt dachte ich immer Stundenkonto doof, Vertrauensarbeitszeit super, doch inzwischen schätze ich das anders ein.

        In meinem Job mache ich mir gar nicht die Illusion, dass ich die Überstunden alle abfeiern kann. Das bringt auch die Führungsrolle mit sich und ich arbeite ja auch gerne. Aber wenn es dann langfristig über 40 Stunden werden, ziehe ich normalerweise die Handbremse und versuche zumindest einen oder zwei Tage zu nehmen. Aber das würfelt Corona auch gehörig durcheinander. Mal sehen, was das weitere Jahr bringt…

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      • Ah, okay, ihr regelt das über Vertrauensarbeitszeit. Bei uns gab es wohl auch Überlegungen dahingehend, aber erstmal wurde sich für das Stundenkonto entschieden. Konkrete Erfassung von Arbeitsstunden ist halt bei uns auch einfach superrelevant, um Kundenaufträge entsprechend abrechnen und auswerten zu können. Im Januar passte es ganz gut mit den Stunden bei mir, mal sehen, wie das nun weitergeht. Generell bin ich erstaunt, wie viele Unternehmen und auch öffentliche Einrichtungen jetzt in Marketing investieren oder in den nächsten Wochen/Monaten investieren wollen. Viele haben wohl 2020 gemerkt, dass es ohne zeitgemäße (Online-)Präsenz nun wirklich nicht mehr geht.

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      • Stundenkonto ist halt transparent für Arbeitgeber und Mitarbeiter. Allerdings erfordert das auch Disziplin und fördert bestimmt ein paar „Drückeberger*innen“ zu Tage, die gerne auch mal Rauch- oder Kaffeepausen aufschreiben. Vertrauensarbeitszeit ist an sich eine gute Grundidee, aber das fällt gerade motivierten Leuten häufig mal auf die Füße, wenn es nicht eindeutig geregelt ist. Grundsätzlich finde ich es aber gut, dass sich momentan in der Arbeitswelt viel bewegt. Und ich freue mich über eure Auftragslage! Gerade in der Welt der kleineren(?) Agenturen enorm wichtig. 🙂

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      • Wir mussten vor dem Stundenkonto auch schon unsere Arbeitszeiten detailliert verbuchen, also ändert sich am System letztlich nichts. Wer vorher Kaffeepausen auf Jobs gebucht hat, wird das nun auch weiterhin tun. Da ich in der Kreation arbeite, bekomme ich aber im Normalfall eh konkrete Stundenvorgaben gemacht a la „Du hast insgesamt 3 h für Job XX“, von daher ist da wenig mit Mogeln. Aber ja, sicherlich bedeuten Konto oder Vertrauenszeit auch eine gewissen Kontrollverlust für Arbeitgeber und mehr Organisation/Verantwortung für Arbeitnehmer. Auch damit kann nicht jeder Angestellte umgehen und es ruckelt dementsprechend auch mal. Aber wir machen uns da beide nicht vor, glaub ich, das ist halt die Zukunft. Die Generation(en) nach uns werden sich niemals dauerhaft auf 8-17 Uhr etc. einlassen. Insofern bin ich gespannt, wo sich das alles noch hinbewegt. Auch dieses Jahr, in dem auf einmal alle Marketing wollen. 😉
        (Und ja, mit 21 Teammitgliedern sind wir wohl eine kleinere Agentur, wenngleich in unserer Stadt schon eine größere. :-D)

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      • Das ist sehr interessant. Ich habe vor meinem jetzigen Job ja auch in einer (sehr, sehr kleinen) Agentur gearbeitet. Da hat man eben gearbeitet, wenn es etwas zu tun gab. Zur Not auch mal am Wochenende. Zeitkontingente für Jobs gab es nicht. Vielleicht auch ein Grund, warum die Agentur nicht so richtig zum Fliegen gekommen ist. Bei dir scheint es deutlich strukturierter und durchdachter zu laufen. Das freut mich.

