Media Monday #77

Nachdem sich meine freien Tage vom Ende der Woche auf ihren Anfang verschoben haben, bin ich heute noch einmal zeitig dabei die Fragen des Medienjournals zum Thema Film zu beantworten. Danach heißt es noch einmal Volldampf auf der Arbeit geben, bevor der Feiertagstrubel ruft…

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  1. Mein liebster Weihnachtsmanndarsteller ist vermutlich irgendein Seriendarsteller in irgendeiner Weihnachtsepisode gewesen, weil in meinen liebsten Weihnachtsfilmen kein Weihnachtsmann vorkommt.
  2. Von RegisseurIn David Fincher würde ich gerne mal dessen Interpretation der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens sehen, weil es dann neben der fröhlichen Muppets-Weihnachtsgeschichte auch eine richtig düstere Variante geben würde.
  3. Julia Louis-Dreyfus ist mir die liebste Darstellerin im Weihnachtsfilm „Schöne Bescherung“, weil man sie darin nicht erwartet hätte und sie dennoch unglaublich witzig ist.
  4. Endspurt: Eine Woche noch bis zum Fest; welchen (Weihnachts-)Film sollte man in den kommenden Tagen im TV nicht verpassen?
    Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben und die lautet: „Schöne Bescherung“ mit Chaos-Familie Griswold.
  5. Findest du es unpersönlich, Filme oder Bücher zu verschenken oder geht das voll in Ordnung?
    Für mich sind Filme oder Bücher sogar die perfekten Geschenke. Da man sich ja auch Gedanken macht, was dem Beschenkten gefallen könnte, sind Bücher, Filme oder auch Serien meiner Meinung nach auch ziemlich persönlich.
  6. Welches ist deiner Meinung nach die mieseste Produktion, die im Fahrwasser des Weihnachtsrummels entstanden ist?
    Ich vermute da gibt es so einiges an Schrott, doch das Mieseste dürfte u.a. wohl „Christmas Vacation 2: Cousin Eddie’s Island Adventure“ sein. Habe ich mich bisher auch noch nicht getraut anschauen…
  7. Mein zuletzt gesehener Film ist „Kevin: Allein in New York“ und der war sehr unterhaltsam, aber nicht ganz so gelungen wie sein Vorgänger, weil er zwar von allem mehr bietet, aber sowohl emotional als auch atmosphärisch nicht ganz an „Kevin: Allein zu Haus“ heranreicht.

Kevin: Allein in New York – OT: Home Alone 2: Lost in New York (1992)

Aktualisierung: Ich habe „Kevin: Allein in New York“ am 18. Dezember 2020 zum zweiten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nachdem ich gestern mit „Kevin: Allein zu Haus“ nach langer Abstinenz wieder einmal einen Film gesehen hatte, war ich natürlich erneut auf den Geschmack gekommen. Somit stand heute die Fortsetzung „Kevin: Allein in New York“ auf dem Programm, an den ich mich allerdings kaum noch erinnern konnte. Sollte dies ein schlechtes Zeichen gewesen sein?

Kevin: Allein in New York (1992) | © 20th Century Fox

Kevin: Allein in New York (1992) | © 20th Century Fox

Bereits die ersten Bilder und Klänge lassen vergessen, dass zwischen beiden Produktionen zwei Jahre liegen: Man fühlt sich sofort wieder heimisch bei den McCallisters und der Film startet tatsächlich nahezu unverändert zum Vorgänger. Es gibt ein paar Anspielungen und augenzwinkernde Referenzen, doch letztendlich wird der dramaturgische Aufbau 1:1 übernommen. Dies fand ich zu Beginn noch recht angenehm und aufgrund einiger Abweichungen (z.B. Hotelaufenthalt samt neuer Charaktere) auch ziemlich unterhaltsam. Im weiteren Verlauf jedoch hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht, zumal die Kopien (z.B. die Vogelfrau) nicht gegen das Original (in diesem Fall Marley) ankommen.

Die direkte Konfrontation zwischen Kevin und seinen beiden Widersachern ist erneut ein großer Spaß. Schadenfreude wird hier groß geschrieben und die auf die Spitze getriebene comichafte Gewalt ist mindestens ebenso unterhaltsam wie im Vorgänger. Harry und Marv können einem auch wirklich leid tun, doch es ist ja nicht so, als wären sie nicht gewarnt worden: ‚You can mess with a lot of things, but you can’t mess with kids on Christmas.‘

Letztendlich ist „Home Alone 2: Lost in New York“ ein typisches Sequel, das sich vielleicht etwas zu starr an seinem Vorgänger entlang hangelt, doch schon alleine aufgrund des veränderten Schauplatzes sehenswert ist. Ein wenig mehr Abstand zwischen den Sichtungen mag die Seherfahrung zudem noch positiver ausfallen lassen. Auch wenn der Film für mich nicht den Klassikerstatus des Originals erreicht, so hatte ich dennoch großen Spaß damit: 7/10 Punkte.

