Die wilden Siebziger – OT: That ’70s Show – Season 7

So langsam aber sicher geht es straff auf das Ende zu: Nachdem ich „That ’70s Show – Season 7“ innerhalb nur eines Monats verschlungen habe, bleibt nur noch die finale Staffel, welche leider ohne zwei der Hauptcharaktere auskommen muss. Somit stellt sich jetzt schon ein wenig Wehmut ein – auch wenn die Qualität der Serie inzwischen nicht mehr mit ihren Anfangsjahren mithalten kann… Spoiler sind zu erwarten.

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Im Vergleich zur sechsten Staffel gab es im siebten Jahr einige Versuche neuen Schwung in die Serie zu bringen: Red kauft einen Auspuff-Laden (was es nicht alles gibt!) und Hyde lernt endlich seinen richtigen Vater kennen, der ihn sogleich zum Leiter eines Plattenladens befördert. Neue Schauplätze, neue Charakter – altbekannte Geschichten. Obwohl die Neuerungen für Abwechslung sorgen, so empfand ich sie teils als Fremdkörper in der Serie. Hinzu kommt, dass die restlichen Geschichten rund um Erics Auszeit äußerst konstruiert wirken und man merkt, dass den Autoren so langsam die Gründe ausgehen, die gesamte Clique in Point Place zu halten.

Auch was die Charakterzeichnung angeht werden die Brüche stärker. Während der ersten Staffeln war „Die wilden Siebziger!“ gerade deshalb so großartig, weil man die Figuren ernst genommen hat und die Comedy dennoch funktionierte. Inzwischen wird so manche liebgewonnene Eigenschaft dem schnellen Lacher geopfert. Ich denke hier besonders an Kitty und Red, die immer mehr zu – um es beinahe schon zu hart auszudrücken – Witzfiguren verkommen. Der Weggang von Eric und Kelso in der kommenden Staffel wird die Situation bestimmt nicht einfacher machen.

Fazit

Trotz abnehmender Qualität hatte ich auch im siebten Jahr wieder viel Spaß mit der Gang rund um Eric Forman. Es gab ein paar fantastische Episoden und ein paar schwächere – wirklich schlecht war allerdings keine. Die letzten vier Folgen, die den Abschied von Eric vorbereitet haben, fand ich zudem wirklich fantastisch und beinahe auf dem Niveau vorangegangener Staffeln. Dem Abschluss der Serie sehe ich nun mit gemischten Gefühlen entgegen und hoffe, dass die Autoren es irgendwie schaffen einen Totalschaden zu vermeiden: 8/10 (7.9) Punkte.

Die wilden Siebziger – OT: That ’70s Show – Season 6

Weihnachten vergangenen Jahres befand sich die DVD-Komplettbox von „Die wilden Siebziger!“ unter dem Baum. Ziemlich genau 12 Monate später habe ich „That ’70s Show – Season 6“ beendet, was im Umkehrschluss bedeutet, dass ich für eine Staffel ungefähr zwei Monate gebraucht habe und somit Ende April mit der Serie durch sein müsste. Wird der Abschied schwer fallen, obwohl die Qualität der Serie doch langsam aber sicher abnimmt?

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Hatte es sich in der fünften Staffel bereits angedeutet, so hält die Soap Opera endgültig Einzug in Point Place, Wisconsin. Eric und Donna befinden sich mitten in den Hochzeitsvorbereitungen, Kelso wird Vater und Bob geht eine Beziehung mit Jackies Mutter ein. So interessant es auch sein mag, in einer Sitcom mehrere episodenübergreifende Handlungsstränge präsentiert zu bekommen, so verliert die Serie dadurch doch an Witz und Glaubwürdigkeit. Weniger wäre hier mehr gewesen – und dennoch: Die Charaktere sind einem über die Jahre bereits so ans Herz gewachsen, dass man auch in dieser Phase bei ihnen bleibt.

Wie es ab und zu bei länger laufenden Sitcoms vorkommt, gab es in dieser Staffel auch bei „Die wilden Siebziger!“ einen Wechsel in der Besetzung: Die im vergangenen Jahr verstorbene Lisa Robin Kelly (Erics Schwester Laurie Forman) wurde durch Christina Moore ersetzt. Für mich unverständlich, da Laurie bereits in den letzten Staffeln kaum noch auftauchte und ihr Handlungsstrang als Fez‘ Greencard-Ehefrau sowieso zu den schwächeren zählt.