        Ein wenig Disruption ist schon zu spüren. Ist meiner Meinung nach längst überfällig. Hoffentlich bleibt es dabei und geht auch noch weiter. Wie du sagst, die nachwachsenden Experten sind da viel fordernder als die älteren Generationen.

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      • Hmm, also in zwei Jahren in meinem Job gab es noch nie Wochenendarbeit bei uns. Und für mich auch keine, die über 18 Uhr hinausging (in Führungspositionen aber schon ab und an mal). Ich find’s gerade sehr spannend, dass ihr nicht mit Zeitkontingenten gearbeitet habt in der Agentur. Wie kalkuliert man denn Projekte, wenn man nicht Arbeitsstunden als Grundlage nimmt? Dann hat man ja praktisch nichts in der Hand, um z. B. nachberechnen zu können, wenn der Aufwand mal kundenverschuldet aus dem Ruder läuft. Bin gerade sehr froh, dass ich mit Abrechnungen in der Regel nichts zu tun habe. 😀

        Ja, es ist definitiv viel in Bewegung in der Arbeitswelt gerade. Zumindest bei dir und bei mir. Es gibt sicherlich auch immer noch die Firmen, die ihren Stiefel weiter durchziehen. Aber wie sie z. B. dauerhafte Präsenzpflicht/9-to-5 in Bürojobs, für die es letztlich „nur“ einen Laptop + Internetzugang braucht, gerade jüngeren Arbeitnehmer*innen zukünftig erklären wollen, ist mir auch schleierhaft. Es gibt einfach kein komplettes Zurück in alte Muster mehr. Zumindest für mich nicht.

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      • Das spricht für eure Agentur. Bei uns war das eher alles sehr chaotisch und die Mitarbeiter würden über das Maß beansprucht. Hat sich aber auch auf Dauer nicht getragen. Schön zu lesen, dass sich in der Agenturlandschaft doch einiges getan hat. Auch die Arbeitsstunden auf den Projekten ist so ein Thema. Da wurde damals viel Schmuh getrieben, um den Kunden glücklich zu machen. Glücklicherweise vorbei. 😅

        Ich bin mir sicher, dass es kein Zurück mehr geben wird. Ich beobachte momentan (auch an mir selbst), dass nicht der ist befürchtete „Die Mitarbeiter tun zu Hause alle nix!“-Effekt einsetzt, sondern zu viel gearbeitet wird und dass hier die Gefahr des Ausbrennens steigt. Hab aber noch keine Lösung dafür gefunden.

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      • Keine Ahnung, ob sich in der Agenturlandschaft allgemein etwas getan hat. Ich hab da ja auch nur begrenzte Erfahrungen. Aber ich hab ehrlich gesagt auch wenig Lust, bei einer der ganz großen zu arbeiten. Da herrschen noch mal ganz andere Ansprüche und Erwartungshaltungen. glaube ich. Und auch Machtkämpfe etc. Aber dafür müsste ich so oder so nach Hamburg, was mir schlicht zu weit weg ist (100 km, über eine Stunde Bahnfahrt). 😉

        Ist das Phänomen des Zu-viel-Arbeitens nicht manchmal auch dem Gefühl geschuldet, immer erreichbar zu sein bzw. sich remote besonders ins Zeug legen zu müssen? Ich beobachte das bei ausgewählten Kolleg*innen auch, die eigentlich nur Teilzeit arbeiten, aber dann trotzdem außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit Mails oder Nachrichten schreiben. Ich persönlich kann das nicht verstehen, denn zu Hause gelten ja die gleichen vereinbarten Arbeitsstunden wie sonst auch. Und wenn ich die für den Tag geleistet habe, dann bin ich eben offline und nicht erreichbar. Wenn ich aus dem Büro nach Hause gehe, bin ich ja auch weg. Ich glaube, das betrifft vor allem die Leute, die sich auch früher mit der Trennung Arbeit-Freizeit schwer getan haben. Oder beobachtest du etwas anderes?

