Nach dem aufregenden Fernsehauftritt der Kinder gestern Abend war die Nacht eher kurz. Da ich morgens nicht mehr schlafen konnte, bin ich gleich früh raus und war eine Runde laufen. Bei frostigen 0 °C. 🥶
Frostiger Morgenlauf nach kurzer Nacht
Distanz: 8.64 km Zeit: 00:52:38 Anstieg: 77 m Ø Pace: 6:05 min/km Ø Geschwindigkeit: 9.9 km/h Ø Herzfrequenz: 142 bpm Ø Schrittfrequenz: 155 spm Temperatur: 0.0 °C Kalorien: 691 kcal
Training: Basis Ausführungswert: 92%
2024: 2418 km Dezember: 87 km KW 50: 34 km
Normalerweise wäre ich heute wieder meine 10-km-Runde gelaufen, doch wollte ich rechtzeitig zum späten Frühstück zurück sein. Schließlich hatten der Zwergofant und ich danach noch etwas Wichtiges vor: Wir haben unseren Weihnachtsbaum gekauft. Da der Tag schon wieder viel zu voll ist, steht er noch im Carport und wir werden ihn dieses Jahr erst am vierten Adventswochenende aufstellen. Irgendwie schade, aber gemeinsames Schmücken würde sonst nicht funktionieren. Und der Lauf? Der war trotz eisiger Kälte ganz okay. 🏃♂️
Die vorletzte Arbeitswoche geht zu Ende. So langsam gehe ich auf dem Zahnfleisch. Heute bin ich einmal wieder im Home Office geblieben und konnte deshalb mittags auch eine Runde raus. Bei 0 °C. Brrrr. 🥶
Eiskalter Mittagslauf am Freitag
Distanz: 8.60 km Zeit: 00:49:03 Anstieg: 73 m Ø Pace: 5:42 min/km Ø Geschwindigkeit: 10.5 km/h Ø Herzfrequenz: 146 bpm Ø Schrittfrequenz: 155 spm Temperatur: 0.0 °C Kalorien: 675 kcal
2024: 2409 km Dezember: 78 km KW 50: 25 km
Ich kam wieder erstaunlich flott voran, was mich etwas wundert. Vielleicht treibt mich die Kälte an? Das kommende Wochenende ist wieder vollgestopft und doch hoffe ich zwei Läufe unterzubringen, bevor die letzte Arbeitswoche des Jahres startet. 🏃♂️
Wir ziehen von meinen liebsten Darstellerinnen und ihre besten Rollen weiter: Heute stehen bei Die 5 BESTEN am DONNERSTAG die fünf besten Filme aus den 1930er Jahren auf dem Aufgabenblatt. Bisher wohl eines der schwierigsten Themen für mich, da ich so weit in der Filmgeschichte nur äußerst selten zurückgehe und in den letzten Jahren schon gar nicht mehr. Deshalb musste ich die Aufgabe ein wenig umdeuten und habe auch Filme reingenommen, die ich gerne noch sehen möchte. 🎬
„Der Zauberer von Oz“ (1939) – Der einzige Film auf dieser Liste, den ich auch 100% sicher gesehen habe. Ich fand ihn großartig! Die Songs des Musicals sind unfassbar eingängig, die Geschichte ist packend und die Ausstattung unfassbar. Definitiv ein Tipp für alle Filmfans.
„Im Westen nichts Neues“ (1930) – Ich habe weder die Neuverfilmung noch die ursprüngliche Adaption aus dem Jahr 1930 gesehen. Dennoch reizt mich auch diese sehr. Ein Vergleich wäre vermutlich spannend.
„King Kong und die weiße Frau“ (1933) – Hier kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob ich nur Ausschnitte kenne oder doch den gesamten Film. Was ich gesehen habe ist unfassbar beeindruckend. Kein Wunder, dass Peter Jackson dem Film mit seinem „King Kong“ ein Denkmal gesetzt hat.
„M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931) – Die Mörderhatz von Fritz Lang habe ich bisher auch noch nicht gesehen. Im Studium war der Film einmal Thema, doch an mehr als Ausschnitte kann ich mich nicht erinnern. Auch er ist ganz oben auf der Liste der Filme aus den 1930ern, die ich nachholen will.
