Media Monday #206

Nach einem wunderbar langen Wochenende, an dem wir vom Kloster Weltenburg nach Kelheim gewandert sind, ich erstmals mit beiden Kindern alleine im Freibad war, wir eine Hochzeit besucht haben und mein Blog sein 9-jähriges Jubiläum feierte, stehen nun nur noch die aktuellen Fragen des Medienjournals an, bevor ich vermutlich komatös auf das Sofa fallen werde. Ich bin Temperaturen jenseits der 30 °C wohl einfach nicht mehr gewöhnt. Ich hoffe ihr hattet ein ebenso tolles Wochenende – und nun viel Spaß mit meinen Antworten! 🙂

media-monday-206

  1. Leonardo DiCaprio hätte ja spätestens für seine Darstellung als Jordan Belfort in „The Wolf of Wall Street“ einen Haufen Preise verdient, denn er wurde bereits davor (z.B. „Der große Gatsby“, „Django Unchained“, „Blood Diamond“ oder „Aviator“) zu oft übergangen. Da sieht man mal wieder, wie wenig man auf die großen Preise geben kann…
  2. Bei Filmen in historischem Kontext, darf es lieber frei interpretiert sein oder möglichst akkurat und reell?
    Es kommt ganz auf die Intention an: Wenn der Film nur ein historisches Setting besitzt und eine völlig fiktive Geschichte erzählt bzw. aus der Dramatisierung keinen Hehl macht, dann kann die Umsetzung gerne so frei sein, wie es der Regisseur eben möchte. Wenn es dagegen ganz konkret um bestimmte Personen, Schicksale und Begebenheiten geht, dann erwarte ich durchaus eine akkurate Umsetzung (siehe z.B. „12 Years a Slave“). Dennoch ist mir beim Anschauen stets bewusst, dass Film immer dramatisiert und nie 1:1 die Vergangenheit nachbilden kann, was ich allerdings keinesfalls als Nachteil sehe.
  3. Das Wunderbare an Fantasy-Settings, die sich Zeit für ihre Welt und ihre Charaktere nehmen, ist die Möglichkeit sich komplett darin fallen zu lassen.
  4. Der spannendste Kriminalfall – ob im Film oder in Serie – scheint mir im Podcast „Serial“ abgehandelt zu werden.
  5. Charlize Theron spielt ja sonst eher dramatische Rollen, aber als Imperator Furiosa in „Mad Max: Fury Road“ hat sie gezeigt, dass sie der beste Actionheld seit Jahren ist.
  6. Unvergessen, wie Tyrion Lannister in der vierten Staffel von „Game of Thrones“ [Spoiler über Spoiler], denn ihr sollt das ja selbst schauen… 😉
  7. Schon witzig, wie in Filmen, die erst ein paar Jahre alt sind das gesamte Farbspektrum auf orange and teal (orange und blaugrün) reduziert wird. Mehr dazu in diesem sehr interessanten Artikel. Ist euch dieser Trend auch schon aufgefallen?

Run, Fatboy, Run (329)

Nachdem ich in meinem Eintrag zum 9-jährigen Jubiläum meines Blogs mit Erschrecken festgestellt hatte, dass ich im vergangenen Jahr nur 37 mal laufen war, habe ich mich heute trotz Hitze zum ersten Mal seit über einem Monat(!) wieder aufgerafft. Es ist immerhin ein Anfang – und wenn die für mich aktive Phase im Hausbau wieder ein wenig abebbt, dann sollte sich das auch wieder häufiger einrichten lassen. Hoffe ich zumindest.

