Wie schön es doch ist, wenn sich Serien in ihrem zweiten Jahr steigern können. Hatte ich letztes Jahr nur ganz gern in die Serie reingeschaut, mauserte sich „Castle – Season 2“ zu einem kleinen Highlight in meiner Serienwoche. Wer hätte gedacht, dass dies ein anscheinend simpler TV-Krimi einmal schaffen könnte?

Inhaltlich hat sich im Vergleich zur ersten Staffel kaum etwas geändert. Zwar gibt es nun ein paar episodenübergreifende Fälle, doch typischerweise hat man es immer noch mit einem Mord-der-Woche-Schema zu tun. Klingt altbacken? Das dachte ich anfangs auch, doch inzwischen sind die Fälle so herrlich verzwickt, dass es eine wahre Freude ist. Oft folgt eine absurde Wendung auf die nächste, was ausgezeichnet zum Stil der Serie passt und mich als Zuschauer freudig miträtsen lässt.
Neben den gelungeneren Kriminalfällen kann die zweite Staffel rund um den egozentrischen Krimiautor Richard Castle besonders durch die schmissigen Dialoge und das symapthische Schauspiel aller Beteiligten punkten. Es macht einfach unglaublich viel Spaß Nathan Fillion und Stana Katic bei ihren Plänkeleien zuzusehen. Doch auch der Supportcast ist nicht zu verachten. Eine absolut runde Sache. Ein besonderes Schmankerl gibt es in dieser Staffel übrigens für Fans von Fillions vorangehender Serie „Firefly“ – mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten…
Ich kann die zweite Staffel von „Castle“ allen Serienfreunden nur ans Herz legen, selbst solchen, die – wie ich – mit Krimishows ansonsten eher nur wenig anfangen können. Vermutlich sollte man die Serie auch nicht als Krimi, sondern mehr als Komödie sehen, dann dürfte man deutlich mehr Spaß mit ihr haben. Zurzeit wohl mein liebster leichter Seriensnack: 8/10 Punkte.