„Moderne Zeiten“ (1936) – Auch den Charlie-Chaplin-Klassiker kenne ich vermutlich nur in Ausschnitten. Dennoch gehört er zu den Filmen der 1930er Jahre, die ich noch einmal komplett sehen möchte. Irgendwann, wenn mich die Muße küsst, einmal wieder in längst vergangene Zeiten zurückzukehren.
Anmerkung: Die Liste ist rein alphabetisch, nicht nach Wertung, sortiert und die Besprechungen der Filme, Serien und/oder Bücher sind jeweils über den Titel verlinkt.
Der zweite Home-Office-Tag diese Woche, Zeit für einen Mittagslauf. Es war eiskalt und richtig ungemütlich. Hatte keine große Lust und vielleicht war der Lauf deshalb ganz gut. Ich kam recht flott voran und bin nicht im Matsch ausgerutscht. Damit habe ich nun die 2.400 km im Jahr 2024 geknackt. 🥶
Die 2.400 km im Jahr 2024 sind geknackt
Distanz: 8.59 km Zeit: 00:49:38 Anstieg: 69 m Ø Pace: 5:47 min/km Ø Geschwindigkeit: 10.4 km/h Ø Herzfrequenz: 127 bpm Ø Schrittfrequenz: 155 spm Temperatur: 1.1 °C Kalorien: 613 kcal
2024: 2401 km Dezember: 69 km KW 50: 17 km
Um das letzte Jahr zu übertrumpfen, fehlen mir nun noch 103 km, was eigentlich machbar sein sollte. Vorausgesetzt mich erwischt keine Erkältung mehr. Gestern Abend habe ich mich nicht sonderlich fit gefühlt und einen leichten Schnupfen habe ich auch. Aber wer hat das momentan nicht? 🏃♂️
Da sich das Wetter nicht bessern wollte, sind wir auch am vorletzten Urlaubstag nicht an den Strand, sondern haben uns erneut auf den Weg nach Den Helder gemacht, um dort die Fähre nach Texel zu nehmen. Dort wollten wir das Naturkundemuseum, Aquarium und die Robbenaufzuchtstation Ecomare besuchen sowie die Strände Texels erkunden. Was wir genau erlebt haben, erfahrt ihr in folgendem Artikel… 🦭
Dieses Robbenbaby war das Highlight des Trips
Spannend war schon einmal die Anfahrt, denn zwischen Den Helder und Texel braucht es natürlich eine Fähre. Gekauft hatte ich das Ticket bereits am Vorabend digital, sprich wir konnten einfach auf die Fähre fahren. Das Kennzeichen wurde automatisch gescannt und das war es dann auch schon. Ich war wirklich erstaunt und beeindruckt, wie gut die Parksituation auf der Fähre organisiert war und wie schnell alles ging.
Nach einem gefühlt viel zu kurzen Wochenende, war der Start in den Montag ziemlich hart. Für irgendwie alle von uns. Nach meinen Morgenterminen habe ich mich deshalb auch direkt zu einem Lauf aufgemacht, um für die Nachmittagsthemen wacher zu sein. Hat erstaunlicherweise ganz gut geklappt. War nur eiskalt. 🥶
Ziemlich eisiger Montagslauf
Distanz: 8.59 km Zeit: 00:50:48 Anstieg: 83 m Ø Pace: 5:55 min/km Ø Geschwindigkeit: 10.1 km/h Ø Herzfrequenz: 148 bpm Ø Schrittfrequenz: 156 spm Temperatur: 3.9 °C Kalorien: 699 kcal
2024: 2392 km Dezember: 61 km KW 50: 8 km
Auf den ersten Kilometern dachte ich noch, das wird wieder ein Pace deutlich über 6:00 min/km, doch am Ende wurde ich immer schneller. Morgen komme ich nicht zum Laufen und die restliche Woche muss ich noch sehen. Ist wieder recht voll alles. 🏃♂️
Was für eine Woche das schon wieder war: Zahnarztbesuch mit rausgebohrter Füllung und Haarriss im Zahn, in der Arbeit war ein internationales Team vor Ort, was etliche Workshops mit sich gebracht hat. Von ersten Mitarbeitergesprächen gar nicht zu reden. Freitagabend stand dann noch die Firmenweihnachtsfeier an. Auch privat gab es etliche Vorweihnachtstermine, die sich bis ins Wochenende erstreckt haben: Zwei Chorauftritte (der erste der Kinder und der erste der Frau) sowie ein spontaner Adventskaffee. So richtig viel Zeit ist für nichts und das wird die kommenden zwei Wochen noch in exakt diesem Tempo weitergehen. Dann beginnt endlich der Weihnachtsurlaub und das wird höchste Zeit. Der Energielevel ist jetzt schon im einstelligen Bereich. Nun jedoch erst einmal zu den Fragen des Medienjournals und euch damit eine schöne zweite Adventswoche! 🕯️🕯️
Bei dem Output an Neuerscheinungen habe ich mich inzwischen damit abgefunden, dass ich diese frühestens in einigen Jahren sehen werde.