Viel Spaß hatte ich dagegen mit Hyde und Jackie, die als ungewöhnliches Paar umso unterhaltsamer sind. Auch Kelsos Ausflug in die Polizeischule weiß zu gefallen, bekommt er doch mit Alyson Hannigan (u.a. Willow in „Buffy: The Vampire Slayer“ oder Lilly Aldrin in „How I Met Your Mother“) eine großartige Partnerin zur Seite, wenn auch leider nur für wenige Episoden. Weitere Gaststars, wie Brooke Shields oder Seth Green, sorgen ebenso für Abwechslung.

Fazit

Auch wenn „That ’70s Show“ im inzwischen sechsten Jahr nicht mehr so frisch und frech wirkt, wie in den ersten Staffeln, so hatte ich doch immer noch viel Spaß mit der Serie und – um die eingehende Frage zu beantworten – ja, der Abschied wird in ein paar Monaten sicher schwer fallen: 8/10 (8.0) Punkte.

The Middle – Season 1

Normalerweise entscheide ich bereits nach ein paar Episoden, ob ich eine Serie weiter verfolge oder nicht. Mehr Geduld habe ich selten. Auch bei „The Middle – Season 1“ hätte ich beinahe verfrüht aufgegeben, da es mir zu Beginn ziemlich schwer gefallen ist, Anschluss an die Charaktere zu finden. Rückblickend bin ich jedoch froh die kunterbunte Familie Heck nicht zu früh verlassen zu haben…

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Müsste ich die Serie in einem Satz erklären, dann würde ich sie mit 60% „Malcolm mittendrin“, 30% „Roseanne“ und 10% „Alle lieben Raymond“ beschreiben. Ich war zu Beginn wirklich sehr erstaunt, wie sehr „The Middle“ an die sogar titelverwandten Serie „Malcolm in the Middle“ erinnert. Fast schon unheimlich. Im Gegensatz zum Comedy-Hit der frühen 2000er Jahre, setzt „The Middle“ jedoch auf die Perspektive der Eltern, genauer gesagt der Mutter (sehr überzeugend gespielt von Patricia Heaton). Als Mann an ihrer Seite gibt es mit Neil Flynn (der Hausmeister aus „Scrubs“) einen weiteren bekannten Seriendarsteller zu sehen.

Auch die drei Kinder sind nett besetzt und jedes einzelne besitzt seine Eigenheiten: sei es der stark pubertierende Axl, die leicht dusselige Sue oder der eigenbrötlerische Brick – die Eltern haben alle Hände voll zu tun. Sympathisch an der Serie ist, dass eine absolute Durchschnittsfamilie im Mittelpunkt steht. Keine aufstrebenden Twentysomethings mit Penthouse in Manhatten, keine überbezahlten Jobs, kein Wer-mit-wem. Von der Stimmung erinnert die Serie auch stark an „Roseanne“ und die letzte Einstellung der Staffel dürfte sogar als direktes Zitat gewertet werden: Die Kamera umkreist den Tisch der essenden Familie, wie damals im Intro der beliebten 90er Jahre-Sitcom. Toll!

Was die Tonalität der Serie angeht, so schwankt diese zwischen realistisch und gnadenlos überzeichnet. Damit hatte ich zu Beginn zu meine Schwierigkeiten, doch mit der Zeit sind mir die Charaktere durchaus ans Herz gewachsen. Auch wenn weit nicht alle Geschichten zünden, so hatte ich doch meinen Spaß mit den Hecks aus Indiana und werde zumindest noch die zweite Staffel verfolgen, die bereits im Regal wartet: 7/10 (7.4) Punkte.

