Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt – OT: Pirates of the Caribbean: At World’s End (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt“ am 9. September 2022 zum dritten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Heute Abend gab es mit „Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt“ bereits zum zweiten Mal das Finale der erfolgreichen Piratentrilogie. Nach der Sichtung bin ich – ebenso zum wiederholten Male – etwas ernüchtert, denn der Film konnte sich zum damaligen Kinobesuch leider nicht steigern. Etwas hat sich aber verändert: Die Hoffnung auf einen gelungenen vierten Teil ist deutlich gestiegen.

Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt (2007) | © Walt Disney

Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt (2007) | © Walt Disney

Hat der erste Teil der Trilogie noch eine relativ abgeschlossene Geschichte erzählt, wurde im zweiten das Tor zu einem fantastischen Paralleluniversum aufgestoßen: Piraten, Kraken und düstere Versprechen. All dies wurde vor sonnendurchfluteter Kulisse mit viel Humor erzählt. Was hatte der Mittelteil der Trilogie jedoch nicht zu bieten? Einen Showdown – und diesen gibt es nun endlich in „At World’s End“ zu bestaunen. Ein beinahe dreistündiger Showdown, so man denn den zähen Spannungsaufbau dazuzählen mag.

Wenn auch die unnötig kompliziert erzählte Geschichte nicht wirklich viel hergibt, so muss man doch neidlos zugeben, dass das was auf der Leindwand bzw. dem Bildschirm zu sehen ist, auf jeden Fall zu beeindrucken vermag. Die See wirbelt herum, Fischmonster und Piraten sind in einen nicht enden wollenden Kampf verwickelt und die Kamera fliegt über tosende Strudel und klirrende Säbel, als wäre sie selbst Teil der Elemente. Visuell unglaublich beeindruckend, doch leider ebenso ermüdend.

Vor dem Showdown gibt es einige nette Szenen mit Capatain Jack Sparrow, denen jedoch die Leichtigkeit der vorhergehenden Späße abgeht. Überhaupt ist der gesamte Film sehr düster gehalten, was ungewohnt ist und doch eine ganz besondere Stimmung heraufbeschwört. Zu der bisherigen Filmreihe passt diese Weltuntergangsstimmung in meinen Augen jedoch nur bedingt und somit war ich richtig froh, als sich im Epilog wieder auf die wahren Stärken zurückbesinnt wurde: Lockere Späße mit unserem Lieblingscaptain. Ergo die Hoffnung auf „Fluch der Karibik 4: Fremde Gezeiten“.

Der Abschluss von Gore Verbinskis bombastischer Filmtrilogie ist leider deutlich schwächer, als seine beiden Vorgänger. Oft lässt der Film den Eindruck entstehen, als wäre das Drehbuch mit der heißen Nadel gestrickt worden und die Effekte seien nur Mittel zum Zweck. Dennoch weiß der Film zu gefallen und für Freunde düsterer Unterhaltung, gibt es zumindest ein für solch einen Blockbuster ungewohnt bittersüßes Ende zu bestaunen. Sehenswert, aber oft leider zu gewollt: 7/10 Punkte.

Fringe – Season 3

Als vor drei Jahren die neue J.J. Abrams-Serie startete war ich nach dem überragenden Eindruck, den „Lost“ bei mir hinterlassen hatte, zunächst fast etwas enttäuscht. Relative abgeschlossene Einzelepisoden und kein Mitfiebern bei einem großen Spannungsbogen. Dann gegen Ende der zweiten Staffel kam ein neues Element ins Spiel, das „Fringe – Season 3“ nicht nur prägte, sondern zu einer der besten Staffeln des aktuellen Serienjahres machte.

Die bereits mit dem Finale der zweiten Staffel eingeführte Erzählweise wird zunächst aufrechterhalten und man findet sich alternierend im richtigen sowie dem falschen Universum wieder. Allein dieser Kniff bringt die Serie auf ein ganz neues Level. Dieser Eindruck mag allerdings auch daran liegen, dass ich Geschichten rund um alternative Universen seit jeher faszinierend finde. Plötzlich hat man zwei Versionen von Olivia und Walter – die Originale sowie Fauxlivia und Walternate. Einfach herrlich wie die Serie die Bezeichnungen ihrer Fans angenommen hat. TV 2.0 im besten Sinn.

