Die 5 besten Regisseure ohne Oscar

Die Oscar-Wochen bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG gehen in die letzte Runde: Dieses Mal möchte Gorana von uns die Regisseure wissen, die bisher noch ohne Goldjunge auskommen mussten. Nach den Schauspielern und Schauspielerinnen für mich tatsächlich das deutlich spannendere Thema, bei dem mich so mancher bisher Übergangene doch sehr erstaunt hat…

Das Thema für Ausgabe #36 lautet:

Die 5 besten RegisseurInnen, die noch keinen Oscar zuhause stehen haben

  1. Stanley Kubrick für zum Beispiel „2001: Odyssee im Weltraum“
  2. David Lynch für zum Beispiel „Mulholland Drive“
  3. Ridley Scott für zum Beispiel „Alien“ oder „Blade Runner“
  4. David Fincher für zum Beispiel „Fight Club“ oder „Zodiac“
  5. Quentin Tarantino für zum Beispiel „Pulp Fiction“ oder „Jackie Brown“

Run, Fatboy, Run (417)

Heute habe ich die Arbeit einigermaßen zeitig verlassen, so dass ich pünktlich um 18:00 Uhr in meine Laufschuhe steigen konnte. Es hat auch ziemlich gut geklappt und ich habe kurz vor einsetzender Dunkelheit noch eine kleine Runde durch unser beschauliches Städtchen drehen können:

Distance: 6.38 km
Duration: 00:35:42
Elevation: 35 m
Avg Pace: 5:35 min/km
Avg Speed: 10.72 km/h
Heart Rate: 174 bpm
Stride Frequency: 154 spm
Energy: 541 kcal

Mit der Zeit bin ich recht zufrieden, allerdings war ich danach auch ziemlich K.O. Ich merke, dass ich gesundheitlich noch nicht zu 100% wieder hergestellt bin und auch auf das Fasten hat sich mein Körper wohl noch nicht komplett eingestellt. Sind ja auch erst zwei Wochen. Wird also noch. Am Wochenende stehen dann mindestens 10 km auf dem Programm. Ich bin gespannt! 🙂

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 74: Moin 2017!

Media Monday #298

Wie bereits zu befürchten stand, ist auch dieses Wochenende wieder viel zu schnell vergangen: Das Zappelinchen hat bei der Oma übernachtet, der Zwergofant hat zu Hause die Nächte durchgehustet. Am Samstag ging außer den üblichen Hausarbeiten nur wenig, dafür haben wir am Sonntag einen schönen Ausflug zum Rothsee gemacht und ich war laufen. Die Fragen des Medienjournals läuten nun den Abend ein, den ich vermutlich, mit dem Schlaf kämpfend, auf der Couch verbringen werde. Gähn…

  1. Ein wenig habe ich das Gefühl, dass in letzter Zeit der Austausch unter den Media-Monday-Teilnehmern weniger wird. Fällt euch das auch auf?
  2. „The O.C.“ ist so vorhersehbar, dass ich mich beim Schauen der Serie manchmal wie ein Hellseher fühle.
  3. Seit geraumer Zeit blieb bei mir das Bloggen abseits der bekannten Kategorien ziemlich auf der Strecke, denn um Artikel wie „Wann ist ein Blog erfolgreich?“ zu schreiben, braucht es leider viel Zeit und Aufwand.
  4. Carl Mørck, Assad und Rose sticht stechen bei den Kriminalermittlern für mich deutlich hervor, da sie sehr unkonventionell an ihre Fälle herangehen und auch noch ein Leben neben dem Job besitzen.
  5. Wenn es um das Thema Fantasy geht, sind die Roman-Adaptionen „Der Herr der Ringe“, „Der Hobbit“ (ja, tatsächlich auch der) und „Game of Thrones“ wohl meine liebsten Werke.
  6. Mein Twitter-Kanal ist inhaltlich reichlich mager, allerdings freue ich mich über jeden einzelnen von euch, der mir folgt: ❤
  7. Zuletzt habe ich mit „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ und „X-Men: Apocalypse“ die letzten beiden Filme der neuen „X-Men“-Trilogie gesehen und das war gute bis sehr gute Unterhaltung, weil Bryan Singer damit das Franchise, dem er seinen Stempel aufgedrückt hat, konsequent weiterführt.