Distance: 8.31 km
Duration: 00:49:27
Avg Speed: 10.08 km/h
Avg Pace: 5:57 min/km
Energy: 689 kcal

Eigentlich ging es anfangs wirklich gut voran. An der Baustelle angekommen, habe ich gleich noch den Keller auf Wasser überprüft, da es in der vergangenen Nacht extrem gestürmt hatte. Nach einer kurzen Trinkpause ging es auch gleich weiter, wobei mir die zweite Streckenhälfte deutlich schwerer gefallen ist. Achja, auch mit dem Update auf Lollipop hat sich die GPS-Leistung meines LG G2 nicht verbessert. Irgendwie habe ich mich an das manuelle Editieren der Strecken fast schon gewöhnt. Dennoch doof…

Im ersten Ohr: Sneakpod #392 – Kung Fury
Im zweiten Ohr: FatBoysRun – Episode 13: …jede Menge Themen… (15 km)
Im dritten Ohr: Fall Out Boy

Happy Birthday Blog: 9 Jahre

Kurz vor dem großen Jubiläum. So langsam beschleicht mich ein Gefühl der Panik: Es kann doch nicht schon 9 Jahre her sein, dass ich mit dem Bloggen begonnen habe! Auch wenn die Wenigsten von euch hier schon so lange mitlesen, lade ich euch herzlich ein, mich bei einem kleinen Rückblick auf das vergangene Blogjahr zu begleiten…

happy_birthday_blog_2015

Das Blog in Zahlen

Der Abwärtstrend, was Seitenaufrufe und Besucherzahlen angeht, geht leider weiter. Nicht wirklich dramatisch (zumal Likes und Kommentare zunehmen), doch deutlich spürbar. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurde mein Blog somit 1.847 mal weniger oft aufgerufen – und irgendwie glaube ich auch nicht, dass sich dies bis zum 10-jährigen Jubiläum ändern wird:

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr
Aufrufe 15.218 57.411 55.891 58.343 44.259
Aufrufe/Tag 42 157 153 160 121
6. Jahr 7. Jahr 8. Jahr 9. Jahr
Aufrufe  44.034  46.860  44.258  42.436
Aufrufe/Tag  120  128  121  116
Aufrufe   Beiträge   Kommentare
Gesamtsumme 408.710 2.068 25.885

Wie bereits die vergangenen Jahre, kann auch das Blogjahr 2014/2015 als durchaus turbulent bezeichnet werden. In den kommenden Kategorien versuche ich die wichtigsten Themen noch einmal Revue passieren zu lassen:

Privates

Mein neues Blogjahr hat mit „Vier Jahre & zwei Feiern“ ziemlich turbulent begonnen. Ebenfalls im im Juli bin ich meine einzige Laufveranstaltung angegangen, was zugleich auch das sportliche Highlight bleiben sollte. Der Urlaub ist im vergangenen Jahr ausgefallen, doch immerhin wurde im August die Frage „Papa, wie alt wirst du?“ erschöpfend beantwortet. Im September habe ich dann mit „Der Teufel steckt in den Details“ erstmals über unseren Hausbau berichtet und mich in „Kind krank? Eltern blank!“ über das unfaire Krankenkassensystem ausgelassen. Im November durfte ich nicht nur eine neue Fremdsprache lernen, sondern auch über „Tatütata, der zweite Geburtstag ist da!“ berichten. Im Februar habe ich meine Leidenschaft für „Virtual Reality mit Oculus Rift, Google Cardboard und ähnlichen Systemen“ entdeckt, was im April in meinem ersten „Test: VRIZZMO Virtual Reality Headset“ sowie dem daran angegliederten Gewinnspiel gipfelte. Im Mai habe ich schließlich meinen Rückblick auf die re:publica 15 geschrieben und ganz aktuell im Juni einmal wieder ein paar Fotos veröffentlicht – von unserer „Wanderung vom Kloster Weltenburg nach Kelheim“. Das beherrschende Thema war aber eindeutig der Hausbau, den ich in ausführlich bebilderten Artikeln festgehalten habe.