Virtual und Mixed Reality macht richtiggehend Spaß, denn es ist ein ganz neues Erlebnis und mit klassischen Videospielen kaum vergleichbar. In diesem Artikel habe ich über meine Erfahrungen mit der Meta Quest 3 in Bezug auf meine persönliche Videospielhistorie geschrieben.
Die Vorstellung ist reizvoll, dass man sich komplett immersiv in virtuelle Welten begeben kann und das funktioniert schon erstaunlich gut.
Die Weihnachtsstimmung kommt leider nie so richtig in die Gänge weil der Stresslevel einfach zu hoch ist.
Ich wünschte, es gäbe mehr innovative Projekte wie den Media Monday oder Die 5 BESTEN am DONNERSTAG, welche uns Filmfreund:innen zusammenbringen (wobei ich für noch mehr regelmäßigen Blog-Projekte gar keine Zeit hätte).
Glühwein trinken ist auch so ein Vorweihnachts- oder Adventsding, das ich nun wieder regelmäßiger mache.
Zuletzt habe ich mit dem Rest der Familie „Jurassic World“ gesehen und das war ein großes Vergnügen, weil ich den Film inzwischen sehr gerne mag und diese Woche nicht mit einem Filmabend gerechnet hatte.
Nachdem wir heute morgen mit einem weiteren Chorauftritt, dieses Mal der Chor der Frau, in den Tag gestartet sind, habe ich mich erst am Nachmittag zu einer Runde aufgemacht. Ich war nicht sonderlich motiviert und bin deshalb nur eine kurze Runde gelaufen. Schließlich ist das Wochenende schon fast vorbei und viel ist wieder einmal liegengeblieben.
Immerhin 44 km sind es diese Woche geworden
Distanz: 8.70 km Zeit: 00:54:24 Anstieg: 68 m Ø Pace: 6:15 min/km Ø Geschwindigkeit: 9.6 km/h Ø Herzfrequenz: 144 bpm Ø Schrittfrequenz: 155 spm Temperatur: 6.1 °C Kalorien: 707 kcal
Training: Basis Ausführungswert: 89%
2024: 2384 km Dezember: 52 km KW 49: 44 km
Der Lauf war okay. Ich bin nur langsam vorangekommen und habe mich auch schon fitter gefühlt. Somit stehen diese Woche immerhin 44 km auf der Uhr. Wenn ich das halten kann, dürfte ich meine Letztjahreskilometer knapp knacken. 🏃♂️
Kaum zu glauben, dass dieser Film inzwischen auch schon neun Jahre alt ist. Mein Zeitgefühl ist ziemlich kaputt. Eigentlich hatte ich nicht gehofft, dass diese Woche ein Filmabend drin ist. Da es jedoch komplett geregnet hat, sind wir nach dem ersten Weihnachtskonzert der Kinder nicht mehr auf den Weihnachtsmarkt, sondern haben es uns mit „Jurassic World“ auf dem Sofa bequem gemacht. Warum der Film bei den Kindern extrem gut ankam und wie er mir bei meiner inzwischen dritten Sichtung gefallen hat, lest ihr in der folgenden Besprechung… 🦖
Bei meinem damaligen Kinobesuch war ich nicht sonderlich begeistert von „Jurassic World“. Mit der zweiten Sichtung vor sieben Jahren hat das Legacy-Sequel schon deutlich dazugewonnen. Ich wusste, worauf ich mich einzulassen hatte, und konnte die teils absurde Action einfach nur genießen. Heute hat das für mich noch besser funktioniert. Ich fand Bryce Dallas Howard und Chris Pratt im Zusammenspiel erneut wunderbar. Auch die Nebendarsteller (u.a. Jake M. Johnson, bekannt aus „New Girl“) haben zum Charme des Films beigetragen. Natürlich gibt es immer noch Elemente, die ich mir von einem „Jurassic Park“-Sequel nicht gewünscht hätte, wie z.B. die trainierten Raptoren. Allerdings konnte auch nicht zum x-ten Mal eine weitere Rettungsaktion o.ä. auf Isla Nublar oder Isla Sorna gezeigt werden. Insofern rechne ich Colin Trevorrow fast schon hoch an, dass er die Geschichte weiterentwickelt hat.