Nachdem wieder alle Figuren dort sind, wo sie hingehören (bei Peter kann man sich ja streiten), gibt es ein paar relativ unabhängige Einzelepisoden, die jedoch stets direkt mit der drohenden Katastrophe zusammenhängen. Aus einer relativ einfach gestrickten Serie mit dem obligatorischen Mystery-of-the-Week, ist eine äußerst mitreißende Gesamtgeschichte geworden. Das erlebt man wirklich selten. Im direkten Vergleich zu J.J. Abrams äußerst erfolgreicher Vorgängerserie „Lost“ ist die generelle qualitative Entwicklung hier äußerst positiv und ich hoffe auf eine gelungene Fortführung der Geschichte in Staffel 4.

Auch wenn es ein paar grandiose Episoden innerhalb der Staffel gab, so setzt das Finale noch einmal neue Maßstäbe: Neben dem Paralleluniversum wird eine weitere Zeitebene eingeführt. Hier bin ich wirklich gespannt, wie die Macher damit in Zukunft umgehen werden. Wird es weitere Zeitebenen geben? Was wird aus Peter? Wie wird die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Parteien aussehen? Am liebsten würde ich sofort weiterschauen.

Nachdem die ersten beiden Staffeln nur exzellente Mystery-Unterhaltung boten, ist „Fringe“ im aktuellen Jahr zu herausragender Science-Fiction herangereift. Alleine deshalb möchte ich die Serie allen Genrefreunden ans Herz legen. Die Verlängerung war damit wohl auch eine der besten Serien-Nachrichten der auslaufenden Saison. Großartig: 9/10 (8.8) Punkte.

Vatertag 2011

Zum heutigen – eigentlich meinem ersten – Vatertag waren wir bei den Paten unseres Zappelinchens eingeladen. Das Wetter war herrlich und hat zum gemütlichen Draußen- und Beisammensein eingeladen.

Statt Bier wurde Aperol gereicht, was zumindest als Motiv auch deutlich mehr hermacht, als das typische Vatertagsgetränk – und lecker war es zudem auch.

Nach Speis und Trank ging es dann hinaus in Flur und Feld, was mir einige stimmungsvolle Bilder erlaubte, von denen ich hier allerdings nur eine Auswahl präsentiere.

Insgesamt also ein rundum gelungener Tag – nur leider kränkelt unser Wurm schon wieder, was die geplanten Aktivtäten für die kommenden Tage doch etwas einschränkt. Doch dafür bin ich ja schließlich Vater und das nicht nur am Vatertag… 😉

The Office (US) – Season 7

Die Serie läuft zwar weiter, doch fühlt sich „The Office – Season 7“ in vielen Episoden wie die finale Staffel der Serie an, was natürlich hauptsächlich mit dem Ausscheiden des Hauptdarstellers Steve Carell und somit auch der Hauptfigur Michael Scott zusammenhängt. Wahrlich das Ende einer Ära – interessanterweise wirkten aber gerade die Episoden nach Carells Weggang mit am frischesten, was durchaus Hoffnung für die Zukunft macht.

Wenn ich „The Office“ sehe, dann fühlt sich das aufgrund des immergleichen Szenarios oft wie nach Hause kommen an. Arbeitsroutine, bekannte Menschen und bekannte Räume. Der Trott des Arbeitsalltags wird ziemlich gut eingefangen. Im siebten Jahr funktioniert das allerdings schon weit nicht mehr so gut, wie in den starken ersten Jahren. Die Komik wird immer absurder, die Charaktere verkommen immer mehr zur Karikatur und dennoch fehlt es an Innovationen. Spaß macht die Serie jedoch weiterhin, was in meinen Augen hauptsächlich den starken Darstellern geschuldet ist.