Die wilden Siebziger – OT: That ’70s Show – Season 5

Neben dem Konsum eher harter Serienstoffe, wie „Breaking Bad“ oder „The Shield“, habe ich über die letzten Wochen auch Point Place stets gerne einen Besuch abgestattet. Dies bedeutet, dass ich mit „That ’70s Show – Season 5“ bereits fünf Jahre mit der Gang rund um Eric Forman verbracht habe. Auch wenn sich so langsam erste Abnutzungserscheinungen zeigen, hatte ich wieder enorm viel Spaß in diesen wilden 70ern…

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Am Ende der vierten Staffel hatte ich noch vermutet, die fünfte Staffel nicht mehr von früheren TV-Ausstrahlungen zu kennen. An die ersten Episoden konnte ich mich jedoch noch ziemlich gut erinnern. Was die übergreifenden Handlungsstränge angeht, so treten diese mehr und mehr in den Vordergrund und spielen sich nahezu komplett auf der Beziehungsebene ab. Die Verlobung von Eric und Donna ist der rote Faden, an den sich auch die Geschichten rund um Red und Kitty anhängen. Dieser Konflikt wird für meinen Geschmack ein wenig zu sehr breitgetreten, bis Red am Ende endlich Einsehen hat, dennoch bleibt er stets unterhaltsam.

Der Kampf von Hyde und Kelso um Jackie gestaltet sich beinahe noch amüsanter. Die beiden Konkurrenten besitzen eine herrliche Dynamik, besonders wenn Kelso sich einmal wieder darüber beschwert, dass Hyde sein Auge verletzt hat. Fez dagegen sucht erneut das Mädchen seiner Träume und findet es vorübergehend in Nina, was auch ein durchaus netter Handlungsstrang ist. Erics Eltern kämpfen – neben der Verhinderung der Hochzeitspläne ihres Sohnes – mit Kittys Wechseljahren und ihren Eltern, was für etliche unterhaltsame Szenen sorgt.

Fazit

Insgesamt hatte ich auch mit dem fünften Jahr von „Die wilden Siebziger!“ wieder viel Spaß, doch so langsam treten bekannte Muster immer wieder in den Vordergrund und lassen ein wenig die Frische der ersten Staffeln vermissen. Dennoch nach wie vor exzellente Sitcom-Unterhaltung, auf deren nächste Staffel ich mich bereits jetzt freue: 8/10 (8.4) Punkte.

Die wilden Siebziger – OT: That ’70s Show – Season 4

Nun beschäftige ich mich mit dieser Serie beinahe durchgängig seit bereits 10 Monaten. Abnutzungserscheinungen lassen sich jedoch auch bei „That ’70s Show – Season 4“ kaum ausmachen, was nach über 100 Episoden nicht selbstverständlich ist. Inzwischen bin ich auch an einem Punkt angelangt, an dem ich die Serie nicht mehr, oder nur noch sehr lückenhaft, von früher kenne. Ein weiterer Grund jetzt erst recht dranzubleiben…

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Die Handlung setzt exakt dort ein, wo man die Gang aus Point Place beim Finale der dritten Staffel verlassen hat. Die Trennung von Donna macht Eric schwer zu schaffen. Thematisch passend wird in der ersten Episode eine herrliche Parodie von Frank Capras „Ist das Leben nicht schön?“ aufgefahren, in der sich Eric mit einer Welt konfrontiert sieht, in der er Donna nie geküsst hat. Auch in der gesamten weiteren Staffel wird die gescheiterte Beziehung der beiden Freunde thematisiert und bildet somit den zentralen roten Faden, der alle Handlungsstränge zusammenhält.

Auch wenn ich diese Staffel genauso gerne gesehen habe, wie die vorherigen, so gab es doch ein paar Elemente, die ich nicht allzu gelungen fand. Zu diesen gehört u.a. die Figur Big Rhonda, die eine größere Rolle als Fez‘ Freundin einnimmt und böse Erinnerungen an Steve Urkel weckt. Schön war es dagegen Luke Wilson als Michael Kelsos großen Bruder Casey zu sehen, der zu einem wichtigen Element in der Beziehung zwischen Donna und Eric wird. Erwähnenswert ist zudem noch die Musical-Episode, die zwar nett anzusehen ist, der es jedoch nicht gelingt die wohl gewünschte Wirkung zu erzielen.

Fazit

Meine Lieblingsepisoden in der Staffel waren „Class Picture“, in der die Kennenlernphase der einzelnen Charaktere nacherzählt wird, und „Eric’s Corvette Caper“, eine eher klassische Coming-of-Age-Geschichte, die mit viel Humor gespickt ist. Auch die restlichen Episoden haben mir erneut viel Freude bereitet, wenngleich nicht alle Elemente perfekt aufeinander abgestimmt waren. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird und freue mich bereits auf die fünfte Staffel: 9/10 (8.6) Punkte.

