The Goldbergs – Season 4

Mit diesem Artikel verlasse ich vorerst einmal wieder die bunten 1980er Jahre. Nachdem ich die sympathische Fernsehfamilie ein halbes Jahr begleitet habe, fällt mir der vorläufige Abschied von „The Goldbergs – Season 4“ schwer. Ein Ende der Serie ist glücklicherweise noch nicht in Sicht, doch die Veröffentlichungen auf DVD werde rar. Ich hoffe, dass dies nur eine Frage der Zeit ist…

The Goldbergs – Season 4 | © Sony Pictures Home Entertainment

The Goldbergs – Season 4 | © Sony Pictures Home Entertainment

Ein Kondensat der Popkultur der 80er Jahre

Was hat sich im Vergleich zur dritten Staffel geändert? Nicht viel und das ist gut so. Adam F. Goldberg ist noch weiter zum Teenager herangewachsen, ohne dabei jedoch seine Nerdigkeit zu verlieren. Dies sorgt immer wieder für herrliche Momente und als Kind der 80er Jahre, das auch heute noch einen starken Bezug zur Popkultur hat, muss man sich in der Welt der Serie einfach wohlfühlen: Ob „The Breakfast Club“, „Knight Rider“, „Howard the Duck“ oder „Karate Kid“ – die popkulturellen Referenzen sind wieder einmal großartig. Neben diesen großen Themen gibt es unzählige kleine Anspielungen, die oft auch nur im Hintergrund erkennbar sind oder in Dialogen in Erscheinung treten. Das macht die Serie unglaublich sympathisch und greifbar.

Auch wenn die humorvollen und mit popkulturellen Zitaten gespickten Anekdoten weiterhin im Zentrum stehen, so wäre „The Goldbergs“ nicht „The Goldbergs“, wenn es nicht auch herzergreifende Momente gäbe. Die Kinder werden alle älter und verlassen so langsam das Nest. Gerade das Staffelfinale, in dem Erica ihren Auszug vorbereitet, ist sehr emotional. Diese Mischung macht die Serie auch so besonders: Eine echte Familienserie mit starkem Comedy-Fokus, die auch inhaltlich und formal ein wenig an die Serien der 80er erinnert. In bestem Sinne altmodisch und doch modern inszeniert. Gerade Patton Oswalt als Erzähler fängt die richtige Stimmung perfekt ein.

Fazit

Es schmerzt mich sehr, die Goldbergs zu verlassen. Das Stück Feel-Good-TV, das am Ende eines harten Tages wartet. Wo die Welt noch in Ordnung ist. Dabei gibt es schon zwei weitere Staffeln. Eine DVD-Veröffentlichung ist jedoch noch nicht in Sicht. Das macht mich traurig. Jedoch hatte ich bereits viel Spaß mit dieser famosen Serie und möchte sie euch trotz Trennungsschmerz unbedingt ans Herz legen: 9/10 (9.3) Punkte.

Media Monday #406

Schon wieder ist ein Wochenende vorbei. Dieses Mal waren die Nachwehen der Arbeitswoche noch lange spürbar und auch die kommenden Arbeitstage spuken schon wieder viel zu dominant in meinem Kopf herum. Zurzeit habe ich das Gefühl, ich würde beiden Aspekten in meinem Leben (Familie und Job) nicht gerecht werden. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich momentan nicht Laufen kann. Sehr frustrierend. Doch nun gilt es erst einmal die Fragen des Medienjournals zu beantworten und sich damit dem dritten Aspekt, meinem Hobby, zu widmen. Wie gut bringt ihr alles unter einen Hut?