Die Bandbreite der Qualität ist in dieser Staffel ziemlich groß. Dennoch gibt es kaum richtige Ausfälle, wie z.B. die Episode „Todd Pecker“, noch herausragende Episoden, wie z.B. „Threat Level Midnight“. Michaels Weggang wurde in „Goodbye, Michael“ zwar recht emotional erzählt, doch hat mich die Folge nicht so sehr gepackt, wie ich mir das gewünscht hätte. Ebenso fand ich, dass man in „Dwight K. Schrute, (Acting) Manager“ nicht das volle Potential dieser Konstellation ausgespielt hat. Irgendwie schade. Das Staffelfinale hat mir dagegen ziemlich gut gefallen und ich hoffe sehr, dass die Showrunner bei der Besetzung des neuen Managers ein Ass aus dem Ärmel zaubern.

Insgesamt hat mir auch die siebte Staffel von „The Office“ ziemlich gut gefallen. Ich wurde nahezu in jeder Episode gut unterhalten und die Charaktere gefallen mir nach wie vor ausgezeichnet. Die Abnutzungserscheinungen kann jedoch selbst ich nicht mehr ignorieren. Insofern bin ich wirklich gespannt, was die neue Staffel bringt. Die Anfangszeit mit Michael Scott als Manager von Dunder Mifflin (wohlgemerkt nicht Dunder Mifflin Sabre) werde ich jedoch stets in besonderer Erinnerung behalten: 7/10 (7.4) Punkte.

Run, Fatboy, Run (144)

Heute war kein sehr guter Lauftag. Schon beim Heimkommen hat es ziemlich geregnet, also habe ich erst einmal gewartet bis es wieder einigermaßen trocken war. Der Lauf an sich ging ziemlich gut, doch dann hat es angefangen zu tröpfeln und ich habe mich auf die kleine Runde beschränkt – natürlich hat es danach dann nicht mehr geregnet.

Länge: 4,20
Laufzeit: 00:25:00
kCal: 328
min/km: 5:57

Die Zeit ist ziemlich gut. Das erste Mal in diesem Jahr wieder schneller als 10km/h – eigentlich ein Grund zur Freude, doch wäre ich wirklich gerne die lange Strecke gelaufen. Es gibt einfach Tage da brauche ich das Laufen. Gehirn abschalten und einfach weiter. Nun gut. Morgen dann der Tag der Entscheidung der die Entscheidung vorbereiten könnte und dann vier Tage frei. Yeah!

Im Ohr: Cocktailpodcast #10 – Likör mit Jörg Meyer und Mario Kappes

Run, Fatboy, Run (143)

Nun war ich tatsächlich schon wieder laufen. Meine Motivation kommt aber hauptsächlich daher, dass ich gestern viel zu viel geschlemmt habe und dem einen oder anderen Zirndorfer auch nicht abgeneigt war. Die Voraussetzungen für den Lauf waren demnach vielleicht nicht die besten, dennoch ging es ziemlich locker von der Sohle.

Länge: 6,70
Laufzeit: 00:41:30
kCal: 523
min/km: 6:11

Meine gestrige Zeit habe ich nicht mehr ganz erreicht, doch im Anbetracht der Umstände bin ich doch ziemlich zufrieden. Das größte Hindernis begegnete mir auf den letzten paar Metern in Form eines Heuwenders, der mich durch eine dichte Wolke aufgewirbelter Gräserpollen laufen ließ – an dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass mich im Moment genau aufgrund der blühenden Gräser ein fieser Heuschnupfen plagt. Was ein Spaß!

Im Ohr: Nerdtalk Episode 204

Fluch der Karibik 2 – OT: Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest (2006) (WS1)

Aktualisierung: Ich habe „Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2“ am 31. August 2022 zum dritten Mal gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Nun bin ich doch schneller als gedacht dazu gekommen mir „Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest“ erneut anzusehen. Auf dieses Erlebnis war ich ziemlich gespannt, hatte ich den Film nach der damaligen Kinosichtung doch überraschend gut bewertet. Oft ist es ja so, dass man sich von der spontanen Euphorie übermannen lässt und der Film bei genauerer Betrachtung den positiven Erinnerungen nicht stand hält. Doch trifft dies auch auf die Fortsetzung der Piratensaga zu?

Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2 (2006) | © Walt Disney

Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2 (2006) | © Walt Disney

Um es kurz und knapp zu machen: Ich hatte heute wieder genauso viel Spaß, wie vor fünf Jahren – unglaublich, oder? – im Kino. Der Film ist komischer als der erste Teil, um einiges düsterer und er hat mehr Schauwerte zu bieten. Die Figuren scheinen sich noch mehr gefunden zu haben und es gibt einen famosen Bösewicht. Einzig und allein die Geschichte bleibt etwas auf der Strecke bzw. man bekommt nur eine unnötig aufgeblasene Version der Handlung des Vorgängers präsentiert. Normalerweise müsste ich den Film nun abstrafen, doch feuert Gore Verbinski hier ein Feuerwerk an Actionszenen ab, dass es eine wahre Freude ist. Unterhaltungskino in Perfektion.

Schon alleine die Kannibaleninsel ist an Actionslapstick kaum zu überbieten. Herrlich überdreht und völlig absurd choreographiert bleibt hier kein Auge trocken. Überboten wird das Spektakel nur noch durch den Mühlenrad-Kampf, der ein grandioses comic timing besitzt und zu den unterhaltsamsten Filmszenen überhaupt zählt. Neben diesen lockerleichten Actioneinlagen stimmt der Film bereits ziemlich düstere Töne an, welche sich in „Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt“ letztendlich komplett durchsetzen werden. In diesem Teil stimmt die Mischung jedoch noch und macht das beste aus beiden Welten.

Beeindruckend fand ich auch bei der heutigen Sichtung die Effekte. Nicht so sehr den Kraken, als viel mehr Davy Jones und seine Crew. Selbst in strahlendstem Sonnenschein kann man hier keine CGIs ausmachen. Oberflächenbeschaffenheit, Licht und Animation – alles ist perfekt getroffen. Hinzu kommt, dass man den Schauspieler Bill Nighy tatsächlich hinter den Effekten erkennt. Ein lebendiger, atmender Charakter. Für mich eine der ganz großen Leistungen der VFX-Kunst.

Nun stellt sich mir natürlich die Frage, welchen Teil der Reihe ich bisher am besten finde. Der erste ist insgesamt wohl runder und erzählt die schlüssigere Geschichte. Der zweite dagegen quillt schon fast über vor fantastischen Szenen, die oft wohl auch außerhalb ihres Kontexts funktionieren würden. Unterhalten haben mich beide Filme ausgezeichnet und dabei möchte ich es auch belassen: 9/10 Punkte.

Im Garten

Der Geburtstag des Schwagers wurde heute standesgemäß mit allerlei Grillfleisch begangen. Da die Kids den großelterlichen Garten erkundeten, habe ich mich mit meiner Kamera auf die Lauer gelegt.

Neben den – wortwörtlich – unzähligen Kinderbildern habe ich auch ein paar Impressionen des Gartens eingefangen.

Abschließend gab es dann noch einen leckeren Erdbeerkuchen, der dafür sorgte, dass ich heute wohl nichts mehr essen brauche.

Eine fototechnische Anmerkung habe ich auch noch: Die Bilder wurden allesamt mit der – inzwischen nicht mehr ganz so neuen – 50mm Festbrennweite aufgenommen. Der Portraits wegen. Wenn die kleinen Räuber nur nicht immer so schnell wären… 😉

Run, Fatboy, Run (142)

Obwohl ich gestern Nacht viel zu lange wach war und heute Morgen viel zu früh aufgewacht bin aufgeweckt wurde, habe ich gerade den erfolgreichsten Lauf des bisherigen Jahres absolviert. Wenn ich mir zwischen Frühstück und Laufen noch ein wenig mehr Zeit gelassen hätte, wäre es vielleicht noch etwas schneller gegangen, doch ich will mich nicht beschweren.

Länge: 6,70
Laufzeit: 00:40:45
kCal: 523
min/km: 6:04

Die Zeit ist nahezu optimal für die lange Strecke. Fast sind die 10km/h wieder geknackt. Das gute Vorankommen mag auch am optimalen Laufwetter liegen: Nicht zu warm, nicht zu kalt. Sonnig, aber nicht zu sonnig. Einfach perfekt. Mal sehen, ob ich mich morgen noch für eine weitere Runde motivieren kann.