Die wilden Siebziger – OT: That ’70s Show – Season 3

Wie bereits angekündigt, habe ich „That ’70s Show – Season 3“ wieder deutlich schneller verschlungen, als die vorangegangene Staffel. Die Qualität hat sich nicht plötzlich (noch mehr) gesteigert, es liegt eher am zurzeit kürzeren Fernsehabend – 20 Minuten-Shows lassen sich eben eher unterbringen als ihre 40 Minuten-Pendants. Davon einmal abgesehen könnte ich die Serie sowieso nahezu am Stück schauen, doch lest selbst…

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Zu Beginn des dritten Jahres in Point Place werden die Ereignisse des Finales der zweiten Staffel aufgegriffen und Red darf hart durchgreifen, was er gut kann und ihm zudem große Freude bereitet. Hydes heldenhafte Tat soll für ihn auch nicht ohne Folgen bleiben und so wirft sich ihm die gerettete Jackie sprichwörtlich an den Hals. Neben diesem amüsanten Handlungsstrang wird Hyde auch mit seiner Vergangenheit konfrontiert, indem sein Vater wieder in sein Leben tritt. Allein anhand der Figur des Steven Hyde zeigt die Serie erneut, wie zielsicher sie zwischen Komödie und Drama (natürlich alles im Rahmen einer Sitcom) wandelt.

Fantastisch fand ich die diesjährige Halloween-Episode, in der nahezu jeder größere Film Alfred Hitchcocks zelebriert wird. Ein großer Spaß, besonders für Filmfreunde. Auch Musikfreunde kommen nicht zu kurz, da Donna einen Job beim örtlichen Radiosender annimmt. Dies sorgt für einige Verwicklungen und stellt insbesondere ihre Beziehung mit Eric auf die Probe – dahinter kann man jedoch klar den Konflikt mit der Wahrnehmung von Rollenbildern erkennen, was sich teils auch in den anderen Paaren (insbesondere den Eltern) widerspiegelt.

Fazit

Trotz teils ernsthafter Themen, ist „Die wilden Siebziger!“ auch im dritten Jahr eine reinrassige Sitcom. Herrlich fand ich z.B. die Beziehung zwischen Fez und seiner Beinahe-Stalkerin oder die überraschende Begegnung von Vater und Sohn während eines romantischen Wochenendes. Es gibt alberne Momente, schöne Momente und – am wichtigsten – Momente, an die man sich noch aus seiner eigenen Jugend erinnern kann, ganz egal ob 70er oder 90er Jahre. Nach dem beinahe schon schwermütigen Finale freue ich mich nun sehr auf die, wenn ich mich recht erinnere, mir noch größtenteils unbekannte vierte Staffel: 9/10 (9.0) Punkte.

The Big Bang Theory – Season 6

Nun verabschiedet sich mit „The Big Bang Theory – Season 6“ auch die letzte der aktuell laufenden Comedys, die ich live verfolge, in die Sommerpause. Wie in den letzten 5 Jahren hat mich die Serie rund um die sympathischen Nerds aus L.A. auch in diesem Jahr wieder gut unterhalten. Was die sechste Staffel insbesondere auszeichnet und ob es langsam zu Abnutzungserscheinugen kommt, lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Während der erste vier Episoden steht noch Howards Weltraum-Abenteuer im Mittelpunkt bzw. bildet die Schnittstelle für die Handlungsstränge der anderen Charaktere. So sieht sich Raj z.B. nach einem Ersatz für Howard um, den er in Stuart, dem Besitzer des Comic-Ladens, dann auch findet. Nach Howards Rückkehr müssen sich alle erst einmal wieder zusammenraufen, was ich teils etwas anstrengend fand. Dennoch gibt es in dieser Phase der Serie ein paar wirklich nette Episoden zu sehen.