Media Monday #406

  1. Die erste Aprilwoche ist rum und auch wenn es zu früh ist für ein Fazit, kann ich doch für mich schon festhalten, dass sich der bisherige Monat teils anfühlt wie ein schlechter Aprilscherz.
  2. „The Leftovers“ kennen ja meiner Meinung nach viel zu wenige, denn über diese famose Serie habe ich, zumindest in meiner Blogger-Blase, bisher eher wenig gelesen (meine Besprechung folgt nächste Woche).
  3. Ich kann gar nicht verstehen, wieso sich der talentierte Regisseur J.A. Bayona für etwas wie „Jurassic World: Das gefallene Königreich“ hergibt, immerhin waren seine vorherigen Filme (u.a. „Sieben Minuten nach Mitternacht“) deutlich gehaltvoller.
  4. Das Tempo der Veröffentlichungen und die schiere Masse an neuen Serien erfordert eine genaue Selektion, wofür man seine wertvolle Zeit einsetzt.
  5. Der Einsatz von Superkräften scheint im Genre Action momentan wahnsinnig im Trend zu sein, schließlich zieht das nach wie vor ordentlich Besucher ins Kino (Cha-Ching!).
  6. Der April ist voller Highlights, was Filme, Serien, etc. betrifft. Mein persönliches Highlight war bisher die zweite Sichtung des wundervollen „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ mit der gesamten Familie.
  7. Zuletzt habe ich den sehr ungewöhnlichen Film „The Congress“ gesehen und das war einerseits spannend und innovativ, andererseits überladen und artsy-fartsy, weil Regisseur Ari Folman einfach zu viel in seinen Film gepackt hat.

Letzte Woche hat mich der Zwergofant beim Sport unterstützt (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Vaiana: Das Paradies hat einen Haken – OT: Moana (2016) (WS1)

Ein seltsamer Tag mit ein wenig Sport und ein wenig unmotiviertem Nichtstun liegt hinter mir. Nachdem das Zappelinchen die letzte Woche im Schullandheim verbracht hat, wollten wir mit den Kindern heute einen Filmabend veranstalten. Nach vielen Diskussionen ist die Wahl letztendlich auf „Vaiana: Das Paradies hat einen Haken“ gefallen, den ich mit dem Zappelinchen vor gut zwei Jahren bereits im Kino gesehen habe. Der Zwergofant war zu Beginn nicht so begeistert. Ob wir dennoch einen gelungenen Filmabend hatten, lest ihr in der folgenden Besprechung…

Vaiana: Das Paradies hat einen Haken (2016) | © Walt Disney

Vaiana: Das Paradies hat einen Haken (2016) | © Walt Disney

Der gelungenste Disney-Film der letzten Jahre

Auch ich hätte mich heute nicht unbedingt für „Vaiana“ entschieden, stehen doch noch zu viele ungesehene Kinderfilme im Regal. Doch schon nach ein paar Minuten war ich erneut verzaubert von der herrlichen Inselwelt und dieser mutigen jungen Dame namens Vaiana. Schon alleine der erste Teil des Films, der noch auf Motunui spielt, ist wunderbar erzählt und bringt einem sowohl die Charaktere als auch ihre Motivation spielerisch nahe. Mit Vaianas Aufbruch und ihrem Zusammentreffen mit dem Halbgott Maui bekommt die Handlung plötzlich ein enormes Tempo, ohne dass der Film jedoch seine Figuren aus den Augen verliert. Da stört es auch nicht, dass die Struktur des Films mit ihren unterschiedlichen Aufgaben und den damit verbundenen Schauplätzen doch ein wenig episodisch wirkt.

Disney ist sich ganz offenbar bewusst, dass sie mit Vaiana ein neues Rollenbild etabliert haben und sprechen sowohl die Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zu den klassischen Prinzessinnen an. Das mag alles ein wenig kalkuliert wirken und auch nicht wirklich neu (siehe „Merida: Legende der Highlands“), doch so erfrischend und erfreulich wie in „Vaiana“ wurde mit dem Klischee selten gebrochen. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase war übrigens auch der Zwergofant sehr angetan von der idyllischen und geheimnisvollen Inselwelt samt ihrer Bewohner – und allen voran der Abenteurerin Vaiana.

Fazit

Das Zappelinchen hat „Vaiana“ heute bereits zum dritten Mal gesehen und hat in jeder Szene mitgefiebert, mitgelacht oder mitgesungen. Ein größeres Lob kann man dem Film wohl nicht aussprechen. Auch ich bin erneut wirklich begeistert und kann mir nur vorstellen, dass der Film in seiner Originalfassung noch eine Spur gelungener ist. Die 10 Punkte sind in greifbarer Nähe: 9/10 Punkte.

