Run, Fatboy, Run (2044)

Heute war ich einmal wieder im Büro und wollte eigentlich eine Laufpause einlegen. Aber der Tag hat mich so angespannt, dass diese Anspannung abends noch raus musste. Also habe ich mich vor dem drohenden Gewitter noch zu einer kurzen, schnellen Runde aufgemacht. 🏃‍♂️

Kurzer und für meinen Trainingsstand schneller Feierabendlauf

Kurzer und für meinen Trainingsstand schneller Feierabendlauf

Distanz: 6.64 km
Zeit: 00:36:31
Anstieg: 50 m
Ø Pace: 5:30 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.9 km/h
Ø Herzfrequenz: 152 bpm
Ø Schrittfrequenz: 153 spm
Temperatur: 22.8 °C
Kalorien: 518 kcal

2025: 1098 km
Juni: 35 km
KW 23: 23 km

Die Runde war wirklich kurz und schnell. Schon verrückt, wenn man bedenkt, dass diese Pace vor nicht allzu langer Zeit meine normale Pace auf 10 km gewesen ist. An guten Tagen sogar auf Halbmarathon-Distanz. Aber ich mag mich nicht beschweren, denn ich war laufen. Immerhin etwas abgehakt an diesem Tag. 😅

Im ersten Ohr: Sneakpod #875 – Havoc
Im zweiten Ohr: blink-182

Adolescence – Die komplette Miniserie (2025)

Warum habe ich mir diese Serie nur angeschaut? Auslöser war bestimmt der mittelgroße Hype darum. „Adolescence“ ist eine Miniserie auf Netflix, die schwere Themen behandelt. Dabei ist sie sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch brillant erzählt. Ganz grob geht es um einen Kriminalfall, in dem ein Jugendlicher verdächtigt wird, eine Mitschülerin umgebracht zu haben. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, auch wenn Spoiler den Eindruck kaum schmälern. Spoiler sind zu erwarten.

Adolescence (2025) | © Netflix

Adolescence (2025) | © Netflix

Vier gezielte Schläge in die Magengrube

Zunächst zur Einordnung: Ich wurde gespoilert und wusste, worum es in der Serie geht und wie sie sich grob entwickelt. Auch der inszenatorische Kniff, jede Episode als lange Plansequenz zu erzählen, war mir bekannt. Obwohl ich auch erwartet hatte, dass „Adolescence“ keine leichte Kost werden würde, so war ich auf die emotionale Wucht doch nicht gefasst. Speziell in der ersten Episode hatte ich, obwohl mir bewusst war, dass er den Mord begangen hat, instinktiv Mitleid mit dem dreizehnjährigen Jamie. Die Vorstellung, dass der Zwergofant, der sich nahezu im gleichen Alter befindet, plötzlich aus dem elterlichen Haus gerissen wird und er vorerst keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern haben darf, war fast unerträglich. Auch die völlige Überforderung des Vaters hat mich mitgenommen. Das Versprechen Jamies unschuldig zu sein, dann der Schlag in die Magengrube als die Wahrheit ans Licht kommt. Vater und Sohn alleine im Verhörraum. Beide brechen in den letzten Minuten der ersten Episode in sich zusammen. Dieser Schmerz hat sich auf mich übertragen und ich war extrem froh, als endlich der Abspann über den Fernseher gelaufen ist.

Auch die zweite Episode hat es in sich und ich fand sie sowohl erzählerisch als auch inszenatorisch beeindruckend. Das ermittelnde Team (u.a. Faye Marsay, die man aus „Andor“ als Vel Sartha kennt) kommt an Jamies Schule, um mit Mitschüler:innen zu sprechen und Apelle an die Klasse zu richten. Detective Bascombe trifft dabei auch auf seinen Sohn, der ebenfalls diese Schule besucht. In jeder Hinsicht auch eine eher unangenehme Episode, die klar zeigt, wie wenig Erwachsene die von Instagram und Co. geprägte Welt der Jugendlichen verstehen. Dennoch gibt es auch zarte Annäherungen zwischen Detective Bascombe und seinem Sohn, die Hoffnung geben. Zu einer solchen kommt es auch in der dritten Episode, die sich komplett auf ein Gespräch zwischen Jamie und seiner zugewiesenen Psychologin konzentriert. Inszenatorisch nicht ganz so beeindruckend, doch unfassbar gespielt. Besonders der beim Dreh 15-jährige Owen Cooper, der Jamie verkörpert, ist fantastisch. Der Erkenntnisgewinn dieser Episode ist gering und vielleicht ist sie deshalb umso schmerzhafter anzuschauen.

