Bones – Season 4

Auch wenn ich nach der schwachen dritten Staffel eigentlich nicht mehr weiterschauen wollte, habe ich „Bones – Season 4“ nach gut zwei Jahren Pause doch noch eine Chance gegeben. Ursprünglich waren zugegebenermaßen der günstige Preis der DVD-Box sowie das Interesse meiner Frau ausschlaggebend für diesen Wiedereinstieg – letztendlich wurde jedoch auch ich überraschend gut unterhalten…

Durch die ersten vier Episoden musste ich mich beinahe schon durchkämpfen. Dies mag auch daran liegen, dass diese bereits der (aufgrund des 2007/2008er Autorenstreiks) verkürzten dritten Staffel beilagen und ich sie somit bereits zum zweiten Mal gesehen habe. Auch wenn ich mich nicht mehr an alle Details erinnern konnte, so hat sich doch klar gezeigt, dass sich eine Procedural-Serie wie „Bones“ einfach nicht zum wiederholten Anschauen eignet. Danach ging es glücklicherweise bergauf und ich habe teils wieder richtig Gefallen am dynamischen Ermittler-Duo Bones/Booth gefunden.

Die Fälle an sich sind qualitativ durchwachsen: teils sehr durchschaubar und ein wenig langweilig, teils mit tollem Setting und überraschender Auflösung. Getragen wird die Serie nach wie vor von ihren Schauspielern und auch wenn die immer mal wieder aufblitzende Möglichkeit einer romantischen Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren schon recht abgedroschen ist, so macht das Mitfiebern doch Spaß. Im restlichen Team wird es mit dem Beziehungstrara allerdings maßlos übertrieben. Schade.

Erfrischend fand ich die mit jeder Episode wechselnden Praktikanten, was die Handlung im Jeffersonian doch ziemlich auflockerte. Ich hoffe, dass dies noch eine Weile beibehalten wird. Besonders gefreut habe ich mich natürlich auch über die – leider nur kurze – Rückkehr Stephen Frys, der ohnehin jede Serie und jeden Film aufwertet.

Ingsesamt konnte sich die vierte Staffel im Vergleich zum Vorjahr wieder steigern. Der finale Handlungsstrang erschien mir zwar etwas forciert, wurde jedoch ganz nett in Szene gesetzt. Aufgrund der sympathischen Charaktere darf man „Bones“ also weiterhin guten Gewissens als wirklich nette Feierabendunterhaltung bezeichnen: 7/10 (7.0) Punkte.

7 Gedanken zu “Bones – Season 4

  1. Der Anfang klingt ja noch wie meine Erfahrung – ich habe nach langem Zoegern wegen Stephen Fry endlich weiter geguckt. Aber beim Ende gehen unsere Meinungen stark auseinander. Das Staffelfinale war so ziemlich das enttaeuschenste, das ich ich in meiner 30-jaehrigen Karriere als Fernsehzuschauer erlebt habe. Danach habe ich mir geschworen nicht eine Sekunde mehr US-Serien zu gucken.

    (ein unfaires Urteil gegenueber den vielen guten Serien und ich habe meinen Schwur zumindest kurzzeitig einige Male gebrochen)

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    • Ich fand das Staffelfinale samt Handlungsstrang um Booths Zustand (um spoilerfrei zu bleiben) auch ziemlich daneben. Künstliches, klischeehaftes Drama. Allerdings hat mir die letzte Episode inkl. alternativer Realität doch sehr gut gefallen.

      Natürlich ist „Bones“ weit von wirklich hochklassigen Serien (ob US oder UK) entfernt, doch abends zum Abschalten funktioniert die Serie für mich in dieser Staffel wieder recht gut.

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      • Uups, muss mich korrigieren! Das enttaeuschende Staffelnfinale war das von Staffel 3. Ich habe die vierte Staffeln nur solange geschaut, wie Stephen Fry dabei war, weil es wieder so daemlich wurde.
        Ist schon so lange her 🙂

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      • Vor der dritten Staffel hattest du ja schon gewarnt und die fand ich auch deutlich schwächer. In die fünfte werde ich nach dem positiven Erlebnis wohl noch reinschauen. Man braucht ja ein wenig Abwechslung vom ansprungsvolleren Programm… 😉

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  2. „so hat sich doch klar gezeigt, dass sich eine Procedural-Serie wie “Bones” einfach nicht zum wiederholten Anschauen eignet.“

    Einspruch! Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich die bisherigen Staffeln schon gesehen habe – deine vergebenen 7 Punkte würde ich auch vergeben, sehe diese Serie (oder meinetwegen alle ähnlich gelagerten „Procedurals“) insgesamt positiver. Zumindest wird, wenn wir eine neue Staffel angeschafft haben, wenigstens die Vorgängerstaffel noch einmal geguckt, um wieder reinzukommen.

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    • Nee, das funktioniert für mich nicht. Meist geht es ja doch darum den Mörder herauszufinden und wenn man ihn schon kennt, dann fehlt für mich ein großer Teil des Vergnügens. Das ganze Beziehungsgeplänkel ist dann doch nicht genug, um mich bei der Stange zu halten. Insofern genieße ich den einen Durchgang, die DVDs werden wieder verkauft – und zur Wiederholung gibt es lieber noch einmal „Firefly“, das spart auch Zeit für neue Serienprojekte… 😉

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  3. Pingback: Bones – Season 5 | Tonight is gonna be a large one.

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