Ride, Fatboy, Ride (009)

Wie geplant, habe ich heute das schöne Wetter genutzt und war eine längere Runde Radfahren. Dabei muss ich mich noch daran gewöhnen, dass ich mich zum Radeln dicker anziehen muss als zum Laufen. Der Fahrtwind kann ganz schön frisch werden. Übrigens bin ich heute erstmals mit Navigation gefahren, da ich mich teils in unbekanntes Terrain vorgewagt habe. Hat ganz gut funktioniert, war aber auch ein wenig ablenkend. Da muss ich den optimalen Weg noch finden.

Darf ich vorstellen? Mein Fahrrad...

Darf ich vorstellen? Mein Fahrrad…

Distance: 33.94 km
Duration: 01:36:06
Elevation: 386 m
Avg Pace: 2:50 min/km
Avg Speed: 21.20 km/h
Heart Rate: 160 bpm
Energy: 1187 kcal

Die Strecke war wieder einmal sehr hügelig, aber das ist hier bei uns in der Gegend überall so. Ich habe an einer Stelle auch ca. 1,5 km verloren, da ich vergessen hatte das Tracking nach einer kurzen Pause wieder zu aktivieren. Insgesamt dürfte ich also sogar ein wenig schneller gewesen sein. Mein Hintern schmerzt nach der längeren Runde nun doch ein wenig. Da es zuletzt ein paar Fragen zu meinem Rad gab, habe ich meinen treuen Drahtesel oben einmal festgehalten.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 153: Crosstraining

The Congress (2013)

Eigentlich hätte es mir ein Warnsignal sein sollen, dass ich kurz nach der Arbeit schon auf dem Sofa eingenickt bin. Die hinter mir liegende Woche war einfach anstrengend. Nach dem Abendessen hatte ich jedoch neue Energie und habe somit leichtfertig zur Blu-ray von „The Congress“ gegriffen. Mir war bekannt, dass der Film keine leichte Kost sein soll, doch mit diesem Ausmaß an Irrwitz hatte ich nicht gerechnet…

The Congress (2013) | © Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

The Congress (2013) | © Alive – Vertrieb und Marketing/DVD

Zu viel gewollt, zu wenig erreicht

Man muss Ari Folman für „The Congress“ durchaus Respekt zollen. Das ist nicht 08/15-Kino, wie man es kennt. Nach „Waltz with Bashir“ wagt sich der Regisseur erneut an einen (zumindest teils) animierten Film. Die Handlung und Inszenierung beginnt zunächst jedoch recht nüchtern: Schauspielerin Robin Wright (bekannt aus „Die Braut des Prinzen“ und „House of Cards“) bekommt ein unmoralisches Angebot vorgelegt, das sie nach gewissem Zögern annimmt. Dieses besagt, dass ihre Schauspielerinnen-Persona eingescannt wird und alle vorab definierten Rechte an das Filmstudio übergehen. Eine interessante Prämisse, die schon alleine Stoff genug für einen Film gegeben hätte. Allerdings wird noch Fokus auf den Sohn gelegt, dessen Krankheit ein Spiegelbild der Entwicklung des Kinos abgeben soll. Soweit, so verkopft.

Nach ca. 45 Minuten dreht „The Congress“ erst so richtig auf und wir bewegen uns nach einem Zeitsprung von 20 Jahren zusammen mit Robin Wright in eine sogenannte Animationszone. Durch die Einnahme einer Droge, verändert sich die Wahrnehmung aller Besucher in der Hinsicht, als dass sie ihre Umgebung und andere Personen als Animation wahrnehmen. Ein sehr spannender Aspekt, der audiovisuell eine Freude ist. Toll animiert und mit unzähligen visuellen Gags ausgestattet. Leider verliert sich die Geschichte hier vollkommen in (pseudo-)philosophischen Ideen, welche nur sehr konstruiert mit dem ersten Teil des Films zusammengebracht werden. Am Ende schlägt die Handlung dann noch zu einer eher drögen Dystopie um und lässt, so mein Eindruck, alle vorherigen Fäden fallen, um nur die Mutter-Sohn-Geschichte abzuschließen.