Keine Lösungen, doch Diskussionsimpulse

Das Finale spielt ein Jahr nach dem Mord an Katie und zugleich am 50. Geburtstag von Jamies Vater. Der Alltag trifft auf die nicht verheilten Wunden der Vergangenheit. Eine teils anstrengende und auch herzzerreißende Episode. Die Familie versucht einerseits nicht an die Tat ihres Sohnes bzw. Bruders zu denken, andererseits werden sie von ihr eingeholt. Immer wieder. Spätestens wenn Jamie aus dem Gefängnis anruft, um seinem Vater zu gratulieren. Das erlösende Element kommt erst, indem sich die Eltern auch ihre Versäumnisse eingestehen. Der Zusammenbruch des Vaters im Zimmer seines Sohnes hat mich am Ende komplett zerstört. Der vierte Schlag in die Magengrube.

Was der Serie fehlt, ist die Perspektive des Opfers. Dieser Umstand wird zwar an einer Stelle thematisiert, doch letztendlich steht auch bei diesem Femizid nur der Täter im Mittelpunkt. Die Macher der Serie haben sich bewusst für diese Perspektive entschieden und diese funktioniert auch. Man kann innerhalb von vier Episoden auch nicht alle Aspekte abdecken. Was gezeigt wird, ist relevant, wichtig und exzellent umgesetzt. Dennoch ging mir dieser Gedanke im Kopf herum, wenngleich ich auch keine Lösung dafür habe, wie man noch mehr Perspektiven hätte aufzeigen können, ohne diesen schmerzhaften, messerscharfen Fokus zu verlieren. Ohne Lösungen zu bieten, regt die Serie zur Diskussion an und das ist auf jeden Fall positiv zu bewerten.

Fazit

Ja, „Adolescence“ ist so gut, wichtig und aktuell, wie man überall lesen kann. Die Serie bietet dabei keine einfachen Lösungen und selbst das Problem wird nicht bis ins Detail aufgedröselt. Die Serie regt zum Nachdenken, Reflektieren und Diskutieren an. Ob sie an Schulen Pflichtprogramm werden sollte? Ich bin skeptisch. Eltern sollten sie sich auf jeden Fall anschauen. Um vielleicht einmal häufiger mit ihren Kindern zu reden und in Lebensbereiche vorzudringen, die recht unsichtbar vorbeiziehen. Eine herausragende Miniserie, die ich jedoch so schnell nicht mehr sehen möchte: 10/10 (9.8) Punkte.

Run, Fatboy, Run (2043)

Der Tag heute hat schon wieder das Potenzial, mich wirklich aufzuregen. Umso nötiger war der Mittagslauf, der sich aber auch recht hart angefühlt hat. Diese schwüle Wärme ist einfach nicht meins. 🥵

Irgendwie harter Mittagslauf

Irgendwie harter Mittagslauf

Distanz: 8.59 km
Zeit: 00:51:01
Anstieg: 73 m
Ø Pace: 5:57 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.1 km/h
Ø Herzfrequenz: 144 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 20.0 °C
Kalorien: 687 kcal

2025: 1091 km
Juni: 29 km
KW 23: 17 km

Ich konnte das Tempo gegen Ende wieder etwas steigern und doch freue ich mich nun schon auf ein wenig Abwechslung. Morgen werde ich aussetzen (müssen) und dann rückt der Urlaub auch langsam näher. Zeit wird es. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #874 – Morgen kommt ein neuer Himmel
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Bad Tölz 2025 #2: Brauneck bei Lenggries mit Gleitschirmfliegern

Nach einer recht schlaflosen Nacht, lockte uns auch unser zweiter Tag in Bad Tölz mit bestem Wetter aus dem Bett. Wir hatten noch keine konkreten Pläne, doch nach einer kurzen Beratschlagung beim Frühstück konnte sich der Brauneck bei Lenggries gegenüber dem Tegernsee durchsetzen. Da wir die Berge schon vor der Tür hatten, wollten wir diese auch nutzen. Ob das eine gute Entscheidung war, lest ihr hier… 🚡

Die ersten Gleitschirmflieger über dem Gipfel

Die ersten Gleitschirmflieger über dem Gipfel

Nachts hatte sich gerächt, dass wir abends die Heizung aufgedreht hatten. Gefühlt hatte es 40 °C im Zimmer. Abkühlung und Erholung war kaum noch möglich und somit war das Ziel der Kaffee beim Frühstück. Dieses haben wir uns schmecken lassen und gegen 10 Uhr war alles gepackt und wir sind mit unseren Autos Richtung Lenggries aufgebrochen, um auf dem Brauneck zu wandern.