Kevin: Allein zu Haus – OT: Home Alone (1990)

Aktualisierung: Ich habe „Kevin: Allein zu Haus“ am 11. Dezember 2020 zum zweiten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Während die gesamte filmische Blogosphäre Kritiken zu Peter Jackson jüngstem Ausflug nach Mittelerde verfasst, schreibe ich heute meine erste Filmkritik nach knapp sieben Wochen unfreiwilliger Pause. Die Wahl fiel mit „Kevin: Allein zu Haus“ auf einen der Jahreszeit angemessenen und wohlbekannten Klassiker meiner Jugend. Ob die erste Sichtung seit bestimmt 12-15 Jahren an den Erfolg von damals anschließen konnte?

Kevin: Allein zu Haus (1990) | © 20th Century Fox

Kevin: Allein zu Haus (1990) | © 20th Century Fox

Früher war „Home Alone“ einer dieser Filme, bei denen man eben eingeschaltet hat bzw. die Eltern überredete einzuschalten. Zwar war ich bei den ersten TV-Ausstrahlungen schon etwas älter, als der im Deutschen titelgebende Kevin, doch hatte der Film bei mir ganz klar einen Nerv getroffen. Als Teenager habe ich ihn dann jedoch aus den Augen verloren und so war ich heute umso erfreuter, zu erkennen, was John Hughes und Chris Columbus damals tatsächlich geschaffen haben: einen der zurecht großen Weihnachtsklassiker meiner Generation.

John Hughes hatte schon immer ein Händchen dafür die Gefühle von Kindern bzw. meist Jugendlichen auf die Leindwand zu bannen und ihnen somit eine Stimme zu geben. Auch wenn „Kevin: Allein zu Haus“ anders ist, als die meisten seiner Filme, so lassen sich gewisse Themen doch auch darin wiederfinden. Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern wird in der Eingangsszene herrlich auf die Spitze getrieben und der wohl nur allzu bekannte Wunsch endlich einmal alleine sein zu wollen, bildet die Grundlage eines Feuerwerks aus Slapstick auf der einen und berührenden Weihnachtsszenen auf der anderen Seite.

Es ist schon erstaunlich, wie einen die Erinnerung trügen kann. Die eigentliche Konfrontation Kevins mit den beiden tölpelhaften Einbrechern (grandios gespielt von Joe Pesci und Daniel Stern) dauert tatsächlich nicht einmal 20 Minuten, doch hätte ich schwören können, dass diese Szenen einen Großteil des immerhin 100-minütigen Films ausmachen. Dennoch sind es gerade der Spannungsaufbau sowie Kevins Auskosten des Alleineseins, die den Ton setzen und „Home Alone“ wohl für nahezu alle Zielgruppen zu solch einem durchschlagenden Erfolg werden ließen.

Obwohl Chris Columbus‘ Weihnachtskomödie heute bereits über 20 Jahre alt ist, so wirkt sie immer noch erstaunlich frisch und ich musste bei den Slapstickeinlagen erneut herzlich lachen. Man mag von Macaulay Culkin – der mir mit „My Girl“ eines der traumatischsten Filmerlebnisse meiner Jugend bescherte – halten, was man will, doch damals war er wahrlich die perfekte Wahl für Kevin McCallister. Die Bewertung mag nostalgisch gefärbt sein, doch ist „Kevin: Allein zu Haus“ auch heute noch einer der am besten durchkomponierten – und das nicht nur aufgrund John Williams‘ famosen Scores – Feiertagsfilme: 9/10 Punkte.

Media Monday #76

Gut 20 cm Neuschnee, eine halbe Stunde das Auto ausbuddeln – ja, so macht der Start in den Tag Spaß! Habe ich schon erzählt, dass die Heizung im Büro kaputt ist? Immerhin ist Montag und so sind die aktuellen Fragen des Medienjournals zum Filmgeschehen eine willkommene Abwechslung…