Famose Animation und dröge Real-Szenen

So toll die Animationsszenen anzusehen sind, so billig wirken leider die real gefilmten Szenen. Gerade im letzten Drittel des Films wirken Kostüme, Masken und Drehorte extrem amateurhaft. Soll uns durch die Kulissenhaftigkeit gezeigt werden, dass die Realität auch nicht wirklicher ist, als die Animationszone? Das wäre eine Erklärung, mich hat diese Anmutung jedoch eher aus dem Film gerissen. Neben den formalen Schwächen gegen Ende, hat mich „The Congress“ im Mittelteil jedoch auch inhaltlich verloren. Ari Folman hat hier zu viel gewollt und mindestens drei Geschichten ineinandergewoben, die für mich nicht organisch zusammenpassen wollen. Schade, denn der Einfallsreichtum und Stil ist durchaus bemerkenswert.

Fazit

Vielleicht liegt es an meiner Tagesform, vielleicht ist der Film auch einfach wirklich so überladen, wie ich ihn wahrgenommen habe. In vielen Aspekten ist „The Congress“ ein Kunstwerk mit spannenden Aussagen, in anderen jedoch nur ein überladen wirkender Artsy-Fartsy-Schinken. Sollte man sich als Filmfreund durchaus einmal anschauen. Formal und auch inhaltlich bemerkenswert, doch auf emotionaler Ebene konnte er mich leider nicht packen: 6/10 Punkte.

Ride, Fatboy, Ride (008)

Eigentlich wollte ich mich heute in den Keller zurückziehen und zusammen mit dem Zwergofant ein wenig an der Kraft arbeiten. Das Wetter war aber so gut, dass ich mich noch zu einer Feierabendrunde hinreißen ließ. Wenn schon nicht Laufen, dann wenigstens Radfahren:

Eine sonnige Feierabendrunde...

Eine sonnige Feierabendrunde…

Distance: 22.75 km
Duration: 00:59:05
Elevation: 190 m
Avg Pace: 2:35 min/km
Avg Speed: 23.11 km/h
Heart Rate: 160 bpm
Energy: 810 kcal

Ich habe heute eine neue Strecke ausprobiert, die viel Straße, aber auch viel Wald beinhaltet. Eine schöne Strecke, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal gefahren bin. Auch hatte ich heute zum ersten Mal Spaß dabei, was gut ist, denn so langsam werde ich mich mit dem Radfahren anfreunden müssen. Und ich muss lernen in anderen Distanzen zu denken, da ich in einer Stunde mit dem Rad doch deutlich weiter komme als zu Fuß. Da ist am Wochenende auch mal locker eine 2-Stunden-Runde drin. Wenn sich die Zeit findet. Mal sehen.

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 152: Aus der Rubrik Vermischtes

Media Monday #405

Es liegt das erste Wochenende des Jahres hinter uns, das ich nahezu komplett draußen verbracht habe. Trotz einem unschönen Start (siehe Frage 5) einfach herrlich! Das gute Wetter hat auch viel Arbeit mit sich gebracht, sprich der Rasen ist nun gemäht und vertikutiert – und sieht auch dementsprechend mitgenommen aus. Heute haben wir es uns gut gehen lassen (siehe Frage 6 und 7) und die letzten Vorbereitung für den ersten Schullandheimbesuch unseres Zappelinchens getroffen. Aufregend! Entsprechend spät sitze ich nun vor dem Computer und beantworte die Fragen des Medienjournals. War euer Wochenende auch so ereignisreich?