Run, Fatboy, Run (416)

Wenn mir heute früh jemand erzählt hätte, dass ich heute laufen gehen würde, dann hätte ich ihm wohl den Vogel gezeigt: Unser Zwergofant hat schon wieder einen hartnäckigen Husten inklusive Inhalieren und dem ganzen Gedöns. Kein Wunder also, dass auch mich seit ein paar Tagen Halsschmerzen plagen. Heute morgen habe ich auch noch fast keinen Ton rausgebracht, doch nach einem sonnigen Tag am Rothsee (genau dem Rothsee, wo auch der bekannte Triathlon stattfindet) hat es mich am späten Nachmittag doch noch gejuckt und somit bin ich zu einer kleinen Runde aufgebrochen:

Distance: 7.18 km
Duration: 00:40:32
Elevation: 57 m
Avg Pace: 5:38 min/km
Avg Speed: 10.63 km/h
Heart Rate: 172 bpm
Stride Frequency: 156 spm
Energy: 624 kcal

Ich habe mir nicht die anspruchsvollste Strecke ausgesucht und wollte es auch bewusst langsam angehen. Dennoch sollte es mein schnellster Lauf seit Januar werden und ich habe endlich einmal wieder die 6:00 min/km geknackt. Wenn die Gesundheit und die Arbeitszeiten mitspielen, dann möchte ich in der kommenden Woche auf jeden Fall zwei Läufe absolvieren – und einen davon über zehn Kilometer. Sollte doch zu machen sein, oder?

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 73: Interview Anne-Marie Flammersfeld

X-Men: Apocalypse (2016)

Es geht wirklich Schlag auf Schlag: Nachdem ich vergangene Woche „Wolverine: Weg des Kriegers“ nachgeholt habe, stand gestern „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ auf dem Programm und heute war sogleich „X-Men: Apocalypse“ an der Reihe. Damit habe ich nun – bis auf den aktuell im Kino laufenden „Logan“ – alle Filme der Reihe gesehen und bin gespannt, wann uns der nächste Reboot ereilt… 😉

Nach der epischen Zeitreise der Vorgängers zur Bekämpfung der fiesen Sentinels, habe ich mich tatsächlich gefragt, welche Bedrohung denn unsere Helden überhaupt noch zu schockieren vermag. Tatsächlich entpuppt sich diese neue Bedrohung recht schnell als Oberbösewicht und allmächtiger Endgegner in einem. Der gute Apocalypse ist so mächtig, dass seine Darstellung häufig an der Karikatur vorbeischrammt. Speziell bei den Szenen in Ägypten musste ich an Roland Emmerichs „Stargate“ oder auch Stephen Summers „Die Mumie“-Filme denken. Dass „X-Men: Apocalypse“ dennoch funktioniert, hat der Film seiner Comic-Herkunft zu verdanken, die eben auch solche Elemente erlaubt.

Im direkten Vergleicht zu „X-Men: Days of Future Past“ fällt die Handlung leider ziemlich ab. Dennoch hat mir die 80er-Jahre-Atmosphäre viel Vergnügen bereitet und die Anspielung auf „Star Wars: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ hat gezeigt, dass die Autoren durchaus Humor besitzen. Meine liebste Szene gehört abermals Quicksilver, der zu Eurythmics „Sweet Dreams“ Professor Xaviers gesamte Schule evakuieren darf. Überhaupt ist „X-Men: Apocalypse“ immer dann am stärksten, wenn unsere bekannten Mutanten ein wenig mehr Hintergrundgeschichte bekommen und ihre Fähigkeiten einsetzen dürfen. Dann macht auch dieser bisher finale Teil des „X-Men“-Universums deutlich mehr Spaß als in den großen Konflikten.

Das Finale übertrifft, was CGI-Brimborium angeht, seinen Vorgänger leider noch einmal um Längen. Zudem gibt es hier keine coolen Kampfszenen mit den Sentinels zu sehen, sondern nur umherfliegende Materie. Und noch mehr Materie. Das ermüdet schnell und erinnerte mich doch sehr an die viel zu ausführliche Materialschlacht am Ende von „Man of Steel“. Trotz dieser Kritikpunkte reiht sich „X-Men: Apocalypse“ nicht auf dem letzten Platz meiner persönlichen Gesamtrangliste ein, ist aber – wie schon „X-Men: Der letzte Widerstand“ – eindeutig der schwächste Teil seiner Trilogie:

