Happy Birthday Blog: 3 Jahre

Als ich meinen ersten Eintrag auf diesem Blog veröffentlichte, hätte ich niemals gedacht nach drei Jahren immer noch fleißig neue Inhalte zu generieren. Doch es ist tatsächlich so. Von Blogmüdigkeit – zumindest im Moment – keine Spur. Auch hätte ich niemals erwartet, dass ich durch meinen aktiven Aufenthalt in der Blogosphäre so viele interessante Personen kennenlernen würde. Dadurch bleibt das Geschriebene lebendig und auch wenn sich 90% der Einträge um bewegte Bilder drehen, so ist mein Blog für mich heute viel mehr als nur ein Filmtagebuch. Es wurde zu einer Platform, um Erinnerungen festzuhalten und mich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Kommunikation und selektives Tagebuch. Mehr als nur ein Hobby.

Bevor ich mit meinem Resümee weitermache, präsentiere ich zunächst einmal die schnöden Zahlen. In der zweiten Hälfte des dritten Jahres zeigt die Tendenz übrigens wieder stark noch oben. Aufschwung sozusagen und das mitten in der Wirtschaftskrise:

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr
Aufrufe 15.218 57.411 55.891
Aufrufe/Tag 42 157 153
Aufrufe Beiträge Kommentare
Gesamtsumme 129.648 694 4.682

Was habe ich außer Bloggen sonst noch so im letzten Jahr getrieben? Ich habe 80 Filme und 38 Serien gesehen, drei Konzerte besucht, einen Lehrauftrag angetreten und mit einem bombastischen Fest Hochzeit gefeiert. Die anschließende Hochzeitsreise durch den wunderschönen Osten der USA, zählt zu meinen persönlichen Highlights der vergangenen 12 Monate. Weiterhin habe ich gelernt, dass Größe ein doch nicht zu vernachlässiger Faktor im Leben eines Mannes ist. Zum Nachdenken brachte mich ein Schwächeanfall, den mein Auto – wohl aus Sympathie – mit mir teilte. Nicht zu vergessen natürlich auch die virtuellen Aufräumarbeiten, welche für mehr Übersichtlichkeit sorgten.

Ein durchaus turbulentes Jahr, welches ich wieder nur zu gerne mit meinen Lesern geteilt habe. An dieser Stelle möchte ich meine Worte nun auch direkt an euch richten: Ohne eure beständigen Kommentare und die Inspiration, welche ihr durch eure eigenen Blogs verbreitet, würde sich all das hier nicht wirklich lohnen. Vielen Dank dafür!

Man liest sich auch im vierten Jahr. Kaum zu glauben…

Die große Welt der Filmmusik (2009)

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Gestern Abend drehte sich einmal wieder alles um DIE GROSSE WELT DER FILMMUSIK. Wie bereits im letzten Jahr war das Konzert der KLASSIK RADIO POPS ganz großes Kino, wenngleich ich die Titelwahl des 2008er Programms insgesamt etwas ansprechender fand. Hier die diesjährigen Titel:

    1. 2001: Odyssee im Weltraum (Richard Strauss)
    2. Silverado (Bruce Broughton)
    3. Tatsächlich Liebe (Craig Armstrong)
    4. E.T. (John Williams)
    5. Legenden der Leidenschaft (James Horner)
    6. Doktor Schiwago (Maurice Jarre)
    7. Der mit dem Wolf tanzt (John Barry)
    8. Chariots of Fire (Vangelis)
    9. El Cid (Miklós Rósza)

Konzertpause

    1. Miss Marple (John Goodwin)
    2. Batman (Danny Elfman)
    3. Ice Age 2 (John Powell)
    4. Mary Poppins (Richard Sherman)
    5. Chocolat (Rachel Portman)
    6. Hook (John Williams)
    7. Der Duft von Lavendel (Nigel Hess)
    8. Zusammen ist man weniger allein (Frédéric Botton)
    9. Fluch der Karibik 3 (Hans Zimmer)

Zugaben

  1. Die Brücke am Kwai (Malcolm Arnold)
  2. Austin Powers (Quincy Jones)

Favoriten zu benennen, fällt mir in diesem Jahr nicht so leicht. Toll waren John Williams „E.T.“ und „Hook“, weil ich damit aufgewachsen bin. Danny Elfmans „Batman“ fand ich auch sehr beeindruckend und bei „Chariots of Fire“ von Vangelis hatte ich eine Gänsehaut. Insgesamt eine stimmige Auswahl, die erneut mit Anekdoten des Konzertleiters Nic Raine angereichert wurde. Diese kurzen Einblicke in die musikalische Welt der Traumfabrik waren das Salz in der Suppe und wurden von Moderator Holger Wemhoff auf sympathische Weise in das Konzert eingeflochten.