Neu im Blog

Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist, was das Blog selbst angeht, nicht wirklich viel passiert. Erwähnenswert ist natürlich die neue Kategorie „Haus und Hof“, in der ich den Baufortschritt unseres Hauses festhalte. Weiterhin habe ich an unzähligen Blogparaden teilgenommen und mindestens ebenso viele Stöckchen bearbeitet. Puh. Hier möchte ich speziell meinen Beitrag zum Filmblog-Adventskalender 2014 und meine Antworten zu gleich 7 „Liebster Award“-Fragerunden hervorheben. Erstmals habe ich „Mein Filmjahr 2014“ in einem gesonderten Artikel analysiert. Die Hoffnung 2015 mehr Filme zu schauen, habe ich inzwischen allerdings schon fast aufgegeben. Die größte Änderung war wohl der Wechsel des Blog-Designs, was für mich einen großen Schritt dargestellt hat. Änderungen eben, einfach schwierig für mich. Ich glaube ihr Leser habt das viel schneller verkraftet…

…und ewig lockt das Sofa

Der Medienkonsum hat im letzten Jahr erstaunlicherweise wieder ein angezogen: Insgesamt kam ich auf 67 Filme und 33 Serienstaffeln. Das bedeutet im Vergleich zum vorangegangenen Jahr einen deutlichen Zuwachs bei den Filmen (+19) und einen leichten Rückgang bei den Serien (-6), was mich doch positiv überrascht hat, schließlich ist das hier immer noch ein Filmblog – oder soll es zumindest sein. Mit nur 37 Läufen ist meine Sportbilanz leider eine kleine Katastrophe (-15 Läufe), dafür war ich ein ganzes Mal schwimmen (+1) und wurde zum zweiten Jahr in Folge von keinem Hund gebissen (±0). In Sachen Literatur und Comics sieht es mit 5 Büchern wieder nicht sonderlich rosig aus (+1), doch immerhin waren auch ein paar ungezählte Zeitschriften (so richtig auf Papier gedruckt) dabei.

Bestandsaufnahme

Auch wenn ich das Gefühl habe, nahezu täglich an einem neuen Blogartikel zu schreiben (meist irgendwann zwischen 22 Uhr und 1 Uhr), so empfinde ich dies als immer noch nicht genug. Ich würde gerne neue Themen ausprobieren, mein Rezensionskonzept überarbeiten und endlich unter einer eigenen Domain schreiben. Zeitlich ist dies aktuell jedoch unmöglich – und vermutlich sieht es bis Ende des Jahres auch nicht besser aus. Wenn ihr Resignation aus diesen Zeilen lest, dann ist das vielleicht gar nicht so falsch. Vielleicht ist alle zusammengenommen im Moment auch einfach ziemlich anstrengend. Immerhin habe ich nach 9 Jahren des Bloggens erstmals die strikte Trennung zwischen realem und virtuellem Leben aufweichen lassen, indem ich auf der re:publica 15 ein paar nette Menschen aus unserer Kleinen Ecke des Internets kennengelernt habe. Auch ein großer Schritt, der sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt.

Meine treuen Leser

…und nun zum eigentlichen Grund, warum ich trotz schwindender Seitenaufrufe mindestens so motiviert bin, wie am ersten Tag: Vielen Dank liebe Leser! Ohne euch würde meine Tastatur schon längst unter einer meterdicken Staubschicht begraben sein. Danke für eure treuen Besuche und die zahlreichen Kommentare! Ja, genau DICH meine ich damit. Ich hoffe wir lesen uns auch im kommenden Jubiläumsjahr wieder!

Wanderung vom Kloster Weltenburg nach Kelheim

Den heutigen Feiertag (Fronleichnam) haben wir genutzt, um unsere ausgefallene Vatertagswanderung nachzuholen. Es ging somit samt Großeltern nach Kelheim, von wo aus wir mit dem Schiff zum Kloster Weltenburg gefahren sind. Dort gab es ein überteuertes, aber leckeres Mittagessen und die Kinder durften ihre Füße in die Donau halten.

kloster-weltenburg-1

Im Gegensatz zu unserem 2013er Ausflug, den ich ebenfalls fotografisch im Blog festgehalten habe, sind wir dieses Mal nach Kelheim zurückgewandert. Dies hat ein paar tolle neue Perspektiven auf das Kloster ermöglicht.