  1. „X-Men 2“ (2003)
  2. „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ – Rogue Cut (2014)
  3. „X-Men“ (2000)
  4. „X-Men: Erste Entscheidung“ (2011)
  5. „Wolverine: Weg des Kriegers“ – Extended Cut (2013)
  6. „X-Men: Apocalypse“ (2016)
  7. „X-Men: Der letzte Widerstand“ (2006)
  8. „X-Men Origins: Wolverine“ (2009)

Wie bereits nach der gestrigen Sichtung des Vorgängers, hätte ich nun gute Lust die Filmreihe von vorne zu beginnen. Realistisch gesehen werde ich aber vorerst auf die Heimkino-Veröffentlichung von „Logan“ warten und dann weitersehen. Bis dahin behalte ich die X-Men in guter Erinnerung und hoffe sehr, dass man nun aufgrund des Erfolgs nicht unzählige weitere Teile nachschiebt: 7/10 Punkte.

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – OT: X-Men: Days of Future Past – Rogue Cut (2014)

Wie schnell ist bitte diese Woche vergangen? Das ist der Vorteil, wenn man viel zu tun hat. Ich hoffe das Wochenende lässt sich nun etwas mehr Zeit. Nachdem ich erst vergangenen Samstag mit „Wolverine: Weg des Kriegers“ zu der Superhelden-Saga zurückgekehrt bin, stand heute endlich „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ im längeren Rogue Cut auf dem Programm. Kürzlich berichtete auch Wulf über den Film und hat die Vorfreude noch einmal geschürt. Somit war ich mehr als gespannt, ob er auch bei mir entsprechend einschlagen würde…

Den Vorgänger „X-Men: Erste Entscheidung“ fand ich damals ziemlich famos und habe mich nun auf das Aufeinandertreffen mit den klassische „X-Men“ gefreut. Bryan Singer hält sich nicht lange mit Erklärungen auf, sondern wirft uns direkt in imposante und enorm aufwändige Action-Sequenzen. Ich musste mich hier erst einmal orientieren, hatte ich doch weder die einzelnen Mutanten im Kopf, noch konnte ich zuordnen, ob dies ein komplett neuer Handlungsstrang war oder er in den vorherigen Filmen bereits angerissen wurde. Man sollte sich innerhalb einer Filmreihe wahrlich nicht zu viel Zeit mit der Sichtung des nächste Teils lassen. Ein Grund, warum ich inzwischen vor dem Marvel Cinematic Universe kapituliert habe.

Sobald es in die Vergangenheit geht, macht „X-Men: Days of Future Past“ unglaublich viel Spaß. Es ist eine große Freude, die nur allzu bekannte Zeitreisethematik in einem Superhelden-Film verarbeitet zu sehen. Die Geschichte erzählt an sich nichts Neues, doch sind die Charaktere gut ausgearbeitet und gerade das Spannungsverhältnis zwischen Vergangenheit und Zukunft bringt die nötige Würze in den Film. Speziell das Finale ist sehr emotional geraten, was mir wirklich gut gefallen hat. Danach hatte ich direkt Lust mir die gesamte bisherige Reihe noch einmal anzusehen. Aber ich belasse es vorerst wohl bei der direkten Fortsetzung, denn sonst kann ich mich wieder nicht an die aktuellen Geschehnisse erinnern.

Audiovisuell ist Bryan Singers Film wirklich beeindruckend. Es passiert unglaublich viel und die Action ist gekonnt inszeniert. Teils war mir der digitale Look jedoch ein wenig zu übertrieben und insgesamt wäre mir weniger CGI-Geschwurbel in so mancher Szene lieber gewesen. Auch wenn Filme heutzutage eben so gemacht werden, ist mir die Künstlichkeit der Bilder an ein paar Stellen doch negativ aufgefallen. Dies ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt an einem ansonsten packenden und toll aussehenden Film.

Der Rogue Cut ist, wenn man sich den Schnittbericht anschaut, vermutlich die leicht gelungenere Fassung. Ich kann das nun schwer beurteilen, mochte aber die Szenen rund um Rogue und auch die teils ein wenig härteren Kämpfe. So langsam festigt sich mein Eindruck, dass ich die „X-Men“-Reihe von allen Superhelden-Filmen am liebsten mag. Mal sehen, ob sich dieser Eindruck auch durch das Finale der neuen Trilogie bestätigen lässt: 8/10 Punkte.