Der Einstieg in „Jurassic World“ mit dem funktionierenden Park ist zudem sehr gelungen. Das hätte ich damals schon gerne gesehen. Wer schon einmal in einem Freizeitpark war, kann sich vorstellen, dass auch ein Dino-Park ziemlich exakt so aussehen würde, wie es der Film es zeigt. Die tierische Eskalation samt menschlichem Bösewicht (gespielt von Vincent D’Onofrio) ist dann zu übertrieben und auch ein wenig albern. Hat mich bei der heutigen Sichtung aber nicht sonderlich gestört, denn der Unterhaltungsfaktor ist extrem hoch und schließlich weiß ich inzwischen, dass sich die Handlung im nächsten Teil noch deutlich weiter von der ursprünglichen Reihe entfernen wird. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich den zweiten Teil nun auch mit milderen Augen sehe. Das werde ich jedoch erst in ein paar Wochen wissen.
Fazit
War ich heute schon sehr angetan von „Jurassic World“, waren die Kinder regelrecht begeistert. Mit der Animationsserie „Jurassic World: Neue Abenteuer“ kannten sie die Insel bereits und nun war es endlich soweit und sie konnten sie in echt erkunden. Für mich eines der wenigen Legacy-Sequels, die tatsächlich exzellent funktionieren. Auch wenn ich mich erst an den Film und die Entwicklung des Franchises gewöhnen musste. Wunderbare Dino-Unterhaltung: 8/10 Punkte. (Zappelinchen: 9/10 Punkte; Zwergofant: 9/10 Punkte.)
Wie fange ich mit diesem Artikel nur an? Ich habe bereits 2015 über meine ersten Berührungspunkte mit Virtual Reality (VR) geschrieben. Deshalb kann ich auch sehr exakt die Entwicklung dieser Technologie aus Nutzerperspektive bis heute einordnen bzw. den Sprung, den sie gemacht hat. Meine Faszination für VR hat nie abgenommen. Dennoch waren meine Berührungspunkte damit in den letzten Jahren eher begrenzt. Zuletzt habe ich Ende 2023 in der Bavaria Filmstadt mit der ganzen Familie ein VR-Spiel gespielt. Unfassbar begeistert war ich nicht. Die Entwicklung auf dem Heimmarkt hatte ich jedoch stets im Blick. Nachdem Meta Oculus gekauft hatte, kam auch viel Bewegung in den Markt. Mit der Meta Quest 3 schien die Entwicklung nun so weit fortgeschritten, dass ich mich wieder mehr damit beschäftigen wollte. Mir war der Preis von 700 Euro für das große Modell jedoch zu hoch für nur eine Spielkonsole. Mit der Preisreduzierung auf 550 Euro hatte ich schon eher mit dem Gedanken gespielt, dann wurde auch noch die günstigere Meta Quest 3S eingeführt, welche jedoch ausstattungstechnisch schwächer aufgestellt war. Durch eine Rabattaktion rutschte die Meta Quest 3 512 GB kurzzeitig auf 460 Euro und ich habe spontan den Bestellknopf gedrückt. Zu diesem Zeitpunkt sollte ich noch nicht ahnen, wie sehr sich meine Abendgestaltung seitdem ändern sollte…
Die Meta Quest 3 samt Touch-Plus-Controller
Meine kurze Geschichte der Videospiele
Um zu verstehen, was die Meta Quest 3 in mir auslöst, muss ich ein wenig weiter ausholen: Schon seit ich denken kann, habe ich eine Faszination für Videospiele (und damit schließe ich PC-Spiele mit ein). Meine ersten Berührungspunkte waren vermutlich LCD-Spiele, welche nur sehr rudimentäre Bewegungsmuster zuließen. Mit 6 Jahren erlebte ich, wie bei Bekannten ein Nintendo Entertainment System (NES) Einzug hielt. Sehr viel gespielt habe ich damit nicht, doch die Faszination war geboren. Wie bei vielen Kindern der 1980er Jahre war für mich der Nintendo Game Boy das Erweckungserlebnis. Rein geschenketechnisch ist das Weihnachtsfest 1990 bis heute unübertroffen. Es folgte der C64 II von Commodore, mit dem ich nur offiziell Hausaufgaben machte, dann das Super Nintendo Entertainment System (SNES), welches mir komplett neue Welten eröffnete, und schließlich ein PC (Pentium 75), den ich größtenteils zum Spielen nutze. Diese Zeit von 1990 bis 1996 war meine intensivste Videospielzeit. In meinem Artikel „Eine Reise in die Vergangenheit“ habe ich etwas ausführlicher darüber geschrieben. Diese Faszination und Immersion sollte sich danach nie wieder einstellen, dabei habe ich es durchaus versucht.