Der Mittelteil der Staffel bietet einiges an absurder Unterhaltung, wie man es eben von „The Big Bang Theory“ gewöhnt ist. So begibt sich unsere Gruppe z.B. auf den Weg zur Comic-Con und erlebt dabei ein klassisches „Star Trek“-Abenteuer. Überhaupt überwiegen im zweiten Drittel der Staffel die absurden Einzelepisoden, bevor gegen Ende wieder größere Handlungsstränge eingeführt werden. Zu diesen gehört u.a. auch Rajs erste längere Beziehung, was grundsätzlich eine nette Idee war, letztendlich aber mit zu wenig Witz erzählt wurde.

Alles in allem waren auch in diesem Jahr keine wirklich schlechten Episoden auszumachen. Dennoch fand ich die einzelnen Folgen ingesamt etwas schwächer, als die der fünften Staffel. Für das kommende Jahr erhoffe ich mir – zumindest in der ersten Episode, denn viel länger wird man Leonard nicht außen vor lassen – ein paar Einblicke in Sheldons Dasein als Strohwitwer und eine erhöhte Interaktion mit Penny, was immer für Lacher sorgt. Auch wenn die Show nicht mehr sonderlich innovativ ist, so freue ich mich doch jetzt schon wieder auf die kommenden Abenteuer unserer liebsten Nerds: 8/10 (8.2) Punkte.

Die wilden Siebziger – OT: That ’70s Show – Season 2

Hatte ich die erste Staffel beim letzten Mal noch innerhalb nur weniger Tage verschlungen, hat sich die Sichtung von „That ’70s Show – Season 2“ beinahe über ein halbes Jahr hingezogen. Dies liegt jedoch glücklicherweise nicht an der Qualität der Serie, sondern vielmehr daran, dass ich in den letzten Monaten – wie aufmerksame Leser sicher mitbekommen haben – etliche aktuell laufende Comedys verfolgt habe. Umso schöner war es nach der Pause wieder nach Point Place, Wisconsin zurückzukehren…

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Das zweite Jahr führt die Handlung der vorangegangenen Staffel von Beginn an konsequent weiter. Auf allen Ebenen gibt es Entwicklungen, die zunächst schleichend beginnen, doch letztendlich für nahezu alle Charaktere bedeutend sind. Seien es nun die Liebeswirren unter den Teenagern, eine drohende Scheidung oder die Geldsorgen der Eltern – all diese unterschiedlichen Elemente fügen sich erneut harmonisch zusammen und bilden Brücken zwischen Charakteren, die man so nicht erwartet hätte. Die Kombination aus Humor und Drama – wobei auch dieses stets sehr humorvoll behandelt wird – macht wohl die perfekte Mischung aus, welche „That ’70s Show“ (zumindest im Entstehungsland) so erfolgreich werden ließ.

Coming-of-Age ist wieder einmal das zentrale Thema und im Rahmen einer Sitcom wurde es wohl noch nie mit so viel Lebensgefühl zelebriert, wie in „Die wilden Siebziger!“. Selbst die Thematisierung des ersten Mals wird mit viel Feingefühl, Witz und erfreulich wenigen Klischees inszeniert. Jeder einzelne Charakter macht über den Lauf der Staffel eine Entwicklung durch und besonders Hyde nimmt eine immer zentralere Rolle ein, wodurch auch eine schöne Schnittstelle zu Erics Eltern entsteht. Überhaupt sind Red und Kitty im zweiten Jahr wieder großartig!

Fazit

Auch wenn sich die Sichtung der zweiten Staffel sehr lange hingezogen hat, so steht sie der ersten doch in kaum etwas nach. Für mich hat „That ’70s Show“ somit ihren Platz unter den besten und innovativsten Sitcoms gefestigt und ich bin mir sicher, die kommende Staffel wieder ohne größere Pausen zu verschlingen. Wer die Serie noch nicht kennt und auf der Suche nach neuem Sitcom-Stoff ist, der sollte unbedingt einmal reinschauen. Großartige TV-Unterhaltung: 9/10 (8.8) Punkte.