kloster-weltenburg-4

Wie ihr seht, war das Wetter famos und jeder der zahlreichen Besucher hat sich nur zu gerne am oder im Fluss getummelt.

kloster-weltenburg-3

Der Rückweg hielt noch ein paar nette Felsformationen, Höhlen sowie eine in den Fels gebaute Klosterkirche parat. Ungefähr sechs Stunden nach unserer Ankunft in Kelheim, waren wir auch wieder zurück: die Kinder entsprechend platt, Eltern und Großeltern zugegebenermaßen auch. Ein wirklich schöner Tag.

12 Years a Slave (2013)

Zu manchen Filmsichtungen muss man sich fast schon durchringen. So ging es mir zumindest mit „12 Years a Slave“ – wahrlich keine leichte Feierabendunterhaltung. Doch eine solche hätte es nach dem phänomenalen „Mad Max: Fury Road“ auch schwer gehabt. Steve McQueens 2014er Oscar-Gewinner hat mich jedoch von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen. Es war keine einfache Sichtung, doch bin ich wirklich froh den Film gesehen zu haben. Manche Geschichten sind es einfach wert erzählt und gehört bzw. gesehen zu werden.

12-years-a-slave-2

Mir ist die Geschichte der Sklaverei noch aus dem Schulunterricht bekannt. Ebenso habe ich während der Schulzeit Steven Spielbergs „Amistad“ gesehen, an den ich mich jedoch kaum noch erinnern kann. Steve McQueens „12 Years a Slave“ hat mich erstmals emotional das Ausmaß dieser düsteren Periode nachvollziehen lassen. So gut das eben ein Film schaffen kann. Der historisch belegte Tatsachenroman aus Solomon Northups Perspektive bildet zudem eine erschreckend greifbare Grundlage. Man kann sich nur zu gut mit Northup identifizieren, was die Unbegreiflichkeit der unmenschlichen Handlungen umso schockierender macht. Auch wenn mich so schnell keine fiktive Gewaltszene mehr aus der Fassung bringt, so musste ich meinen Blick in manchen Szenen doch abwenden. McQueen beschönigt nichts – und das ist gut so.

Überhaupt ist die Inszenierung unglaublich. Obwohl man sich in den pittoresken Südstaaten befindet, wirkt selbst jede Landschaftsaufnahme wie ein Gefängnis. Es gibt kaum Kamerafahrten und oft ist das Bild durch natürliche Bildelemente, wie zum Beispiel ein Holzgerüst oder Bäume, zusätzlich dichter kadriert. Auch die Wahl langer Brennweiten verstärkt das Gefühl der Enge und der Ausweglosigkeit. All dies findet jedoch nicht aufdringlich statt, sondern bildet die perfekte Form für diese Art von Geschichte. Selbst Hans Zimmers Score ist wunderbar unaufdringlich und bleibt oftmals sogar komplett aus. Man könnte sagen, dass „12 Years a Slave“ unsentimental erzählt ist, hätte er nicht diese emotional mitreißende Wirkung.

Müsste ich einen Kritikpunkt finden, dann dass die 12-jährige Tortur zu komprimiert erzählt wirkt. Allerdings wäre mehr innerhalb eines Filmes wohl auch nicht möglich gewesen – und in einer Serie wäre das Thema in dieser drastischen Form (auch wenn sich mit „Roots“ bereits dieser Thematik angenommen wurde) wohl nur schwer zu ertragen. Letztendlich bleibt ein tieftrauriger Film, der uns leicht den Glauben an die Menschheit verlieren lassen könnte. Das Finale mag deshalb vielleicht übermäßig versöhnlich erscheinen, doch darf man nicht vergessen, dass Solomon Northup einer der Wenigen war, die ein glückliches Ende erfahren durften. Erschütternd, tieftraurig und dennoch unbedingt sehenswert: 9/10 Punkte.