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Run, Fatboy, Run (2042)

Seit gestern Abend gewittert und regnet es. Es war sooo warm und stickig in unserer Bude, dass an Schlaf kaum zu denken war. Trotz offenen Fensters. Heute Morgen hatte es kurz aufgehört zu regnen, so dass ich mittags zu einer trockenen, aber extrem schwülen Runde aufbrechen konnte. 🥵

Mittagslauf an schwülem Montag

Mittagslauf an schwülem Montag

Distanz: 8.58 km
Zeit: 00:50:42
Anstieg: 74 m
Ø Pace: 5:54 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 148 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 18.9 °C
Kalorien: 696 kcal

2025: 1083 km
Juni: 20 km
KW 23: 8 km

Obwohl ich langsam gestartet bin, habe ich am Ende doch noch einen Pace von unter 6:00 min/km erreicht. Damit bin ich recht zufrieden. Inzwischen regnet es wieder und die Kinder sind gerade völlig durchnässt von der Schule nach Hause gekommen. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #874 – Morgen kommt ein neuer Himmel
Im zweiten Ohr: Frank Turner

Media Monday #727 – Vatertag, Kino und Gartenrotschwänzchen

Ein vollgepacktes Wochenende geht zu Ende. Für mich war es trotz Vatertag (siehe Foto unten) kein langes, auch wenn es sich fast so angefühlt hat: Freitagabend waren wir im Kino (siehe Frage 1), am Samstag sind unsere Gartenrotschwänzchen aus dem Nest gehüpft (siehe Frage 7) und wir waren abends lange draußen auf der Terrasse gesessen. Der Sonntag war recht ruhig und bis auf ein Krafttraining, das ich seit ca. einer Woche wieder konsequenter betreibe, und einen weiteren Lauf, gibt es nicht viel zu berichten. Nun wartet noch eine volle Woche auf uns, bis wir in die Pfingstferien starten. Ich kann es kaum erwarten. Mit dem Juni steht auch der Blog-Geburtstag auf dem Programm und dann ist das halbe Jahr auch schon vorbei. Unfassbar. Doch nun erst einmal zu den ersten Fragen des Medienjournals im Juni. Wie habt ihr euer (langes) Wochenende verbracht? ☀️

Media Monday #727

  1. Ich will es nicht beschreien, aber die neuen Figuren aus „Karate Kid: Legends“ könnten dem Franchise neuen Wind einhauchen (auch wenn das Kino erschreckend schlecht besucht war).
  2. Die Serie „What We Do in the Shadows“ müsste einem viel breiteren Publikum bekannt sein, denn sie gehört zu den witzigsten Comedy-Serien, die man sich anschauen kann.
  3. Schon genial, was Streaming-Anbieter Disney+ so produziert, denn die „Star Wars“-Serie „Andor“ ist das Beste, was das Franchise seit der Originaltrilogie zu bieten hat.
  4. Disney ist eine echte Offenbarung, wenn es um einprägsame Soundtracks geht und hier habe ich die fünf besten Disney-Soundtracks zusammengestellt.
  5. Der Gedanke hat etwas für sich, dass es für meine Kinder irgendwann ein nostalgisches Erlebnis sein kann, Artikel wie „Bad Tölz 2025: Abstieg vom Blomberg und Sommerrodeln“ nachzulesen.
  6. Mein Blog ist so herrlich nischig, dass ich mich noch über jeden Kommentar freue und die Zeit finde, ihn zu beantworten.
  7. Zuletzt habe ich das Thema Haus im Rahmen des „Projekt 52“ umgesetzt und das war ein Glücksgriff, weil genau zu diesem Zeitpunkt unsere Gartenrotschwänzchen aus ihrem Vogelhaus gehüpft sind.