Media Monday #405

  1. Durch die Zeitumstellung fehlt mir plötzlich eine Stunde, die ich viel lieber mit schlafen verbracht hätte, schließlich kommt der Schlaf immer zu kurz (und dennoch bin ich froh um die gewonnene Stunde am Abend).
  2. Es scheint eine ungeschriebene Regel zu sein, dass Verfilmungen von Büchern immer schwächer sind als die Vorlage. Zumindest auf „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ trifft das zu. Da war die Vorlage einfach noch viel besser.
  3. Adam F. Goldberg würde ich ja gerne mal im wahren Leben begegnen, einfach weil er mir bestimmt noch unzählige witzige Geschichten der echten „The Goldbergs“ erzählen könnte.
  4. Was ich besonders daran schätze, Filme zu besprechen, ist das intensivere Erlebnis und die aktivere Beschäftigung mit dem Medium.
  5. Die Nachricht, dass mein Fuß operiert werden muss, kam für mich schon überraschend, denn ich habe die Hoffnung auf eine konservative Behandlung noch nicht aufgegeben.
  6. Jetzt, wo sich die Sonne auch mal wieder häufiger blicken lässt werden wir wieder öfter mit der Familie eine Radtour machen.
  7. Zuletzt habe ich auf der Terrasse gelesen (siehe Foto unten) und das war wundervoll, weil es zum ersten Mal in diesem Jahr warm genug dafür war.

Endlich wieder auf der Terrasse lesen (mehr davon auf meinem Instagram-Account):

Letztendlich sind wir dem Universum egal – OT: Every Day (2018)

Heute war war ein extrem voller Tag: Von einem Kindergeburtstag bis hin zum Rasenmähen, Vertikutieren und Co. waren wir von früh bis spät bei herrlichstem Wetter draußen. Da hat es sich schon fast komisch angefühlt, sich abends nicht auf die Terrasse zu setzen, doch bis es soweit ist, wird es noch dauern. Also ab aufs Sofa und mit „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ die Verfilmung eines wunderbaren Romans angeschaut. Ob die Adaption der Vorlage gerecht werden konnte?

Letztendlich sind wir dem Universum egal (2018) | © Splendid Film/WVG

Letztendlich sind wir dem Universum egal (2018) | © Splendid Film/WVG

Alles eine Frage der Perspektive

Ich hatte von der Verfilmung gelesen, kurz nachdem ich den Roman „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ beendet hatte. Schon damals war ich eher skeptisch, ob und wie diese Geschichte für das Kino adaptiert werden kann, aber ich habe mich auch auf den Film gefreut. Danach habe ich ihn jedoch aus den Augen verloren, bis er mir neulich in einer Verkaufsaktion aufgefallen ist. Aber auch nur aufgrund des Titels, denn das Cover sieht verdächtig nach 08/15-Teenie-Film aus. Dennoch war ich zu neugierig, als dass ich mich davon hätte abschrecken lassen. Nach der Sichtung kann ich nun sagen: Es ist eine typische Buchverfilmung. Der Kern der Geschichte ist definitiv da, doch die feinen Nuancen und Besonderheiten der Vorlage haben es nur bedingt in das neue Medium geschafft.

Am deutlichsten fällt wohl der Wechsel der Perspektive auf: Im Buch wird die gesamte Geschichte durch die Augen von A erzählt. Rhiannons Perspektive bleibt uns fremd. Der Autor David Levithan hat diese in einem zweiten Roman „Letztendlich geht es nur um dich“ verarbeitet, welcher vermutlich auch mit Grundlage für das Drehbuch des Films war. Die Geschichte wirkt dadurch deutlich konventioneller, wenngleich ich es bemerkenswert finde, wie konsistent A von den unterschiedlichen SchauspielerInnen dargestellt wurde. Im Gegensatz zum Buch steht die Liebesgeschichte noch viel deutlicher im Mittelpunkt und wir Zuschauer bekommen nur wenig Einblick in das vorherige Leben von A. Das fand ich schade, bedingt diese Änderung doch klar die Wahrnehmung von „Every Day“ als weitere Teenie-Romanze.

Fazit

Auch wenn wir in „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ nur einen Teil der Geschichte zu sehen bekommen und der Fokus zu sehr auf der Romanze liegt, so empfand ich den Film durchaus als gelungene Adaption. Zumindest hat er bei mir Erinnerungen an den Roman geweckt. Mit mehr Mut hätte etwas richtig Großes daraus werden können, doch auch so besitzt Michael Sucsys Film immer noch eine schöne Botschaft. Im Zweifel jedoch lieber das Buch lesen: 7/10 Punkte.