Mad Max: Fury Road (2015)

Unglaublich, ich habe es tatsächlich einmal wieder ins Kino geschafft! Dabei hatte ich es beinahe schon aufgegeben „Mad Max: Fury Road“ noch auf der großen Leinwand zu sehen. Zur Wahl stand die synchronisierte Fassung ganz pompös in IMAX und 3D – oder die Originalversion im kleinen Fremdsprachenkino (der Saal fasst 25 Zuschauer) in 2D. Da fiel die Wahl nicht schwer! Ob sich der audiovisuell bombastische Film trotz der technischen Beschränkungen in mein filmisches Herz spielen konnte, lest ihr in der folgenden Besprechung…

mad_max_fury_road_1

Was für ein Brett von einem Film! Bereits während des Prologs fühlte ich mich in meinen Sitz gepresst und war beinahe nicht imstande die Flut an audiovisuellen Informationen zu verarbeiten. Man kann den unbedingten Überlebenswillen Max Rockatanskys beinahe körperlich spüren. Der Film schert sich nicht um Konventionen und wirft uns ohne Vorgeplänkel ins Geschehen – und es soll eine weitere Stunde vollgepackt mit knallharter Action vergehen, bis wir erstmals eine Verschnaufpause bekommen. Glücklicherweise baut Regie-Veteran George Miller auch in die Actionszenen ausreichend charakterdefinierende Momente ein, um uns emotional zu involvieren und mit auf diese epische Reise zu nehmen: What a lovely day!

Im Gesamtkontext der „Mad Max“-Saga reiht sich der Film überall und nirgendwo ein. Es gibt keinen kausalen Zusammenhang und doch fühlt sich der jüngste Teil der postapokalyptischen Reihe nicht so an, als seien seit dem umstrittenen „Mad Max: Beyond Thunderdome“ bereits 30 Jahre vergangen. Der Film atmet den Geist der 80er Jahre und schaut sich exakt so, wie sich „The Road Warrior“ in meiner Erinnerung anfühlt. Auch inhaltlich liegen die beiden Filme wohl am engsten zusammen, wenngleich der Hauptcharakter in „Mad Max: Fury Road“ noch mehr wie der Mythos des Road Warriors wirkt als wie ein echter Charakter. Ein einsamer Westernheld, der nachdem er die Planwagen sicher ans Ziel gebracht hat, wieder im Sonnenuntergang verschwindet.

In der ursprünglichen Trilogie noch von Mel Gibson gespielt, verkommt der titelgebende Max im jüngsten Teil der Saga beinahe schon zur Nebenfigur – und dennoch kann Tom Hardy als vom Wahnsinn gezeichneter Überlebenskünstler überzeugen, wenngleich sein Gegrunze manchmal schon etwas zuviel des Guten war. Der eigentliche Star des Films ist zweifellos Charlize Theron, welche mit Imperator Furiosa einen der imposantesten Actionhelden (egal ob männlich oder weiblich) der jüngeren Kinogeschichte verkörpert. Ihr starker Wille kommt so glaubhaft rüber, dass es eine wahre Freude ist mitzuerleben, wie sie über sich selbst hinaus wächst. Neben Theron ist mir besonders Nicholas Hoult (genau, der kleine Junge aus „About a Boy“) aufgefallen, dessen Charakter Nux wohl die größte Entwicklung durchmacht. Einzig die Bösewichte bleiben im Action-Getümmel ein wenig blass und klischeehaft – allerdings im besten Sinne der 80er Jahre.