New Girl – Season 2

Letztes Jahr noch als großer Hit gestartet, wandelte sich die Comedy in der Gunst der Kritiker und man las in letzter Zeit kaum noch Gutes über sie. Ich jedoch hatte auch mit „New Girl – Season 2“ enorm viel Spaß. Sogar so viel Spaß, dass ich die Serie zu meinen liebsten Sitcoms der vergangenen TV-Saison zählen würde. Warum lest ihr in der folgenden Besprechung…

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Wie vermutlich ein Großteil der popkulturell interessierten Medienkonsumenten mag ich Zooey Deschanel. Ihr Mitwirken dürfte, wie bei so vielen, der Grund gewesen sein, warum ich letztes Jahr überhaupt bei „New Girl“ reingeschaut habe. War die Serie zu Beginn noch sehr auf Deschanels Charakter konzentriert, hat sie sich im Laufe der Staffel zu einer Ensemble-Comedy gewandelt, was ich persönlich ausgezeichnet fand. Sympathische Figuren, abgedrehte Situationen und eine Art von Humor, die mich oft zum Lachen brachte.

In der zweiten Staffel wird der bisher eingeschlagene Weg konsequent weitergeführt. Die einzelnen Charaktere bekommen eigene Storylines, die Beziehungen der Figuren untereinander werden wichtiger und es wird ein Repertoire an Insider-Humor aufgebaut. Die Situationskomik lebt dabei weniger von ausgefeilten Dialogen oder Wendungen, sondern von absurder Albernheit – und das hat bei mir erstaunlich gut funktioniert. Besonders die Dynamik zwischen Jess und Nick fand ich herrlich. Meine Lieblingsepisoden im zweiten Jahr waren die Weihnachtsepisode „Santa“, die Detektivgeschichte „Pepperwood“ und der Kampf um den „Parking Spot“.

Bei keiner anderen Comedy musste bzw. konnte ich dieses Jahr so oft und so laut lachen, wie bei „New Girl“. Dies allein reicht schon, um die Serie in meiner Gunst deutlich steigen zu lassen. Weiterhin mochte ich die Entwicklung der Charaktere und die Gaststars (u.a. Regisseur Rob Reiner als Jess‘ Vater). So kann es von mir aus gerne noch ein paar Staffeln weitergehen: 9/10 (8.6) Punkte.

Happy Endings – Season 3

Wieder einmal wurde eine von mir geliebte Comedy abgesetzt. Wirklich schade, denn „Happy Endings – Season 3“ überzeugte durch einen ganz besonderen Mikrokosmos aus Popkultur-Referenzen, Insider-Humor und exzentrischen Persönlichkeiten. Innovativer, lustiger und abgefahrener als die meisten anderen „Friends“-like Comedys da draußen…

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Ich hatte bei „Happy Endings“ stets das Gefühl Teil dieser kleinen Clique zu sein. Weniger aufgrund der Tatsache, dass die Charaktere allesamt überaus sympathisch wären, als aufgrund der unzähligen Insider-Späße, die man als Zuschauer eben nur versteht, wenn man mehr als eine Episode gesehen hat. Das schafft ein Gefühl der Zugehörigkeit und zauberte mehr als nur einmal ein Lächeln auf meine Lippen. Insofern kaum verwunderlich, dass die Serie eine kleine, aber durchaus hartnäckige Anhängerschaft aufbauen konnte.

Nachdem die zweite Staffel eher von diversen Verrücktheiten lebte, gibt es mit den Planungen für Pennys Hochzeit einen fokussierteren Handlungsstrang, auf den in den meisten Episoden zumindest am Rande Bezug genommen wird. Dies schadet der Serie nicht wirklich, da stets genügend Platz für die Eskapaden von Max, Dave, Alex, Jane, Brad und Penny leibt. Insgesamt gesehen hatte die Serie mit ihrer zweiten Staffel ihren Höhepunkt erreicht, doch auch mit der finalen Staffel musste man kaum Qualitätseinbußen hinnehmen:

  1. „Happy Endings – Season 2“
  2. „Happy Endings – Season 3“
  3. „Happy Endings – Season 1“

Letztendlich wurde die Serie trotz eingeschworener, doch leider zu kleiner, Fangemeinde abgesetzt. Ich finde es wirklich schade, da sich die Serie zu einem wahren Highlight der Beziehungskomödie mit etlichen absurden Einfällen entwickelt hatte. Andersartigkeit wird in der TV-Landschaft eben leider nur selten belohnt. Macht’s gut, ihr Verrückten: 8/10 (8.3) Punkte.