Die 5 besten Schauspielerinnen ohne Oscar

Wie schon letzte Woche, bleibt sich Gorana thematisch treu und stellt auch diese Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG ganz ins Zeichen der Oscars. Für mich abermals eine schwierige Aufgabe, die mit einiger Recherche verbunden war. Dennoch habe ich mich letztendlich für fünf Schauspielerinnen entschieden, von denen ich einfach nicht glauben kann, dass sie bisher keinen einzigen Oscar gewonnen haben…

Das Thema für Ausgabe #35 lautet:

Die 5 besten Schauspielerinnen, die noch keinen Oscar zuhause stehen haben

  1. Amy Adams für zum Beispiel „American Hustle“
  2. Jamie Lee Curtis für zum Beispiel „True Lies: Wahre Lügen“
  3. Marilyn Monroe für zum Beispiel „Manche mögen’s heiß“
  4. Michelle Pfeiffer für zum Beispiel „Der Sternwanderer“
  5. Sigourney Weaver für zum Beispiel „Alien“ oder „Galaxy Quest“

Verachtung (Jussi Adler-Olsen)

Knapp zwei Monate habe ich an Jussi Adler-Olsens Roman „Verachtung“ gelesen. Für meine Verhältnisse recht schnell, zumal ich nur abends vor dem Einschlafen zum Lesen gekommen bin. Meist schaffe ich dann nur noch ein bis zwei Seiten, doch der vierte Teil der Sonderdezernat-Q-Reihe hat mich, wie bereits der Vorgänger „Erlösung“, ziemlich in seinen Bann gezogen. Inzwischen dürften Jussi Adler-Olsens Bücher wohl auch zu der der Thriller-Reihe zählen, von der ich bisher schon am meisten gelesen habe. Ganz aktuell wurde mein Interesse wohl vor allem durch die gelungenen Verfilmungen geweckt – und ich freue mich jetzt schon auf die Adaption dieses Werks.

Erneut erzählt der Autor einen epischen, mehrere Jahrzehnte umspannenden Kriminalfall. Dabei ist die Geschichte der Opfer und der Täter erneut fast spannender, als die eigentlichen Ermittlungen. Sehr stimmungsvoll und grausam detailliert zeichnet Adler-Olsen das Bild einer dänischen Gesellschaft, die Gewalt an Frauen billigend hinnimmt und teils sogar unterstützt. Im Nachwort erfährt der Leser zudem, dass die Geschehnisse einen historischen Hintergrund haben und in ähnlicher Form wohl Realität gewesen sind. Die bleierne Düsternis eines skandinavischen Krimis wog selten schwerer. Auf Seiten der Ermittler verrennen sich Carl Mørck, Assad und Rose leider in diversen Subplots, die alle nicht unbedingt hätten sein müssen. Dennoch funktioniert die besondere Dynamik der Figuren nach wie vor perfekt und ich habe in so mancher Nacht länger gelesen als eigentlich vernünftig gewesen wäre.

Wieder einmal ist Jussi Adler-Olsen ein mitreißender Krimi gelungen. Gerade die Beschreibung der Verbrechen ist teils wirklich schmerzhaft zu lesen. Hier lebt der Roman sehr von seiner dichten Atmosphäre und dem gezeichneten Leidensweg. Das überraschende Ende hatte ich leider schon viel zu früh durchschaut, was den Spaß an der Geschichte (wenn man es aufgrund der Thematik denn so bezeichnen kann) aber kaum geschmälert hat. Alle Freunde von „Erbarmen“, „Schändung“ und „Erlösung“ werden auch diesen vierten Teil schon gelesen haben, allen anderen Krimi-Freunden kann ich diese Reihe nur ans Herz legen: 8/10 Punkte.