Famose Geschenke zum Vatertag und ja, das Bier ist nicht mehr komplett vorhanden (mehr Einblicke dieser Art findet ihr auf meinem Instagram-Account):

Run, Fatboy, Run (2041)

Heute Morgen hat es geregnet. Bei 26 °C war es entsprechend dampfig und schwül. Nicht die optimalen Laufbedingungen. Also habe ich mich für einen mehr oder minder entspannten Trail entschieden. Ich habe langsam getan und den Lauf genossen. ☀️

Heuschnupfiger Laufstart in den Juni

Heuschnupfiger Laufstart in den Juni

Distanz: 12.03 km
Zeit: 01:15:30
Anstieg: 123 m
Ø Pace: 6:17 min/km
Ø Geschwindigkeit: 9.6 km/h
Ø Herzfrequenz: 148 bpm
Ø Schrittfrequenz: 154 spm
Temperatur: 26.1 °C
Kalorien: 997 kcal

2025: 1074 km
Juni: 12 km
KW 22: 58 km

Die Laufwoche schließe ich mit 58 km ab, womit ich recht zufrieden bin. Mal sehen, was der Juni so für mich bereithält. Kann eigentlich nur besser werden als der Mai. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #873 – Bastion 36
Im zweiten Ohr: Skye Wallace

Projekt 52 – 2025 #22: Haus

Projekt 52 LogoDiesen Monat fällt es mir schwer, die richtigen Motive für das Projekt 52 zu finden. Doch für das Thema Haus ist mir das Motiv gestern quasi in den Schoß gehüpft. In unserem Carport brüten jedes Jahr Gartenrotschwänzchen. Im ersten Jahr haben sie versucht, auf dem hohen Querbalken ein Nest zu bauen. Obwohl das immer wieder abgestürzt ist, haben sie sich nicht davon abhalten lassen. Also habe ich irgendwann ein Vogelhaus an eben diese Stelle gebaut. Seitdem haben wir jedes Jahr, bestimmt schon seit inzwischen fünf bis sechs Jahren, ein bis zwei Mal Gartenrotschwänzchen im Vogelhaus. Die Elternvögel fliegen erst wild über unser Auto hinweg, wenn sie das Nest bauen, dann beim Füttern und schließlich wenn die Kleinen das Nest verlassen. Gestern war es wieder soweit. Nun sitzen die Jungvögel verängstigt im Carport und wir schauen jede halbe Stunde, ob sich keine Katze anschleicht oder sie nicht hinter die diversen Garteneimer o.ä.. gefallen sind. Ich liebe diese Tage im Jahr und freue mich besonders, dass sie dieses Mal auf ein Wochenende gefallen sind. Das Motiv ist heute also unser Vogelhaus und ich musste einfach die zwei jungen Gartenrotschwänzchen noch mit reinschmuggeln:

Das Vogelhaus in unserem Carport

Das Vogelhaus in unserem Carport

Ein frisch flügge gewordenes Gartenrotschwänzchen

Ein frisch flügge gewordenes Gartenrotschwänzchen

Ein zweites, junges Gartenrotschwänzchen, das sich im Carport versteckt

Ein zweites, junges Gartenrotschwänzchen, das sich im Carport versteckt

Motiv: Das Vogelhaus in unserem Carport und zwei junge Gartenrotschwänzchen
Kamera:
Panasonic LUMIX DMC-FZ1000
Bildbearbeitung: Adobe Lightroom 3.6, Adobe Photoshop CS2

Relevante Links von Initiatorin Sari auf Heldenhaushalt:

Ihr wollt mehr?
Meine bisherigen Beiträge zu Projekt 52…

Run, Fatboy, Run (2040)

Nach dem gestrigen Kinobesuch bin ich viel zu spät ins Bett. Die Nacht war eher mäßig erholsam, was wohl auch der Hitze zuzuschreiben ist. Dennoch habe ich mich ausgerechnet in der Mittagszeit zu einem Lauf aufgemacht. Wenn man der Temperaturkurve glauben mag, war das immer noch kühler als am Nachmittag. 🥵

Den Mai trotz Corona mit 178 km und einem Hitzelauf abgeschlossen

Den Mai trotz Corona mit 178 km und einem Hitzelauf abgeschlossen

Distanz: 10.26 km
Zeit: 01:00:25
Anstieg: 99 m
Ø Pace: 5:53 min/km
Ø Geschwindigkeit: 10.2 km/h
Ø Herzfrequenz: 157 bpm
Ø Schrittfrequenz: 155 spm
Temperatur: 27.2 °C
Kalorien: 843 kcal