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      • Wenn du zufrieden bist, die der Job Spaß macht und die Kollegen nett sind, dann lohnt sich das bestimmt nicht. Wobei ich das natürlich nicht beurteilen kann, da ich deinen Karriereplan nicht kenne. Aber ich schätze dich zumindest so ein, dass dir das nicht so immens wichtig ist (mag mich aber täuschen).

        Ja, das ist bestimmt so. Ich sehe es vor allem an mir selbst. Von uns Führungskräften wir (teils implizit, teils explizit) eh erwartet, dass wir noch einmal mehr geben, obwohl auch nur 40 Stunden im Vertrag stehen. Da fällt es dann schwer einfach zu abzuschalten, weil eben auch die Mitarbeiter mit Themen kommen und Vorgesetzte bis Vorstand auf der anderen Seite ziehen. Ich bin mir auch noch nicht sicher, wie ich damit langfristig umgehen kann, wenn die Situation so bleibt. Aber auch bei den Mitarbeitern gibt es welche, die meinen am Wochenende oder spät abends noch schreiben zu müssen. Da wirke ich meist bewusst dagegen, denn das will ich, außer in begründeten Ausnahmen, nicht sehen. Da wird sich noch einiges einruckeln müssen, bis das wirklich glatt läuft, auch wenn ich die generelle Tendenz wirklich begrüße.

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      • Mit Plänen ist es ja so eine Sache. Meistens kommt es ja dann doch anders. 😀 Und ich glaube, gerade wenn man aus den Geisteswissenschaften kommt, ist es nicht so leicht, einen fixen Karriereplan zu entwickeln. Aber du hast recht – ich lege auch keinen gesteigerten Wert darauf, Führungskraft zu werden. Was mir v. a. wichtig ist, ist eine Aufgabe, die mir Spaß macht. Und Wertschätzung finde ich auch sehr wichtig. Insofern bin ich gerade nicht in Wechselstimmung. Finde das eh schwierig in der aktuellen Situation. Was, wenn man jetzt wechselt und es dann doch aus irgendeinem Grund nicht passt? Und als diejenige, die aktuell das planbare, stabile Einkommen nach Hause bringt, ist das schon dreimal kein Thema.

        Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du einen Weg findest, mit der Mehrarbeitsbelastung durch Homeoffice langfristig klar zu kommen. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht leicht ist, wenn man Ansprüche von oben zu erfüllen hat, seine Mitarbeiter*innen führen muss und dann sicherlich auch noch inhaltlichen Kram auf dem Tisch hat. :-/

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      • Das klingt doch so, als wärst du momentan recht zufrieden. Schön! Und ja, gerade jetzt zu wechseln stelle ich mir auch schwierig vor, zumal es wohl gerade nirgends einfach ist: entweder es gibt nichts zu tun, weil falsche Branche, oder die Hütte brennt. Kann man nur hoffen, dass es besser wird.

        Danke dir. Wird schon wieder werden. Momentan merke ich auch körperlich und im Umgang mit der Familie, dass es zu viel ist. Aber solange das „nur eine Phase“ ist, passt das schon. Da gab es schon ganz andere Zeiten… 😬

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      • Das ist auch mein Eindruck: Es gibt Branchen, in denen geht gar nichts und dann wieder andere, die nicht wissen, wie sie es schaffen sollen. Wie ich schon mal sagte – ich bin immer noch überrascht, wie gefragt Marketing aktuell ist.

