In den letzten Tagen habe ich gemerkt, wie sehr ich es vermisst hatte zu lesen. Zwar lese ich in meinem Beruf täglich diverse Fachthemen und bin auch auf unzähligen Blogs unterwegs, doch Unterhaltungsliteratur in Buchform? Ich kann mich kaum daran erinnern das letzte Mal ein Buch wirklich verschlungen zu haben. Irgendwie traurig. Durch eine fiese Erkältung, hatte ich plötzlich ein paar Tage Zeit, um „Dark Secret“ von Douglas Preston und Lincoln Child zu – ja, ganz genau! – verschlingen. Endlich wieder lesen.
Besonders für Fans des Autorenduos dürfte der direkte Nachfolger von „Burn Case“ eine kleine Offenbarung darstellen. Nahezu alle wichtige Figuren dieses kleinen, aber feinen Thrilleruniversums geben ihr Stelldichein. Mit Vincent D’Agosta und Special Agent Pendergast sind wieder einmal die wohl beliebtesten Hauptfiguren an einem Fall beteiligt, der für unseren unkonventionell arbeitenden FBI-Agenten eine ganz besondere Gefahr birgt. So wartet die Geschichte mit dunklen Familiengeheimnissen, mysteriösen Todesfällen sowie vielen alten Bekannten (u.a. Bill Smithback, Nora Kelly, Margo Green, Eli Glinn) auf und liefert somit einen äußerst spannenden und mitreißend erzählten Fall für Agent Pendergast und Co.
Vielleicht liegt es daran, dass mein letztes Buch so ein grandioser Flop war, doch ich hatte enorm viel Spaß mit dem Mittelteil der Pendergast-Trilogie. Ich liebe das immer etwas übernatürlich angehauchte und verschroben wirkende Universum, das Douglas Preston und Lincoln Child in ihren Romanen aufgebaut haben. Ich mag die unzähligen Verbindungen zwischen den Büchern und ihre Art Geschichten zu erzählen. Keine große Literatur, aber gut geschrieben und stets äußerst unterhaltsam. Nun kann das große Finale kommen: 8/10 Punkte.