2025: 1062 km
Mai: 178 km
KW 22: 46 km

Ich kam ganz okay voran, doch am Puls sieht man, dass es eigentlich zu heiß war. Somit beende ich den Mai mit 178 km, was zwar deutlich unter meinem Ziel ist, aber da ich aufgrund von Corona fast zwei Wochen ausgefallen bin, war das dennoch ein ganz respektabler Monat. Bin also durchaus zufrieden. 🏃‍♂️

Im ersten Ohr: Sneakpod #873 – Bastion 36
Im zweiten Ohr: My Chemical Romance

Karate Kid: Legends (2025)

Normalerweise bin ich Freitagabend mit dem Zwergofanten beim Karate-Training. Da er Dienstag bis Donnerstag jedoch krank war, haben wir uns mit einem Kinobesuch von „Karate Kid: Legends“ jedoch für eine ruhigere Art des Trainings entschieden. Davor waren wir noch etwas essen und die ganze Familie war heiß auf den Film. Auch ich habe mich sehr auf den gemeinsamen Kinobesuch gefreut. 🥋

Karate Kid: Legends (2025) | © Sony Pictures Entertainment

Karate Kid: Legends (2025) | © Sony Pictures Entertainment

Noch viel gelungener als ich gehofft hatte

Nach dem Trailer hatte ich erwartet, dass sich die Geschichte voll uns ganz auf die beiden Sensei und ihren Schüler konzentrieren würde. Doch dem war nicht so: Wir begleiten über zwei Drittel der Laufzeit erst einmal Li Fong, der mit seiner Mutter von Peking nach New York City zieht. Das hatten wir schon etliche Male in diesem Franchise und ich habe befürchtet, dass die Geschichte sich wie ein weiteres Remake anfühlen würde. Die Verbindung zwischen Mr. Han und Daniel LaRusso schien mir zudem ein wenig weit hergeholt. Doch dann konzentriert sich der Film komplett auf Li und den von Joshua Jackson (bekannt aus u.a. „Dawson’s Creek“, „Fringe“ oder „The Affair“) gespielten Vater seiner Freundin. Li nimmt für ihn die Rolle des Trainers ein, was ich einen schönen Twist fand. Zudem mochte ich den Schauplatz des kleinen Pizza-Ladens wirklich gerne.

Im letzten Drittel geht es dann natürlich viel um das Training und ein großes Turnier. Die typischen „Karate Kid“-Versatzstücke eben. Das alles ist jedoch so temporeich (innerhalb von nur 94 Minuten!) erzählt, dass absolut keine Langeweile aufkommt. Das komplette Gegenstück zum 2010er Remake mit Jaden Smith. Ben Wang ist zudem wirklich charismatisch und trägt den Film spielend. Daniel LaRusso hätte es gar nicht unbedingt gebraucht, auch wenn die Dynamik in den Trainingssequenzen wirklich witzig ist. Die Kinder haben viel und laut gelacht. „Karate Kid: Legends“ biedert sich glücklicherweise nicht an „Cobra Kai“ an, sondern lässt den neuen Figuren Raum zum Atmen. Einzig die finale Szene vor dem Abspann ist typischer Fan-Service, dafür aber kurz und knapp und wirklich sehr witzig. Im Folgenden nun mein Ranking über alle Filme und Serien des Franchises. Rückblickend betrachtet habe ich die drei ersten „Karate Kid“-Filme zu niedrig bewertet, insofern mag sich die Reihenfolge bei den kommenden Sichtungen leicht verschieben:

  1. „Cobra Kai“ (9/10 Punkte)
  2. „Karate Kid“ (8/10 Punkte)
  3. „Karate Kid: Legends“ (8/10 Punkte)
  4. „Karate Kid II: Entscheidung in Okinawa“ (7/10 Punkte)
  5. „Karate Kid III: Die letzte Entscheidung“ (6/10 Punkte)
  6. „Karate Kid IV: Die nächste Generation“ (6/10 Punkte)
  7. „Karate Kid“ (6/10 Punkte)

Natürlich war ich stilecht im „Cobra Kai“-Shirt im leider nur mäßig besuchten Kino:

Fazit

Ich hatte nicht vermutet, dass mir „Karate Kid: Legends“ so gut gefallen würde. Die Kinder waren noch begeisterter als ich und haben auch den modernen Soundtrack gelobt. Ich konnte mich nicht so recht zwischen 7 und 8 Punkten entscheiden, habe dann aber auf mein Bauchgefühl gehört. Es waren einfach unfassbar sympathische und unterhaltsame 94 Minuten im Kino. Das soll doch belohnt werden: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 10/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)