„Mad Max: Fury Road“ nun qualitativ im Vergleich zu den Vorgängern einzuordnen, fällt mir nicht leicht und ich werde mir die Filme in naher Zukunft, spätestens jedoch zur Veröffentlichung der Blu-ray des vierten Teils, noch einmal komplett ansehen müssen. Deshalb gibt es zu diesem Zeitpunkt eine Liste, die nach Erscheinungsdatum und nicht nach Qualität sortiert ist:

  1. „Mad Max“ (8 Punkte)
  2. „Mad Max 2: Der Vollstrecker“ (8 Punkte)
  3. „Mad Max 3: Jenseits der Donnerkuppel“ (7 Punkte)
  4. „Mad Max: Fury Road“ (8 Punkte)

Wenn ich mir meine bisherigen Bewertungen so ansehen, dann fühlt es sich an als hätte ich die „Mad Max“-Saga bisher eher zu streng bewertet. Auch der neueste Teil hat großen Eindruck auf mich gemacht, jedoch nicht so viel, als dass ich ihn über die klassische Trilogie hinausheben würde. Potential zur Steigerung ist auf jeden Fall vorhanden – und das nicht nur für diesen Film, sondern die gesamte Reihe. Es ist wohl das beste Zeichen, dass ich mir „Mad Max: Fury Road“ am liebsten jetzt gleich noch einmal anschauen würde: 8/10 Punkte.

Media Monday #205

Wieder einmal ist ein Wochenende ohne Film ins Land gezogen. Traurig, traurig. Dafür war ich Freitagabend mit meiner Rasselbande noch eine Runde im Schwimmbad, den kompletten Samstag habe ich dagegen wieder auf der Baustelle verbracht und am heutigen Sonntag haben 23 Studienarbeiten auf ihre Benotung gewartet. Es gab also viel zu tun. Weil ich die letzten Tage nicht zum Bloggen gekommen bin, freue ich mich nun umso mehr, dass Wulf die Fragen des Medienjournals wieder einmal zeitig bereit gestellt hat und mir somit meinen Sonntagabend versüßt. Viel Spaß damit! 🙂

media_monday_205

  1. Nicht erst seit gestern habe ich ein regelrechtes Faible für die hohe Kunst des Kabelverlegens, denn immerhin konnte ich in diesem speziellen Fachgebiet bereits in den vergangenen Wochen Erfahrung sammeln.
  2. So mancher Fall in „The X-Files“ ist in seiner Ausgestaltung doch recht heftig, was bei mir während Sichtung der Erstausstrahlung noch für schlaflose Nächte sorgte.
  3. Dieses Wochenende ausreichend Schlaf zu bekommen war meines Erachtens von vornherein zum Scheitern verurteilt, schließlich stehen unsere biologischen Kampfwecker spätestens um 6 Uhr parat (wenngleich ich heute zugegebenermaßen noch ein wenig länger liegenbleiben durfte).
  4. Die große Faszination von „Mad Max: Fury Road“ wird sich mir hoffentlich morgen Abend erschließen, wenn ich es tatsächlich zum zweiten Mal in diesem Jahr ins Kino schaffe – drückt mir die Daumen!
  5. Die dritte Staffel von „Jericho“ würde mir noch weitaus mehr zusagen, wenn sie tatsächlich im Serienformat umgesetzt worden wäre; das Comic ist dennoch sehr nett.
  6. Arnold Schwarzenegger hat auch schon bessere Filme gedreht, aber dennoch werde ich der alten Zeiten willen nicht müde auch seine aktuellen Werke zu verfolgen – auch wenn diese mal mehr, meist jedoch weniger gelungen sind…
  7. Allgemein mag ich am liebsten Filme, bei denen ich mich komplett in die Geschichte fallen lassen kann.

Jericho – Season 1 & 2

Serien, speziell aus dem Drama-Bereich, sehe ich aus Zeitgründen selten öfter als einmal. Und schon gar nicht, wenn ich die Sichtung beim ersten Mal abgebrochen habe. Bei „Jericho – Season 1 & 2“ ist die Lage allerdings ein wenig anders. Damals, vor inzwischen beinahe 10 Jahren, hatte ich die Sichtung im letzten Drittel der ersten Staffel abgebrochen, da mir die Serie zu sehr im „Lost“-Fahrwasser mitzuschwimmen schien. Vor ein paar Jahren bekam ich jedoch die Komplettbox zum Geburtstag geschenkt, was mich zu einem weiteren Anlauf bewegt hat – und siehe da: Ich sollte deutlich mehr Spaß mit der Serie haben…