Die verbleibenden PC- und Videospiele meiner Jugend in der Vitrine
Nach einer längeren Pause (andere Lebensbereiche sind in den Fokus gerutscht), wurde mir gegen 2005 ein Nintendo GameCube geschenkt. Ich steckte mitten im Studium und hatte durchaus Zeit zum Spielen. Auch habe ich mit dem Gerät eine gute Zeit verlebt, doch die Magie des Videospielens sollte sich nicht mehr einstellen. Eine Hochzeit und zwei Kinder später habe ich mir Weihnachten 2018 eine Xbox One S gegönnt. Für knapp zwei Wochen war ich fasziniert von der Technik und den Möglichkeiten, die „GTA V“ oder „Forza Horizon 4“ boten, und habe versucht mich in Spiele wie das neue „Tomb Raider“ oder „Mittelerde: Mordors Schatten“ zu versenken. Doch mehr als 1-2 Stunden habe ich damit nie verbracht. Inzwischen habe ich den Großteil der Spiele wieder verkauft und die Konsole fristet ein trauriges Dasein. 2020 hielt dann die Nintendo Switch bei uns Einzug, welche mir tatsächlich ein paar wundervolle Spielerlebnisse schaffte. Allerdings nie alleine, sondern immer zusammen mit dem Zwergofanten. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle das wundervolle „It Takes Two“, das vermutlich der beste Couch-Coop-Titel ist, den ich je gespielt habe. Darüber hinaus nutzt der Zwergofant die Switch inzwischen hauptsächlich zum „Fortnite“-Zocken mit seinen Freunden.
Die Meta Quest 3 hat die Magie neu entfacht
Wir springen wieder in die Gegenwart: Die Meta Quest 3 ist frisch angekommen (Ende Oktober, sprich gerade einmal vor einem guten Monat) und ich setze sie erstmals auf. Durch unzählige YouTube-Videos (empfehlenswert ist z.B. der Kanal „Die Zockstube VR“) war ich darauf vorbereitet, was mich erwarten würde, und doch wurde ich komplett umgehauen. Alleine die unfassbare Technik, dass Fenster fest fixiert mitten im Raum schweben. Echtzeit-Tracking ohne Latenz oder Ruckler. Alleine das grenzt für mich schon an Magie. Kein Wunder, habe ich doch vor knapp 20 Jahren meine Diplomarbeit über Matchmoving (bzw. Kamera-Tracking) geschrieben und weiß, wie komplex korrektes Tracking ohne Verrutschen ist. Nach dem ersten Aha-Effekt habe ich das vorinstallierte Mixed-Reality-Spiel (MR) „First Encounters“ getestet. Es ist einfach unfassbar: Mitten in deinem Wohnzimmer landet ein Raumschiff, dir wird eine futuristische Waffe in die Hand gedrückt und plötzlich fangen die Wände deines Wohnzimmers an auseinanderzufallen. Kleine, außerirdische Wesen brechen durch die Wände und du musst diese abschießen. Dabei bewegst du dich im kompletten Raum. Virtuelle und reale Elemente verschmelzen zu einem einzigen Erlebnis. All das ohne High-End-PC im Hintergrund, sondern völlig autark in der VR-Brille ohne Kabel oder sonstiges Zubehör gerendert. Unfassbar. Ich habe euch hier ein Video (Quelle: WudiPlays YouTube-Kanal) eingebunden, welches das Prinzip sichtbar macht, das Erlebnis jedoch nicht auch nur annähernd zu vermitteln weiß:
Über die folgenden Tage und Wochen habe ich immer wieder ein paar Demos und Spiele heruntergeladen und getestet. Es gibt unzählige Apps für die Meta Quest 3, teils kostenlos, teils zum Vollpreis. Momentan gibt es das Spiel „Batman: Arkham Shadow“ als Beigabe zur VR-Brille dazu; normalerweise kostet es knapp 50 Euro. Das ist jedoch die Ausnahme. Im Schnitt habe ich zwischen 5 und 15 Euro für eine App gezahlt, was mehr als nur fair ist. Von kompletten VR-Spielen, welche die Umgebung komplett ausblenden, bis hin zu weiteren Mixed-Reality-Erlebnissen ist alles dabei. Seit ich die Meta Quest 3 habe, schmeiße ich diese jeden Tag zumindest einmal an – und sei es nur, um im Feierabend noch eine Runde Tischtennis im Wohnzimmer zu spielen (die Ballphysik ist unfassbar real). Das Eintauchen in die virtuellen Welten begeistert mit ungebrochen und ich habe schon so viele innovative Spielprinzipien gesehen, dass ich die alte Magie wieder spüre. Wer hätte das gedacht?