        Ist die aktuelle Situation denn wirklich noch eine Phase? Ich hab inzwischen keine großen Hoffnungen mehr für dieses Jahr (Ich sage nur: Impfdesaster und Mutationen) und glaube, dass die jetzige Situation noch länger Normalität sein wird. Klar kann man Vieles mal eine Zeit lang aushalten, aber jetzt sind es eben schon bald zwölf Monate. Und wenn sich keiner beschwert, dann kann man es sich eben auch in einer Übergangslösung bequem machen, z. B. als Arbeitgeber (oder sich z. B. als Arbeitnehmer einreden, dass es bequem ist und schon gehen wird). Was ich eigentlich sagen will: Pass auf dich auf. Auch Teamleiter können mal pünktlich vom Schreibtisch aufstehen oder Freitagmittag gehen. Vorbildfunktion und so. 😉

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      • Da ich ja auch im Marketing arbeite, bin ich froh darum, dass es so ein großes Thema ist. Wobei mir manchmal auch recht wäre, wenn der Fokus nicht ganz so sehr darauf gesetzt würde. 🙂

        Ich glaube auch nicht, dass die Phase recht schnell vorbei ist. Gerade der Druck von allen Seiten ist irre. Damit meine ich nicht nur den Job, sondern parallel der Druck auf die Schüler*innen und Lehrer*innen, das Gefühl es würde hinten und vorne nicht reichen, obwohl man (sowohl im Job, mit den Kids, zu Hause usw.) gut 150% gibt. Das kann nicht ewig so weitergehen. Ich stehe ja zumindest mittags vom Schreibtisch auf und gehe eine Runde laufen. Besser als nichts oder? 😉

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      • Stimmt, deine Laufrunde mittags schaue ich mir immer ehrfürchtig an. 🙂 Ich hab mir nun auch angewöhnt, nach dem Mittagessen immer eine kleine Runde um den Block zu gehen, was mir sehr gut tut (auch psychisch). Allerdings fühlt sich der ganze Alltag dadurch nun fast noch automatisierter an. Wie ein Programm, das man Mo-Fr abspult und aus dem man kaum ausbrechen kann. Kennst du das auch? Meine Situation ist unglaublich privilegiert gerade (Homeoffice, keine Kurzarbeit, keine Kinder zu betreuen), aber trotzdem merke ich, wie mir schon Kleinigkeiten, die schief gehen, den Boden unter den Füßen wegziehen. Auch deshalb bewundere ich Eltern, die ihre Kinder zu Hause lassen aktuell, so sehr – weil sie nicht nur selber mit der bescheidenen Situation klarkommen müssen, sondern auch noch den Kinderbedürfnissen gerecht werden müssen. Nie war ich froher als jetzt, kein Kind zu haben. Und nie war der Gedanke, eines zu bekommen, unattraktiver als jetzt. Wenn ich Mutter wäre, würde ich mir jeden Tag aufs Neue unglaublich verarscht vorkommen von den politischen Entscheidungen.

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      • Ja, jede Art von Struktur unterstreicht die Monotonie im Tagesablauf. Das geht mir mit dem Laufen auch so, aber dennoch bin ich froh darum. Auch dass ich einfach jeden Tag (so es irgendwie geht) laufe, ohne mir darüber Gedanken machen zu müssen ob und wie lange usw. Aber klar, das Mo-Fr-Programm wird standardmäßig abgespult, was die Wochen rennen und gleichzeitig doch unfassbar langatmig erscheinen lässt.

        Durch die Kids gibt es halt immer was zu tun. Manchmal bin ich froh um diese Ablenkung, manchmal würde ich mich gerne auch einfach mal hängenlassen, aber das geht natürlich nicht. Ist aber vielleicht auch ganz gut so. Bin ja immer noch beeindruckt davon, wie gut die Kinder das alles wegstecken und als Elternteil ist man ja eh gewohnt, seine eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Finde ich übrigens auch ganz normal, das geht mit der Entscheidung für Kinder ja einher. Momentan ist es nur eben noch mehr als sonst. Mehr blanke Nerven, noch weniger Zeit für sich alleine. Aber was will man machen? Muss man durch… 😬