jericho_1

Irgendwie habe ich eine Schwäche für Serien, die vor ihrer Zeit abgesetzt wurden. Das beste Beispiel hierfür ist natürlich „Firefly“, doch auch „Surface“ hat mich zum Beispiel sehr gut unterhalten. Ähnlich wie Joss Whedons Serie, wurde auch „Jericho“ durch eine Fan-Aktion nach der eigentlichen Absetzung verlängert. Allerdings nicht mittels Film à la „Serenity“, sondern ganz regulär als weitere im TV ausgestrahlte Staffel – auch wenn diese insgesamt nur sieben Episoden umfasst. Die Fans hatten etliche Tonnen Nüsse – als Anspielung an ein Zitat im Finale der ersten Staffel – an den TV-Sender CBS geschickt, was deutlich zeigt wie groß die Begeisterung für die Serie zumindest im kleinen Kreis war.

Nach den 29 Episoden der beiden Staffeln bin ich nun tatsächlich ein wenig enttäuscht, dass mein Besuch in „Jericho“ schon wieder vorbei ist. Zumindest in dieser Form, denn man hat noch zwei weitere Staffeln in Form von Comic-Bänden (siehe auch wieder „Firefly“ bzw. „Serenity“) nachgeschoben. Wie lässt sich die Serie nun am besten beschreiben? Die Erzählweise und Inszenierung erinnert stark an „Lost“, bis hin zu den Soundeffekten und Cliffhangern. Thematisch orientiert sich die Serie ein wenig an „24“ und atmet stark Post-9/11-Paranoia. Atmosphärisch würde ich das Endzeitdrama fast mit „Gilmore Girls“ vergleichen, da das Kleinstadtleben mit den unterschiedlichen Charakteren sehr schön eingefangen wird und man sich bereits nach ein paar Folgen in der titelgebenden Kleinstadt zu Hause fühlt. Dennoch entsteht daraus etwas eigenes, das tatsächlich mehr als die 08/15-Network-Serie ist.

Auch wenn es speziell im Mittelteil der ersten Staffel einige Füllepisoden gibt und auch die Verschwörungsgeschichte ein wenig an den Haaren herbeigezogen scheint, so schafft es die Serie durch das Kleinstadt-Setting und ihre nett geschriebenen Figuren mitzureißen. Die sieben Episoden der zweiten Staffel fallen formal ein wenig ab, da man deutlich merkt, dass weniger Budget zur Verfügung stand (hat mich sehr an die vierte Staffel von „Damages“ erinnert). Inhaltlich jedoch ist die zweite Staffel aufgrund ihrer kompakten Erzählweise herrlich zielgerichtet, explosiv erzählt und nimmt keine Rücksicht auf ihre Charaktere. Leider wirkt die letzte Episode jedoch zu gehetzt und man sieht deutlich, dass hier Kompromisse eingegangen wurden – dennoch funktioniert das Finale einigermaßen als Abschluss der gesamten Serie:

  1. „Jericho – Season 2“ (7.9 Punkte)
  2. „Jericho – Season 1“ (7.8 Punkte)

Auch wenn ich nie gedacht hätte, dass ich die Serie noch einmal angehen werde, so bin ich doch wirklich froh um das Erlebnis. Vermutlich werde ich nun auch noch die Comics lesen und somit noch ein wenig länger in der Welt von „Jericho“ verweilen. Wer Lust auf diese Art von Endzeit-Setting hat, aber keine Zombies sehen will und auch nicht unbedingt zehn Staffeln braucht, der kann durchaus seinen Spaß mit dieser leider nur kurzlebigen Serie haben: 8/10 (7.8) Punkte.