Die innovativen Touch-Plus-Controller der Meta Quest 3
Ist VR oder MR ein isolierendes Erlebnis?
Ich habe weiter oben schon geschrieben, dass mich zuletzt nur gemeinsame Spielerlebnisse begeistern konnten. Wenn man eine Brille auf dem Kopf hat, und nur alleine die Spielwelt wahrnimmt, dann ist das doch ein isolierendes Erlebnis. In Teilen stimmt das leider auch. Ideal wären bestimmt zwei Brillen, doch das ist alleine aufgrund der Kosten nicht realistisch. Man kann die Inhalte der Meta Quest allerdings sehr einfach auf ein anderes Gerät (z.B. Smartphone oder Tablet) spiegeln. So wechseln wir uns beim Spielen meistens ab und sehen, was die andere Person gerade erlebt. Es ist also auch eine geteilte Erfahrung möglich, was viel Spaß bringt. Im Gegensatz zu normalen Videospielen ist man auch stets in Bewegung. Es gibt Spiele, bei denen kommt man durchaus ins Schwitzen. Selbst solche, bei denen man eher ruhig die Umgebung erkundet, haben immer Bewegungselemente, sprich man steht bzw. geht und führt Aktionen durch Bewegungen der Hände und Arme aus. Das unterstützt die Immersion enorm und gibt mir auch ein besseres Gefühl, als nur auf dem Sofa zu sitzen.
Die Meta Quest 3 mit ihren Kameras und Sensoren von vorne
Wie geht es mit VR und MR nun weiter?
Ich bin nun mehr denn je davon überzeugt, dass VR bzw. MR eine der Technologien der Zukunft sein wird. Die Entwicklung der vergangenen 10 Jahre ist gigantisch und in weiteren 10 Jahren werden sich virtuelle Element völlig nahtlos in unsere Umwelt einfügen können. Schon heute ist die Meta Quest 3 ein unfassbares Stück Technik, das auch noch zu einem erschwinglichen Preis verkauft wird. Spätestens mit der Meta Quest 3S, welche ca. 300 Euro kostet, ist VR bzw. MR im Massenmarkt angekommen. Eine moderne Xbox oder PlayStation kostet mindestens genauso bis doppelt so viel. Ein komplett neues Erlebnis können diese allerdings nicht bieten. Die Meta Quest ermöglicht das. Ich bin davon so beeindruckt und begeistert, wie ich es seit meiner Kindheit nicht mehr war. Ich wiederhole mich: Neben AI (und vermutlich auch in Kombination damit) wird VR und MR eine der bahnbrechenden Technologien der Zukunft werden. Davon von ich überzeugt.
Der Blick in die Meta Quest 3 plus für meine Sehstärke angepasste Linsen
Am Anfang des Artikels habe ich mich noch gefragt, wie ich ihn starten bzw. gestalten soll. Kauftipps für Zubehör? Die Top 10 der Meta-Quest-Spiele? Letztendlich habe ich mich für einen sehr persönlichen Erfahrungsbericht entschieden. Ob ich noch mehr darüber schreiben werde? Das liegt auch an euch: Interessiert ihr euch für VR/MR? Habt ihr selbst schon Erfahrungen damit gemacht? Oder gar selbst eine Brille? Welche Aspekte reizen euch sonst noch? Schreibt es gerne in die Kommentare!