Media Monday #297

Das erste Wochenende des Jahres, das wir größtenteils draußen verbracht haben, liegt hinter uns: Gartenarbeit, ein wenig Radfahren, ausgedehnte Spaziergänge und insgesamt viel frische Luft haben zum Wohlbefinden beigetragen. Es war auch das erste Wochenende in der Fastenzeit, was die langen Filmabende aus kulinarischer Sicht fast ein wenig traurig gestaltet hat. Bevor es nun mit Volldampf in die neue Arbeitswoche geht, warten an diesem entspannten Sonntagabend nur noch die aktuellen Fragen des Medienjournals darauf, beantwortet zu werden…

media-monday-297

  1. „Toni Erdmann“ hat mich regelrecht gefesselt, da Maren Ades Dramödie einerseits wunderbar humorvoll und gleichzeitig wirklich schmerzhaft die schwierige Beziehung zwischen einem Vater und seiner erwachsenen Tochter zeigt.
  2. So richtig herzhaft lachen konnte ich bei „Ich bin dann mal weg“ zwar nicht, doch insgesamt ist es ein netter Film, den man sich durchaus einmal ansehen kann.
  3. Ridley Scotts „Prometheus: Dunkle Zeichen“ ist völlig zu Unrecht verkannt und sollte spätestens im Zuge des Kinostarts von „Alien: Covenant“ noch einmal mit frischen Augen betrachtet werden.
  4. Ich muss mir unbedingt mal wieder mehr Sport machen, schließlich plane ich bis zum Ende der Fastenzeit mindestens sechs Kilo abzunehmen.
  5. „Twin Peaks“ ist einer der Serienneustarts, auf die ich mich immens freue, immerhin verspricht die Rückkehr in die mysteriöse Kleinstadt durchaus spannend zu werden.
  6. Thema Buddy-Movies: Martin Riggs und Roger Murtaugh bilden ein großartiges Gespann, denn schließlich haben sie das Genre in dieser Form begründet.
  7. Zuletzt habe ich den Film „Wolverine: Weg des Kriegers“ im Extended Cut gesehen und das war erstaunlich gute Popcorn-Unterhaltung, weil der Film über ein erfrischendes Setting und angenehm harte Actionszenen verfügt.

Wolverine: Weg des Kriegers – OT: The Wolverine – Extended Cut (2013)

Alle Welt redet von „Logan“ und auch ich bekomme nach den positiven Besprechungen Lust auf den Film. Da es mit dem Kinobesuch aber nichts werden wird, habe ich mir mit „Wolverine: Weg des Kriegers“ den direkten Vorgänger im Extended Cut angesehen. Somit bin ich nach dem famosen „Toni Erdmann“ gestern doch noch zum gewünschten Popcorn-Film an diesem Wochenende gekommen…

the-wolverine

In letzter Zeit habe ich so überhaupt keine Lust mehr auf Superhelden-Filme – und das obwohl noch ein paar ungesehene Werke des Marvel Cinematic Universe (MCU) bei mir im Regal stehen. Die „X-Men“-Filme mochte ich allerdings schon immer ein wenig lieber, wobei ich auch hier keinen Film seit „X-Men: Erste Entscheidung“ mehr gesehen habe. Inzwischen stehen jedoch auch die beiden Fortsetzungen im Regal, die ich vermutlich in naher Zukunft endlich einmal nachholen werde. Und was ist mit dem ersten Teil der Spin-off-Trilogie „X-Men Origins: Wolverine“? Dieser stellte für mich bisher den Tiefpunkt der Reihe dar und somit war ich nun gespannt, wie sich die offizielle Fortsetzung denn schlagen würde.

Mir hat „The Wolverine“ tatsächlich viel Spaß gemacht: Ich mochte das Setting in Tokyo und die damit einhergehenden atmosphärischen Bilder. Zudem hat es James Mangold geschafft ein paar wirklich unterhaltsame Actionsequenzen zu inszenieren, die zudem eine angenehme Härte besitzen, speziell im Extended Cut (siehe Schnittbericht). Die Geschichte ist natürlich ziemlich an den Haaren herbeigezogen, doch mochte ich die erzählerische Klammer, die in Logans Vergangenheit begründet liegt, recht gerne. Im Mittelteil des Films wird natürlich ein Weg gefunden, den Charakter kurzzeitig verwundbar zu machen, was die Spannung tatsächlich steigert. Ein billiger Kniff, aber im Rahmen der ohnehin abstrusen Comic-Geschichte doch absolut passend.

Insgesamt ist „Wolverine: Weg des Kriegers“ kein herausragender Film, doch hat er mich nach den eher verhaltenen Kritiken doch positiv überrascht. Der Nachfolger soll ja noch einmal gelungener sein, weshalb ich mich jetzt schon auf einen weiteren schönen Heimkino-Abend mit Logan in ein paar Monaten freue: 7/10 Punkte.