Irgendwie habe ich das dumpfe Gefühl, dass ich auch nächstes Jahr wieder mit dabei bin wenn die KLASSIK RADIO POPS mit DIE GROSSE WELT DER FILMMUSIK auftreten. Ein Konzert wie gemacht für die Freunde von klassischen Scores. Absolut hörenswert.

Franz Ferdinand – Tonight: Franz Ferdinand Tour 2009 – Tonhalle München

Gestern Abend ging es einmal wieder nach München. Genauer gesagt in die Tonhalle, um den bezaubernden Klängen von FRANZ FERDINAND zu lauschen. Nach dem einschlagenden Erfolg ihres aktuellen Albums TONIGHT: FRANZ FERDINAND war die Vorfreude natürlich groß und glücklicherweise absolut angemessen.

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 KISSOGRAM sorgten für gute Stimmung

Als Vorband heizte KISSOGRAM die Stimmung schon einmal recht gelungen an. Der Sound passte ausgezeichnet zu dem der Hauptband und die Melodien luden schon bald zum mitwippen ein. Insgesamt war die Bühnenpräsenz der Berliner jedoch etwas zu verhalten und die Songtexte mit repetitiv zu beschreiben, wäre stark untertrieben. Dennoch insgesamt ein gelungener Auftakt!

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 DO YOU WANT TO und die Menge hüpft

Nach einer ca. halbstündigen Umbaupause betraten FRANZ FERDINAND gut gelaunt die Bühne und feuerten sogleich aus allen Rohren. Die geballte Energie übertrug sich auch direkt aufs Publikum, welches kaum einen Song Zeit benötigte, um ausgelassen mitzuhüpfen. Die Mischung aus Tracks vom neuen Album sowie Klassikern war recht ausgewogen und die Live-Qualität der Schotten machte jeden einzelnen Song zum Hit.

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 ULYSSES ist auch live überragend

Nach einer knappen Stunde verließen die Jungs das erste Mal die Bühne, wobei noch einige Klassiker ausstanden. Glücklicherweise waren sie sogleich zurück, um mit JACQUELINE einen meiner Lieblingssongs zu performen. Ein weiterer Höhepunkt war LUCID DREAMS, den die Band mit Unterstützung von KISSOGRAM zu einem unvergesslichen Live-Event machte. Wunderbar!

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 FRANZ FERDINAND spielen kurz aber intensiv

Nach ca. 80 Minuten war der Spuk dann auch schon vorbei. Die Zeit ist dabei wie im Flug vergangen und da wir aus dem Zenith-Garderoben-Desaster gelernt hatten, sind wir kurze Zeit später völlig durchnässt – das Wetter hatte sich auch in der Nacht nicht gebessert – wieder gen Heimat gefahren. Ein rundum gelungener Abend.

Sparkadia – Postcards

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SPARKADIA sind eine Band, über die ich schon lange etwas schreiben wollte. Seit ich sie im Frühjahr 2008 als Vorband von JIMMY EAT WORLD gesehen habe, gehen mir die Songs ihres Debütalbums POSTCARDS nicht mehr aus dem Kopf. Inzwischen haben sie sich ihren festen Platz in meiner Playlist erspielt.

Der Stil der vier Australier lässt sich am ehesten als poppiger Rock – oder eben rockiger Pop – beschreiben. Die Melodien sind einprägsam und klingen trotz ihrer Eingängigkeit noch nicht so durchproduziert, wie z.B. die jüngsten Alben von COLDPLAY oder SNOW PATROL. Zwar wird das Genre nicht neu erfunden, doch ist es erfrischend einmal neue Variationen zu hören.

Allen Freunden der melodischen Gitarrenmusik sei POSTCARDS hiermit ans Herz gelegt. Leider ist die Scheibe in den gängigen Plattenläden eher selten zu finden, doch ein Besuch beim Onlinehändler eurer Wahl lohnt sich auf jeden Fall!

