Aktualisierung: Ich habe „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ am 18. August 2020 und am 11. Januar 2025 erneut gesehen und jeweils eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.
An diesem langen Wochenende, an dem alles anders kommt als geplant, habe ich es zumindest auch heute geschafft einen Film zu schauen. Wenn auch mit mehreren Unterbrechungen. Die Wahl fiel auf „Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste“, der bereits seit geraumer Zeit ungesehen im Regal stand. Seit meiner Sichtung des ersten Teils „Maze Runner: Die Auserwählten im Labyrinth“ habe ich auch die Trilogie fertig gelesen und war somit gespannt, wie Regisseur Wes Ball den zweiten Teil auf die große Leinwand transportiert…

Maze Runner: Die Auserwählten in der Brandwüste (2015) | © 20th Century Fox
Bereits im Vorfeld habe ich davon gelesen, dass der Film ziemlich von James Dashners Vorlage „Die Auserwählten in der Brandwüste“ abweicht. Dies hat meine Vorfreude nicht gerade gesteigert, speziell da ich auch von den Änderungen des ersten Films im Vergleich zur Vorlage nicht sonderlich begeistert war. Und ja, außer den Figuren, dem Setting und der groben Rahmenhandlung hat „The Scorch Trials“ nicht mehr viel mit dem Roman gemein. Erstaunlicherweise funktioniert der Film dennoch – oder gerade deshalb? – ziemlich gut und ließ auch mich als Buchkenner mitfiebern. Hier zeigt sich einmal mehr, dass es kaum einen richtigen oder falschen Weg gibt, wenn Romane adaptiert werden. Der Kern der Geschichte muss rüberkommen, alles andere richtet sich wohl nach der Art des Buches und der Vision des Regisseurs.
Im Grunde erzählt auch die Verfilmung eine typische Dystopie, streut ein paar Monster ein, die einmal mehr an Zombies erinnern, und lässt uns an der Reise unserer Helden zum vermeintlich sicheren Hafen teilhaben. Das alles ist flott inszeniert und zu keiner Sekunde langweilig. Speziell möchte ich die Spezialeffekte loben, für die Wes Ball definitiv ein Händchen hat. Obwohl vieles dem Computer entspringt, wirkt die Welt doch echt und dreckig. Auch wenn keine komplett neuen Bilder geschaffen werden, so habe ich mich daran doch nicht satt gesehen. Unser Ensemble wird durch etliche neue Schauspieler ergänzt, so geben unter anderem Aiden Gillen („Game of Thrones“), Giancarlo Esposito („Breaking Bad“) und Alan Tudyk („Firefly“) ihr Stelldichein.
Fazit
Auch wenn die Verfilmung in Teilen stark von ihrer Vorlage abweicht, so hatte ich doch das Gefühl eine würdige Umsetzung zu sehen. Viel Neues gibt es nicht in der Young-Adult-Welt, doch hatte ich damit mehr Spaß als mit dem Finale der „The Hunger Games“-Reihe. Wenn sich auch der dritte Teil seine Eigenständigkeit bewahrt, könnte er mir sogar besser gefallen als der Abschluss der Vorlage. Ich werde auf jeden Fall reinschauen und hoffe auf ebenso gelungene Unterhaltung: 7/10 Punkte.