Impressionen vom Bau #12: Vormauerungen für Sanitär

Bestimmt habt ihr schon auf neue Fotos vom Kabelverlegen gewartet, doch damit verschone ich euch heute. Parallel zu unserer Elektroinstallation haben die Maurer nämlich die Vormauerungen für unsere Sanitäranlagen fertiggestellt. Es war mit insgesamt fünf vier Handwerkern (und mir) somit recht voll im Haus. Für einen Schreibtischtäter mich ist das immer eine ganz andere Welt. Wenn man Tag für Tag auf Baustellen arbeitet, kann man sich das Fitnessstudio auf jeden Fall sparen – okay, weniger Zigaretten und Leberkässemmeln wären zudem wohl hilfreich. Mit den Vormauerungen bekommt man nun einen besseren Eindruck von der Raumgestaltung in Bad und Toilette. Es geht somit voran und die Fertigstellung wird, auch wenn es noch viel zu tun gibt, immer greifbarer…

klo klo_mauer
Mit Vormauerung sieht das Gästeklo doch gleich viel einladender aus

heizungskasten
Die Anschlusskästen für die Fußbodenheizung stehen parat

bad_klo bad_klo_mauer
Auch im großen Badezimmer steht die Toilette nicht mehr verloren im Raum

badewanne_2
Ein Platz an der Sonne für unsere Badewanne

dusche_1 dusche_2
Erinnert ihr euch noch an unsere Freiluftdusche? Auch diese ist nun Geschichte…

Alle Artikel zu unserem Bauvorhaben…

Media Monday #204

Vor vier Stunden noch in einem Freizeitpark bei Frankfurt – und dennoch pünktlich zurück in der Heimat, um rechtzeitig die aktuellen Fragen des Medienjournals zu beantworten. Doch was tut man nicht alles, damit nicht auch noch die letzten Leser abspringen. Es war ein sehr schöner, doch durchaus auch anstrengender Tag. Das Beste daran ist jedoch: Wenn die Anstrengungen schon längt vergessen sind, bleiben die schönen Erinnerungen für alle Beteiligten – insofern gerne jederzeit wieder!

media_monday_204

  1. Ein Extended oder Director’s Cut, der einen Film gehörig aufgewertet hat, war der zu Wolfgang Petersons „Troja“, denn durch die Erweiterungen wird der Film deutlich packender und nachvollziehbarer. Ähnliches kann man wohl auch über Ridley Scotts „Königreich der Himmel“ sagen, doch von diesem habe ich ohnehin nur den Director’s Cut gesehen.
  2. Das beste Film-Musical ist natürlich „Moulin Rouge!“ – keine Frage!
  3. Ganz viele mögen ja [dieses Fass mache ich jetzt lieber nicht auf] wobei mir schon beinahe die Galle hochkommt, weil [ich doch den Anschein von Toleranz wahren möchte].
  4. „Moneyball“ wirkt ja wirklich wie ein Underdog-Sport-Drama alter Schule, denn er ist wunderbar ruhig erzählt und konzentriert sich voll und ganz auf seine Charaktere.
  5. Ja, wir sind mal wieder beim Thema Guilty Pleasures: Ist mir egal, wenn ihr alle die hier oder hier erwähnten Guilty Pleasure-Filme blöd findet, ich nämlich liebe sie alle – jeden Film eben aufgrund seiner besonderen Art und Weise… 🙂
  6. Das lange Pfingstwochenende wusste (oder weiß) ich ja gewinnbringend zu nutzen, um noch ein paar Kabel zu verlegen, den Geburtstag meines Schwagers zu feiern, mit Freunden in einen Freizeitpark zu fahren und mit einem Teil der Familie essen zu gehen – und natürlich um den einen oder anderen Blogartikel zu schreiben bzw. vorzubereiten.
  7. Mit Ablauf der Woche ist der Mai ja schon wieder rum. Macht aber nix, schließlich gibt es im Juni noch ein langes Wochenende, an dem wir uns bestimmt wieder etwas Tolles einfallen lassen – und sei es nur noch ein paar Kabel zu verlegen… 😉