Anspieltipps:
ANIMALS
TOO MUCH TO DO
JEALOUSY

Parker Lewis auf DVD: Uhrenvergleich!

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Dass ich das noch erleben darf! Eine der wohl prägendsten Serien meiner Jugend erscheint auf DVD: “Parker Lewis – Der Coole von der Schule” (OT: “Parker Lewis Can’t Lose”). Endlich wieder Uhrenvergleich. Endlich wieder Mrs. Mussos Türknallen. Endlich wieder Kubiacs Hungerattacken. Da kann man aufgrund der späten Veröffentlichung fast schon eine Träne verdrücken.

Allerdings muss ich bei dieser Serie tatsächlich auf die deutsche Veröffentlichung warten, denn die absolut sprachprägende Synchronisation möchte ich hier auf keinen Fall missen! Hoffentlich gibt es damit keine rechtlichen Probleme.

Jetzt fehlt zu meinem DVD-Glück eigentlich nur noch “Wunderbare Jahre” (OT: “The Wonder Years”), doch das ist auch so eine unendliche Geschichte…

Das habt ihr gut gemacht!

Normalerweise schiele ich ja nicht allzu sehr auf meine Statistik, doch nachdem meine Besucherzahlen ab Sommer letzten Jahres doch ziemlich eingebrochen sind, habe ich mit Freude den positiven Trend der letzten Wochen verfolgt. Und nun ist es soweit. Zum ersten Mal bin ich über 7.000 views pro Monat geklettert. Danke dafür!

januar2009

In den letzten Tagen sind die Besucherzahlen auch schon wieder kräftig zurückgegangen, doch immerhin war mir dieser Erfolg vergönnt, der mein kleines Bloggerherz – ich gebe es ja zu! – doch kurzzeitig höher schlagen ließ.

Vermutlich sollte ich den Erfolg aber nicht an anonymen Zufallstreffern – die über Google oder sonstige Suchmaschinen zu mir stoßen – festmachen, sondern an der beständigen Stammleserschaft, deren eigene Blogs ich auch mit großem Vergnügen verfolge und deren Kommentare dieses Blog erst mit Leben füllen. Insofern besonderen Dank an meine Blogroll und sonstige Stammleser. Lasst euch gesagt sein: Wir lesen uns!

Franz Ferdinand – Tonight: Franz Ferdinand

FRANZ FERDINAND ist eine dieser Bands, die ich zwar schon immer sehr gerne gehört habe, wobei der Funke aber nie so richtig überspringen wollte. Umso gespannter war ich nun, ob sich das mit TONIGHT: FRANZ FERDINAND ändern würde.

Im Vergleich zu den Vorgängeralben FRANZ FERDINAND und YOU COULD HAVE IT SO MUCH BETTER sind die Jungs aus Glasgow auf der aktuellen Scheibe deutlich experimentierfreudiger. Der Trend geht eindeutig in Richtung Elektronik und damit steht die Band – man denke nur an DAY & AGE von THE KILLERS – wahrlich nicht alleine da. Doch ich muss sagen, dass mir die verstärkten New Wave/Disco-Einflüsse auf TONIGHT: FRANZ FERDINAND wirklich ausgezeichnet gefallen. Das Album wirkt frisch und dynamisch – und geht dabei verdammt gut ins Ohr!

Besonders gut gefallen bir bis jetzt die Single ULYSSES, das herrlich groovige NO YOU GIRLS und das an die Vorgängeralben erinnernde WHAT SHE CAME FOR. Gewöhnungsbedürftig ist noch etwas die zweite Hälfte des Achtminüters LUCID DREAMS, bei der die elektronische Komponente komplett überhand gewinnt. Aber selbst dieser Ausflug in Richtung Acid House hat etwas und gefällt mir in dieser Kombination erstaunlich gut. DREAM AGAIN erinnert mich dann eher etwas an THE SHINS und mit KATHRINE KISS ME gibt es letztendlich einen relativ unspektakulären, aber schönen Ausklang.

Ich bin fast geneigt TONIGHT: FRANZ FERDINAND als bisher bestes Album der Band zu betrachten. Aber nur fast. Auf jeden Fall freue ich mich nun umso mehr auf das Konzert und werde auch die Vorgängeralben öfter einmal wieder einlegen.