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  1. Edward Norton gefiel mir am besten in „Fight Club“.
  2. David Yates hat mit „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der Film nicht nur unter seinen Beiträgen zur Fantasysaga einfach sehr gelungen ist.
  3. Helen Mirren gefiel mir am besten in „State of Play“.
  4. Über welche Serienfigur habt ihr euch am meisten geärgert?
    Vermutlich über so manche Entscheidung Nate Fishers in den letzten „Six Feet Under“-Staffeln. Dennoch ein grandioser Seriencharakter, der genau so wie er ist perfekt geschrieben wurde. Menschlich, echt und absolut nicht makellos.
  5. Was haltet ihr von Spielen zu Filmen und falls ihr (ein) solche(s) Spiel(e) besitzt, wie sind eure Erfahrungen?
    Mein letztes Spiel dieser Art dürfte wohl die Versoftung von „Jurassic Park“ auf dem SNES bzw. Super Nintendo gewesen sein. Fand ich damals aufgrund der Dinos, der großen Insel und der 3D-Grafik(!) einerseits toll, andererseits war es aber auch total doof, weil man nicht speichern konnte.
  6. Welche Filmfigur wärt ihr gerne für einen Tag (oder länger)?
    Da würde ich mich doch glatt in der Zeit zurückversetzen lassen und als Mikey mit den Goonies ein paar Abenteuer erleben wollen – und wenn wir schon einmal bei Zeitreisen sind, dann muss ich natürlich auch Marty McFly nennen.
  7. Meine zuletzt gesehene Film Serie ist eine Episode von „The Big Bang Theory“ und die war sehr unterhaltsam, weil es schöne popkulturelle Referenzen und einige denkwürdige Sheldon-Momente gab.

Blogroll Reloaded #4

Drei Monate sind seit dem letzten Blogroll-Update vergangen. Seitdem hat sich nicht sonderlich viel getan, doch es freut mich, erstmals erfolgreiche Rückkehrer begrüßen zu dürfen, die mit ihrer Blog-Abstinenz gebrochen haben. Ansonsten gibt es nur einen Neuzugang und leider drei vorübergehende Löschungen – nehmt euch ein Beispiel an den Rückkehrern und haut mal wieder in die Tasten!

Die Blogroll-Veteranen:

Über ein halbes Jahr Funkstille bzw. stillgelegt:

Neu und lesenswert:

Die erfolgreichen Rückkehrer:

Kommentare in Form von Anmerkungen, Richtigstellungen und Empfehlungen sind natürlich auch dieses Mal wieder willkommen!

Run, Fatboy, Run (224)

Was für ein sportlicher Tag: erst Kinderturnen und dann auch noch Laufen – mein erster Schneelauf in diesem Winter. Die Wege waren größtenteils frei und kaum war ich wieder zu Hause, hat es angefangen zu schneien. Das nennt man dann wohl gutes Timing.

Distance: 5.34 km
Duration: 00:33:33
Avg Speed: 9.55 km/h
Avg Pace: 6:16 min/km
Energy: 439 kcal

Die Runde hat sich auf befestigte Wege beschränkt, weshalb ich nur auf knapp über 5 km gekommen bin. Besonders schnell war ich auch nicht, doch für die aktuellen Witterungsverhältnisse und meinen Trainingsstand bin ich recht zufrieden. Immerhin habe ich es überhaupt einmal wieder raus geschafft…

Im Ohr: Der Game One-Plauschangriff: Call of Duty

Media Monday #75

Auch wenn ich es vergangene Woche wieder nicht geschafft habe einen Film zu sehen, so möchte ich doch wenigstens die aktuellen Fragen des Medienjournals zu unserem liebsten Hobby beantworten. Immerhin wächst meine Blu-ray-Sammlung im Moment beständig an, weshalb ich nur mehr Zeit bräuchte um die Kategorie Film wieder mit Leben zu füllen…

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  1. Jude Law gefiel mir am besten in „Sky Captain and the World of Tomorrow“.
  2. Wes Craven hat mit „Scream“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er mir damit einen der aufregendsten Kinobesuche meines damals noch jungen Lebens beschert hat. Ganz nebenbei ist es ihm noch gelungen ein ganzes Genre aus der Versenkung zu heben und den Horror-Trend der kommenden Jahre zu bestimmen.
  3. Olivia Wilde gefiel mir am besten in „TRON: Legacy“.
  4. Über welches Geschenk aus dem Bereich Film/Literatur würdest du dich dieses Jahr zu Weihnachten besonders freuen?
    Auf meinem Wunschzettel steht die Komplettbox von „The Wire“, die mir bestimmt viel Freude bereiten würde. Ansonsten würde ich mich über einen gelungenen Kinobesuch von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ in der Zeit zwischen den Feiertagen freuen.
  5. Mein Filmtipp Nr. 1 für die Vorweihnachtszeit ist ganz klar „Schöne Bescherung“ – was auch sonst?
  6. In punkto Film geht meiner Meinung nach der Trend im nächsten Jahr zur epischen Erzählung in Serienform – zumindest was mein Konsumverhalten angeht. Ansonsten bin ich gespannt, was HFR bzw. 48 fps angeht. Um wirkliche Trends erkennen zu können, war ich auch 2012 leider viel zu wenig im Kino…
  7. Meine zuletzt gesehene Film Serie ist eine Episode der leider letzten Staffel von „30 Rock“ und die war wieder einmal herrlich, weil es unzählige popkulturelle und zeitpolitische Anspielungen gab, von denen ich bestimmt die Hälfte verpasst und trotzdem gelacht habe.