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      • Genau, es ist alles immer gleich und dadurch unglaublich langweilig, aber andererseits rasen die Tage auch vorbei. Ich weiß mir auch keinen Ausweg daraus. Denn selbst wenn nun irgendwelche Lockerungen kommen. ändert das zumindest für mich relativ wenig an der Gesamtsituation. Ein Vorteil für Eltern schon etwas älterer Kinder (da würde ich deine jetzt mal dazuzählen) ist sicherlich, dass es wirklich immer irgendwas zu tun und zu erledigen gibt. Das lenkt sicherlich ab und man hat nicht so viel Zeit, um darüber nachzudenken, wie es einem selbst eigentlich geht. Andererseits ist die Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse auf Dauer natürlich auch schwierig. Aber wie du sagst: Muss ja irgendwie. Man führt halt immer wieder die gleichen Gedankenspiele aus und kommt immer wieder zu dem Ergebnis, dass die Situation, so wie sie die letzten Wochen war und immer noch ist, alternativlos ist. Ich glaube, letztlich ist es das und die Perspektivlosigkeit, die so an den Kräften zehren.

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      • Ja, damit bringst du es gut auf den Punkt. Also die Perspektivlosigkeit: Wenn wir jetzt alle wüssten, dass wir noch bis Mitte des Jahres die Zähne zusammenbeißen müssen, danach aber alle geimpft sind und es wieder aufwärts geht, dann wäre das ein konkretes Ziel. So befürchte ich aber, dass wir noch ewig zwischen Lockdown und Lockerungen pendeln werden, sich damit für uns aber konkret nichts ändert (außer, dass die Kids mal in den Wechselunterricht gehen). Das macht es so zermürbend.

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      • Wenn man sich die aktuelle Entwicklung der Zahlen anguckt, dann wird es genau das sein die kommenden Monate: Ein sich wiederholender Wechsel aus Lockerungen und milden Verschärfungen, die die Zahlen kurzfristig drücken. Hier öffnen morgen Kitas und Grundschulen in den Regelbetrieb (von Not- in Regelbetrieb, weil es dazwischen offensichtlich nichts gibt…). Ich gebe dem ganzen 3-4 Wochen, dann hat sich die Virusmutation, die gerade Flensburg lahm legt, im ganzen Bundesland ausgebreitet und wir machen wieder dicht. Alles total bekloppt. Öffnen Schulen bei euch auch schon oder noch nicht?

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      • Ich befürchte, da wirst du komplett Recht behalten. Auch unsere Schulen öffnen ab Montag wieder, also zumindest die Grundschulen gehen in den Wechselunterricht. Einerseits freue ich mich für die Kinder, andererseits bin ich mir sicher, dass diese Freude nur von kurzer Dauer sein wird. Das Zappelinchen in der 5. Klasse bleibt dagegen noch komplett im Distanzunterricht. Meine Frau muss als Lehrerin wieder jeden Tag rein, was die Betreuungssituation zu Hause auch deutlich schwieriger macht. Ein Clusterfuck.

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      • Ja, mega frustrierend für Eltern, oder? Ich habe auch Kolleg*innen, die nun ab morgen wieder mehr/regulär arbeiten werden, aber niemand weiß, für wie lange. Wir kriegen das intern schon alles irgendwie hin, ging ja die letzten Wochen auch. Aber dieses Hin und her macht halt alle fertig. Bei euch sieht es ja eher so aus, als würde sich die Situation durch den Wechselunterricht schwieriger gestalten und nicht leichter werden, oder? Alles total undurchdacht.

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      • Ja, wird definitiv schwieriger. Ich muss (weil neue Mitarbeiter) übernächste Woche auch mal wieder vor Ort sein, aber meine Frau muss an die Schule, d.h. wer betreut dann unsere Kids? Wie gesagt: Ein Clusterfuck. Viel zu kurz gedacht und purer Aktionismus.

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