Ride, Fatboy, Ride (007)

Heute war ein ziemlich doofer Tag. Viele wichtige Themen im Job, dann mittags ins Krankenhaus zur Untersuchung meines Fußes geeilt. Dort insgesamt drei Stunden verbracht und eher unbefriedigende Nachrichten erhalten: Der Chirurg empfiehlt eine Operation. So richtig dringend scheint es aber auch nicht zu sein. Wirklich überzeugt bin ich nicht und muss mir die ganze Sache erst noch durch den Kopf gehen lassen. Deshalb aufs Rad und den Versuch unternehmen, den Kopf freizufahren.

Heute Radtour mit Aussicht...

Heute Radtour mit Aussicht…

Distance: 22.06 km
Duration: 00:59:37
Elevation: 221 m
Avg Pace: 2:41 min/km
Avg Speed: 22.21 km/h
Heart Rate: 168 bpm
Energy: 795 kcal

Im Gegensatz zur letzten Fahrt war ich schneller unterwegs und da diese Strecke keine extremen Steigungen hatte, sondern die Höhenmeter gleichmäßiger verteilt waren, sind die schmerzenden Beine dieses Mal ausgeblieben. Vielleicht sollte ich nun auch einmal längere Strecken angehen. Zumindest um es weiter zu versuchen…

Im Ohr: FatBoysRun – Episode 151: Ernährungsfragen mit Caroline Rauscher

Die 5 schlimmsten Fortsetzungen bei Filmen

Nachdem ich letzte Woche ausgesetzt hatte, bin ich bei der heutigen Ausgabe von Die 5 BESTEN am DONNERSTAG wieder mit am Start. Gina begibt sich wieder in filmische Gefilde, was mir thematisch natürlich entgegen kommt. Was sind eure schlimmsten Fortsetzungen bei Filmen? Meine Auswahl findet ihr hier:

Die 5 BESTEN am DONNERSTAG #126

Das Thema für Ausgabe #126 lautet:

Die 5 schlimmsten Fortsetzungen bei Filmen

  1. „Ice Age 4: Voll verschoben“ (2012) – Ein typisches Beispiel für generische Fortsetzungen eines großen Animationsfilm-Hits. Ich mochte selbst den dritten Teil noch recht gerne, doch dieses Sequel war an Durchschnittlichkeit kaum zu überbieten. Ging die Reihe danach eigentlich noch weiter?
  2. „Jurassic World: Fallen Kingdom“ (2018) – Eigentlich hätte an dieser Stelle auch „Terminator: Genisys“ stehen können. Beides Beispiele für viel zu uninspirierte und vor allem undurchdachte Fortsetzungen ehemals großartiger Franchises. Die Crux liegt bei beiden Filmen auch im Drehbuch und nicht an der durchaus kompetenten Inszenierung.
  3. „Mission: Impossible 2“ (2000) – Eine hochdekorierte Filmreihe, inszeniert von Action-Ikone John Woo. Was kann da noch schief gehen? Leider eine ganze Menge und somit reiht sich der zweite Teil der Erfolgsfilme leider unter die schlechtesten Fortsetzungen ein.
  4. „Silent Hill: Revelation“ (2012) – …oder „Saw IV“ oder „The Descent 2“ oder oder oder. All diese Filme fallen in die Kategorie der 08/15-Horror-Fortsetzungen, welche die Vorgänger entweder kopieren oder einfach nur an der Gewaltschraube drehen. Braucht kein Mensch, wird aber dennoch immer wieder produziert und geschaut. Auch von mir.
  5. „Zweiohrküken“ (2009) – Ja, ich höre euch schon schreien, dass doch auch schon der erste Teil ein Haufen Mist war. Aber ich mochte „Keinohrhasen“. Sogar (zu) sehr. Auch unter den Fortsetzungen deutscher Erfolgsfilme finden sich somit Ausfälle. Wen wundert es?