Im ersten Ohr: Celluleute Folge #34: Serien-Round-Up
Im zweiten Ohr: Flimmerfreunde #26: Weisser Abschaum auf dem Land

Fluch der Karibik – OT: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl (2003)

Aktualisierung: Ich habe „Fluch der Karibik“ am 27. August 2022 erneut gesehen und eine Besprechung der Wiederholungssichtung veröffentlicht.

Der aktuellste Teil der Filmreihe dürfte wohl der in den letzten Wochen am häufigsten rezensierte Film der Blogosphäre sein. Der ideale Zeitpunkt also für mich mit „Fluch der Karibik“ noch einmal den Ursprung des bombastischen Franchise unter die Lupe zu nehmen. Ich war ja schon immer ein Freund der filmischen Freibeuter und so hatte ich mich damals enorm über die Ankündigung zu Gore Verbinskis Piratenabenteuer gefreut.

Fluch der Karibik (2003) | © Walt Disney

Fluch der Karibik (2003) | © Walt Disney

Nachem Renny Harlins „Die Piratenbraut“ im Jahr 1995 so gnadenlos gefloppt ist, darf man es schon beinahe als Wunder betrachten, dass Disney das Multi-Millionen-Dollar-Projekt überhaupt in Auftrag gegeben hat. Dazu noch eine Idee, die auf einer Freizeitparkattraktion beruht. Insofern also nicht sonderlich erstaunlich, dass „Fluch der Karibik“ darauf getrimmt wurde für nahezu jede Zielgruppe als perfekter Unterhaltungsfilm zu funktionieren – und noch erstaunlicher: Es ist ihm tatsächlich gelungen. Abenteuer, Humor, Action, Romantik, angenehmer Grusel und eine neue Kultfigur. Ein Traum made in Hollywood – und das sowohl für die Produzenten als auch die Zuschauer.

Auch bei meiner inzwischen dritten (vielleicht auch vierten) Sichtung hatte ich wieder enorm viel Spaß mit Captain Jack Sparrow und Co. Dieses Mal ist mir besonders aufgefallen, wie zielstrebig der Film darauf abziehlt möglichst viele Knöpfe bei seinem Publikum zu drücken. Keine Szene wirkt nebenbei erzählt oder überflüssig. Das Timing stimmt, die Charaktere sind ausformuliert, als hätte man sie bereits auf dutzenden von Abenteuern begleitet und die Handlung ist kompakt und mitreißend zugleich. Hinzu kommt Klaus Badelts unverkennbar aus der Schmiede Hans Zimmers stammender Score, der wohl die meistverwendeten Musikstücke der jüngeren Zeit geliefert haben dürfte.

Kritikpunkte gibt es zwar ein paar, doch insgesamt schmälern sie den ungemeinen Unterhaltungswert des Films kaum. So sind mir die Kampfszenen etwas zu dominant in die Handlung eingebaut. Da wäre weniger sicher mehr gewesen. Weiterhin hätte man dem Film ruhig ein wenig mehr Ecken und Kanten geben können, doch dann wäre vielleicht nicht genau diese Art Film dabei herausgekommen, was auch irgendwie schade gewesen wäre.

Was bleibt sonst noch zu erwähnen? Natürlich „Monkey Island“ – ein paar Szenen scheinen wie aus dem Spiel übernommen (das sich wiederum ebenso bei Disneys Freizeitparkattraktion bedient hat), doch letztendlich ist ein Will Turner eben kein Guybrush Threepwood und Captain Jack Sparrow steht sowieso auf einem anderen Blatt. Insofern wäre ich einer Verfilmung der originalen Computerspielreihe immer noch nicht abgeneigt (dann aber bitte mit dem originalen LucasArts-Score).

Wie bereits geschrieben, dürfte nahezu jeder Zuschauer gefallen an Gore Verbinskis Auftakt zu seiner Piratensaga finden. Nicht umsonst begann damit eine der größten Erfolgsgeschichten des vergangenen Kinojahrzehnts. Ich für meinen Teil freue mich nun auf die Wiederholungssichtungen des ersten und zweiten Sequels und hoffe, dass ich damit durch bin, bis der vierte Teil die Heimkinos erreicht. Nach wie vor ein bunter, lauter und vor allem sehenswerter Piratenspaß: 9/10 Punkte.